Datteln im Sand
Verfasst: Donnerstag 22. Februar 2007, 19:17
Wieder eine Nacht in der Baheera nicht schlafen konnte. Der Sturm war vorüber, das wusste sie
mit einer instinktiven Bestimmtheit, wie es eben nur Nomaden wissen, die ihr Leben in der Wüste Tag täglich verbracht haben.
Lautlos tapste sie im Dunkeln nach ihrer Kleidung.
Ja nicht Amira aufwecken, dass gäbe nur Fragen und Antworten, die sie lieber vermeiden möchte.
Vorsorglich griff sie nach der Öllampe und als Wegzehrung nach einigen Datteln, die in einer großen Schale inmitten der Sitzpölster am Boden lagen.
Wie die Nächte zuvor hat sie es geschafft.
Endlich außerhalb der Stadtmauer. Die Sandalen in der Hand, das Tuch hatte sie von ihrem Gesicht gelöst um die kalte Wüstenluft einzuatmen.
Der Wind spielte mit ihrem langen Haar liebkosend. Solche Nächte liebte sie. Schön war es endlich den Sand unter den Füssen zu fühlen.
Verspielt bedeckt sie die kleinen Zehen mit Sand und lacht vor Freude dabei leise auf. Der funkelnde Sternenhimmel, die Stadt, die sich hinter ihr schemenhaft vom Sand abhob, die Datteln in ihrer Hand und das warme licht der Öllampe, die sie nun angezündet hatte, verursachten in ihr ein Gefühl des Glücks.
Rasch breitet sie das Tuch aus, welches eigentlich für den Kopf bedacht war und nahm darauf platz. Versunken in dem Anblick der Zehen im Sand nahm
sie einige Zeit lang nicht die Gestalt, die regungslos einfach nur dort stand und die Schönheit im Sand betrachtete.
War es eine rasche Bewegung oder einfach nur ein Gefühl, was Baheera veranlasste den Blick von den Zehen der Gestalt zuzuwenden?
Sie wusste es nicht mehr.
Die großen Augen trafen auf den Blick des Fremden, der unbewusst völlig fasziniert von dem zierlichen Wesen mit dem wallendem Haar und
den riesigen Augen, die das liebliche Gesicht beherrschten, näher gekommen war.
"War sie ein Traum, oder die Wirklichkeit?", so schien sein Blick ihr zu deuten.
Und genau in jenem Augenblick, wurde es Baheera bewusst, dass dies ein Mann war, ein Fremder mit hellem schulterlangem Haar. Beinahe gleichzeitig mit jenem Gedanken, erinnerte sie sich an ihren Schleier, der da unter ihr ruhte. Mit einer raubtierhaften Schnelligkeit sprang sie hoch, schnappte sich das Tuch, wickelte es im Laufen um den Kopf und floh in die Sicherheit der Stadt. Sicher in den Mauern angekommen, lehnte sie sich an eine Hauswand und atmete tief auf.
"Ich sollte zurück! Hat nicht Kahlinda gemeint, Fremde hätten alleine in der Wüste, es sei denn mit Genehmigung oder in Begleitung eines Menekaners nichts zu suchen?
"Aber ich will nicht zurück".
Der Fremde hatte sie verwirrt. Sehr sogar und ihr Herz klopfte wie wild alleine bei dem Gedanken dies auch nur in Erwägung zu ziehen.
Dann fiel ihr vor Schreck die Datteln ein, und die Öllampe.
Gut da lagen eben Datteln im Sand, das war nichts Schlimmes. Auch die Öllampe....was wenn Amira sie vermisst? Was wenn der Fremde sie suchte?
Alles Fragen und sie hatte keine so richtig akzeptable Antwort darauf, fand sie.
Insgeheim flehte sie Eluive an, dass jener sie vergessen möge, denken sie wäre nur eine Illusion gewesen. Im Licht der aufgehenden Sonne
eilte Baheera völlig verstört zu ihrer Schlafstätte und nach endlos langer Zeit, die ihr wie eine Ewigkeit vorkam, schlief sie endlich ein.
mit einer instinktiven Bestimmtheit, wie es eben nur Nomaden wissen, die ihr Leben in der Wüste Tag täglich verbracht haben.
Lautlos tapste sie im Dunkeln nach ihrer Kleidung.
Ja nicht Amira aufwecken, dass gäbe nur Fragen und Antworten, die sie lieber vermeiden möchte.
Vorsorglich griff sie nach der Öllampe und als Wegzehrung nach einigen Datteln, die in einer großen Schale inmitten der Sitzpölster am Boden lagen.
Wie die Nächte zuvor hat sie es geschafft.
Endlich außerhalb der Stadtmauer. Die Sandalen in der Hand, das Tuch hatte sie von ihrem Gesicht gelöst um die kalte Wüstenluft einzuatmen.
Der Wind spielte mit ihrem langen Haar liebkosend. Solche Nächte liebte sie. Schön war es endlich den Sand unter den Füssen zu fühlen.
Verspielt bedeckt sie die kleinen Zehen mit Sand und lacht vor Freude dabei leise auf. Der funkelnde Sternenhimmel, die Stadt, die sich hinter ihr schemenhaft vom Sand abhob, die Datteln in ihrer Hand und das warme licht der Öllampe, die sie nun angezündet hatte, verursachten in ihr ein Gefühl des Glücks.
Rasch breitet sie das Tuch aus, welches eigentlich für den Kopf bedacht war und nahm darauf platz. Versunken in dem Anblick der Zehen im Sand nahm
sie einige Zeit lang nicht die Gestalt, die regungslos einfach nur dort stand und die Schönheit im Sand betrachtete.
War es eine rasche Bewegung oder einfach nur ein Gefühl, was Baheera veranlasste den Blick von den Zehen der Gestalt zuzuwenden?
Sie wusste es nicht mehr.
Die großen Augen trafen auf den Blick des Fremden, der unbewusst völlig fasziniert von dem zierlichen Wesen mit dem wallendem Haar und
den riesigen Augen, die das liebliche Gesicht beherrschten, näher gekommen war.
"War sie ein Traum, oder die Wirklichkeit?", so schien sein Blick ihr zu deuten.
Und genau in jenem Augenblick, wurde es Baheera bewusst, dass dies ein Mann war, ein Fremder mit hellem schulterlangem Haar. Beinahe gleichzeitig mit jenem Gedanken, erinnerte sie sich an ihren Schleier, der da unter ihr ruhte. Mit einer raubtierhaften Schnelligkeit sprang sie hoch, schnappte sich das Tuch, wickelte es im Laufen um den Kopf und floh in die Sicherheit der Stadt. Sicher in den Mauern angekommen, lehnte sie sich an eine Hauswand und atmete tief auf.
"Ich sollte zurück! Hat nicht Kahlinda gemeint, Fremde hätten alleine in der Wüste, es sei denn mit Genehmigung oder in Begleitung eines Menekaners nichts zu suchen?
"Aber ich will nicht zurück".
Der Fremde hatte sie verwirrt. Sehr sogar und ihr Herz klopfte wie wild alleine bei dem Gedanken dies auch nur in Erwägung zu ziehen.
Dann fiel ihr vor Schreck die Datteln ein, und die Öllampe.
Gut da lagen eben Datteln im Sand, das war nichts Schlimmes. Auch die Öllampe....was wenn Amira sie vermisst? Was wenn der Fremde sie suchte?
Alles Fragen und sie hatte keine so richtig akzeptable Antwort darauf, fand sie.
Insgeheim flehte sie Eluive an, dass jener sie vergessen möge, denken sie wäre nur eine Illusion gewesen. Im Licht der aufgehenden Sonne
eilte Baheera völlig verstört zu ihrer Schlafstätte und nach endlos langer Zeit, die ihr wie eine Ewigkeit vorkam, schlief sie endlich ein.