Große Pferde für große Menschen [Pferdequeste]
Verfasst: Mittwoch 31. Januar 2007, 19:43
Guter Dinge und fest in Trollleder und warmen Umhang gebettet, gurtete Auri ihre Armbrust, nahm den Bogen in die Hand und überprüfte Köcher und Magazine.
Alles bestens. Kurz noch die Sohlen der Stiefel überprüfen....
Sie trug für ihre Arbeit als Späherin immer Stiefel mit besonders weicher Sohle. Das war zwar wesendlich kälter als in festen Stiefeln, aber so fiel das Schleichen wesendlich leichter.
Ein Griff und sie hatte ihre Fellmütze auf. Sie hielt sie zumindest warm auch wenn jene es kaum schaffte ihre wilde Haarpracht unter sich zu verstecken.
Als sie hinaus trat kam ihr ein kalter Windzug entgegen. Es schneite etwas aber das machte Auri nichts aus. Sie war es gewöhnt bei Wind und Wetter durch die Wälder zu streifen. Das kannte sie schon vom Nebelwald den sie besser kannte als jeder andere.
Auf Lameriast sollte das genauso werden, daher zog sie mal wieder aus um das Gebiet auszukundschaften.
Ausserdem trieben sich immer mal wieder Städter herrum die den Clan bestohlen. Daher war sie auch gut bewaffnet. Nicht nur waren die Wälder alles andere als ungefährlich, auch die Städter waren nicht sehr oft die freundlichsten oder friedlichsten Zeitgenossen. Ausserdem schlichen die Burgler auch hier auf Lameriast herrum und denen konnte man nichtmal soweit trauen wie Auri spucken konnte.
Die schweren Tore fielen hinter Auri zu und ein Handgriff verschloss das Tor wieder sicher. Dann stahl sie sich in den Wald.
Der Schnee knirschte leise unter ihren Füssen und ihr Blick ging aufmerksam durch das leichte Dickicht. Jetzt, im Winter, war der Wald leichter zu überblicken als das im Herbst oder Sommer der Fall gewesen war.
Ein paar Mal kniehte sie sich hin, betrachtete einige Spuren und nickte leicht. Ein bisschen Wild war noch hier. Da war eine Bärenspur...
"Hmm ungewöhnlich.." sinnierte sie halblaut.
Eher aus jugendlicher Neugierde getrieben schlich sie weiter durch den Wald, der Bärenspur folgend.
Hier waren ein Paar abgeknickte Äste..
Die Tatzen waren im Schnee noch gut zu erkennen, auch wenn es leichte schneite. Es konnte nicht lange her sein, dass der Bär hier entlang gekommen war.
Der Größe der Spuren nach zu urteilen und der Schneise im Unterholz abzulesen musste es ein relativ großes Exemplar sein.
Vielleicht ein Braunbär oder Schwarzbär...auch wenn das Ungewöhnlich zu dieser Jahreszeit war.
Vielleicht ein Frühaufsteher.
Auf einer Lichtung stoppte Auri im Dickicht. Ihre Augen waren sicher besser als ihre Ohren aber was sie schon einige Meter vorher gehört hatte, klang doch sehr verdächtig nach Pferden. Das war noch viel merkwürdiger als ein streunender Bär im Winter.
Ihre Augen bestätigten jene Annahme zu ihrem großen Erstaunen.
Im Schutze des Waldrandes beobachtete sie die Gruppe Pferde die dort wohl nach einigen wenigen Halmen grasten.
Gewaltige Tiere...die waren sicher Zwei Meter im Stockmaß. Auri war völlig verblüfft.
Ihre Mähnen waren lang und wallend und die schweren Hufe mit buschigem Haar besetzt. Massig wirkten die Leiber jener Tiere, sie mussten enorme Kraft besitzen.
Auri`s Beobachtungen zufolge war es eine kleine Herde. Ein Leithengst, fünf Stuten und zwei Fohlen.
Ihre Faszination abschüttelnd sah sie sich um. Die Tiere grasten ruhig auf der Lichtung. Der Bär musste hier entlang gekommen sein. Die Spuren gingen an dem Lichtungsrand entlang wie sie bemerkte.
Langsam liess sie die scharfen Augen den Rand absuchen.
Zwischen dem Gehölz erspähte sie ihn dann endlich. Ein Braunbär. Er schlich um die Gruppe von Wildpferden.
Gespannt verharrte sie reglos im Unterholz und legte den Bogen in den Schnee damit er nicht ausversehen Geräusche produzieren konnte wenn sie sich bewegte.
Eines der Fohlen ging gemächlich etwas weiter zum Lichtungsrand.
Die ausgewachsenen Tiere schienen alle Seelenruhe zu haben nach etwas Fressbarem zu suchen. Ganz gemütlich standen sie da, wieherten mal oder schnaubten. Der buschige Schweif ging mal nach links mal, nach rechts.
Kurz von einer der Stuten abgelenkt bemerkte Auri ein paar Momente zu spät wie der Bär scheinbar in dem Fohlen ein geeignetes Beuteziel sah, auch wenn das Fohlen wahrlich nicht klein war, und auf jenes zupreschte.
Sofort war die Herde in Aufruhe und der massige Leithengst trabte auf den Angreifer zu. Auri traute kaum ihren Augen mit welcher Selbstverständlichkeit dieses schwere Tier auf den Bären zuging.
Einen kurzen Moment dachte sie darüber nach wie sie schauen würde wenn dieses Pferd auf sie zugalloppieren würde. Eine nicht gerade angenehme Vorstellung.
Der Hengst brachte sich zwischen Bär und Fohlen und bäumte sich auf, verpasste dem Bär einen Hufschlag gegen den Kopf, vermutlich eher durch Zufall und jener ging zuboden.
Es war wahrlich unglaublich was Auri da heute zu sehen geboten bekommen kam.
Hengst und Fohlen gingen zurück zur Herde und steuerten jetzt den nördlichen Lichtungsrand an. Es entstand erstaunlich schnell wieder Ruhe in der Herde.
Kurzerhand nahm Auri den Bogen wieder auf und wollte den Tieren folgen, doch ein verräterischen Knacken machte die Herde wohl aufmerksam und die kleine Auri erstarrte kurz.
Doch anstatt in der kleinen Menschenfrau einen Angreifer zu sehen, entschieden sich die Wildpferde dafür das Weite zu suchen und verschwanden im Wald.
Einige Momente verharrte Auri an Ort und Stelle um der Herde dann folgen zu wollen, doch der einsetzende Schneefall verwischte die Spuren schon bald so sehr das sie die Spur verlor.
Sie konnte nichts anderes als nach Grimwould zurück zu kehren und Falk von den Geschehnissen zu berichten. Diese Pferdeherde hatte Auri bis Heute noch nicht hier auf Lameriast gesehen. Wo kamen sie nur her?
-- Zurück in Grimwould ---
Auri stand bei Falk im Zimmer und berichtete ihrem Jarl was sie gesehen hatte.
Jener war wie stets ein ruhiger Zuhörer, wenngleich sie ihren Anführer gut genug kannte um das Funkeln in seinen Augen zu erkennen.
Falks Neugierde war geweckt und vielleicht hatte er ja sogar schon Pläne.
In jedemfalle konnte Auri sich schon vorstellen was er ihr befehlen würde:
Die Herde wieder aufzuspühren.
Alles bestens. Kurz noch die Sohlen der Stiefel überprüfen....
Sie trug für ihre Arbeit als Späherin immer Stiefel mit besonders weicher Sohle. Das war zwar wesendlich kälter als in festen Stiefeln, aber so fiel das Schleichen wesendlich leichter.
Ein Griff und sie hatte ihre Fellmütze auf. Sie hielt sie zumindest warm auch wenn jene es kaum schaffte ihre wilde Haarpracht unter sich zu verstecken.
Als sie hinaus trat kam ihr ein kalter Windzug entgegen. Es schneite etwas aber das machte Auri nichts aus. Sie war es gewöhnt bei Wind und Wetter durch die Wälder zu streifen. Das kannte sie schon vom Nebelwald den sie besser kannte als jeder andere.
Auf Lameriast sollte das genauso werden, daher zog sie mal wieder aus um das Gebiet auszukundschaften.
Ausserdem trieben sich immer mal wieder Städter herrum die den Clan bestohlen. Daher war sie auch gut bewaffnet. Nicht nur waren die Wälder alles andere als ungefährlich, auch die Städter waren nicht sehr oft die freundlichsten oder friedlichsten Zeitgenossen. Ausserdem schlichen die Burgler auch hier auf Lameriast herrum und denen konnte man nichtmal soweit trauen wie Auri spucken konnte.
Die schweren Tore fielen hinter Auri zu und ein Handgriff verschloss das Tor wieder sicher. Dann stahl sie sich in den Wald.
Der Schnee knirschte leise unter ihren Füssen und ihr Blick ging aufmerksam durch das leichte Dickicht. Jetzt, im Winter, war der Wald leichter zu überblicken als das im Herbst oder Sommer der Fall gewesen war.
Ein paar Mal kniehte sie sich hin, betrachtete einige Spuren und nickte leicht. Ein bisschen Wild war noch hier. Da war eine Bärenspur...
"Hmm ungewöhnlich.." sinnierte sie halblaut.
Eher aus jugendlicher Neugierde getrieben schlich sie weiter durch den Wald, der Bärenspur folgend.
Hier waren ein Paar abgeknickte Äste..
Die Tatzen waren im Schnee noch gut zu erkennen, auch wenn es leichte schneite. Es konnte nicht lange her sein, dass der Bär hier entlang gekommen war.
Der Größe der Spuren nach zu urteilen und der Schneise im Unterholz abzulesen musste es ein relativ großes Exemplar sein.
Vielleicht ein Braunbär oder Schwarzbär...auch wenn das Ungewöhnlich zu dieser Jahreszeit war.
Vielleicht ein Frühaufsteher.
Auf einer Lichtung stoppte Auri im Dickicht. Ihre Augen waren sicher besser als ihre Ohren aber was sie schon einige Meter vorher gehört hatte, klang doch sehr verdächtig nach Pferden. Das war noch viel merkwürdiger als ein streunender Bär im Winter.
Ihre Augen bestätigten jene Annahme zu ihrem großen Erstaunen.
Im Schutze des Waldrandes beobachtete sie die Gruppe Pferde die dort wohl nach einigen wenigen Halmen grasten.
Gewaltige Tiere...die waren sicher Zwei Meter im Stockmaß. Auri war völlig verblüfft.
Ihre Mähnen waren lang und wallend und die schweren Hufe mit buschigem Haar besetzt. Massig wirkten die Leiber jener Tiere, sie mussten enorme Kraft besitzen.
Auri`s Beobachtungen zufolge war es eine kleine Herde. Ein Leithengst, fünf Stuten und zwei Fohlen.
Ihre Faszination abschüttelnd sah sie sich um. Die Tiere grasten ruhig auf der Lichtung. Der Bär musste hier entlang gekommen sein. Die Spuren gingen an dem Lichtungsrand entlang wie sie bemerkte.
Langsam liess sie die scharfen Augen den Rand absuchen.
Zwischen dem Gehölz erspähte sie ihn dann endlich. Ein Braunbär. Er schlich um die Gruppe von Wildpferden.
Gespannt verharrte sie reglos im Unterholz und legte den Bogen in den Schnee damit er nicht ausversehen Geräusche produzieren konnte wenn sie sich bewegte.
Eines der Fohlen ging gemächlich etwas weiter zum Lichtungsrand.
Die ausgewachsenen Tiere schienen alle Seelenruhe zu haben nach etwas Fressbarem zu suchen. Ganz gemütlich standen sie da, wieherten mal oder schnaubten. Der buschige Schweif ging mal nach links mal, nach rechts.
Kurz von einer der Stuten abgelenkt bemerkte Auri ein paar Momente zu spät wie der Bär scheinbar in dem Fohlen ein geeignetes Beuteziel sah, auch wenn das Fohlen wahrlich nicht klein war, und auf jenes zupreschte.
Sofort war die Herde in Aufruhe und der massige Leithengst trabte auf den Angreifer zu. Auri traute kaum ihren Augen mit welcher Selbstverständlichkeit dieses schwere Tier auf den Bären zuging.
Einen kurzen Moment dachte sie darüber nach wie sie schauen würde wenn dieses Pferd auf sie zugalloppieren würde. Eine nicht gerade angenehme Vorstellung.
Der Hengst brachte sich zwischen Bär und Fohlen und bäumte sich auf, verpasste dem Bär einen Hufschlag gegen den Kopf, vermutlich eher durch Zufall und jener ging zuboden.
Es war wahrlich unglaublich was Auri da heute zu sehen geboten bekommen kam.
Hengst und Fohlen gingen zurück zur Herde und steuerten jetzt den nördlichen Lichtungsrand an. Es entstand erstaunlich schnell wieder Ruhe in der Herde.
Kurzerhand nahm Auri den Bogen wieder auf und wollte den Tieren folgen, doch ein verräterischen Knacken machte die Herde wohl aufmerksam und die kleine Auri erstarrte kurz.
Doch anstatt in der kleinen Menschenfrau einen Angreifer zu sehen, entschieden sich die Wildpferde dafür das Weite zu suchen und verschwanden im Wald.
Einige Momente verharrte Auri an Ort und Stelle um der Herde dann folgen zu wollen, doch der einsetzende Schneefall verwischte die Spuren schon bald so sehr das sie die Spur verlor.
Sie konnte nichts anderes als nach Grimwould zurück zu kehren und Falk von den Geschehnissen zu berichten. Diese Pferdeherde hatte Auri bis Heute noch nicht hier auf Lameriast gesehen. Wo kamen sie nur her?
-- Zurück in Grimwould ---
Auri stand bei Falk im Zimmer und berichtete ihrem Jarl was sie gesehen hatte.
Jener war wie stets ein ruhiger Zuhörer, wenngleich sie ihren Anführer gut genug kannte um das Funkeln in seinen Augen zu erkennen.
Falks Neugierde war geweckt und vielleicht hatte er ja sogar schon Pläne.
In jedemfalle konnte Auri sich schon vorstellen was er ihr befehlen würde:
Die Herde wieder aufzuspühren.