Baid in Randírim - Pfade der Wanderer
Verfasst: Samstag 17. Februar 2007, 16:09
(Antwortposts erwünscht)
Ormenel – Maenas e-Thar
Die Schere ging immer wieder durch den Stoff hindurch. Auf dem Kleid erblühten durch die Führung Thars Blüten aus Gold und weißem Seidengarn. Seine Augen halb geschlossen saß er da in einem meditativen Zustand zwischen Schlafen und Wachen. Er formte Rollen aus Stoff über denen er lange Zeit meditiert hatte zu einem Kleid, verband es mit dünnem Draht aus feinem Gold und passte es Ethuilel an. Als er fertig war schimmerte der Stoff, fast als würde er sich freuen, endlich der Elfe in die Hand gegeben zu werden an deren Körper er für viele Jahre ruhen sollte. Ein wenig ähnelte die Szene einer Geburt: Thar, der vorsichtig das edle Kleid in ihre Hände legte, Ethuilel die daraufhin strahlte und Lamentinu, die die Entstehnung des Kleides mit den verzückensten Tönen ihres Harfenspiels begleitet hatte und ebenso fröhlich berührt lächelte.
Fast geistesabwesend strich Ethuilel über den Stoff, selbst als sie schon lange in ihrem Haus war. Dieser Stoff war für sie bestimmt. Das Schicksal schenkte ihr diese Formen für das Treffen mit den Menschen, die sich selbst Wanderer und Waldläufer nannten und zusammen mit dem Elfenwald leben wollten. Ihr Name hatte eine Bedeutung und diese Bedeutung sollte den Menschen, die sehen mussten um Gehörtes zu verstehen, gezeigt werden. Sie legte das Kleid sorgsam zusammen neben sich auf den Stuhl und legte sich auf ihr Bett. Ihr ganzer Geist war in Aufruhr, wenn sie an das Treffen dachte. Sie würde mit den Menschen des Waldes zusammentreffen, von denen ihr bereits so viel berichtet worden war. Menschen, die mit ihrem Willen die Melodie des Liedes beeinflussen konnten, Menschen, die anderswo hoch geachtet wurden. Ihre Gedanken wanderten zu den Tiefländern die so stolz auf sich selbst waren, dass sie nicht Menschen genannt werden wollten – Städter waren es, die er unter dem Begriff Edain verstand. Er – Argos Hinrah, Ridder seines Jarls. Die Bedeutung seiner Worter wollte sich ihr nicht erschließen – war es ein Rang in der Hierachie dieses Volkes, den er einnahm? Wahrscheinlich, dachte sie.
Dann wanderte ihre Aufmerksamkeit wieder zu dem Treffen dass in, für eine ihres Volkes, nur zu naher Zukunft stattfinden sollte. Hier würde sie noch einmal die Motive hören, die die Menschen hatten, in ihren Schutzbefohlenen Wald zu kommen, der eigentlich keines Schutzes bedurfte. Wollten sie nur fliehen vor den Wäldern, die um die Menschenstadt Varuna herum waren? Sie lächelte – das erste mal seit über einem Jahrhundert konnte sie etwas nicht begreifen. Menschen waren es, die ihr ein Rätsel aufgaben. Ihre Grübchen vertieften sich, als sie noch ein wenig breiter lächelte. „Das ist wohl das Selbe auf beiden Seiten. Sie sehen mich als unendlich altes, weises Wesen doch bin auch ich nur ein Kind im Vergleich zum Alter der Welt. Ich sehe Jahreszeiten vorbeistreichen gleichsam wie sie Monate sehen, ich sehe sie sterben, gleichsam wie sie ihre Tiere sterben sehen. Sie verstehen mich nicht, meine Art zu Leben – und ich verstehe sie nicht. Ihre Motive liegen mir geradezu im Dunkeln, sind sie doch mehr als Oft motiviert von mir fremden, gar kurzfristigen Trieben.“
Die Menschen aus dem Wald, die Druiden wie sie genannt waren, waren der Schlüssel zu diesem ihr sich bietendem Rätsel. Menschen, deren Motive von ihr und gleichsam vielen ihres Volkes offenbart waren: Der Schutz des Eryn und seiner Bewohner. Zwar waren sie Kinder des Menschengeschlechtes und lebten nur kurz – doch lebten sie wie viele ihres Volkes schnell, sahen in jedem Moment einen Augenblick zu lernen und verfügten so – das war es was sie hörte – über große Weisheit im Vergleich zu ihrem Volk. Und – das war ihr ganz eigener Gedanke – vielleicht verstanden sie auch die Motive der Randírim, der Wanderer, die in ihrem Wald ein Heim suchen wollten.
Es würde sich zeigen.
Ormenel – Maenas e-Thar
Die Schere ging immer wieder durch den Stoff hindurch. Auf dem Kleid erblühten durch die Führung Thars Blüten aus Gold und weißem Seidengarn. Seine Augen halb geschlossen saß er da in einem meditativen Zustand zwischen Schlafen und Wachen. Er formte Rollen aus Stoff über denen er lange Zeit meditiert hatte zu einem Kleid, verband es mit dünnem Draht aus feinem Gold und passte es Ethuilel an. Als er fertig war schimmerte der Stoff, fast als würde er sich freuen, endlich der Elfe in die Hand gegeben zu werden an deren Körper er für viele Jahre ruhen sollte. Ein wenig ähnelte die Szene einer Geburt: Thar, der vorsichtig das edle Kleid in ihre Hände legte, Ethuilel die daraufhin strahlte und Lamentinu, die die Entstehnung des Kleides mit den verzückensten Tönen ihres Harfenspiels begleitet hatte und ebenso fröhlich berührt lächelte.
Fast geistesabwesend strich Ethuilel über den Stoff, selbst als sie schon lange in ihrem Haus war. Dieser Stoff war für sie bestimmt. Das Schicksal schenkte ihr diese Formen für das Treffen mit den Menschen, die sich selbst Wanderer und Waldläufer nannten und zusammen mit dem Elfenwald leben wollten. Ihr Name hatte eine Bedeutung und diese Bedeutung sollte den Menschen, die sehen mussten um Gehörtes zu verstehen, gezeigt werden. Sie legte das Kleid sorgsam zusammen neben sich auf den Stuhl und legte sich auf ihr Bett. Ihr ganzer Geist war in Aufruhr, wenn sie an das Treffen dachte. Sie würde mit den Menschen des Waldes zusammentreffen, von denen ihr bereits so viel berichtet worden war. Menschen, die mit ihrem Willen die Melodie des Liedes beeinflussen konnten, Menschen, die anderswo hoch geachtet wurden. Ihre Gedanken wanderten zu den Tiefländern die so stolz auf sich selbst waren, dass sie nicht Menschen genannt werden wollten – Städter waren es, die er unter dem Begriff Edain verstand. Er – Argos Hinrah, Ridder seines Jarls. Die Bedeutung seiner Worter wollte sich ihr nicht erschließen – war es ein Rang in der Hierachie dieses Volkes, den er einnahm? Wahrscheinlich, dachte sie.
Dann wanderte ihre Aufmerksamkeit wieder zu dem Treffen dass in, für eine ihres Volkes, nur zu naher Zukunft stattfinden sollte. Hier würde sie noch einmal die Motive hören, die die Menschen hatten, in ihren Schutzbefohlenen Wald zu kommen, der eigentlich keines Schutzes bedurfte. Wollten sie nur fliehen vor den Wäldern, die um die Menschenstadt Varuna herum waren? Sie lächelte – das erste mal seit über einem Jahrhundert konnte sie etwas nicht begreifen. Menschen waren es, die ihr ein Rätsel aufgaben. Ihre Grübchen vertieften sich, als sie noch ein wenig breiter lächelte. „Das ist wohl das Selbe auf beiden Seiten. Sie sehen mich als unendlich altes, weises Wesen doch bin auch ich nur ein Kind im Vergleich zum Alter der Welt. Ich sehe Jahreszeiten vorbeistreichen gleichsam wie sie Monate sehen, ich sehe sie sterben, gleichsam wie sie ihre Tiere sterben sehen. Sie verstehen mich nicht, meine Art zu Leben – und ich verstehe sie nicht. Ihre Motive liegen mir geradezu im Dunkeln, sind sie doch mehr als Oft motiviert von mir fremden, gar kurzfristigen Trieben.“
Die Menschen aus dem Wald, die Druiden wie sie genannt waren, waren der Schlüssel zu diesem ihr sich bietendem Rätsel. Menschen, deren Motive von ihr und gleichsam vielen ihres Volkes offenbart waren: Der Schutz des Eryn und seiner Bewohner. Zwar waren sie Kinder des Menschengeschlechtes und lebten nur kurz – doch lebten sie wie viele ihres Volkes schnell, sahen in jedem Moment einen Augenblick zu lernen und verfügten so – das war es was sie hörte – über große Weisheit im Vergleich zu ihrem Volk. Und – das war ihr ganz eigener Gedanke – vielleicht verstanden sie auch die Motive der Randírim, der Wanderer, die in ihrem Wald ein Heim suchen wollten.
Es würde sich zeigen.