Die verhüllte Anwärterin
Verfasst: Sonntag 4. Februar 2007, 00:11
Es wurde bereits dunkel, als eine vermummte Gestalt in den Farben der Burg Eisenwart deren Tor passierte. Das Pferd spürte ihre Anspannung und ihre Aufregung und schnaubte nervös, als sie es anband.
Nun würde es darauf ankommen. Konnte sie sich genug verstellen, damit man nicht bemerkte, wer sie wirklich war? Sie durfte sich auf keinen Fall etwas anmerken lassen!
Langsam betrat sie die Burg und sah sich vorsichtig um. Erleichtert schnaufte sie aus, als sie bemerkte, dass niemand in Sicht war. Ihre Schritte führten sie zum Lager. Fast hätte sie den falschen Weg eingeschlagen. Seit dem Umbau der Burg war das Lager an einem anderen Ort. Doch sie besann sich rechtzeitig und stand letztlich vor einer grossen Anzahl von Kisten, alle fein säuberlich an zwei kleinen Wänden gestapelt, fast bis unter die Decke.
Hm…wohin gehören aber nun die Bandagen, welche sie mitbrachte? Sie überlegte, doch sie konnte es beim besten Willen nicht sagen und so begann sie, jede der Kisten zu öffnen und hineinzusehen. Mit etwas Glück waren in einer davon bereits Bandagen und sie konnte ihre dazulegen. Doch der Lärm, den die knerzenden Truhen verursachten, musste wohl Aufmerksamkeit erregt haben, denn plötzlich stand Armoran neben ihr. Er grüsste sie und plötzlich überkam sie Panik. Sie hatte nicht den leisesten Schimmer, wie sie ihn anreden sollte! Sie musste sich schnell etwas einfallen lassen, also neigte sie ihren Kopf und hoffte, ein einfaches „Herr“ würde ihm als Anrede genügen. Es war zudem recht schwer, ihre Stimme dauerhaft so kratzig zu verstellen, doch sie schaffte es wohl, sein anfängliches Misstrauen etwas zu besänftigen, nachdem sie versicherte, der Burgherr hätte sein Einverständnis gegeben, dass sie verhüllt bleibe und seiner Bitte nach einem ordentlichen Salut nachkam.
Erleichterung darüber, dass alles gut lief, überkam sie, als Armoran wieder hinauf ging. Nachdem sie die Bandagen endlich in die richtige Kiste legen konnte, ging auch sie hinauf. Sie hörte Stimmen aus dem Hauptsaal und blickte kurz hinein aus sicherem Abstand. Dann ging sie jedoch weiter, hinaus auf die Zinnen, wo sie die kühle Abendluft dankbar einsog. Sie schlenderte über die Zinnen, verwundert darüber, wo denn die Nachtwache war. Aber vielleicht machte jene gerade ihren Rundgang und so stellte sie sich neben die grossen Zielscheiben und blickte nach Westen, gen ihres Hauses. Dann beschloss sie, dass sie es für heute gut sein lassen würde und verlies die Burg, nach einem kurzen Schlag auf die Übungspuppe, um im Galopp in die Nacht zu verschwinden.
Nun würde es darauf ankommen. Konnte sie sich genug verstellen, damit man nicht bemerkte, wer sie wirklich war? Sie durfte sich auf keinen Fall etwas anmerken lassen!
Langsam betrat sie die Burg und sah sich vorsichtig um. Erleichtert schnaufte sie aus, als sie bemerkte, dass niemand in Sicht war. Ihre Schritte führten sie zum Lager. Fast hätte sie den falschen Weg eingeschlagen. Seit dem Umbau der Burg war das Lager an einem anderen Ort. Doch sie besann sich rechtzeitig und stand letztlich vor einer grossen Anzahl von Kisten, alle fein säuberlich an zwei kleinen Wänden gestapelt, fast bis unter die Decke.
Hm…wohin gehören aber nun die Bandagen, welche sie mitbrachte? Sie überlegte, doch sie konnte es beim besten Willen nicht sagen und so begann sie, jede der Kisten zu öffnen und hineinzusehen. Mit etwas Glück waren in einer davon bereits Bandagen und sie konnte ihre dazulegen. Doch der Lärm, den die knerzenden Truhen verursachten, musste wohl Aufmerksamkeit erregt haben, denn plötzlich stand Armoran neben ihr. Er grüsste sie und plötzlich überkam sie Panik. Sie hatte nicht den leisesten Schimmer, wie sie ihn anreden sollte! Sie musste sich schnell etwas einfallen lassen, also neigte sie ihren Kopf und hoffte, ein einfaches „Herr“ würde ihm als Anrede genügen. Es war zudem recht schwer, ihre Stimme dauerhaft so kratzig zu verstellen, doch sie schaffte es wohl, sein anfängliches Misstrauen etwas zu besänftigen, nachdem sie versicherte, der Burgherr hätte sein Einverständnis gegeben, dass sie verhüllt bleibe und seiner Bitte nach einem ordentlichen Salut nachkam.
Erleichterung darüber, dass alles gut lief, überkam sie, als Armoran wieder hinauf ging. Nachdem sie die Bandagen endlich in die richtige Kiste legen konnte, ging auch sie hinauf. Sie hörte Stimmen aus dem Hauptsaal und blickte kurz hinein aus sicherem Abstand. Dann ging sie jedoch weiter, hinaus auf die Zinnen, wo sie die kühle Abendluft dankbar einsog. Sie schlenderte über die Zinnen, verwundert darüber, wo denn die Nachtwache war. Aber vielleicht machte jene gerade ihren Rundgang und so stellte sie sich neben die grossen Zielscheiben und blickte nach Westen, gen ihres Hauses. Dann beschloss sie, dass sie es für heute gut sein lassen würde und verlies die Burg, nach einem kurzen Schlag auf die Übungspuppe, um im Galopp in die Nacht zu verschwinden.