Bürgerin unter dem Schutz des Einen
Verfasst: Sonntag 25. Februar 2007, 18:24
Nun hatte sie es geschafft.
Ab heute war sie eine Bürgerin Rahals. Sie hatte dem Stadtverwalter Rukus schon länger einen Antrag darauf geschrieben, doch er war nicht beantwortet worden... Gut, es ist verständlich, dass Rukus immer etwas zu tun hatte und sicher nicht Zeit für alles seine bekommenen Briefe fand, doch sie hatte so darauf gehofft, er würde den ihrigen baldigst lesen! Hatte er nicht...zumindest bis jetzt... Aber jetzt war das auch egal - nun war sie Bürgerin einer Stadt! Der gewaltigen Stadt Rahals.
Das von Bergen umgebene Rahal an der westlichen Küste Gerimors. Etwas duster war es ja, doch es herrschte eine disziplinierte Verwaltung darin und alle Bürger wurden gut geschützt.
Heute war Karina mit einem anderen Knecht vom Gutshof zu Rahal in der großen Stadt unterwegs. Ben wollte einen Barbier aufsuchen, seine Haare waren recht gewachsen... Sie konnte ihm nur beipflichten. Er sah auch zu komisch aus, mit so langen Haaren...
Auf dem Weg zum Barbier kamen sie auch an der Stadtverwaltung vorbei und sie bemerkte, dass der Herr Verwalter wohl zu Hause sein musste, denn es saßen einige Leute auf den Bänken vor dem Gebäude. Und gerade kam ein Mann mit einer Pergamentrolle in der Hand aus der Tür. Als die beiden auch Sabriel, ihre Chefin vom Hof, auf der Straße trafen, konnte diese bestätigen, dass Rukus zugegen war.
Also ging sie, nachdem Ben seine Haare hatte schneiden lassen, zurück zu dem Verwaltungsgebäude, wartete bis ein anderer Mann herraustrat, bevor sie selber an die Tür klopfte.
Der Stadtverwalter bat sie freundlich herein und begrüßte sie überhaupt recht herzlich. Er war um so erfreuter und netter, als sie sagte, sie wolle auch die Bürgerschaft in dieser Stadt beantragen.
Die Prozedur ging recht schnell vonstatten. Rukus war etwas begierig darauf, die ganze Hintergrundgeschichte zu erfahren. Wie kam sie darauf Bürgerin werden zu wollen?
Naja, der Gutshof zu Rahal, den die Seuferlings und Herr Gertross verwalten, hatte sie freundlich aufgenommen, als sie Arbeit als Magd erfragte. Und dieser gehörte nun mal zu Rahal. Das war Karina nur Recht, so stand sie wenigstens unter dem Schutz der starken Stadt. Mochte sie auch noch so genaue und strenge Gesetze haben, ihr waren sie willkommen.
Wobei ihr ein wenig mulmig wurde, war der Schwur auf Treue zu dem einzigen Herrn, den alle Bürger Rahals ablegen mussten. Besonders religiös war sie nicht, von den Göttern hatte sie kaum eine Ahnung. Sie glaubt ihr, wie ihr Onkel, zu dem sie ein sehr gutes Verhältnis gehabt hatte(wohl das beste aud ihrer Familie), an die Natur und ihre Kräfte. Gut, die Natur gibt es nur aufgrund der Götter. Doch die Streiterein und Kämpfe zwischen jenen hatten sie noch nie großartig berührt...
Wie konnte sie da einem die Treue halten, wenn sie keine Kämpfe für ihn ausfechten konnte, die sie doch gar nicht verstand? Natürlich würde sie Seinen Gläubigern beistehen, wenn diese sie ihn Seinem Namen um etwas baten oder etwas verlangten. Keine Frage! Schließlich hatte sie geschworen!
Aber... konnte sie das überhaupt? Entsprach ihr Schwur der Wahrheit?
Karina hatte ein paar Freunde, die sich in Varuna aufhielten... ob nur vorübergehend, wusste sie nicht. Und einer Anwohnerin schuldete sie Dank... diese hatte einen Wolfsbiss von ihr geheilt...
Wenn ihr nahezu leichtfertiger Schwur sie nun in die Situation bringen würde, etwas gegen ihre Freunde zu tun? Das wollte sie sich gar nicht ausmalen!
Vielleicht war es eine schlechte Idee gewesen, die Bürgerschaft zu beantragen... Vielleicht wäre sie lieber neutral geblieben, anstatt sich in der Feindschaft der beiden großen Städte der Insel auf eine Seite zu schlagen...
Jedoch hätte sie den Antrag nicht gestell, würde sie wohl bestimmt den Gutshof verlassen müssen... Nein, das konnte und wollte sie nicht!
Wahrscheinlich wurde es als ausreichend große Treue Rahal gegenüber angesehen, wenn sie nur den Einen Gott anrief... Vielleicht hatte sie ihre Freunde gar nicht durch sich in Gefahr gebracht... Vielleicht musste sie nie zu den Waffen gegen Varuna greifen...
Vielleicht...
Ab heute war sie eine Bürgerin Rahals. Sie hatte dem Stadtverwalter Rukus schon länger einen Antrag darauf geschrieben, doch er war nicht beantwortet worden... Gut, es ist verständlich, dass Rukus immer etwas zu tun hatte und sicher nicht Zeit für alles seine bekommenen Briefe fand, doch sie hatte so darauf gehofft, er würde den ihrigen baldigst lesen! Hatte er nicht...zumindest bis jetzt... Aber jetzt war das auch egal - nun war sie Bürgerin einer Stadt! Der gewaltigen Stadt Rahals.
Das von Bergen umgebene Rahal an der westlichen Küste Gerimors. Etwas duster war es ja, doch es herrschte eine disziplinierte Verwaltung darin und alle Bürger wurden gut geschützt.
Heute war Karina mit einem anderen Knecht vom Gutshof zu Rahal in der großen Stadt unterwegs. Ben wollte einen Barbier aufsuchen, seine Haare waren recht gewachsen... Sie konnte ihm nur beipflichten. Er sah auch zu komisch aus, mit so langen Haaren...
Auf dem Weg zum Barbier kamen sie auch an der Stadtverwaltung vorbei und sie bemerkte, dass der Herr Verwalter wohl zu Hause sein musste, denn es saßen einige Leute auf den Bänken vor dem Gebäude. Und gerade kam ein Mann mit einer Pergamentrolle in der Hand aus der Tür. Als die beiden auch Sabriel, ihre Chefin vom Hof, auf der Straße trafen, konnte diese bestätigen, dass Rukus zugegen war.
Also ging sie, nachdem Ben seine Haare hatte schneiden lassen, zurück zu dem Verwaltungsgebäude, wartete bis ein anderer Mann herraustrat, bevor sie selber an die Tür klopfte.
Der Stadtverwalter bat sie freundlich herein und begrüßte sie überhaupt recht herzlich. Er war um so erfreuter und netter, als sie sagte, sie wolle auch die Bürgerschaft in dieser Stadt beantragen.
Die Prozedur ging recht schnell vonstatten. Rukus war etwas begierig darauf, die ganze Hintergrundgeschichte zu erfahren. Wie kam sie darauf Bürgerin werden zu wollen?
Naja, der Gutshof zu Rahal, den die Seuferlings und Herr Gertross verwalten, hatte sie freundlich aufgenommen, als sie Arbeit als Magd erfragte. Und dieser gehörte nun mal zu Rahal. Das war Karina nur Recht, so stand sie wenigstens unter dem Schutz der starken Stadt. Mochte sie auch noch so genaue und strenge Gesetze haben, ihr waren sie willkommen.
Wobei ihr ein wenig mulmig wurde, war der Schwur auf Treue zu dem einzigen Herrn, den alle Bürger Rahals ablegen mussten. Besonders religiös war sie nicht, von den Göttern hatte sie kaum eine Ahnung. Sie glaubt ihr, wie ihr Onkel, zu dem sie ein sehr gutes Verhältnis gehabt hatte(wohl das beste aud ihrer Familie), an die Natur und ihre Kräfte. Gut, die Natur gibt es nur aufgrund der Götter. Doch die Streiterein und Kämpfe zwischen jenen hatten sie noch nie großartig berührt...
Wie konnte sie da einem die Treue halten, wenn sie keine Kämpfe für ihn ausfechten konnte, die sie doch gar nicht verstand? Natürlich würde sie Seinen Gläubigern beistehen, wenn diese sie ihn Seinem Namen um etwas baten oder etwas verlangten. Keine Frage! Schließlich hatte sie geschworen!
Aber... konnte sie das überhaupt? Entsprach ihr Schwur der Wahrheit?
Karina hatte ein paar Freunde, die sich in Varuna aufhielten... ob nur vorübergehend, wusste sie nicht. Und einer Anwohnerin schuldete sie Dank... diese hatte einen Wolfsbiss von ihr geheilt...
Wenn ihr nahezu leichtfertiger Schwur sie nun in die Situation bringen würde, etwas gegen ihre Freunde zu tun? Das wollte sie sich gar nicht ausmalen!
Vielleicht war es eine schlechte Idee gewesen, die Bürgerschaft zu beantragen... Vielleicht wäre sie lieber neutral geblieben, anstatt sich in der Feindschaft der beiden großen Städte der Insel auf eine Seite zu schlagen...
Jedoch hätte sie den Antrag nicht gestell, würde sie wohl bestimmt den Gutshof verlassen müssen... Nein, das konnte und wollte sie nicht!
Wahrscheinlich wurde es als ausreichend große Treue Rahal gegenüber angesehen, wenn sie nur den Einen Gott anrief... Vielleicht hatte sie ihre Freunde gar nicht durch sich in Gefahr gebracht... Vielleicht musste sie nie zu den Waffen gegen Varuna greifen...
Vielleicht...