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Aller Anfang ist schwer...[Clan Bunjam]

Verfasst: Montag 12. Februar 2007, 21:23
von Skallagrim Bunjam
Die Planke knarrte unter seinem Gewicht, und das Holz bog sich protestierend, als der über 2 Meter große Hühne Schritt für Schritt weg vom Schiff und Richtung Dock schritt...

... und seit dieser Zeit war bereits viel passiert. Skallagrim, Sohn des Bergfin, Kind der Bunjam aus dem edlen Blute derer des Thrail. Das war er, und er war zuhause, wie es schien. Bajard, der erste besiedelte Ort von Gerimor, den er zu sehen bekam.
Zuallererst jedoch irrte er durch die belebten Gassen. Überall waren "Städder", und schauten ihm misstraurisch, neugierig oder auch einfach nur überrascht hinterher, als er einen Ort suchte, an dem er Auskunft erhalten würde. Dieser Ort war in der Taverne zu Bajard gefunden. Ohne große Reden zu schwingen, stellte er sich an einen der besetzten Tische und fragte knapp, ob dies hier das Zuhause seines Volkes sei. Nach ersten Verständigungsschwierigkeiten war dann endlich klar, dass die Dame im Wind ihm den richtigen Weg gewiesen hatte...


******


Nach einer langen Wanderung durch die Wälder von Lameriast sah er dann endlich einen großen Schatten, der sich vom rötlichen Horizont abhob.
Ohne Zweifel, dass musste die Festung der Hinrahs sein. Die mächtigen Palisaden, an denen er letztendlich vorbeischritt, waren genau das, was er sich unter dem Stolz seines Volkes vorstellte, und er wusste nun, dass er am Ende seiner Reise angelangt war...
Beinahe zögerlich dann betätigte er die große Glocke. Sie schallte weit über die Palisaden hinaus, und nach einer Weile erschein eine Gestalt, wie er sie seit langer Zeit nicht mehr gesehen hatte...ein Tiefländer.
Er stand dort oben im Wind, auf dem ebenso mächtigen Sichtturm der Festung. Schaute auf ihn herab.. und dann.. die ersten Worte, Thryn, die Sprache der Tiefländer...

Hossa! Wer da?

Fassungslos starrte er die Gestalt an, konnte nicht glauben, was er da sah..
Er fiel auf die Knie, griff mit beiden Händen in den Schnee, der sein Zuhause mit stillem Weiß bedeckte...

"Zuhause.. Zuhause...."

Immer wieder stammelte er diese Worte. In diesem einzigartigen Moment, auf den er ganze 22 Winter gewartet hatte, fernab von seinem Volk.. Das war zuviel. Das Tor wurde geöffnet, er schritt hindurch, und um ihn herum waren noch mehr seines Volkes, die sich angeregt unterhielten und ihn herzlich in ihren Reihen begrüssten. All das bekam er garnicht mit, denn er
litt in diesem Moment wohl schlicht unter einer Reizüberflutung ohnegleichen.


******


Irgendwie, später am Abend, saß er mit den Bewohnern der Festung, Leif, Almarr, Trygge, .. es waren viele aus dem Clane der Hinrah, am Feuer und erzählte seine Geschichte. Wie er von Ulfsteinn floh.. wie er zusammen mit seiner Mah strandete.. und wie sie 22 Winter beharrlich auf der Suche waren. Sie tranken Met, sie machten rauhe Scherze.. ebenso, wie es sich in einer Clanshalle gehört, zusammen, am Feuer, eine Familie.

Ohne zu zögern war er endlich zu einem Teil des Ganzen geworden. Als wäre er nie fort gewesen und immer schon da...
Tief in der Nacht, als alle Geschichten erzählt waren und ein jeder einen ordentlichen Vorrat an Met verdrückt hatte.. da stieg er das erste Mal seit Jahren in echte, wunderbar verarbeitete Felle, unter einem Dach, welches den Stolz und die Kraft seines Volkes in vollster Manier darlegte, verschränkte die Arme hinter dem Kopf, starrte auf das mächtige Gebälk.. und schlief irgendwann nach langer Zeit ein, in der Gewissheit, hier, beim Clan Hinrah, sein Zuhause endlich wiedergefunden zu haben.



Das in der nächsten Zukunft weitere, versprengte Kinder der Bunjam sein Glück teilen würden.. dass wusste zu dieser Zeit wohl nur die Dame im Wind.

Verfasst: Montag 19. Februar 2007, 07:44
von Leif Bunjam
Der Jarl der Bunjam

Ein Schamane würde es erst offizell werden lassen. So es sich heraustellt, so es der Wahrheit entspricht. Dann kann Leif andlich seinen Ahnen seinen Tribut zollen. Leif könnte um sein Erbe kämpfen. Er würde in die Fußstapfen eines Heldens seines Volkes treten können. Einem Tiefländer der nach Thrail dem Sturmsohn fast in einem Atemzug genannt benannt wird. "Wulfgar, Sohn des Ekleif, Erbe des Bunjam aus dem edlen Blute derer des Thrail, Jarl und Einherjer des Clan Bunjam" Was eine Ehre es wäre diesem Mann als Vater zu haben. Leif würde seiner niemals gerecht werden können. Doch würde dies auch niemals Leif sein Ziel sein. Leif würde seinen eigenen Weg gehen. Er würde seinem Clan eine neue Heimat bauen. Doch alleine ist es ein schwerer Weg. So war es die Dame im Wind die in dieser Zeit einige des Clans der Bunjam dem Weg weisste nach Lameriast. Ob es ein Wink des Schicksaals ist. Ist er wirklich ein Bunjam? Es würde sich in den nächsten Tagen heraustellen. So erhoffte es sich zumindes Leif.

"Die Helden unserer Zeit, stammen aus dem Schlachten vergangener Tage, ..
Besungen werden Ihre lieder und Geschichten, laut und Stolz, ..
Wer erinnert sich da schon an einen Mann, der eine Familie gründet und im Frieden lebt?
Der Mann der im Frieden lebt, führt das bessere Leben, doch wird er in Vergessenheit geraten"


Leif wartete schon einige Tage, doch der ersehnte Schamane der befähigt war das Ritual des Blutes mit Leif zu vollziehn kam nicht. Wie sollte er sich entscheiden? Sollte er ihnen mitteilen das er vieleicht ihr Jarl ist? Aber das könnte vorausgegriffen sein. "Leif, Sohn eines Namenlosen, Sprössling unbekannter Herkunft, stammend aus dem edlen Blute derer des Thrail, Ridder des Jarls" Jedes mal wenn Leif sich mit dieser Formel vorstellte schmertzte es tief in seiner Brust. Das Herz verkrampfte sich von Leif. Es war gebrochen, es war das Herz eines Mannes der nicht seine Ahnen kannte. Was für einen Menschen vieleicht nicht vollziehbar ist. Ihnen sind doch Gold meist viel wichtiger als zu wissen wer Ihr großvater war. Die meisten nehmen den Namen ihrer Eltern auch nur dann in den Mund wenn man Sie danach fragt. Nein, für einen Tiefländer ist es von elementarer Wichtigkeit seine Abstammung zu Wissen.

Es vergingen weitere Tage. Leif trainierte von Zeit zu Zeit mit Falk. Es waren harte Tage. Falk ließ seinen Ridder durch die Hölle gehen damit er wieder in altgewohnter form kommt. Runden laufen in der Rüstung. Steine schleppen von a nach b und wieder zurück, fast einen ganzen Tag lang. Ein Tiefländer macht viel für seinen Körper, besonders ein Tiefländischer Krieger. In Friedenszeiten waren es die Aufgaben der Clansschwerter für Ordnung zu sorgen. Frieden aufrecht zu erhalten und Nahrung heran zu schaffen. Doch was darüber hinaus? Nicht`s außer sozialen Aktivitäten. Also hatte man viel Zeit um seinen Körper zu trainieren, sehr viel Zeit. Leif übte besonders gerne von immer wieder mit einem den Bunjam Kriegern. Sie waren nach der langen Reise etwas eingerostet, aber das würde sich schnell wieder geben.

Leif sehnte sich danach endlich laut hinaus schreien zu können;
"Ich bin Leif, Sohn des Wulfgar, Erbe des Bunjam aus dem edlen Blute derer des Thrail, Jarl und Einherjer des Clans Bunjam!" Vermutungen und Träume wurden gedeutet, doch wo blieb der Schamane der es endlich bestätigen konnte? Er würde sich weiter in Geduld üben. Der Tag würde kommen, es war nur eine Frage von Zeit.

Verfasst: Donnerstag 1. März 2007, 23:43
von Lina Bunjam
Schuften, Schwitzen, Schuften, Schwitzen. Lina spürte, wie sich langsam auf ihrer Stirn einige Schweißtropfen bildeten. Holz musste getragen und hochgehieft werden, zusammengenagelt und fixiert werden. Lehm angerührt und das Heu in Bahnen vorgelegt. Wenn man den Anfang sah hätte man meinen können, der Bauvorgang würde nie enden. Aber umso später der Abend wurde, umso schöner und exzellenter wurde das Ergebnis.

Leif, Ulfeid, Skallagrim, Keikya... alle waren da. Sogar Falk und Sefa schauten kurz vorbei um zu sehen, wie weit sie alle waren, standen mit Tipps und Tricks zur Seite. Es war schön zu sehen, wie langsam alles wuchs. Wie sich die Bunjams alle wieder zusammengefunden hatten. Lina fühlte sich wohl, fühlte sich zuhause, aber das war auch nichts verwunderliches. Mit einem Lächeln ging sie den anderen zur Hand, einem stolzen Lächeln. Immerhin konnten sie ja nicht die ganze Zeit bei Falk unterkommen. Auch, wenn sie alle wussten, dass Falk sie gerne weiter bei sich aufgenommen hätte. Irgendwann kam der Zeitpunkt, an dem sie sich auch was eigenes hatten leisten müssen. Was aber nicht heißen sollte, dass die beiden Clans sich nicht trotzdem weiter halfen.

Und jetzt war alles soweit fertig. Gut, Feinheiten fehlten noch, aber über Nacht sollte einiges passieren. Hier und da wurden Dinge ausgebessert, Lücken gefüllt und übersehene Fehler ausgebessert. Räume wurden freundlicher und wärmer ausstaffiert. Und Lina zog mit ihrem Bogen durch die Wälder, suchte nach Tieren, denen sie das Fell abziehen konnte. Diese Aufgabe hatte sie sich zu ihrer persönlichen Aufgabe, zu ihrem Ziel gemacht. Und dieser Aufgabe würde sie auch nachgehen, immerhin hatte sie Leif ihr Wort gegeben.

Verfasst: Samstag 3. März 2007, 14:46
von Kadlin Bunjam
Lange saß sie allein, draußen im Garten und sah in den Himmel. Der Mond zeigte sich und es war Vollmond. Heute Abend verspürte sie eine eigenartige Sorge. Sie hielt sich jetzt vollkommen reglos und bewegte nur ihre Augen. Plötzlich fröstelte sie. So langsam kannte sie die Gegend, die Flüsse, die Wälder, die Ebenen wie kaum eine andere. Sie wusste, hier ist ihr zu Hause, hier konnte sie sich wieder wohl fühlen. Sie fröstelte erneut. Die Nacht erschien ihr eigenartig und anders als sonst. Der Vollmond stand hoch am Himmel, und leichter Nebel waberte über den schneebedeckten Boden. Weich und gräulich umschwebte er die alten Wurzeln der Bäume, kroch an ihren Stämmen hinauf, bis die schlangen Äste und Zweige wie Arme mit langen Fingern wirkten, wie bleiche Knochen, vorgereckt, die Unvorsichtigen zu packen. Sie fröstelte schon wieder, als ihr Blick durch die Bäume streifte, und im selben Moment schien es ihr, als hätte sich eine Wolke vor den Mond geschoben. Mit einem Mal war es fast vollkommen schwarz. Nur das spärliche Licht, das von Grimwould aus leuchtete, fiel sanft über den Garten. Irgendwo in der Ferne heulte ein Wolf, langgezogen und einsam. Sein Rufen verstummte, doch ihre Gänsehaut blieb. Ihre Gedanken drehten sich im Kreis.
-Seine Augen waren grün, was durch die Clansfarben deutlich unterstrichen wurde. Wunderschöne Augen, in denen sich Besorgnis, Verzweiflung, Ungewissheit wie auch Geborgenheit widerspiegelte. Sie hatte ihn hier in Grimwould kennengelernt und lernte ihn noch immer kennen. Doch wie kann man jemanden kennenlernen, der noch nicht einmal selbst weiß, wer er ist? Oder wer seine Ahnen sind und waren?-
Es war ein eigenartiger Zufall, ihm hier zu begegnen, alles ging so schnell. Er war ihr sofort aufgefallen, als er draussen zusammen mit Falk auf den Stühlen saß. Unmöglich, ihn zu übersehen. Er sah gut aus, war kräftig gebaut und auch sein Gesicht war markant geschnitten. Ein Bild das sie nun tagtäglich in ihrem Herzen trug. Den ersten Segen hatten sie bereits, was könnte es schöneres geben.
Wieder war das Heulen eines Wolfes zu hören, wieder klang es zerrissen, traurig und einsam schien es bis zum Mond dringen zu wollen. Die Gänsehaut schien gar nicht mehr von ihrem Körper weichen zu wollen. Sie schaute in die Dunkelheit und weiter führten sie ihre Gedanken.
Vorhin saß sie noch mit Sefa und ihrem Dah, Nethard wie auch Kadlins Ziehdah, zusammen. Sefa schien es genauso zu bedrücken wie es sie selbst bedrückte. Der Auszug der Bunjams führte irgendwie zu einer Leere, die man erst so deutlich sah, als sie alle tatsächlich –fort- waren. Kadlin biß sich auf die Unterlippe und sah weiter regungslos in die Dunkelheit, dem Lichtstrahl, der aus Grimwould leuchtete, folgte sie nur mit den Augen. Leif war mit ihnen gegangen, man merkte, dass er sich in gewisser Weise für die Bunjams verantwortlich fühlte. Für einen Moment schloss Kadlin die Augen. Wie hatte Sefa gesagt: „Zu Hause ist man da, wo seine Liebsten sind“ Warum konnte man dann nicht alle auf einem Haufen lassen?! Im innersten ihres Herzen spürte sie, wo sie hingehörte, wo sie sein mochte. Ihre Hände, eiskalt und sie zitterten. Sie zog sich ihre Handschuhe über die Finger, erhob sich langsam und ging in den Schlafraum. Ja, schlafen, das würde ihr jetzt gut tun, so konnte sie ihre Gedanken sortieren.

Verfasst: Samstag 3. März 2007, 15:41
von Lina Bunjam
Sie quälte sich durch die Wälder, erlegte Tiere, zog ihnen die Felle ab und schulterte diese auf ihrem Rücken. Es sollten einige Felle werden, die da gebraucht werden würden, deswegen stapfte die junge Tiefländerin auch weiter durch die kalten Wälder. Eingehüllt in ihren Fellen. Es war vielleicht gar nicht so schlecht, wenn sie wieder ein wenig Bewegung bekam. Zumal sie gerade auf der Jagd Entspannung und Ruhe finden konnte.
Ihre Gedanken schweiften natürlich auch dieses Mal wieder ab, während sie die Pfeile in den Schaft des Bogens legte und immer und immer wieder auf den Zweikopf feuerte. So viel ging ihr im Kopf herum. Der Aufbau des Clans, die Zusammenfindung der Schützlinge. Und auch, dass Leif sich so sehr um alles kümmerte. Fühlte er selbst eine Zuneigung zu dem Clan der Bunjam? Ihr war klar, dass sie trotzdem alle noch eins waren, aber da war noch etwas anderes. Und das konnte man deutlich spüren.
Und dann die Begegnungen mit _ihm_. Er war so anders als all die anderen. Manchmal war er ruhiger, verschlossener. Fast schon nachdenklich. Irgendwie fühlte sie, dass er ihr ähnlicher war, als sie dachte. Sie fühlte sich wohl, wenn er in ihrer Nähe war.

'Rummms' - sie wurde aus ihren Gedanken gerissen, als einer der Steine auf ihren Füßen landete. "ARRRR!" Sie stieß einen Schrei aus und grummelte. "Na warte du...!" Sie spannte den Bogen und wollte gerade zielen, als sie _seine_ Stimme hinter sich vernahm ...

Verfasst: Sonntag 4. März 2007, 00:29
von Kadlin Bunjam
Ein langer Tag ist vorbei. Viel ist Geschehen. Wiedereinmal verkroch sich Kadlin in den Garten. Dah war nich da, wahrscheinlich unterwegs, Orken scheuchen, wie sie das eigentlich heute auch noch tun wollten. Eigentlich wollte sie ihm ihr Herz ausschütten, aber gut, dann nicht und so setzte sie sich allein auf einen Baumstumpf im Garten. Einsam, tief ins Spinnennetz ihrer Gedanken eingesponnen, starrte Kadlin vor sich hin. Kadlins Lippen kräuselten sich im stummen Selbstgespräch. "Endlich wusste Leif, wer er ist, woher er stammte - er konnte seinen Ahnen folgen, sie rufen - Leif, Sohn des Wulfgar, Kind der Bunjam - Jarl der Bunjam-" langsam formte sie seinen Namen mit ihren Lippen. Mundgeirr, ein Schamane der die Ahnen rief, der zur Dame im Wind sprach verkündete es, als alle gemeinsam oben bei den Bunjams saßen.

Sie freute sich für ihn, er trug die Last der Ungewissheit nicht mehr auf seinen Schultern. Kadlin wusste, wie sehr er sich darüber freute und doch war da ein Gefühl in ihr, dass sie selbst nicht deuten konnte. Es war, wie wenn eine kleine Welt auseinanderbrach und sich wieder neu aufbaute. Ein Gefühl gemischt aus Unsicherheit, Freude, Angst und Liebe. Sie stellte sich tausend fragen, war verwirrt und auch voller Stolz. Warum ging sie nicht mit feiern, wie all die anderen, warum saß sie überhaupt hier und machte sich Gedanken darüber, wie die Zukunft aussieht? Warum genoß sie nicht einfach die glücklichen Stunden, gemeinsam mit ihm zusammen? Hoffentlich war er ihr nicht all zu sehr böse, dass sie nicht mit feiern ging, aber sie konnte nicht, innerlich richtete sich eine Blockade auf. Gedanken ordnen! Aye, das musste sie. Gedanken ordnen und sich auf ihre Liebe und auf ihre weiteren Aufgaben konzentrieren.

Langsam erhob sie sich von dem Baumstumpf und ging ins innere des Hauses. Kadlin suchte die Felle auf und legte sich erschöpft hinein. Sie schloß die Augen und wurde von Gedanken getrieben in den Schlaf gewogen.

Verfasst: Montag 5. März 2007, 08:32
von Leif Bunjam
Es war harte Arbeit, doch Arbeit die sich auszahlt. Zusammen schaffte man es das letzte Pallisadenstück zu fertigen und neben den anderen Holzstämmen aufzustellen. Lina, Ulfeid, Skallagrim, alle leisteten den Beitrag der nötig war für diesen Grundpfeiler. Natürlich, die Hütte, die kleine Pallisade, die Schmiede .. der kleine Übungsplatz, der Stall, es war nicht mit der Hinrah Festung zu vergleichen. Doch wurde die Festung der Hinrah nicht an einem Tag erbaut. So wird auch dieser Clan, zwar alt in den Traditionen und tief verankert in der Geschichte der Tiefländer wieder erstarken und Ihr werk in einem neuen zu Hause eines Tages beenden. Bis auch die Bunjam auf eine stolze Festung zurück blicken können. Und nun wo der Clan seinen Jarl hat würde man umso stolzer und umso stärker diesen Ehrgeitzigen zielen nachgehen. Er stand Ihnen von Anfang an zur Seite, sie Akzeptierten ihn als Freund. Würden sie es auch als Jarl? Es war noch eine weite strecke vor Ihnen, auf diesen Weg wird sich zeigen ob Leif fähig war zu führen. Und es wird sich zeigen ob die Bunjam ihm folgen. Würde Kadlin ihm auch folgen?

Leif stand auf der Pallisade, blickte über die weite Landschaft hinweg. Beobachtete den Wald in der näheren umgebung. Es war so friedlich dieser Landstrich, unberührt von dem Einfluss dieser Götter und ihren Anhängern. Es war die reine Wildniss mit wilden Getier. Nicht umsonst baut man schließlich eine Pallisade. Soll es in den nächten nötigen Schutz zu ruhe geben. Schonmal einen wütenden Bären erlebt? Leif schmunzelte, seine Gedanken schweiften von den Bunjam zu einer einzehlnen Person. Kadlin. Wie dachte sie über dies alles? Er würde das Gespräch suchen müssen. Er hat sie in sein Herz geschloßen. Doch kann man eine Frau die erst Ihr zu Hause unter ihren Clan fand direkt wieder entführen? Darüber musste Gesprochen werden. Und dann war da noch Falk selbst. Es gibt etwas zu klären. Nicht nur die begegnung mit dem Schamanen musste Ihm erzählt werden, obwohl Leif im Glauben war das gerade Falk davon sicherlich schon mitbekommen hat. Nein, Falk muss Leif helfen einen neuen Weg einzuschlagen. Den Weg der Anundr. Es wurde Zeit. Es wird Zeit etwas neues zu lernen. Ob er Leif helfen würde?

Wieder schweiften die Gedanken. In die ferne Welt der Götter und dessen Blind folgenden Anhängern. Wie gern würde er nicht nur Rahal im Staub der Zeit verschwinden sehen. Nein auch am liebsten würde er Varuna gleich mit fallen sehen. Alles was an einem Gott gebunden ist. "Wir bestimmen was wir sind und kein Gott schreibt uns, unseren Weg vor" Leif nickte zu seinen Worten. Doch ausgerechnet in dieser Welt lebt seine geliebte Tochter. Wie es Ihr wohl geht? Wie gern hätte er sie an seiner Seite, hier unter den Tiefländern. Aber sie hat ein anderes Leben gewählt. Der magen Verkrampfte sich als Leif für den hauch einer Sekunde daran dachte das Viola diesem Götterwahn verfallen könnte. Sofort wurde dieser Gedanke verworfen. Hauptsache sie war Glücklich.

Er schloß seine Augen. Als die Augen wieder sich öffneten war wieder das Bild dieser weißen Landschaft vor Ihm. Mit einem festen lächeln im Gesicht griff er zu seinem Speer. Die Jagt würde Ihn ablenken. Schließlich brauch man Wild für den leeren Magen, welchen Leif einmal mehr wieder hatte. Er lauerte im Unterholz. Der kalte Schnee weichte nach und nach die Kleidung von Leif auf. Doch die Geduld sollte sich letztendlich auszahlen. Sein speer durchschnitt die Luft und fand sein Ziel in den hinterbeinen eines Reh`s. Verzweifelt versuchte das Angeschlagende Tier zu entkommen. Mit letzter kraft sich aufrappelnd und eine halbe meile floh. Doch der Hescher in form von Leif Bunjam war immer in der nähe. Am ende war es ein kurzer Stich im den Dolch in den Hals. Der Lebensaft floß hinaus. Die Beute war erlegt. Es würde Leif zwar etwas einsaun, aber was solls? Er schulterte das Blutende Reh, begab sich auf dem Rückweg zur kleinen Festung der Bunjam. Seines neuen zu Hauses .. .. denn er war der Jarl.

Verfasst: Montag 5. März 2007, 15:51
von Skallagrim Bunjam
Die Tage gingen ins Land, und mit der fortschreitenden Zeit gelang es auch ihm immer besser, sein neues Zuhause kennenzulernen, zu achten und es als den Anfang einer neuen Ära zu betrachten.

Recht viel Zeit war auch vergangen, seitdem Trygge ihm im Vertrauten erzählte, was bezüglich Leif vermutet wurde, und wie dieses Mysterium aufgeklärt werden sollte. Er wusste von Anfang an, dass irgendetwas an Leif ihm bekannt vorkam.. Irgendetwas war da gewesen, schon bei ihrer ersten Begegnung, ein Gefühl von Vertrautheit, welches er nicht in Worte fassen konnte. Seitdem er von diesem verdacht wuste, gab es immer wieder Situationen, welche mit diesem Hintergrundwissen, dem, was nicht ausgesprochen werden durfte, eine ganz andere Qualität für ihn bekam. Zuletzt, als großer Schritt, Leifs immenses Engagement für die Feste der Bunjam, die nun stand.

Und jetzt...


Jetzt war es klar. Leif war der Sohn Wulfgarrs, und somit war er der Jarl der Bunjam. Was würde das jetzt bedeuten? Eines war sicher, Skallagrim würde ihm seine Loyalität und seine Schwerthand nicht verweigern, so, wie es die Traditionen der Tiefländer besagten. Aber würde das auch für die anderen gelten? Er war bereit, sich auch mit dieser Frage auseinanderzusetzen und für seinen Jarl einzustehen.

Davon abgesehen, dass die Bunjams jetzt irgendwie ihrem Weg folgen konnten und erstarkten, konnte Skallagrim endlich dem 22 Winter lang so fernen urtypischen Leben eines Tiefländers nachgehen. Gemeinsam auf die Jagd gehen, den Händen bei der Arbeit zuschauen, oder einfach nur in der Runde in der Halle sitzen und Met saufen. Und vielleicht... Ja, vielleicht eröffnete sich soger die Möglichkeit, einen Schritt weiter zu gehen...