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Enttäuschung und Wut

Verfasst: Sonntag 11. Februar 2007, 02:59
von Xinthra
Schon gestern hatte es begonnen. Manche wissen einfach nicht wann genug ist. Manche wissen einfach nicht, was man besser nicht täte. Warum weiss die eine nicht wann man mit Schneeball werfen aufhört? Warum weiss die eine nicht, warum man besser garnicht erst damit anfängt? Warum zückt die andere ihre Waffe und bedroht ihre Schwester damit? Warum wird der Vorfall nicht besprochen wie es versprochen wurde?

Xinthras Intervention war das einzige was bislang stattgefunden hatte, denn Tajara hatte sich nach Bajard verzogen. Ronya wollte die Situation klären, aber dies fand nicht statt. Am nächsten Tag sollte das geschehen. Vor der Jagd.

Nach der Jagd trafen drei der vier jagen gehenden Schwestern auf Tajara in der Taverne Bajards, doch bevor man miteinander sprechen konnte, wurden sie abgelenkt von einem Bergarbeiter der seinen Meister gerettet wissen wollte. Doch dieser Überfall war bereits gelaufen, als sie Kriegerinnen von Bajard aus die Mine auf Lameriast erreichten.

Im Lager dann, nach dem abrüsten, gerade die Hühnersuppe geschlürft, kamen die Sticheleien wieder. "Trink nicht so viel sonst wirst du noch eine zweite Tajara".. "Tajara ist eine Schnapsdrossel". Begleitet mit reichlich grinsen und kichern. Xinthra verließ das Haus, setzte sich vor die ausgehende Glut. Kurze Zeit später stand eine drucksende Marie in der offenen Tür, da hallte noch ein Satz an ihr vorbei.. gesprochen von Tajaras Schwester Kyra. "Sie macht sicher auch mit diesem Bruno rum".

Xinthra platzte der Kragen. Lautstark machte sie darauf aufmerksam, dass sie das gehört habe. In Rage brüllte sie noch, warum man sich immer über die die sie liebte, lustig machte. Verdammt, sie waren doch eine Familie. Warum taten sie sowas? Warum nur..

Xinthra würde morgen nicht bei diesem Termin anwesend sein und wieder gutes Klima heucheln. Und wenn sie dabei Ronya auch im Stich läße. Sie wollte es nicht mehr dulden, diese dauernden Sticheleien unter denen die sich Schwestern nannten. Schlimmer als ein Haufen schnatternder Gänse waren sie.

Verfasst: Montag 12. Februar 2007, 15:27
von Xinthra
Des Abends am folgenden Tag geschah es wie vermutet. Ronya betrat die Taverne Bajards, in der sich die beiden Frauen gerade ein Apfelweinchen und ein Bierchen genehmigten, den blinden Heiler hatten sie eingeladen und eine Frau, die ihre Nase im Himmel trug aber gekleidet war wie eine einfache Magd, ihr schoben sie ebenso einen Apfelwein zu. Gerade hatten sie sich geeinigt, wer Ronya berichten sollte, da polterte es vor der Tavernentür. Diese flog auch sogleich auf und fast ein Dutzend Anguren traten herein. Aufgeschreckt vom Lärm blickten alle dorthin, doch deren plötzliche Stille tat dem Krach den die Anguren machten, keinen Abklang. Fässer wurden schwer auf dem Boden fallen gelassen, einige der Hühnen stampften zur Theke, an der auch Ronya saß. Vorbei war das Gespräch.

Der erste versuchte, sich an Ronyas Mütze zu schaffen machen, Tajara erstarrte wie ein Stein und blickte hasserfüllt und panisch zugleich auf einen der Riesen, vermutlich der größte unter denen. Dann flog ein kleines gefülltes Fass vor Ronya auf den Boden. Die daraufhin folgenden Laute des Werfenden waren dahingehend zu verstehen, dass er das Fass an sie verkaufen wollte und dafür Goldstücke forderte. Doch Ronya verneinte. Das war wohl nicht die Antwort die der Angur erhofft hatte und er wurde sauer, schmiß das Fass brüllend noch einmal auf den Boden, nachdem er es aufgehoben hatte und machte seinem Verkaufswillen Nachdruck. Während Ronya wieder verneinte, grabbelte der andere wieder an deren Mütze herum. Ihr zischen ließ die beiden an der Theke befindlichen Anguren sich auf sie fixieren, Xinthra sprang auf und stellte sich versetzt hinter Ronya, Tajara stellte sich hinter sie. Da erblickte der fasswerfende Angur die blauhaarige. "Schwest-hrrr" klang es aus seinem Mund, als er mit einem Grinsen auf sie zuschritt.

Hoffentlich sieht er mich dachte Xinthra, als der Bauch des Riesen ihrem Kopf immer näher kam und sie zwischen Tajara und ihm einzuquetschen drohte. Mittels ihrer Arme versuchte sie, ihren Exitus zu verhindern, da senkte sich der Blick des Anguren auf sie hinab. Wie zum Zenith blickend schaute Xinthra hoch zu dem, der nun nach etwas ausholte, mit einer Pranke die ihr Gesicht mit Leichtigkeit zerquetscht hätte. Sie zuckte kurz zusammen, wusste sie doch dass sie in ihrer jetztigen Situation keine Chance hatte einem solchen Schlag zu entkommen, doch die Hand traf etwas anderes. Es knirschte und knackte, der Stab des blinden Heilers, der jenen zwischen die Beine des Anguren geschoben hatte, wohl um ihn daran zu erinnern wie unhöflich es sei, einer Dame so nah zu kommen, was er auch verbal ihm entgegen brachte. Dies schien dem Anguren egal zu sein, und er wandte sich dem Heiler zu, mit seiner immer noch recht sauren Stimme fragte er nun auch diesen ob er seine Tränke kaufen wollte.

Was kaum einer der Beteiligten an der Theke merkte war, dass sich zu dieser Zeit die Bajarder Garde vor der Taverne formierte und drei von denen im Begriff waren, die Taverne zu betreten, was kurz darauf auch geschah. Langsam wurde es unruhig am Eingang, und die Situation an der Theke wurde auch immer heißer. Als der erste Gardist niedergeworfen wurde, flog ein Trank aus Ronyas Händen, der nahezu jeden an der Theke erstarren ließ. Am Eingang entbrannte ein Kampf, und kaum ließ die Wirkung des Tranks nach, flogen die Schwerter auch an der Theke. Xinthra riß ihr Schwert aus der Scheide und hieb damit auf einen Anguren ein, der im Begriff war, sie anzugreifen. Natürlich hatte sie keine Chance gegen diesen beinahe doppelt so großen Mann. Es benötigte keine vier Schläge, sie zu Boden zu bringen. Ronya stolperte über die Barhocker, riß zwei weitere von denen um und blieb dort liegen, Tajara erhielt einen Schlag und ging ebenso zu Boden.

Der Kampf am Eingang brodelte inzwischen wie kochendes Wasser, die Anguren verbarrikadierten den Eingang mit ihren Fässern und ihren massigen Leibern, sowie den vorhandenen Möbelstücken. Gerade kam Xinthra wieder zu sich, rappelte sich auf, da blickte sie in das Gesicht noch eines anderen Anguren. Geschwächt wie sie war wagte sie es nicht, das Schwert gegen ihn zu erheben. Er jedoch schien sich auf etwas zu konzentrieren und plötzlich spürte sie, wie etwas ihren Fuß ergriff und festhielt.. ihren Knöchel, sie wollte noch zur seite springen, doch die Ranken die durch den Boden wuchsen waren bereits zu fest. Ronya versuchte, die Ranken loszureißen, doch der Zauber war stärker. Von irgendwoher flog wieder ein Trank, die Anguren stürzten sich auf die drei Frauen, Xinthra konnte kaum mehr ihren Oberrkörper bewegen, einen Schwung versuchte sie, verfehlte, doch ihr Gegenüber nicht, er schnitt ihr in die Seite, einen schmerzerfüllten Schrei sowie einen letzten Fluch brachte sie noch hervor, dann sank sie darnieder, zumindest ihr Oberkörper vom Bauch an, die Ranken griffen über auf die Arme. Ihre Beine waren schon von der Blutzufuhr abgeschnitten.

Tajara hatte ähnlich wenig Glück. Sie wurde getroffen, wirbelte gegen die Theke, ihr Arm knirschte, knackte, sie ging zu Boden. Ronya war die glücklichste unter den Dreien, sie wurde erneut gegen die Theke geschmettert und ging ebenso zu Boden. Zeitgleich dessen brach die Garde durch die Tür, der Kampf flammte um, ein Hauen und Stechen, eine ganze Weile hielt es an doch plötzlich begannen die Anguren ihren Rückzug. Zu viele Verletzte weilten anscheinend unter ihnen, sie waren geschlagen worden doch ihr Rückzug forderte unter den Mannen der Garde ein Todesopfer. Kaum war Stille eingekehrt, strömten die verbliebenen Gardisten, die nicht die Verfolgung aufgenommen hatten, in die Taverne. Ihnen bot sich ein Bild des Grauens.

Am Boden die Leiche eines ihrer Kameraden, an der Theke zwei blutende, eine in Ranken verwachsene Kriegerin, ein Heiler der sich am Boden voran tastend damit bemühte, die Verletzungen derer zu behandeln die er erreichen konnte, ein panisch zitternder Wirt und überall zerbrochene Möbelstücke, zertrümmerte Bodenplatten und Scherben von Krügen. Kaum kam Ronya wieder zu sich, machte sie sich mittels eines Dolches daran, die dicken Ranken um Xinthras Leib zu durchschneiden, der Gardehauptmann half ihr dabei, schnitt versehentlich zu tief und damit in das Bein der Kriegerin, die den schnitt selbst, aber nicht ihre Beine spürte, und auch nicht stehen konnte als das Geflecht weitestgehend zerstört war. Sie musste mit Hilfe von Ronya aufgerichtet werden. In diesem Moment schoß wieder Blut durch die Venen und Adern der Beine. Ein schier unglaubliches scheußliches Kribbeln bildete sich, in beiden Beinen, bis hoch zum Bauchnabel gar, es kribbelte als würde sie dort über und über von Ameisen bewandert werden, nach Luft keuchend quietschte sie jedes mal, wenn sich ihr Bein etwas bewegte und das Kribbeln stärker wurde.

Erst nach einer ganzen Weile konnte sie auf Ronyas Schulter gestützt die Taverne verlassen, Tajara war in Begleitung des blinden Heilers bereits voraus gegangen. Kurz grüßten sie die anderen Schwestern, die einen Marktstand in Bajard besetzt hatten. In Hans' Haus angekommen, legten sich die beiden Kriegerinnen auf abgerollte Bettrollen, Ronya ging hinaus. Hans der Heiler vermischte einige verschiedenfarbige Tränke zu Pasten, strich sie auf die Wunden von Xinthra. Diese atmete scharf ein, da die Wunden begannen, zu brennen, doch war dies nicht von langer Dauer. Er bat sie dann, einen dickeren Ast zu spalten. etwas Mühe kostete es schon, diese Aufgabe zu erledigen, doch am Ende erhielt Tajas gebrochener Unterarm eine Schiene aus zwei beinahe gleich großen Asthälften. Xinthra huscht kurz davon, sie erinnerte sich an etwas das dem Blinden fehlte, und kaufte beim örtlichen Waffenhändler einen stabilen Knorrenstab. Diesen reichte sie Hans, sowie auch die Reagenzien von der heutigen Jagd, mit viel Dank verabschiedeten sich die beiden vom Heiler und gingen zu dem Marktstand, an dem sie ihre Schwestern vermuteten.

"Oh, schon weg." meinte Xinthra. "Nicht einmal nach uns gesehen haben sie" murmelte Tajara. "Vielleicht waren sie ja erschöpft, vielleicht wissen sie auch gar nicht was geschehen ist, warten wir mal ab" meinte Xinthra noch, während beide zur Taverne gingen. Diese war wie zu erwarten verschlossen. An der mitgenommenen Tür bemerkte man, dass gewaltige Kräfte auf sie eingewirkt hatten. "Warten wir einfach ein paar Tage ab, dann wissen wir wieviel wir noch zählen" meinte Xinthra gar etwas traurig.

Beide gingen weiter, aus Bajard hinaus, zu Hof von Tajas Mutter, der ein zweites mal ihr Dach über dem Kopf sein sollte.

Verfasst: Montag 12. Februar 2007, 16:34
von Torina
*erschöpft im Lager angekommen nach dem sie einen Marktstand eröffnet hatte im Bajard, schaut sich Torina suchet um, hatte sie doch gedacht das Xinthra und Tajara bereits im Lager seien, doch schien dem wohl nicht so.
Hatte Ronya ihnen doch erzählt von dem Kampf in der Taverne und den Verletzungen der beiden, hatte sie doch auch gesagt das die beiden bei Hans seien, doch in dem ganzen Trubel um den Marktstand dachte sie eine zeitlang nicht daran und im Lager angekommen, war sie dann um so verwunderte.
So machte sie sich noch am Abend auf trotz der Erschöpfung nach Xin und Taja zu suchen, doch fand sie die beiden nicht und es konnte ihr auch niemand eine Auskunft geben, so machte sie sich noch verwirrter zurück auf den Weg nach Lameriast zum Lager der Gefährtinnen.

Am nächsten Tag war viel zu tun so das sie nicht wunderte das die beiden noch nicht wieder da waren, doch als sie etwas ruhe fand und zum Zelt der beiden ging und es abermals leer vorfand, machte sie sich wieder auf dem Weg nach Bajard um sie zu finden.
In Bajard angekommen, schaut sie erst noch einmal bei Hans nach doch war dort niemand.

So fragte sie einen der diensthabenden Wachen, dieser sagte ihr das er gestern Abend zwei Frauen gesehen habe, eine wohl mit einem verbundenen Arm die aus dem Fischerdorf hinaus gingen, er beschrieb die beiden so gut das es nur die beiden sein konnte, sie bedankte sich und machte sich auf den Weg, schwebte ihr doch etwas im Kopf rum das Tajara erzählt hatte das ihre Mutter vor Bajard einen Hof habe, so suchte sie eine Weile bis sie ihn schließlich fand.

Dort angekommen klingelte sie und schon bald kam Xinthra hinaus und schaute etwas verwundert was sie wohl dort mache, sie bat sie hinein und beiden gingen in die Stube zu Tajara, besorgt schaute sie auf Tajaras Arm.
So wante sie sich den beiden zu .

Was ist los mit euch beiden, habe euch im Lager vermisst, verbieten es euch eure wunden das ihr mit dem Schiff fahren dürft, fraget sie die beiden.
Die beiden schüttelten nur mit dem Kopf, merke Torina sehr wohl das etwas nicht stimmte, so fragte sie die beiden was los sei.

Xinthra, Taja was ist geschehen das ihr euch hier auf diesem Hofe versteckt???

Verfasst: Montag 12. Februar 2007, 17:20
von Torina
So erzählte Xintra ihr was geschehen war, mit dem Schneebällen und auch was die Schwestern zu ihr gesagt hätten im Bezug auf Tajara, bestürzt schaute sie zu Boden , sie schämte sich sie schämte sich sehr für ihre Schwestern.

Kommt bitte wieder zurück ich möchte das verhalten der anderen nicht entschuldigen, weiß ich nicht was sie dazu getrieben hat so etwas zu sagen.
Doch kann ich ihnen nicht recht geben, sicherlich trinkt Taja ab und an etwas, aber um ehrlich zu sein ist es tausendmal besser geworden als wie noch vor eine paar Monden und ich bin stolz auf Taja.

Redet offen mit den Schwestern aber verkriecht euch doch bitte nicht hier, ihr fehlt mir und den anderen mit Sicherheit auch.

So erzählte sie den beiden, von dem Treffen was sie gestern Abend hatten und das es heute noch mal ein Treffen stattfinden würde und es schön wäre wenn sie dabei wären. Danach machte sie den Vorschlag sollten wir uns alle zusammen setzten und es auf den Tisch legen, was diese Sprüche sollten.

Ihr beiden seit so wichtig für uns, kommt zurück bitte. So verließ sie die Stube reiste ins Lager zurück dort angekommen, berichtet sie Ronya von den Vorkommnissen.

Verfasst: Montag 12. Februar 2007, 18:53
von Tajara Nair
Tajara nickte zu Torinas Worten: "Ich weiß schon, was du sagen willst, Torina. Ixch geb' dir auch nicht unrecht." - sie tauchte hinter Xin auf. "Mich stört im Grunde auch nicht, dass man mich als Schnapsdrossen bezeichnet. Ich weiß schließlich selber, dass ich eine bin. Aber es gibt genau 3 Dinge, bei denen ich rasend werde, und alle drei dinge sind geschehen. 1. Wenn ich etwas nicht einsehe, und ich sehe nicht ein wie man sich wegen ein paar Schneebällen so aufregen kann. 2. - NIEMAND bedroht mich normalerweise ungestraft mit einer Waffe. Und 3. - man unterstellt mir nicht so einen Mist, wie Kyra es getan hat."

Sie schüttelte nur den Kopf: "Du hast das nicht zu verantworten Torina. Du nicht, aber andere auf alle Fälle. Erst wenn von ihnen etwas kommt werd' ich für mein Teil zurückkommen. Die sollen sich gefälligst mal merken, was hier eigentlich los ist. Alleine die Unterstellung mit Bruno war ungeheuerlich. Kyra ist mir gewissermaßen in den Rücken gefallen. - Magst 'n Bier?" erwiderte sie noch mit einem Grinsen.

Verfasst: Montag 12. Februar 2007, 19:59
von Torina
Ich kann dich gut verstehen und kann Kyras verhalten nicht nachempfinden udn werde mit ihr darüber sicherlich ein ernstes wörtchen reden, denn ich denke kaum das sie wollen würde, das dies jemand bei ihr tut.

Taja ich trinke doch kein Alkohol aber wenn du eine Milch für mich hast, gerne.

Ich habe bereits mit Ronya gesprochen und auch sie wird sich Kyra zur Brust nehemn schätze ich.

Verfasst: Montag 12. Februar 2007, 20:24
von Tajara Nair
Tajara nickt leicht und melkt eine Kuh "Warm und frisch", ihr freches jungenhaftes Grinsen ist wohl nicht weiter erwähnenswert zumal man dieses ja öfter bei ihr sieht.

Sie macht sich auf den Weg nach Bajard, um den Verband zu wechseln. Ihr Arm schmerzt allerdings weniger als die schwellung selbst.