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Die Suche nach Alis Ahnen

Verfasst: Sonntag 25. Februar 2007, 00:49
von Baheera Ifrey
Als Baheera nach der langen Dunkelheit, die sie erfasst hatte, die Augen aufschlug, sah sie die langen ausschweifenden Palmenwedel, die sich leicht im Wüstenwind hin und her bewegten, und Alis Gesicht, dass sie anstarrte.
Schlagartig wurde ihr klar, sie lebte noch auch wenn es weder für das eine noch für die sonderbare Dunkelheit, die sie umfasst hatte, eine Erklärung gab. Zuerst war sie noch ein wenig unsicher, vielleicht war sie
einfach nur in der Zeit gefangen, bevor sie den weiten Weg zu Eluives Reich antreten sollten, aber die Worte Alis deuteten ihr etwas anderes.
Es war nun gewiss. Sie lebte, die Palmen und der blaue Himmel über ihr sie waren Wirklichkeit. Vorsichtig richtet sie sich auf.

Wie? Welche Ahnen müssen wir suchen? Benommen noch ruhte ihr Blick auf dem vor Aufregung nur sprudelnden Ali. Langsam erhob sie sich , während er sprach.
Ich muss das Grab meiner Ahnen finden, wiederholte Ali. Zuerst war sie nicht sicher, ob er wirklich meinte, was er sagte, aber ein Blick in sein Gesicht zeigte ihr den Ernst der Angelegenheit an.
Nun gut ich werde dir bei der Suche helfen,meinte sie und versuchte ein wenig dabei zu lächeln, auch wenn es ihr schwer fiel.
Als sie die Freude in seinem Gesicht sah, wusste Baheera , dass sie sich richtig entschieden hatte, auch wenn sie noch immer ein wenig skeptisch dem ganzen gegenüberstand.
Der Weg war lang und beschwerlich. Über schier endlose Dünen kletterten sie, beinahe fiel sie in ein Sandloch aber Schluss endlich erreichten sie die Grabstätten und die Suche begann.

Obwohl Ali ihr angedeutet hatte, dass es am diesem Ort spucken würde, hat sie nicht so recht seinen Worten Beachtung geschenkt. Eigentlich eher vermutet, es wäre nur alles in seiner Einbildung entstanden. Aber dem war nicht so. Insgeheim bat sie ihm um Verzeihung als der erste Untote auf sie losstürmte. Worte konnten sie kaum wechseln so heftig war der Ansturm und Baheera musste sich vollends auf die Schläge und Ausweichmanöver konzentrieren.
So weit ging es gut, bis zu jenem Zeitpunkt, wo Ali darauf bestand die Tiefen der Grabstätten zu durchforschen.
In ihrem jungen Leben hatte sie noch nie schrecklichere Kreaturen gesehen. Die engen Gänge waren erfüllt von ….also Leben konnte man es nicht nennen. Wesen voller Boshaftigkeit und Hass auf alles Lebende stürmten ihnen entgegen.
Hin und wieder stolperte Baheera über einen der Knochenhaufen, die mitten in den Gängen lagen und nur mit Mühe konnte sie sich aufrecht halten und mit Säbel und Schild an Alis Seite das Unfassbare abwehren.

Hast du bereits einen Hinweis gefunden?, fragte sie leise hoffend er würde endlich ein „Ja“ sagen. Aber es kam nicht. Schier endlose Gänge. Manche in Dunkelheit getaucht, manche im Fackellicht erhellt. Wäre sie hier alleine gewesen, so hätte sie vor Angst fast den Verstand verloren aber sonderbarer Weise machte ihr Alis Gegenwart Mut und die Hoffnung einen Weg wieder aus diesem Schrecken zu finden.
Bei jedem Schrei zuckte sie unwillkürlich zusammen, nicht wissend was sie in der nächsten Biegung der schlängelnden Gänge erwarten würde.

Und da stand er. Er wohl erstaunt was da in ihm gestolpert war und Baheera entsetzt in was sie da hineingerannt war. Ali war weit weg. Seine Schritte hallten aus irgendeinem der Gänge. Hoch aufgerichtet blickte die ekelerregende Gestalt des untoten Magiers auf sie herab.
Beinahe lachhaft war die kleine Gestalt vor ihm, die es wagte sein Reich zu betreten. Zorn und Hass konnte sie in den kalten leblosen Augen lesen und noch einiges anderes, was sie erschaudern ließ. Wild stürmte sie auf ihn ein, und beinahe gelang es ihr ihn zu bezwingen, sie hatte ihn schon so weit, dass er zurückwich, als sie einen Schlag auf den Hinterkopf verspürte und dann nichts mehr. Abermals diese Dunkelheit.
Nur diesmal ein wenig anders. Als sie die Augen aufschlug hatte sie so eine Art deja vu, erneut Alis Gesicht über ihr, diesmal wirkte es besorgt. Keine Palmen nur der kalte Gang und schreckliche Geräusche aus allen Richtung. Rasch richtete sie sich auf, ungeachtet der Schmerzen an ihrem Kopf, eilte sie so rasch sie konnte Ali nach. Abermals durch endlose Gänge bis sie endlich den Aufgang aus den Stätten erreichten.
Als sie heil oben ankamen, hatte sie noch nie so viel Freude empfunden wie genau in diesem Augenblick als sie die Sterne über sich erblickte, der Sand unter den Stiefeln knirschte. Erschöpft beschloss sie eine Weile im Schatten einer Düne zu ruhen bevor sie sich auf den beschwerlichen Weg zurück die Stadt aufmachte. Nur ungern ließ Alis sie alleine zurück, aber schließlich gab er dem Drängen nach.
Ruhe das tat ihr gut. Dann fiel es ihr schlagartig ein, was sie ihn noch fragen wollte.

Ali haben wir nun das Grab der Ahnen gefunden?
Die Antwort wusste wohl nur er.