Samwin Foreld, wie alles begann
Verfasst: Sonntag 28. Januar 2007, 14:35
Samwin Foreld öffnete seine Augen zum ersten Mal als seine Mutter die ihrigen zum letzten Mal schloss. Das Geschrei des Jungen wurde durch hektische Rufe seines Vaters übertönt. Diese waren in Richtung seines Erstgeborenen gerichtet, er solle sofort einen Heiler in der Stadt aufsuchen. Die Angst in den Augen seines Vaters machte dem Jungen von sieben Jahren den ernst der Situation bewusst und nach einem kurzen Moment der Lähmung sprang er auf und rannte zur Türe, die er mit seinem ganzen Körpergewicht aufstieß um dann Richtung Stadt zu rennen. Die Geburtshelferin versuchte derweil der sterbenden Frau eine Kräutermischung einzuflößen um sie zu retten. Sie war sich bewusst, dass es wahrscheinlich keine Chance mehr geben würde, die Frau zu retten, doch fürchtete sich zu sehr vor dem Zorn des Mannes, der neben ihr stand und sie genauestens beobachtete.
Es schien Ewigkeiten zu dauern, bis der Junge mit einem älteren Mann wieder erschien. Der Junge deutete mit seinen Fingern auf seine Mutter, doch der Heiler beachtete ihn nicht und stieß ihn unsanft aus dem Weg um sich an das einfache Bett zu machen, auf der die Frau lag. Er überprüfte ob sie noch Lebenszeichen von sich gab, während die Geburtshelferin auf ihn einredete und ihm von der Geburt erzählte. Der Heiler begab sich daraufhin wieder zurück zu seinem Pferd um einige Fläschchen und Tinkturen aus einer Tragtasche zu holen. Als er sich jedoch erneut über die Frau beugte war das Lied Eluives bereits in ihr verstummt und er konnte nur noch dem Mann der neben ihm stand, mitteilen, dass das Schlimmste eingetreten war und er nichts mehr für sie tun konnte.
So wuchsen Samwin und sein Bruder unter den Fittichen ihres Vaters Aaron auf, der seit dem Tod seiner Frau noch jähzorniger und verbitterter war, als zuvor. Täglich musste Aaron in den Wald gehen um Holz für seine Arbeit als Schreiner zu besorgen und auch sein Bruder wurde davon nicht verschont als er alt genug war. Die ersten paar Jahre wurde Samwin währenddessen von einer Nachbarin betreut, doch die Dame war bereits alt und starb während eines harten Winters. So war Aaron gezwungen seinen erst fünfjährigen Sohn in den Wald mitzunehmen. Während sein Vater und sein Bruder Bäume fällten, machte er erste Bekanntschaft mit dem Wald, den auch ihr Haus umgab. Er kletterte auf Bäume, jagte Hasen aus ihren Höhlen und baute Staudämme in einem kleinen Bach. So bereitete es ihm immer mehr Spaß im Wald zu sein, während sein Vater und sein Bruder sich um das tägliche Brot kümmerten. Doch auch er wuchs heran und eines Tages ließ ihn sein Vater nicht mehr im Wald herumlaufen, sondern zeigte ihm den Umgang mit der Axt und anderen Gerätschaften. So vergingen einige Jahre während die Familie täglich hart arbeiten musste um sich über dem Wasser zu halten. Samwin konnte nur mehr wenig Zeit im Wald verbringen und so genoss er es immer sehr, wenn ihn sein Vater in den Wald sandte um einen Hasen zu erlegen. Denn darin war er besser als sein Vater und sein Bruder.
Eines herbstlichen Tages machten sich die drei wieder auf den Weg in den Wald um Holz für einen Schrank zu besorgen, der ein Wirt in der Stadt bestellt hatte. Der Boden war aufgeweicht von einem Unwetter, das Alathair die letzten Tage heimgesucht hatte. Völlig mit Schlamm überdeckt erreichten sie schließlich den Baum, den sein Vater für den Schrank ausgesucht hatte. Er stand an einem stark abschüssigen Teil des Waldes, doch war es deshalb leicht möglich ihn nach unten zu transportieren, was bei diesen Bodenverhältnissen vorteilhaft war. So machte sich Aaron und seine Söhne an die Arbeit. Als der Baum langsam drohte umzukippen, befahl Aaron seinen Söhnen zurückzutreten um ihm den letzten Rest zu überlassen. Die beiden taten wie geheißen und Aaron begann auf den Baum einzuhacken. Plötzlich rutschte dieser aus und begann den Abhang hinunterzurutschen. Schreie durchdrangen den Wald, als die drei bemerkten, dass der Baum sich zu neigen begann. Hastig wollte Aaron aufstehen, doch er rutschte abermals aus. Sein Blick ging nach oben und die Äste näherten sich rasend schnell seinem Gesicht.
Die beiden Burschen standen wie versteinert oberhalb des Stammes und blickten auf die Stelle an der noch vor kurzem sein Vater lag. Doch das einzige was man nun sehen konnte war ein Baum der seelenruhig dort lag. Sein Bruder war der erste der die Fassung wiedererlangte und zu seinem Vater rannte. Samwin folgte ihm mit ein wenig Abstand und drohte selbst fast abzurutschen. Als sein Bruder sich Samwin zuwandte blieb er wie angewurzelt stehen, als er in seine Augen sah. Sein Bruder rannte auf ihn zu und drückte ihn gegen seinen Körper. Salzige Tränen tropften auf den schlammigen Boden und vermengten sich mit dem Wasser das sich in kleinen Pfützen gesammelt hatte. Samwin trommelte mit seinen Fäusten auf die Brust seines Bruders und riss sich dann plötzlich los. Er wollte nur weg von hier. Er rannte kreuz und quer durch den Wald bis die Stimme seines Bruders verstummt war. Auch wenn er noch um einiges jünger war, so hatte er doch mehr Zeit alleine in dem Wald zugebracht, kannte die besseren Verstecke und konnte besser klettern. Er kroch in eine kleine Höhle, die er bei einem seiner früheren Waldspaziergänge gefunden hatte und kauerte sich weinend in eine Ecke. Einmal konnte er sogar nochmals die Stimme seines Bruders hören, doch er würde ihn hier garantiert nicht finden, dessen war er sich sicher.
Nachdem ein wenig Zeit verstrichen war, begab er sich ein wenig weiter in die Höhle hinein. Doch auf einmal waren zwei helle Punkte vor ihm, Augen wie er sogleich erkannte. Er wich intuitiv Richtung Höhleneingang zurück und ihm fahlen Licht erkannte er dann auch die Wölfin die auf ihn zukam. Er war bereits früher Wölfen begegnet, doch nie war er ihnen so nah gekommen. Plötzlich machte die Wölfin einen Satz auf ihn zu und er wich nach hinten aus. Dabei prallte sein Kopf an die Wand, er griff mit einer Hand an seinen Kopf und fühlte das warme Blut, dass langsam sein Haar tränkte. Die Wölfin kam immer noch auf ihn zu, doch seine Sicht wurde enger, bis er schließlich in Ohnmacht fiel.
Er wusste nicht wie lange es gedauert hatte, bis er wieder die Augen öffnete, doch der Wolf war immer noch neben ihm. Langsam kam er wieder zu seinen Sinnen und spürte wie etwas raues, feuchtes über seinen Hinterkopf strich. Er konnte sich noch nicht regen, doch erkannte er, dass der Wolf seine Wunde ableckte. Nachdem er seine Gliedmaßen wieder einigermaßen im Griff hatte, setzte er sich langsam auf, den Wolf genau im Auge behaltend. Dieser verschwand tiefer in die Höhle und kam bald darauf mit etwas rohem Fleisch in seinem Maul zurück. Er konnte nicht aus der Höhle hinaus, da der Wolf ihm den Ausgang verwehrte und so begann er langsam an dem Stück Fleisch zu nagen. Eckel überkam ihn, doch er war sehr hungrig und so schaffte er es beinahe alles zu essen.
Drei Tage vergingen und er jagte währenddessen selber etwas zu essen und es gelang ihm sogar ein Feuer zu entzünden.
Doch dieses Feuer brachte die Gruppe, die ihn suchte, zu seinem Versteck und so wurde er von Ihnen zurück zu seinem Bruder gebracht.
Dieser hatte jedoch keine Verwendung für ihn und so übergab er ihn an ein Waisenhaus. Dort wuchs er auf bis er das 15.te Lebensjahr erreichte. Er wurde wie jeder andere auch an einen Handwerker aus der Stadt vermittelt. Ein grobschlächtiger Schmied entschied sich für ihn und so fristete er von nun an sein Dasein in der heißen Werkstatt seines Herrn. Die Arbeit war jedoch nicht die seine und bei jedem Fehler den er machte, wurde er bestraft. Doch je länger er in dieser Hölle verbringen, musste desto stärker wurde sein Wille dem ganzen zu entfliehen. Mittlerweile hatte er sein 18.tes Lebensjahr erreicht und die harte Arbeit hatte seine Muskeln gestärkt. Auch wenn der Schmied mittlerweile freundlicher geworden ist und ihm einige Dinge über die Metallverarbeitung beigebracht hatte, so war er doch unglücklich. Es musste nur noch die richtige Gelegenheit kommen sagte er sich. Und tatsächlich, nur wenige Tage später begab sich der Schmied auf eine Reise um seine Waren zu verkaufen, wollte Samwin jedoch nicht bei sich haben. Im Morgengrauen verabschiedete sich der Schmid von seiner Frau, seinen Lehrlingen und Samwin. Den Tag über arbeiteten sie wie immer in der Werkstatt an den glühenden Kohlenöfen. In der Nacht legten sich alle zum schlafen in den Schlafsaal über dem Erdgeschoss. Doch einer konnte und wollte in dieser Nacht keinen Schlaf finden. Samwin wartete bis alle gleichmäßig atmeten und schnarchten. Richtete sich leise auf, mit den Ohren nach verdächtigen Geräuschen horchend und lief barfüßig zur Türe. Leise öffnete er sie und schlich, leise wie eine Katze, die Treppe hinunter in den Garten. Er sprang über eine Hecke und machte sich auf den Weg zum Tor. Dieses war jedoch geschlossen und die Wächter würden ihn wohl nicht einfach so hinaus lassen. Er schlich sich an der Mauer entlang hin zum Tor und duckte sich hinter einem Busch. Er wusste nicht wie er aus der Stadt hinausgelangen sollte, das hatte er vergessen einzuplanen. Er entschloss sich gerade einen anderen Ausgang zu suchen, als plötzlich ein lautes Pochen am Tor zu hören war. Ein Gardist stand auf und sah durch einen Schlitz auf die Brücke. Er rief einen anderen Gardisten zur Hilfe und sie öffneten das große Tor um einen Wagen passieren zu lassen. Seltenes Glück für Samwin, es war seine Chance. Als der Wagen das Tor halb passiert hatte, sprang er aus seinem Versteck hervor und rannte an einem verdutzten Gardisten vorbei auf die Brücke. Ein Pfeil zischte an seinem Körper vorbei und wütendes Gebrüll der Gardisten drang an sein Ohr. Der Wald begann direkt am Ende der Brücke und er rannte zielstrebig auf ihn zu. Ein weiterer Pfeil zischte durch die Nacht, doch verfehlte er ihn bei weitem. Im Schutz der Bäume rannte er weiter, vorbei an der Höhle in der er sich einst vor vielen Jahren versteckt hatte. Diesmal würden sie ihn nicht mehr finden, das schwor er sich. Als er sich sicher war dass er nicht mehr verfolgt wurde, kletterte er auf den höchsten Baum in seiner Umgebung und schloss seine Augen. Ein zufriedenes Lächeln war auf seinem Gesicht, als der Morgen langsam dämmerte...
Es schien Ewigkeiten zu dauern, bis der Junge mit einem älteren Mann wieder erschien. Der Junge deutete mit seinen Fingern auf seine Mutter, doch der Heiler beachtete ihn nicht und stieß ihn unsanft aus dem Weg um sich an das einfache Bett zu machen, auf der die Frau lag. Er überprüfte ob sie noch Lebenszeichen von sich gab, während die Geburtshelferin auf ihn einredete und ihm von der Geburt erzählte. Der Heiler begab sich daraufhin wieder zurück zu seinem Pferd um einige Fläschchen und Tinkturen aus einer Tragtasche zu holen. Als er sich jedoch erneut über die Frau beugte war das Lied Eluives bereits in ihr verstummt und er konnte nur noch dem Mann der neben ihm stand, mitteilen, dass das Schlimmste eingetreten war und er nichts mehr für sie tun konnte.
So wuchsen Samwin und sein Bruder unter den Fittichen ihres Vaters Aaron auf, der seit dem Tod seiner Frau noch jähzorniger und verbitterter war, als zuvor. Täglich musste Aaron in den Wald gehen um Holz für seine Arbeit als Schreiner zu besorgen und auch sein Bruder wurde davon nicht verschont als er alt genug war. Die ersten paar Jahre wurde Samwin währenddessen von einer Nachbarin betreut, doch die Dame war bereits alt und starb während eines harten Winters. So war Aaron gezwungen seinen erst fünfjährigen Sohn in den Wald mitzunehmen. Während sein Vater und sein Bruder Bäume fällten, machte er erste Bekanntschaft mit dem Wald, den auch ihr Haus umgab. Er kletterte auf Bäume, jagte Hasen aus ihren Höhlen und baute Staudämme in einem kleinen Bach. So bereitete es ihm immer mehr Spaß im Wald zu sein, während sein Vater und sein Bruder sich um das tägliche Brot kümmerten. Doch auch er wuchs heran und eines Tages ließ ihn sein Vater nicht mehr im Wald herumlaufen, sondern zeigte ihm den Umgang mit der Axt und anderen Gerätschaften. So vergingen einige Jahre während die Familie täglich hart arbeiten musste um sich über dem Wasser zu halten. Samwin konnte nur mehr wenig Zeit im Wald verbringen und so genoss er es immer sehr, wenn ihn sein Vater in den Wald sandte um einen Hasen zu erlegen. Denn darin war er besser als sein Vater und sein Bruder.
Eines herbstlichen Tages machten sich die drei wieder auf den Weg in den Wald um Holz für einen Schrank zu besorgen, der ein Wirt in der Stadt bestellt hatte. Der Boden war aufgeweicht von einem Unwetter, das Alathair die letzten Tage heimgesucht hatte. Völlig mit Schlamm überdeckt erreichten sie schließlich den Baum, den sein Vater für den Schrank ausgesucht hatte. Er stand an einem stark abschüssigen Teil des Waldes, doch war es deshalb leicht möglich ihn nach unten zu transportieren, was bei diesen Bodenverhältnissen vorteilhaft war. So machte sich Aaron und seine Söhne an die Arbeit. Als der Baum langsam drohte umzukippen, befahl Aaron seinen Söhnen zurückzutreten um ihm den letzten Rest zu überlassen. Die beiden taten wie geheißen und Aaron begann auf den Baum einzuhacken. Plötzlich rutschte dieser aus und begann den Abhang hinunterzurutschen. Schreie durchdrangen den Wald, als die drei bemerkten, dass der Baum sich zu neigen begann. Hastig wollte Aaron aufstehen, doch er rutschte abermals aus. Sein Blick ging nach oben und die Äste näherten sich rasend schnell seinem Gesicht.
Die beiden Burschen standen wie versteinert oberhalb des Stammes und blickten auf die Stelle an der noch vor kurzem sein Vater lag. Doch das einzige was man nun sehen konnte war ein Baum der seelenruhig dort lag. Sein Bruder war der erste der die Fassung wiedererlangte und zu seinem Vater rannte. Samwin folgte ihm mit ein wenig Abstand und drohte selbst fast abzurutschen. Als sein Bruder sich Samwin zuwandte blieb er wie angewurzelt stehen, als er in seine Augen sah. Sein Bruder rannte auf ihn zu und drückte ihn gegen seinen Körper. Salzige Tränen tropften auf den schlammigen Boden und vermengten sich mit dem Wasser das sich in kleinen Pfützen gesammelt hatte. Samwin trommelte mit seinen Fäusten auf die Brust seines Bruders und riss sich dann plötzlich los. Er wollte nur weg von hier. Er rannte kreuz und quer durch den Wald bis die Stimme seines Bruders verstummt war. Auch wenn er noch um einiges jünger war, so hatte er doch mehr Zeit alleine in dem Wald zugebracht, kannte die besseren Verstecke und konnte besser klettern. Er kroch in eine kleine Höhle, die er bei einem seiner früheren Waldspaziergänge gefunden hatte und kauerte sich weinend in eine Ecke. Einmal konnte er sogar nochmals die Stimme seines Bruders hören, doch er würde ihn hier garantiert nicht finden, dessen war er sich sicher.
Nachdem ein wenig Zeit verstrichen war, begab er sich ein wenig weiter in die Höhle hinein. Doch auf einmal waren zwei helle Punkte vor ihm, Augen wie er sogleich erkannte. Er wich intuitiv Richtung Höhleneingang zurück und ihm fahlen Licht erkannte er dann auch die Wölfin die auf ihn zukam. Er war bereits früher Wölfen begegnet, doch nie war er ihnen so nah gekommen. Plötzlich machte die Wölfin einen Satz auf ihn zu und er wich nach hinten aus. Dabei prallte sein Kopf an die Wand, er griff mit einer Hand an seinen Kopf und fühlte das warme Blut, dass langsam sein Haar tränkte. Die Wölfin kam immer noch auf ihn zu, doch seine Sicht wurde enger, bis er schließlich in Ohnmacht fiel.
Er wusste nicht wie lange es gedauert hatte, bis er wieder die Augen öffnete, doch der Wolf war immer noch neben ihm. Langsam kam er wieder zu seinen Sinnen und spürte wie etwas raues, feuchtes über seinen Hinterkopf strich. Er konnte sich noch nicht regen, doch erkannte er, dass der Wolf seine Wunde ableckte. Nachdem er seine Gliedmaßen wieder einigermaßen im Griff hatte, setzte er sich langsam auf, den Wolf genau im Auge behaltend. Dieser verschwand tiefer in die Höhle und kam bald darauf mit etwas rohem Fleisch in seinem Maul zurück. Er konnte nicht aus der Höhle hinaus, da der Wolf ihm den Ausgang verwehrte und so begann er langsam an dem Stück Fleisch zu nagen. Eckel überkam ihn, doch er war sehr hungrig und so schaffte er es beinahe alles zu essen.
Drei Tage vergingen und er jagte währenddessen selber etwas zu essen und es gelang ihm sogar ein Feuer zu entzünden.
Doch dieses Feuer brachte die Gruppe, die ihn suchte, zu seinem Versteck und so wurde er von Ihnen zurück zu seinem Bruder gebracht.
Dieser hatte jedoch keine Verwendung für ihn und so übergab er ihn an ein Waisenhaus. Dort wuchs er auf bis er das 15.te Lebensjahr erreichte. Er wurde wie jeder andere auch an einen Handwerker aus der Stadt vermittelt. Ein grobschlächtiger Schmied entschied sich für ihn und so fristete er von nun an sein Dasein in der heißen Werkstatt seines Herrn. Die Arbeit war jedoch nicht die seine und bei jedem Fehler den er machte, wurde er bestraft. Doch je länger er in dieser Hölle verbringen, musste desto stärker wurde sein Wille dem ganzen zu entfliehen. Mittlerweile hatte er sein 18.tes Lebensjahr erreicht und die harte Arbeit hatte seine Muskeln gestärkt. Auch wenn der Schmied mittlerweile freundlicher geworden ist und ihm einige Dinge über die Metallverarbeitung beigebracht hatte, so war er doch unglücklich. Es musste nur noch die richtige Gelegenheit kommen sagte er sich. Und tatsächlich, nur wenige Tage später begab sich der Schmied auf eine Reise um seine Waren zu verkaufen, wollte Samwin jedoch nicht bei sich haben. Im Morgengrauen verabschiedete sich der Schmid von seiner Frau, seinen Lehrlingen und Samwin. Den Tag über arbeiteten sie wie immer in der Werkstatt an den glühenden Kohlenöfen. In der Nacht legten sich alle zum schlafen in den Schlafsaal über dem Erdgeschoss. Doch einer konnte und wollte in dieser Nacht keinen Schlaf finden. Samwin wartete bis alle gleichmäßig atmeten und schnarchten. Richtete sich leise auf, mit den Ohren nach verdächtigen Geräuschen horchend und lief barfüßig zur Türe. Leise öffnete er sie und schlich, leise wie eine Katze, die Treppe hinunter in den Garten. Er sprang über eine Hecke und machte sich auf den Weg zum Tor. Dieses war jedoch geschlossen und die Wächter würden ihn wohl nicht einfach so hinaus lassen. Er schlich sich an der Mauer entlang hin zum Tor und duckte sich hinter einem Busch. Er wusste nicht wie er aus der Stadt hinausgelangen sollte, das hatte er vergessen einzuplanen. Er entschloss sich gerade einen anderen Ausgang zu suchen, als plötzlich ein lautes Pochen am Tor zu hören war. Ein Gardist stand auf und sah durch einen Schlitz auf die Brücke. Er rief einen anderen Gardisten zur Hilfe und sie öffneten das große Tor um einen Wagen passieren zu lassen. Seltenes Glück für Samwin, es war seine Chance. Als der Wagen das Tor halb passiert hatte, sprang er aus seinem Versteck hervor und rannte an einem verdutzten Gardisten vorbei auf die Brücke. Ein Pfeil zischte an seinem Körper vorbei und wütendes Gebrüll der Gardisten drang an sein Ohr. Der Wald begann direkt am Ende der Brücke und er rannte zielstrebig auf ihn zu. Ein weiterer Pfeil zischte durch die Nacht, doch verfehlte er ihn bei weitem. Im Schutz der Bäume rannte er weiter, vorbei an der Höhle in der er sich einst vor vielen Jahren versteckt hatte. Diesmal würden sie ihn nicht mehr finden, das schwor er sich. Als er sich sicher war dass er nicht mehr verfolgt wurde, kletterte er auf den höchsten Baum in seiner Umgebung und schloss seine Augen. Ein zufriedenes Lächeln war auf seinem Gesicht, als der Morgen langsam dämmerte...