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Pflichtbewusstsein und eine Aufgabe eines Ifrey

Verfasst: Mittwoch 28. Februar 2007, 16:32
von Fuad Ifrey
Nachdenklich starrte Fuad auf die Kerze, welche sich auf dem Schreibtisch in seinem Haus befand.
Er dachte über die Aufgabe Sharies, seiner geliebten Cousine und Oberhaupt das Hauses Ifrey, nach.
Ihm war bewusst. Für einen wahren Ifrey stellte jene Aufgabe kein Hindernis dar.
Einen Dämon sollte er erlegen. Eine seiner Klauen als Zeichen, das er ihn auch wirklich erlegt hatte.
Ab und an wiegte er seinen Kopf hin und her. Seine Rehbrauen Augen starr auf die Flamme der Kerze gerichtet.
Fuad wusste selber nicht genau was ihm an dieser Aufgabe störte. Hatte er sich schon einige ausgiebige und kräfte zerrende Kämpfe mit jenen Schattenwesen geliefert. Und auch des öfteren dabei gesiegt.
Immer wieder wiegte er den Kopf. Ihm behagte diese Aufgabe, da es für ihn keine Aufgabe mit Anspruch. Gar eine Aufgabe bei der Sharie selber, oder ein anderer seiner Brüder und Schwestern , seine erlernten Fähigkeiten sehen und erkennen konnten.
Dies war wohl der Ausschlaggebende Grund, warum er nicht gleich los zog, um ihr eine Klaue dieser Schattenwesen zu bringen.
Einige Tage vergingen, wo er sich nicht etwa zurückzog.
Nein... Stets und pflichtbewusst nahm er seinen Dienst in der Stadt Menek'ur, oder am Ahnengrab auf.

Doch am 27. Eisbruch des Jahres 250 wollte es der Zufall.

Fuad wollte sich gerade nach Hause begeben und seinem an diesem Tag viel zu langen Dienst ausklingen lassen.
Da bemerkte ein ein unruhiges und etwas von Sorge geprägtes Gespräch einiger Wachen.
Drei gut gerüstete Perlen der Insel, begaben sich aufs Festland um in die Höhlen zu ziehen.
Eine jener Perlen war sogar die Erhabene Safiya Omar selbst.
Fuad zog seine Augenbrauen erschrocken und empört nach oben.

„Und keiner von euch Männern begleitete diese Frauen?! Die Erhabene nur von einer Wache und einer Heilerin begleite?!“

Sogleich machte sich Fuad auf den Weg um ihnen nach zu reisen.
Es dauerte eine Weile eher auf Gerimor heraus fand, wohin sich jene Frauen begaben. Doch fand er sie schließlich.
Fuad konnte sich kaum richtig im alten Tunnel orientieren, da war aber auch schon Khalida im Kampf mit einem Dämon verwickelt.
Gemeinsam besiegten sie ihn schließlich.
Kurz darauf erscheinen auch Tenaya und Safiya auf der Dunkelheit des Tunnels.
Der Menekaner scheute sich nicht den Grund und seine Besorgnis zu nehmen. Weshalb er den Weg aufnahm und ihnen folgte.
Kurz blickten sich die Frauen wohl etwas schmuntzelnt an. Doch gewährten sie dem Akemi schließlich die Begleitung durch den Tunnel.
Etwas anderes hätte Fuad wohl auch nicht akzeptiert...
So zogen sie gemeinsam durch die Höhle, bis sie zu einem großen Tor kamen.
Die Frauen zögerten kaum es zu öffnen. Und ein nach Schwefel riechender Dunst stoß ihnen entgegen.
Kurz darauf erschien auch Fadi. Als ob er nur darauf gewartet hat, das man ihm den Weg zu dem wohl stärksten Wesen freimacht.
So geschah es...
Ein Magier der drei Säbelschwingern Schutz bot, welche sich gegen den Wyrm stellten. Und eine Heilerin welche ihr bestes gab um die Strapatzen der Kämpfer so niedrig es ging zu halten.
Es war einer der härtesten und wohl Kräfte raubensten Kämpfe, den Fuad bisher in seinem Leben
geführt hat.
Doch wie üblich siegte die Zähheit und der unnachgiebige Überlebenswille der Menekaner.
Es zeigte recht früh wie der Ausgang dieses Kampfes sein würde...
Wieder war es ein Beweis für die Kampfkraft dieses Volkes.
Kurz erholten er sie und sie zogen weiter durch die unheilvollen Höhlen und später auch verborgenen Gängen auf Gerimor.

Erst mitten in der betraten sie wieder die Heimat. Die Funde schafften sie in den Kontor.
Dann war es endlich soweit. Fuad konnte erleichtert und zufrieden seinen Dienst für diesen Tag niederlegen.
Am selben Abend wollte er noch beginnen, für seine Cousine Sharie einen Bericht zu schreiben. Doch schlief er schließlich, mit der Feder der Hand an seinem Schreibtisch ein.

Am nächsten Tag vervolltständigte er jenen Bericht. Und legte ihn mit einem zusätzlichen Schreiben in ihrem Briefkasten.

Salam meine Geliebte Cousine.
Auf dem folgenden Blatt kannst du einen Bericht des gestrigen Tages lesen.
Ich hoffe es wird dir gefallen was darin steht. Und dich vielleicht auch zufrieden stellen.
Zu dem bitte ich dich, einmal mit Sekban Khalida oder dem Stadthalter Fadi zu reden, wie sie über mein Können und auch mich denken.
Ich freue mich auf ein baldiges wiedersehen mit dir.

Möge Eluv dir stets Schatten spenden.


Fuad Ifrey