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Anschlag auf Varuna - Brunnenvergiftung

Verfasst: Dienstag 6. Februar 2007, 20:11
von Chiara Loumee
Eigentlich war es nicht Ihre Art Dinge im Vorfeld genau zu planen, aber normalerweise beschränkte sich der Einfluss ihres Handelns auch auf Ihr direktes Umfeld. Diesmal ging es allerdings nicht nur um Ihre Freunde, flüchtige Bekanntschaften oder Kunden, sondern um ganze Städte, ihr völlig fremde Menschen und politische Systeme.
Vergiftung der Brunnen von Varuna“ - Das war Ihre Aufgabe und lange hatte Sie sich sowohl innerlich als auch nach außen hin gegen diesen Auftrag gewehrt. Eine lange Diskussion und das „Wahr werden“ eines lang gehegten Traumes führten schließlich allerdings doch dazu, dass Sie versprach, Protagonistin dieses Spektakels zu werden. Langer Hand wurde diese „Angriff“ auf Varuna geplant und nun hing es an Ihr.

So gut es Ihr nur möglich war bereitete Sie sich auf den entscheidenden Tag vor. Nahezu schlaflos verbrachte Sie Ihre Nächte, grübelnd über die Planung um die Wahrscheinlichkeit eines Scheiterns so gering zu halten wie es irgendwie nur ging. Selbstverständlich musste Sie zunächst an Ihrem Äußeren arbeiten, schließlich wollte Sie auch nach dem Auftrag weiterhin ein Leben führen, das sich außerhalb einer Gefängniszelle abspielt. Frisur, Haarfarbe und Kleidung spielten hier wohl die größte Rolle.
Die sonst recht komplexe Hochsteckfrisur wurde zu einem simplen Zopf, die Haare wurden dunkelbraun gefärbt und Ihre sonst recht elegante Kleidung wich einigen Lumpen. Zwar sah Sie nun nicht aus wie aus der Gosse gekrochen, allerdings würde man Sie wahrscheinlich dennoch eher in das Armenviertel einordnen.
Auch an Ihrer Gangart und Sprache arbeitete Sie. Sie wollte um jeden Preis vermeiden erkannt zu werden. An eine Maskierung war allerdings nicht zu denken – Das würde einfach zu viel Aufmerksamkeit auf sich ziehen.
Die Abende verbrachte Sie meist damit sich in Varuna umzusehen und nach einem geeigneten Weg
zu suchen und um zu beobachten wie viele Menschen sich in etwa zu welcher Tageszeit auf den Straßen befanden.

Schließlich war der Tag gekommen dem Sie mit so zwiespältigen Gefühlen entgegen gesehen hatte. Von sich aus wäre Sie wohl nie auf die Idee gekommen, nach Varuna zu spazieren und dort die Brunnen zu vergiften, aber Sie hatte es Versprochen und Sie wusste, dass eine Enttäuschung oder ein Versagen nicht akzeptabel waren.
Ein letztes Mal ging Sie alles durch, packte einiges an Vorräten ein und machte sich auf den Weg – Dem Kutscher wies Sie an etwas westlich von Varuna zu halten. Als Sie aus der Kutsche stieg wartete dort bereits wie verabredet ein Reiter auf Sie. Nur von einem kurzen Gruß begleitet überreichte er Ihr ein Fass. Nach außen hin sah es wie ein gewöhnliches Weinfass aus, aber Chiara wusste, dass sich kein Wein, sondern sehr starkes Gift darin befand. Erneut plagten Sie Zweifel als Sie dem sich entfernenden Reiter hinterher blickte – Für einige Sekunden schloss Sie die Augen, versuchte Ihren Atem zu beruhigen und ging dann etwas schneller als für Sie üblich auf die Stadt zu.
Wie schon so oft ging Sie den schmalen Weg auf Varuna zu, an der Holzwerkstatt und dem Bauernhof vorbei, das Fass unterm Arm. Ein letztes Mal blieb Sie vor den Stadtmauern stehen bevor Sie Ihre kleinen Füße auf die Brücke setzte um den Wassergraben zu überqueren.

Durch die späte Stunde bedingt wanderte kaum jemand außer der nervösen Chiara auf den Straßen von Varuna umher. Sie versuchte sich so gut es ging in ihre Rolle hinein zu versetzen und um nicht besonders aufzufallen grüßte Sie die wenigen Menschen die Sie traf mit einem knappen Nicken und einem leisen, kurzen Gruß. Ihren weg kannte Sie genau und schon nach kurzer Zeit war Sie an Ihrem ersten und wichtigsten Ziel angelangt: Der Brunnen auf dem Marktplatz.

Der Großteil der Einwohner bezog sein Wasser aus genau diesem Brunnen und es würde immense Auswirkungen haben wenn der Brunnen auf einmal vergiftet wäre. Entgegen Ihrer Hoffnung war Sie nicht allein auf dem Marktplatz als Sie dort ankam. Einige angetrunkene Männer und ein Wachmann waren noch in der Nähe und Sie entschied sich, erst einmal direkt am Brunnen Platz zu nehmen. Um nicht besonders aufzufallen stellte Sie das Fass neben sich auf der Kante des Brunnen ab, packte einiges an Essen aus und gönnte sich eine Pause – Zumindest deuteten die Anwesenden es wohl als eine Pause. Mit der Zeit wurden die Männer immer lauter und schließlich wies der Wachmann diese an den Marktplatz zu verlassen. Die Männer wehrten sich einen Moment etwas lautstark und Chiara wusste, dass ein günstigerer Moment wohl nicht mehr kommen würde. Rasch legte Sie Ihr Essen zur Seite und öffnete das untere Ventil des Fasses. Eine nur minimal grün schimmernde Flüssigkeit begann aus dem Fass in den Brunnen zu laufen. Ihr Herz begann noch schneller zu schlagen als es das ohnehin schon tat. Den Blick versuchte Sie nach vorn zu richten um keinen Verdacht zu wecken. Nur kurz sah Sie sich um - Das Gift verteilte sich schnell im Wasser und von einer Verfärbung war nichts zu sehen, vor allem nicht beim schwachen Licht der Laternen und Fackeln. Bis zum Morgen sollte sich alles gut genug vermischt haben und keinem sollte etwas auffallen – Zumindest nicht beim bloßen hinsehen...
Das Wortgefecht zwischen den Angetrunken und dem Wachmann begann abzuschwächen und rasch verschloss Sie das Ventil des Fasses wieder. Etwa zwei Drittel des Giftes hatte Sie in den Brunnen laufen lassen – Der größte Teil ihres Auftrags war also erledigt.
Etwas hektisch begann Sie Ihre Sachen wieder zusammen zu packen und setzte Ihren Weg fort.
Ein kleinerer Brunnen etwas weiter im Inneren Varunas war Ihr nächstes Ziel.

Leicht nervös und angespannt schreitet Sie weiter durch die dunklen Straßen, das Fass immer noch unter Ihrem Arm tragend. Plötzlich hört Sie Schritte, Ihr Herzschlag beschleunigt sich – Ein Wachmann kommt auf Sie zu. Sie bleibt stehen, schließt kurz die Augen, nimmt einen tiefen Atemzug und sieht dann langsam auf. Zu Ihrer Überraschung ist der Gesichtsausdruck der Wache sehr freundlich – Höflich deutet er auf das Fass unter Ihrem Arm und bietet seine Hilfe an. „Eine so zarte Dame kann man doch nicht so ein schweres Fass schleppen lassen.“ -
Einen Moment schluckt Chiara bevor sie leise hervorbringt: „Danke, Ich – Ich habe es nicht mehr weit. Es geht schon.“ Erneut sehr höflich nickt der Wachmann Ihr noch einmal zu bevor er seinen Weg fortsetzt.


Kleinen Schrittes setzte auch Chiara sich wieder in Bewegung und nach zwei weiteren Straßenecken hatte Sie schließlich Ihr zweites Ziel erreicht. Zu Ihrer Erleichterung war um diesen Brunnen herum keine Menschenseele zu erkennen. Dennoch versuchte Sie möglichst unauffällig zu handeln – Man konnte ja nie wissen wer einen tatsächlich beobachtete. Mit einem Blick zurück versicherte Sie sich noch einmal, dass der Wachmann nicht bereits wieder zurück war bevor Sie das Ventil des Fasses wieder öffnete um den Rest des Giftes in diesen Brunnen laufen zu lassen. Eigentlich war der Plan gewesen, das Fass mit dem restlichen Inhalt in den Brunnen zu werfen, aber Sie sah keinen Grund dazu sich daran zu halten. So konnte Sie das Risiko erwischt zu werden geringer halten – Das Fass konnte Sie einige Schritte weiter neben irgend einem Haus des Armenviertels abstellen und so den Verdacht und die Ermittlungen von sich abwenden.

Erneut richtete Sie den Blick weitgehend nach vorn. Als das leise Plätschern des Giftes schließlich nicht mehr zu hören war, verschloss Sie das Ventil, nahm das Fass ein letztes Mal unter den Arm, blickte sich noch einmal um und verschwand in einer dunklen Gasse die in das Armenviertel führte.
Vorsichtig und möglichst leise bewegte Sie sich zwischen den leicht herunter gekommenen Häusern – Auch hier hatte Sie sich vorher gründlich umgesehen und auch schon ein Haus ausgesucht vor dem Sie das Fass abstellen konnte. Es war nicht nur das Fass um das Sie auf einmal leichter wurde, auch eine riesige Last fiel von Ihr ab in diesem Moment. Kleinen, aber schnellen Schrittes ging Sie die Straßen und Gassen entlang und es dauerte nicht lange bis Sie das Osttor erreichte.

Ein letztes Mal nickte Sie einem der Wachmänner am Tor kurz zu bevor Sie Varuna endlich verließ. Statt allerdings erst einmal Pause vor den Toren zu machen beschleunigte Sie Ihren Schritt noch etwas mehr. Der schnelle Schritt verwandelte sich schon nach kurzer Zeit in ein Rennen. Sie wollte weg von alldem – So schnell es ging und so weit es ging. Sie wollte gar nicht wissen was genau Sie da wirklich getan hatte und wie es den Menschen in Varuna ergehen würde.
Tränen rollten Ihre Wangen hinab während Sie immer verzweifelter in die Dunkelheit hinein rannte.
Schließlich Atem- und Kraftlos geriet Sie in ein leichtes Straucheln. Mitten im Schnee sank Sie auf die Knie und immer noch stark weinend legte Sie den Oberkörper nach vorn – Das Gesicht in die Hände grabend.

Etliche Menschen würden wegen Ihr schwer krank werden oder sogar sterben – Sie konnte nicht glauben was Sie gerade eben getan hatte. Minuten lang kniete Sie so im Schnee bevor Sie sich allmählich wieder aufrichtete. Einige Male wischte Sie sich über das Gesicht, klopfte den Schnee von Ihren Kleidern und machte sich immer noch weinend auf den Heimweg. . .

Verfasst: Dienstag 6. Februar 2007, 20:51
von Liliana van Drachenfels
Lili kam Abends von einem Krankenbesuch heim und wollte eigentlich nur noch ausruhen. Es war sehr anstrengend gewesen den Kranken, der im Fieberwahn war und um sich schlug, zu behandeln. Kurz bevor sie zuhause war sah sie plötzlich ein Faß stehen. Vorher hatte sie dieses noch nie dort stehen sehen und so weckte es sogleich ihr Mißtrauen. Sie roch an dem Inhalt des Fasses. Die Ausdünstungen ließen sie beinahe zusammenbrechen und Lili wußte sofort daß dies ein sehr starkes Gift sein mußte. Ein wenig davon befand sich noch im inneren des Fasses. Sie nahm das Faß mit in ihr Heilerstübchen. Dort hatte sie ihr Labor und sie mußte herausfinden was es war. Es würde eine lange Nacht werden für sie. Zugleich befragte schickte sie einen Burschen los, der in der Nachbarschaft herumfragen sollte, ob jemand ein starkes Gift benutzt hatte. Vieleicht war ja irgendwo eine Rattenplage ausgebrochen.. Aber wieso sollte man dann das leere Faß stehen lassen?

Verfasst: Dienstag 6. Februar 2007, 23:42
von Rondrian Toberen
Es sollte ein gewöhnlicher Dienstabend sein, wie jeder andere. Ein Wachgang am Abend, der übliche Blick in die Rüstkammer, um sich der Ordnung zu versichern. Ein letzter Blick in eine der dort herumstehenden Truhen und schon wurde er aus seiner Ruhe gerissen. Es klopfte an der Tür und das erste, was er in der Tür erblickte, war das mies gelaunte Gesicht von der Frau Oberst.

Das kann ja was werden, schoß es ihm durch den Kopf, denn solch ein Gesichtsausdruck verhieß nichts Gutes.

Nach einem kurzen aufklärenden Gespräch war jedoch auch der Grund für diese Stimmung klar: ein leeres Faß wurde im Armenviertel gefunden. Verdacht auf Verunreinigung der Wasserversorgung der Stadt durch Gift. Eilig wurden Aushänge verfasst und in der Stadt aufgehängt:

* An vielerlei Orten in Varuna sind Aushänge angebracht, auf denen folgendes steht. Zudem verkünden Herolde überall in der Stadt die niedergeschriebenen Zeilen*

Dem Kronprinz und Reich zu Ehr ehrenwerte Bürger Varunas!

Hiermit sei verkündet, dass jeder Bürger Nahrung und Wasser die in den letzten Tagen erworben oder geschöpft wurde mit besonderer Vorsicht zu genießen. Es besteht der Verdacht der Verunreinigung durch Gift. Daher wird abgeraten unsauberes Wasser zu trinken oder Nahrung ,über deren Herkunft man nicht völlig aufgeklärt ist, zu essen.

Ebenso sei jeder Bürger aufgerufen Auffälligkeiten in Form von Gegenständen oder Personen der Garde zu melden.

*darunter prangert das Siegel der königlichen Garde*

Zudem wurden noch alle Gardisten in Alarmbereitschaft versetzt und Sonderschichten für jene angesetzt. Soviel zum ruhigen Dienstabend...

Verfasst: Mittwoch 7. Februar 2007, 05:33
von Adrian von Hohenfels
Ein Erlass wird an die Garde überstellt und an Oberst von Elbenau persönlich ausgehändigt:

Unter dem Strahlen Temoras und ihrem Schutze,
sowie unter dem Banner der Grafschaft von Hohenfels,
erfolge mit sofortiger Wirkung die Ausführung des folgenden Erlasses!

Die Vergiftung der Brunnen birgt offensichtlich Gefahr für Leib und Leben sämtlicher Bürger Varunas. So sind diese weiterhin, bis zur vollständig gesicherten Entgiftung, zu jeder Tages- und Nachtstunde aufs schärfste zu bewachen. Ein jeder Bürger ist, mit deutlichem Hinweis auf die Gefahr, am Schöpfen von Wasser zu hindern und soll gen Schloss gewiesen werden.

Desweiteren seien zu jeder Wachperiode drei Gardisten bereitzustellen, welche den Brunnen auf dem Gelände des Schlosses bewachen. Aus diesem, so sei es ebenso einem jeden Bürger bekanntzugeben, werden bis zur vollständigen Entgiftung der Stadtbrunnen, die Bedürfnisse der Stadtbevölkerung nach Trinkwasser gedeckt. Zur Abdeckung der Bedürfnisse von Wasser zu anderen Zwecken, seien Quellen des Umlandes zu nutzen und durch die Garde bereitzustellen sowie zu sichern.


Adrian von Hohenfels
rechtmässig ernannter Truchsess des Reiches Alathair unter Kronprinz Ador I
Oberhaupt der Grafschaft von Hohenfels
unter Temoras Gnaden und Kronprinz Ador I in Treue ergeben

Verfasst: Mittwoch 7. Februar 2007, 12:27
von Sanakan Avojemi
2 Tage nach dem sie ihren Auftrag erhalten hatte war sie nicht mehr in Rahal, sie wollte mit größter Vorsicht und mit aller sorgfalt ihren Auftrag erfuellen, so das man zufrieden mit ihr sei und und sie weiterhin großzuegig belohnte.

Sie kaufte sich einige Kleider von dem Gold was man ihr gab. Arm wollte sie nicht erscheinen schließlich sollte man ihr glauben schenken aber auch nicht zu vornehm, so das es uebertrieben scheint und man misstrauisch werden kann.

Waehrend sie sich in einem Diebes versteck zwischen Berchgard und Varuna zurecht machte fuer ihren Auftritt ging in Gedanken alles durch, fast bis ins kleinste Detail.

Es war so weit, die Sonne stand noch nicht sehr hoch und sie machte schon auf den Weg nach Varuna. Sie trug einen langen Wintermantel unter welchem ein rötlicher Rock zusehen war.

Sie verbrachte noch etwas Zeit in einer Taverne in Varuna bevor sich sich auf den Weg machte, sie wollte lieber nichts ueberstuerzen.
Etwas Zeit verstricht noch nachdem die Sonne ihren höchsten Punkt ueberschritten hatte, dann stand sie auf und hielt ausschau nach einer Wache, welche alleine war und auch nicht unbedingt die kluegste war. Zuviele fragen bringen nur Komplikationen.
So eine Wache ließ sich auch relativ schnell finden. Sie riß einen Anschlag von der Wand auf welchem geschriebenstand das der Brunnen vergiftet wurde und ging mit diesem zu der Wache, welche sie sondiert hatte.

Seid mir gegruesst, werter Mann
Zum Gruße, die Dame was kann ich fuer euch tun?
Ich weiß zwar nicht ob es hilft aber ich glaube was gesehen zu haben.
Aber, aber ich war gestern Abend noch spaet unterwegs um fuer meinen Vater noch etwas Wein zu kaufen, er schlaeft doch immer so schlecht. Und aufjeden Sah ich da noch diese Gestallt am Brunnen, eine Frau mit einem Fass.. Ich dachte mir nicht viel dabei bis ich heute diesen Anschlag gelesen habe. Bei Temora.. so etwas schlimmes.. Man traut sich ja nicht mal mehr die Haende zu waschen... alles vergiftet.. Ohjemine


Was war mit der Frau, wo ist sie hin?
Achja die Frau sie nahm ihr Fass und ging schnellen schrittes in Richtung des Armenvirtels ich guckte ihr noch etwas hinterher, und meine auch gehoert zu haben wie eine Tuer zugeschlagen ist.
Und dann ließt man so etwas Schreckliches heute morgen..


Habt ihr sonst noch etwas gesehen, gute Frau?
Nein es war auch schon Dunkel und was soll ich auch den Leuten nachschleichen..das gehoert sich ja nicht..

Gut. Kann ich jetzt noch ihren Namen erfahren und wo wir sie finden koennen fals wir noch weitere Fragen haben.
Sicher sicher gewiss doch. Helena Makris, ist mein Name. Und zur Zeit wohne ich in der Herberge hier in Varuna. Ich bin geschaeftlich hier mit meinem Vater. Aber verzeiht ich muss jetzt auch wieder zu ihm sonst macht er sich sorgen. Ich hoffe ich konnt helfen.

Der Mann in der Ruestung nickt nur etwas und scheint sich die Informationen gemerkt zu haben und laesst sie dann einfach wieder gehen. Ihr Weg scheint auch in richtung der Herberge zu gehen aber sobald sie außerhalb der Sichtweite ist, wendet sie und verschwindet aus Varuna.

Verfasst: Mittwoch 7. Februar 2007, 14:18
von Liliana van Drachenfels
Lili hatte angefangen die Flüssigkeit zu analysieren, sie benutzte verschiedene Gerätschaften hierzu um die einzelnen Bestandteile des Giftes von ein ander zu trennen. Dies war ein recht langwieriger Vorgang, bei dem sie aber nicht dabei bleiben mußte, so machte sie sich auf den Weg zum Schloß. Dort verarztete sie als erstes einmal eine Schußwunde von Viola. Im Schloß schien es recht unruhig her zugehen. Ständig rief jemand oder hastete vorbei. Als Lili mit Viola's Schulter fertig war, traf sie auf Darna und unterhielt sich kurz mit ihr. Als sie fragte ob jemandem etwas von einer Rattenplage bekannt wäre, stutzte diese sogleich. Lili erzählte ihr daraufhin von dem gefundenen Faß. Darna's Reaktion verwunderte Lili denn diese sprang auf wie von der Tarantel gestochen, rief im Befehlston, sie solle das Gift rasch analysieren und machte sich sogleich auf dem Weg zum Kastell. Lili ging zurück in ihr Heilerstübchen, durch Darna's Reaktion doch ziemlich verunsichert. Anscheinend fürchtete sie weitaus schlimmeres als eine Rattenplage und so machte Lili sich auch so ihre Gedanken. Zu Hause angekommen wartete eine Frau auf sie. Sie schien große Schmerzen zu haben und erklärte ein Wolf habe sie gebissen.
Die Wunde war vereitert, so daß Lili diese erneut öffnen und behandeln mußte. Sie war gerade eben damit fertig als es klopfte. Yarin von Wolfenfels stand vor der Tür und wollte bei der Analyse der Substanz helfen. Lili deutete auf die Instrumente und meinte daß es noch eine weile dauern würde, bevor man mehr sagen könnte. Die Verletzte schlief währenddessen ein. Die halbe Nacht analysierte Lili das Gift. . Es war eine langwierige Arbeit aber als die Morgendämmerung herannahte wußte sie was in dem Faß gewesen war.

Sogleich machte sie sich daran eine Botschaft an Darna ins Kastell zu schicken.

Eluive zum Gruße Wohlgeboren.

Die Flüsigkeit aus dem Faß habe ich untersucht und analysiert. Es handelt sich um eine hochwirksame Giftkombination aus den Essenzen des Nachtschattens und Schwefelasche. Ich macht mich sofort an die Arbeit um ein Gegenmittel herzustellen, daß dieses neutralisieren kann, jedoch wird dieses längere Zeit benötigen, es sei denn andere Alchemisten unterstützen mich hierbei.

Verfasst: Mittwoch 7. Februar 2007, 17:36
von Laya Norene
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Verfasst: Mittwoch 7. Februar 2007, 17:38
von Sophia Austein
Mitten im Raum stand sie da und fühlte sich umzingelt. Zu Recht, wie sie meinte, denn um sie herum türmten sich Kisten voller Zierrat und eilig abgestellte Möbelstücke. Verschwenderische Stoffberge in allen erdenklichen Farben und Mustern lagen auf dem Holzboden und warteten nur darauf, unter einem vertrauensvoll daraufgesetzten Fuß davonzurutschen.
Die Stunden vergingen, während sie in liebevoller Kleinarbeit die Stube einrichtete und ihr Hab und Gut in den Regalen unterbrachte.
Draußen dunkelte es bereits, als sie sich auf den Schemel am Fenster fallen ließ und hinausblickte. Kalt und nass glänzten die dicken Steine der Stadtmauer im letzten, Tageslicht, durchzogen von hauchfeinen Rissen, die der Lauf der Gezeiten mit sich brachte. Wahrlich kein schöner Anblick.
Sie drehte sich um und griff nach dem Wasserkrug, den sie früh am morgen gefüllt und auf die einfache Holzkiste gestellt hatte. Der Durst kam mit dem ersten Schluck, gierig trank sie bis zum letzten Tropfen, fuhr sich mit dem Zeigefinger über die feuchte Lippe.
Verwundert berührte sie mit der Zungenspitze den Gaumen, ein leichter, grotesk metallischer Geschmack erfüllte ihren Mund. Sie stellte den Krug neben den Kamin und erhob sich, zog sich stirnrunzelnd das Hemdchen über den Kopf und schlüpfte aus dem Leinenrock. Sie wollte es sich nicht eingestehen, aber das Umherschieben der schweren Möbelstücke hatte ihrem zierlichen Körper zugesetzt, sie war mehr als erschöpft.
Mit Nachtgewand und einer weichen Wolldecke bewaffnet setzte sie sich auf dem Fell vorm Kamin nieder und begann, die aufgerollten Zöpfe zu lösen und das leicht gelockte Haar behelfsmäßig mit den Fingern zu entwirren. Ihr Kopf war so furchtbar schwer, so schwer... und sie war so müde.
Sie legte sich nieder und zog die Decke über ihren Körper, blickte in die abgedeckte Feuerstelle, in dem schwach die letzte Glut vor sich hinschwelte und ein dunkles Schattenspiel auf den Boden vor ihr warf.

Stöhnend wand sie sich, ihre Beine waren unangenehm gefangen in der schweren Decke, und es war so schrecklich heiß. Der Boden unter dem Fell drückte hart gegen ihren Körper. Mit Mühe setzte sie sich auf und hielt ihre Hand an den peinigenden Leib. Mit der anderen Hand wischte sie sich über die feuchte Stirn und ertastete in der Dunkelheit den Wasserkrug, setzt ihn an die trockenen, aufgesprungenen Lippen. Leer, wie konnte sie es nur vergessen, achtlos ließ sie ihn fallen und lauschte mit schmerzverzerrtem Gesicht dem seltsam klaren Ton, als das feine Glas beim Aufprall einen Riss bekam und der Krug ein Stück weit wegrollte.
Oh Mutter steh mir bei… die Schmerzen… Sie biss sich auf die Lippen, als die Übelkeit über sie hinwegrollte und wiegte sich in gekrümmter, vornüber gebeugter Haltung sanft hin und her.
Draußen stieg nur langsam die Sonne hinter den Wolken mit diffusem Lichtspiel auf, während sie dort in ihrem neuen zuhause saß und die Tränen über ihre heißen Wangen liefen. Sie fühlte sich so allein.

Verfasst: Mittwoch 7. Februar 2007, 20:21
von Karina DelMur
Sie lag im Patientenbett der Heilerstube von Liliana und dachte verdriesslich daran, wie sie hierher gekommen war.

Es war drei Tage her, dass der wilde Wolf auf sie losgegangen war.
Karina war nachts nach Varuna unterwegs gewesen, als ein riesiger, gefährlich aussehender Wolf auf sie zugerast gekommen war, die Zähne gefletscht, die Nüstern weit geöffnet und hochgezogen, was eine grausige Grimasse im Gesicht des Tieres bildete. Zu allem Unglück konnte sie nicht rechtzeitig weit genug davonrennen - es hatte sie am Oberschenkel erwischt und lange rote Bissspuren hinterlassen, die stark geblutet hatten. Mit letzter Kraft war sie bis auf den nächsten flachgetrampelten Weg gehetzt, wo sie der Wolf endlich in Ruhe gelassen hatte. Dort war wohl sein Revier zu Ende und Karina stellte nicht weiter eine Gefahr für ihn und vielleicht sogar seine Familie dar.
Nun, wenn sie das Tier auch in Schutz nahm, es hatte sie doch schwer verletzt. Leise jammernd hatte sie versucht, sich einen bedürftigen Verband anzulegen, doch so richtig war ihr das nicht gelungen.
Später hatte sie Simon getroffen, der ihr den Oberschenkel etwas besser verbunden hatte, wofür sie ihm dankbar war. Er war wirklich sehr nett zu ihr, und obwohl er auch ein Jahr jünger war als sie, zog er sie doch irgendwie an...
Kurz musste sie warm lächeln. Er war rot geworden, als sie ihn gefragt hatte, wie sie sich revanchieren konnte.
Doch ganz so schnell würde Karina ihm keinen Gefallen tun können. Auf ihr Gesicht legte sich wieder die gelangweilte, verdriessliche Miene.

Ein Verband hatte bei diesem Biss nicht gereicht. Die Wunde hatte sich entzündet, stark geeitert und zusätzlich war Karina an Tollwut erkrankt. Fast hätte sie zu lang gewartet, zu einem Heiler zu gehen. Erst als sie unterwegs plötzlich einen Schwächeanfall gehabt hatte, da ihre Glieder immens geschmerzt hatten, bekam sie es mit der Angst zu tun und beschloss rasch einen aufzusuchen.
Mit vor Schmerzen brennendem Oberschenkel hatte sie sich nach Varuna zurückgeschleppt und suchend durch die Straßen gegangen, bis sie ein Häuschen gefunden hatte, auf dessen Schild "Lily's kleine Heilerstube" stand.
Ein Schmunzeln hatte kurz ihre Lippen umspielt, doch war bald wiederverschwunden , als sie die Treppen zum Eingang des Gebäudes hochgegangen war und dadurch ihr schmerzendes Bein noch mehr belastet hatte. Die kleine Heilerstube war zuerst geschlossen gewesen, doch Karina wartete ein wenig in der Hoffnung, dass sie heute noch öffnen würde. Die Bissspuren hatten sie arg gepeinigt.
Jedoch war bald eine silberhaarige Frau zu dem Haus gekommen, die sich als Liliana von Drachenfels und Besitzerin der Heilerstube vorstellte, und hatte sie in die Stube eingelassen, da sie anscheinend gesehen hatte, wie stark Karinas Schmerzen waren.
Liliana hatte ihre Wunde gut behandelt, doch das war bei einer erfahrenen Heilerin nichts Ungewöhnliches. Dennoch schien sie von etwas beunruhigt gewesen zu sein. Was war los?
Nachdem die Heilerin Karinas Wunde versorgt hatte und die angehende Bäuerin sich nach dem Essen hinlegen wollte, hatte ein junger Mann stürmisch an die Tür geklopft. Dieser hatte Karina nur kurz begrüßt, bevor sie sich zum Schlafen umgedreht und er sich an Liliana wegen eines Giftes gewandt hatte, mit dem sie angeblich seine Hilfe brauchte. Um was es sich genau handelte, erfuhr Karina nicht, denn sie war schon eingenickt.
Als sie heute Abend wieder aufwachte, war Liliana fort, und ihr war schrecklich langweilig, wie sie so alleine in dem Haus lag. Bewegen durfte sie sich auch nicht, deshalb war ihr recht öde...

Sie lies ihren Blick sacht durch das Zimmer schweifen, bis er auf einige Philiolen mit einer klaren Flüssigkeit fiel. Sie sah so normal und unscheinbar wie Wasser aus...
Warum sollte jemand Wasser in Philiolen aufbewahren? Hatte Liliana das Wasser untersucht? Und weshalb?
Karina starrte grübelnd darauf. Sie wollte es sich genauer ansehen, doch vom Bett aus kam sie nicht zu dem Labortisch... Als ihr Blick fiel, entdeckte sie eine winzige Lache. Bestimmt hatte Liliana ein wenig der Flüssigkeit verschüttet...wenn sie sich soweit strecken konnte...
Lang zog sie ihren Oberkörper, möglichst ohne das rechte, verletzte Bein zu belasten, und streckt einem Arm aus. Sie schaffte es, ihren Zeigefinger in das Objekt ihrer Neugierde zu tauchen und einige Tropfen aufzunehmen.
Karina rutschte wieder ins Bett zurück und beäugte aufmerksam die Tropfen auf ihrem Finger. Es fiel ihr nichts am Aussehen der Flüssigkeit auf, doch als sie daran roch, bemerkte sie einen leicht metallisch wirkenden, ätzenden Geruch daran. Sie riss die Augen auf.
Temora, erleuchte mich... das ist kein Wasser!
Aber was sollte es dann sein?
Plötzlich hörte sie von außerhalb zwei Stimmen. Ein Mann und eine Frau sprachen gedämpft direkt jenseits der Wand, an der Karina im Bett lag, über einen Vorfall hier in Varuna. Die Tierzähmerin fing sie ein paar Worte auf, die sie erschaudern ließen:
Wasser... Gift...

Bei den Göttern...Gift... Erschrocken sah sie auf die Tropfen auf ihrem Finger, die langsam aufgrund ihrer Körperwärme verdampften.
Nun erkannte sie den Geruch wieder. Sie hatte ihn einmal gerochen - bei ihrem Onkel, der ein Alchimist gewesen war.

Wer brauchte wofür Gift? Und warum untersuchte Liliana es?

Nachdenklich schüttelte sie den Rest der Flüssigkeit von ihrer Hand und rieb an ihrem Finger herum.
Wofür brauchte man Gift? Wollte jemand sich von Ratten befreien? Aber warum waren dann Proben davon hier bei Liliana von Drachenfels? Von ihr konnte es nicht stammen, Karina war es vorher nicht aufgefallen... vielleicht hatte sie es vorher auch übersehen... Aber was dachte sie denn da, eine Heilerin mischte doch kein Gift!
Egal woher es kam, es interessierte sie mehr, was es bezwecken sollte.
Ratten hatte sie in ganz Varuna keine gesehen - dafür war es also auch nicht...
Da kam ihr ein Gedanke.
Wasser... Gift...
Es bestand doch seit so langer Zeit eine Feindschaft und ein Krieg zwischen Varuna und Rahal. Konnte es sein, dass die Stadt, in der sich Karina befand, angegriffen worden war? Mit dem Gift...? Sie schüttelte den Kopf. Für eine Wasservergiftung war der Vorrat, den Liliana in den Gefäßen aufbewahrte, zu wenig. Doch es gab wahrscheinlich noch mehr von der Flüssigkeit...
Vergiftetes Wasser in Varuna... Karina rieselte es kalt über den Rücken. Ihre Krüge hatte sie noch zwei Tage zuvor mit dem Wasser Varunas gefüllt. Nun zog sie einen der Krüge aus ihrem Rucksack und roch genauestens daran. Nein, sie bemerkte nichts. Dann kostete sie vorsichtig einen Tropfen. Auch schmeckte es nicht metallisch oder ätzend.
Erleichtert atmete sie auf. Da hatte sie wirklich Glück gehabt.
Einen großen Schluck trank sie noch, verstaute den Krug wieder in dem Rucksack und legte sich wieder bequem zurück auf das Bett. Doch unruhige Gedanken quälten sie. Waren schon Leute Opfer der Verseuchung geworden? Oder war, was sie dachte gar nicht der Fall?

Im Augenblick war Karina von aller Welt abgeschottet und würde nichts über die Hintergründe des Giftes erfahren. Naja, sie konnte ja Liliana nach dem Stand der Dinge fragen, wenn diese wieder zurück kam und nach ihren Bisswunden sah. Jetzt sollte sie sich noch etwas ausruhen...

Verfasst: Donnerstag 8. Februar 2007, 00:26
von Liliana van Drachenfels
Spät abends erst fand Lili Ruhe, es gab noch einen Erpressungsversuch der mit Hilfe der AdL verhindert wurde und die Besucher in Lilis Heilerstübchen rissen nicht ab. Als Gardist Greif ihr versprach die Wasserproben bei den Brunnen zu nehmen, gönnte sie sich endlich ein wenig Schlaf. Doch lange konnte sie nicht schlafen und so beschloss sie noch einen kleinen Spaziergang durchs Viertel zu machen. Diesen nutze sie gern um hier und da ein wenign Efeu zu pflücken. Als sie an Sophias Haus vorbeikam hörte sie lautes Stöhnen. "Sophia" rief sie "Sophia was ist?" Erst nach geraumer Weile öffnete ihr Sophia, sie sah schrecklich aus, zittere am ganzen Körper. Lili half ihr und legte sie auf einem Fell ab. Dann befragte sie sie. Wo waren die Schmerzen, was hatte sie zuletzt gegessen und getrunken. Sophia ging es sehr schlecht, aber sie hatte noch gar keine Idee was ihr denn fehlen könnte. Erst als sie frisches Wasser erwähnte, "Wasser frisch aus dem Brunnen geholt" da wurde sie stutzig und begriff daß Sophia vergiftet war. Rasch bereitete sie einen Tee aus einigen der gepflückten Pflanzen und gab diesen Sophia zu trinken als er abgekühlt war. Die Reaktion erfolgte sogleich und Sophia erbrach sich für längere zeit immer wieder kramfpartig, bis auch der allerletzte Inhalt aus ihrem Magen heraus war. Lili hielt sie währenddessen fest damit sie nicht in den Kübel fiel.
Nachdem sie wieder ein wenig zu kräften gekommen war und auch ihr Magen sich beruhigt hatte, gab sie ihr den Trank der das Gift neutralisieren sollte, denn sie fürchtete daß auch ein wenig des Giftes schon im Blutkreislauf war. Sie hoffte daß ihr Trank dieses neutraliesieren könne. Es schien daß der Trank und auch das Erbrechen ihr gut taten und so kam sie nach einiger Zeit zu Kräften. Lili jedoch war ein einer Zwickmühle. Zuhause schlief auf dem Bett eine Patientin die sie nicht gerne allein lassen wollte. Sophia wollte sie aber auf keinen Fall allein lassen und so warteten sie noch ein wenig, dann stützte Lili Sophia ab, trug sie teilweise fast und brachte sie zu ihrem Heilerhäuschen, das zum Glück nur ein paar Schritte entfernt lag. Dort brachte sie Sophia ins Bett und machte sich erst ein mal daran wichtige Briefe zu schreiben. Eine an Oberst Elbenau und einen an eine Freundein von Sophia.

Verfasst: Donnerstag 8. Februar 2007, 19:46
von Liliana van Drachenfels
Am nächsten morgen waren vier Wasserproben in ihrem Briefkasten, die Lili der Reihe nach analysieren wollte. Als erstes fing sie mit der Probe vom Hauptbrunnen am Markt an, aus dem auch Sophia getrunken hatte.
Sie behandelte die Proben mit einigen Essenzen und schon nach kurzer Zeit färbte sich das Wasser Grün. Ein eindeutiger Hinweis auf den im Gift benutzten Nachtschatten. Sie war gerade dabei die zweite Probe zu analysieren da wachte Sophia auf. Ihr ging es schon viel besser und Lili freute sich daß ihre Freundin das Gift überstanden hatte.
Kurz darauf klopfte es, Es war die Frau die sich als Nyell vorgestellt hatte und auch Karina erwachte. Nyell berichtete daß der Brunnen an der Kirche auch vergiftet sei. Da sie beide nicht wußten ob es sich um stehendes Wasser handelte oder um Grundwasser, beschloß Lili sofort ein Schreiben aufzusetzen und dieses zum Kastell zu bringen.

Verfasst: Donnerstag 8. Februar 2007, 22:14
von Karina DelMur
Sie erwachte ein weiteres Mal in der warmen, kleinen Heilerstube von Liliana. Ausgeruht und erholt schlug sie die Augen auf und blickte sich erstaunt um. Das Haus war recht voll - insgesamt waren sie nun fünf Frauen darin. Eine Zierliche, die auf einer Bettrolle am Boden saß und wohl auch dort geschlafen hatte, stellte sich als Sophia Austein vor. Sie hatte den Tag zuvor Wasser aus dem Brunnen geschöpft und getrunken und war von dem Gift krank geworden. Liliana hatte sich ihrer angenommen und sich um sie gekümmert. Heute wollte Sophia wieder nach Hause, da es ihr schon um einiges besser ging.

Also hat doch jemand das Wasser vergiftet... dachte Karina grimmig, doch sie behielt ihren Verdacht lieber für sich. Er musste ja nicht zwangsweise stimmen.

Auch Sie fühlte sich wieder gut. Der Wolfsbiss war gut verheilt und von Schorf bedeckt.
Sie erklärte Liliana, dass sie sich um ihre Tiere kümmern musste, die am Gasthof beim Kastell auf sie warteten und sicher schon Hunger hatten. Diese sagte ihr zu, dass sie mit ihnen allen gehen konnte. Eine Freundin kam, um Sophia nach Hause zu holen, Nyell wollte mit Liliana zum Kastell gehen, den Brief abgeben, und da sollte auch Karina mitgehen. So machten sie sich auf den Weg.

Karinas Hunde waren weniger hungrig, als sie gedacht hätte. Vielleicht hatte ihnen jemand Fleisch hingeworfen... Wie auch immer, nun zog sie selber einige Wildstücke hervor und verfütterte diese an die Tiere. Dann ging sie mit ihnen zu dem Unterstellstall, wo ihre Wolfshunde warteten, und streichelte und fütterte auch diese.
Ihr Bein versuchte sie beim Stehen so gut es ging zu schonen, obgleich es nicht mehr wehtat, konnte es bei Überlastung wieder schlimmer werden.
Als sie nach getaner Arbeit, auf den knorrigen Gehstock Lilianas gestützt, zu ihrem Gasthof eher zurückhumpelte, als -ging, dachte sie hilflos und traurig, dass es anderen Menschen in dieser Stadt sehr viel schlechter ging als ihr.
Wer hatte dieses Gift in den Brunnen geschüttet? Und damit sovielen Menschen Leid zugefügt?
Karina, als friedliche Natur, konnte nicht verstehen, wie man eine derartig schlimme Tat begehen konnte. Auf dem behelfsmäßigen Bett in der Herberge vergrub sie ihr Gesicht im Kissen und heiße Tränen des Mitleids und der Enttäuschung von der Welt fielen in es hinein.

Verfasst: Freitag 9. Februar 2007, 12:31
von Savea Falkenlohe
Die Ereignisse überstürzten sich, alles war in heller Aufruhr.
Nur verständlich, dass in Anbetracht der Lage irgendwie versäumt wurde, der Baronin von Drachenfels das überschüssige Rehfleisch mitzugeben.
Es galt, den ‚normalen‘ Betrieb aufrecht zu erhalten und natürlich somit auch die kleinen und großen Belange der hohen Herrschaften zu befriedigen.
Vorräte überprüfen, mit dem Koch die Speisenfolgen absprechen, dafür Sorge tragen, dass Ihre Hochgeboren von Elbenau ausreichend zu sich nahm, auch wenn das bedeutete, die Speisen ins Kastell zu bringen. Weinflecken versuchen zu entfernen, welch gütige Fügung des Schicksals, dass roter Wein auf roten Teppich floß, Lederrüstungen einfetten, Katze füttern, auf Verlangen Gardisten suchen und sie dorthin schicken, wo sie gebraucht wurden, Wasser aus dem Schloßbrunnen in Fässer füllen und sie vor die Tore des Schlosses bringen, wo die Schlangen täglich länger wurden.

Als sie sich gerade eine Pause gönnen wollten, fielen die Blicke auf das Rehfleisch, der Tag war längst dem Abend gewichen.
So wurden zwei Taschen gepackt, über die Schulter gehangen, unter die Arme jeweils eines der Wasserfässer geklemmt und sich auf den Weg gemacht, um an die Türen der Leute im Armenviertel zu klopfen und Fleisch, wie Wasser zu verteilen.

Verfasst: Freitag 9. Februar 2007, 18:19
von Wijay Loreen
Als sie die Anschlagtafeln in Varuna las, als sie erneut eine Besichtigungsrunde durch diese beschauliche Stadt ritt musste sie Schmunzeln.

Es wird gewiss nicht das Ausmaß sein, das ich Gedenke, nicht die Wirkung erzielen wie mein Plan, einst mit dieser Stadt, doch ist es dennoch eine sehr amüsante Sache... und ich glaube ich weiß meinen Nutzen daraus zu ziehen.


Als sie am darauffolgenden Abend in Bajard ankam musste sie nicht lange nachdenken.

Wer konnte solche Anschläge verüben? Die Vermutung lag klar bei Rahal, jemand der sich da eingeschleust hatte vielleicht. Oder vielleicht ging es doch nur um Geld?

Es war keiner von ihnen. Das war schon aufgrund der Tatsache offensichtlich, da es keinen großen Sinn ergeben würde den runnen so offensichtlich zu vergiften. Die Ursache... die Quelle war zu offensichtlich. Ein Plan den die Frau, die man Loreen Verschoor rief nicht so leichtfertig ausüben würde. Ihr schwebten andere Dinge vor.

Sobald sie mit dem ersten ins Gespräch kommen würde, musste sie überzeugend sein. Die Vergangenheit bewies, dass sie das konnte, und so spann die Spinne langsam ihre Fäden.

Man konnte aus dieser Situation zweifellos einen Nutzen ziehen.

Verfasst: Samstag 10. Februar 2007, 16:33
von Sarel
Ein praktischer Umstand, dass in Varuna derzeit Chaos herrscht. Ein Umstand den es zu nutzen galt. Zeit die Schmach die man vor den Toren Rahals erlitt aus zu merzen, das starke Bündnis zu schwächen.
Varuna hatte nun sicher mehr mit sich selber zu tun als in einen Krieg zu ziehen. Es muss nur dabei bleiben, und Sarel wusste wie er das anstellen will.

Mit etwas Wachs verändert er gründlich die Konturen seines Gesichts. Das Haarwuchsmittel hatte bereits seine Wirkung getan. Nur die Farbe musste noch geändert werden. Ein einfacher Grauton war gewählt. Die zerlumpten Kleider an seinem Körper waren widerlich und stanken, ein kleines Übel für den Herrn. Ein Kissen im Nacken ersetzt den Buckel den er hat, Kohle im Gesicht und an den Händen lassen ihn schmutzig wirken und der Stab auf den er sich stützt tut ein übriges. In der Kutsche nach Varuna bindet er sich rasch ein dreckiges Tuch vor die Augen und trank einen kräftigen Schluck Rum. Er trank nie, doch heute war es notwendig. Für den Herren.

Der Mann der aus der Kutsche ausstieg, scheint ein gänzlich anderer Mensch zu sein. Ein alter, blinder, zerlumpter Greis der wohl nur betteln will. Skeptisch schauen die Wachen an ihm herab während er den Stab zum Sehen nutzt und mit ihm vor sich hertastet und immer wieder scheinbar eine Verschnaufpause einlegt. Auf diese Art und Weise dauerte es eine Weile bis er das Armenviertel erreichte. Und es dauerte noch länger ein passendes Opfer zu finden. Doch er sollte Glück haben. Ganz im Süden des Viertels. Ein älterer Mann, etwas 50 Sonnenläufe hat er erlebt, vielleicht auch etwas mehr, lauschte seinen Worten. Er war wohl Handwerker irgendwas mit Holz.
"Ihr bekommt hier kein Wasser? ist das nicht eine Frechheit? Die hohen Herren trinken und speisen an ihren reich gefüllten Tafeln die ihr bezahlt habt und scheren sich einen Dreck um euch. Am Liebsten würden sie euch das Wasser aus dem Brunnen geben. Aber das können sie ja nicht, sie brauchen euch und eure Söhen ja noch um ihre Kriege zu führen. Ihr lasst euch für sie schlachten und sie speisen und trinken das edelste vom Edlen. Und ihr wehrt euch nicht. Nehmt eure Armbrust und nehmt euch das was euch zusteht! Bekämpft die Tyrannen hinter ihren Mauern. Jene die euch alles nehmen wollen nur um selber noch mehr Reichtum zu häufen. Ein noch größeren Palast zu erbauen, für den ihr sicher alles günstig herstellen sollt. So günstig das es kaum zum Leben reichen wird. Schaut hinauf auf die Mauern dort oben. Dort stehen sie die Wachen. Und nein .. sie achten nicht darauf das euch nichts passiert, dann wären auch hier in den Gassen welche an zu finden. Nein .. sie schauen ob ihr nichts anstellt. Wehrt euch! Bekämpft die Hohen Herrschaften wo ihr nur könnt. Schlagt zu und verschwindet!"

Die Worte hatten scheinbar gesessen. Der Mann redete was von Armbrust und von Söhnen. Irgendwann wird er sicher nützlich werden. Doch Sarel musste auf Nummer sicher gehen und so schleicht er weiter durch die Gassen des Viertels. Auf der Suche nach jenen die seinen Worten Glauben schenken.