Wenn der Verstand spricht...
Verfasst: Donnerstag 25. Januar 2007, 14:55
das Herz aber weint...
Stundenlang hatte sie wach gelegen ... nachgedacht und gegrübelt
Leise war sie schließlich aufgestanden ... einen letzten Blick zurück geworfen ... auf den Mann, der da so friedlich in den Kissen und Decken vergraben schlief. Viel zu selten hatte sie ihn einmal nur für sich. Termin, Studien, Leute die etwas wollten ... ein tiefes Seufzen unterdrückend, zog sie die Decke höher über ihn, griff nach der anderen Decke und legte sich diese um die Schultern. Leise trat sie dann an die Balkontüre, schlüpfte.. nachdem sie diese geöffnet hatte, hinaus und zog die Tür wieder hinter sich zu.
Tief durch atmend ging sie einige Schritte zur Seite, lehnte sich gegen die Hauswand und ließ sich langsam an der Wand herab sinken. Wie still es doch hier sein konnte. Selbst der eisige Wind strich nur sanft durch die Straßen und Gassen, die schützenden Mauern Varuna's machten sich deutlich bemerkbar. Hier, inmitten der schützenden Stadtmauern, blies der Wind nicht gar so eisig und so reichte es ihr, die Decke einfach nur fest um die Schultern zu ziehen, die Stille in sich aufzunehmen und die Gedanken schweifen zu lassen. Den Kopf zurück an die Handwand gelehnt, blickte sie in den nächtlichen Himmel. Nur mühsam gelang es ihr, die aufsteigenden Tränen zu unterdrücken. Die Lippen fest zusammen gepresst, die Augen weit geöffnet und doch gelang es ihr letztlich nicht, eine Träne löste sich von ihren Wimpern und ran langsam an ihrer Wange hinab.
Durch die Balkonbrüstung vor allzu neugierigen Blicken geschützt, saß sie einfach nur da und ließ den vergangenen Abend nochmals für ihrem geistigen Augen Revue passieren ... er hatte ihr die neu eingerichteten Zimmer der Residenz – ihres zukünftigen gemeinsamen Heims - gezeigt, langsam nahm alles Gestalt an, auch wenn es länger dauerte als erwartet und nicht alles zu seiner Zufriedenheit war, doch das würde mit der Zeit schon noch werden. Als sie das provisorische Lager im Schlafzimmer, bestehend aus dem Teppich, den Kissen – all dies hatten sie beide erst vor kurzem von einer sehr talentierten menekanischen Schneiderin anfertigen lassen - und einigen Felldecken, sah konnte sie sich ein vergnügtes Schmunzeln nicht verkneifen, sie immer noch an der Hand haltend, zog er sie mit auf dieses Lager, nahm sie einfach nur in den Arm und hielt sie fest ... wiedereinmal war die junge Frau über die Tiefe ihrer Gefühle zu diesem Mann überrascht, es verschlug ihr buchstäblich den Atem, sobald er ihr auch nur Nahe kam, ihr Herz klopfte zunehmend schneller und sie hatte das Gefühl, als würde ein Schwarm Schmetterlinge in ihrem Bauch tanzen ... wie würde es da erst in der Hochzeitsnacht werden, wenn keine Traditionen oder Moralvorstellungen sie mehr zurückhalten würden und sie zum ersten Mal .... heftig den Kopf schüttelnd, versuchte sie diesen Gedanken zu verdrängen. Eine tiefe Röte stieg ihr die Wangen hoch, einige Male atmete sie die eisige Winterluft ein ...
NEIN! Sie würde das unschuldige Weiß des Hochzeitskleides zurecht tragen, wenn sie sich das Ja-Wort geben würden.
WENN ... ja genau das war es ... wenn sie dies dann irgendwann tun würden, doch nach dem heutigen Abend kam es der jungen Frau wieder einmal so vor, als wäre dies nur Gerede, eine Rechtfertigung gar, überhaupt einmal Zeit miteinander zu verbringen.
Kaum ein paar Worte hatten sie gesprochen, als auch schon das Läuten der Türglocke Besuch ankündigte. Fast sofort ... wenngleich auch mit einem um Entschuldigung bittenden Lächeln, löste er sich von ihr, sprang auf und eilte auch schon zum Balkon, um zu schauen, wer zu solch später Stunde noch störte. Kurz darauf kam er auch schon wieder herein, teilte ihr mit, wer der späte Besucher war.
„Gewiss wird es sich um etwas Wichtiges handeln bei solch einer späten Störung“
Stellte die junge Frau mit deutlich resigniertem Unterton in der Stimme fest, ein leichtes Nicken kam von ihm.
„Ja, das ist anzunehmen. Magst du mit nach unten kommen?“ Ob er ihr leichtes Nicken noch mitbekommen hatte, wusste sie nicht einmal, denn schon eilte er aus dem Zimmer, die Treppe hinunter und zur Türe hinaus.
Langsam folgte Iljana ihm, bleibt unten dann stehen und blickte abwartend zur Eingangstür. Eine ganze Weile dauerte es dann auch, bis die Tür sich wieder öffnete und Yarin in Begleitung einer gerüsteten Dame das Haus betraten. Iljana kannte die Dame zumindest vom Sehen her, wusste um wen es sich bei ihr handelte und so neigte sie in gewohnt höflicher Geste das Haupt und begrüßte den späten Besuch mit einem freundlichen „Guten Abend die Dame von Elbenau“, auch von der Ritterin kam ein freundlicher Gruß, doch war ihr anzumerken, dass sie nicht wusste, um wen es sich bei Iljana handelte. Yarin blieb dies natürlich nicht verborgen und so stellte er die beiden Frauen erst einmal vor.
Lady von Elbenau schien nicht wirklich zu wissen, um wen es sich bei Iljana handelte, ihrem überraschten Gesichtsausdruck nach zu urteilen, als die junge Frau anbot, den von Yarin angebotenen Apfelwein in der Küche zu erwärmen ... Iljanas Worte, dass dies ja zukünftig ihre Küche wäre und sie sich schon einmal anfreunden wolle, hatte diesen Ausdruck wohl verursacht. Nachdem Yarin Iljana's Worte bestätigt hatte, dauert es nur wenige Augenblicke, bis die Ritterin gewahr wurde, wie Iljana und Yarin zueinander standen und natürlich kamen auch sofort gute Wünsche.
Man nahm Platz, Iljana brachte den erwärmten, dampfenden Wein und gesellte sich dazu. Yarin berichtete davon, dass eine offizielle Ankündigung noch auf sich warten lies, da der Winter eine Reise nach Wolfenfels bisher verhindert hatte. Iljana's Einwand, dass die Straßen wohl nicht ganz so unpassierbar wären, immerhin wäre seine Schwester ja auch wohlbehalten von Wolfenfels zurück gekehrt, tat Yarin mit einer für Iljana recht brüsk wirkenden Bemerkung ab. Die Lippen einen Moment zusammen gepresst, war von Iljana ein sachtes Kopfnicken zu erkennen und ein „Gewiss Yarin“ kam eher kurz über ihre Lippen. Als die Ritterin dann mitteilte, sie wäre schon lange Zeit nicht mehr Zuhause gewesen und sie wüsste nicht einmal, woher sie die Zeit für solche eine Reise nehmen sollte, konnte Iljana nur anmerken, dass man sich für gewisse Dinge im Leben, die einem wichtig waren, die nötige Zeit nehmen sollte. Ein zustimmendes Nicken folge von Yarin, auch er war dieser Meinung. Was dann aber von ihm folgte, verschlug Iljana dermaßen die Sprache, dass sie nur noch stumm dasaß und im passenden Moment nickte, wie es der Anstand verlangte.
Er könne den Grafen doch bitte, die Ritterin im Frühjahr vom Dienst frei zustellen und ihr Zeit als Begleitung für die Reise nach Wolfenfels zu geben, man könne dann ja einen Abstecher nach Elbenau machen!
Iljana war so verblüfft über diese Worte, dass sie keinen Ton heraus brauchte. Yarin hingegen schien dieser Gedanke richtig zu gefallen und auch die Ritterin schien nicht wirklich abgeneigt zu sein. Geradezu fassungslos verfolgte Iljana der weiteren Unterhaltung, nickte nur hin und wieder bestätigend, was anders hätte sie auch sagen können?
Das diese Reise nach Wolfenfels etwas ganz besonders für die junge Frau darstellte und sie gehofft hatte, Yarin ginge es ebenso?
Das sie sich wohl für den Rest ihres Lebens an diese Reise erinnern würde?
Das diese Reise über ihre .... gemeinsame ... Zukunft entscheiden würde?
Das sie diese Reise, diese Zeit nicht mit jemand fremden teilen wollte?
Schwer genug fiel es ihr schon zu verstehen, dass Yarin diese Reise offensichtlich gerne und immer wieder heraus zögerte. Hatte sie doch gedacht, ihm würde ebenso daran liegen wie ihr. Doch dieses ... Angebot jetzt, die Ritterin könne sie doch begleiten und man könnte dann ja ihre Heimat besuchen, war fast mehr, als Iljana fassen konnte. Stumm saß sie neben Yarin, die Hände in den Schoss gelegt, schweigend nur mehr hörte sie zu.
Nicht lange dauert es dann auch und die Ritterin verabschiedete sich. Den Grund für diesen späten Besuch konnte Iljana jetzt im Nachhinein nicht mehr ausmachen, vielleicht hatte die Ritterin diesen Yarin ja schon draußen mitgeteilt, sie wusste es nicht und wenn sie jetzt, hier draußen in der nächtlichen Kälte, darüber nachdachte, war ihr dies im Moment auch ziemlich gleich. Nachdem Yarin die Ritterin dann hinaus begleitet hatte und zurück kam, war es auch an Iljana, sich zu verabschieden. Doch wollte Yarin sie gar nicht gehen lassen und auch Iljana stand nicht der Sinn, das Haus noch zu verlassen. Bis zu Hochzeit, die für Iljana irgendwie in immer weitere Ferne rückte, würden sie zwar nicht miteinander, aber doch beieinander schlafen, zumindest hin und wieder und dieses Wissen beruhigte Iljana dann doch ein wenig, wenn gleich auch nicht gänzlich.
Und so saß sie nun hier, mitten in der eisigen Winternacht, auf dem Balkon des Hauses, welches irgendwann einmal ihr Zuhause sein sollte, dachte nach über die Geschehnisse der letzten Tage und Wochenläufe und kam letztlich doch zu keinem Ergebnis ... außer jenem vielleicht ...
Sie hatte entsetzliche Angst den Mann, dem sie ihr Herz geschenkt hatte, zu verlieren!
Stundenlang hatte sie wach gelegen ... nachgedacht und gegrübelt
Leise war sie schließlich aufgestanden ... einen letzten Blick zurück geworfen ... auf den Mann, der da so friedlich in den Kissen und Decken vergraben schlief. Viel zu selten hatte sie ihn einmal nur für sich. Termin, Studien, Leute die etwas wollten ... ein tiefes Seufzen unterdrückend, zog sie die Decke höher über ihn, griff nach der anderen Decke und legte sich diese um die Schultern. Leise trat sie dann an die Balkontüre, schlüpfte.. nachdem sie diese geöffnet hatte, hinaus und zog die Tür wieder hinter sich zu.
Tief durch atmend ging sie einige Schritte zur Seite, lehnte sich gegen die Hauswand und ließ sich langsam an der Wand herab sinken. Wie still es doch hier sein konnte. Selbst der eisige Wind strich nur sanft durch die Straßen und Gassen, die schützenden Mauern Varuna's machten sich deutlich bemerkbar. Hier, inmitten der schützenden Stadtmauern, blies der Wind nicht gar so eisig und so reichte es ihr, die Decke einfach nur fest um die Schultern zu ziehen, die Stille in sich aufzunehmen und die Gedanken schweifen zu lassen. Den Kopf zurück an die Handwand gelehnt, blickte sie in den nächtlichen Himmel. Nur mühsam gelang es ihr, die aufsteigenden Tränen zu unterdrücken. Die Lippen fest zusammen gepresst, die Augen weit geöffnet und doch gelang es ihr letztlich nicht, eine Träne löste sich von ihren Wimpern und ran langsam an ihrer Wange hinab.
Durch die Balkonbrüstung vor allzu neugierigen Blicken geschützt, saß sie einfach nur da und ließ den vergangenen Abend nochmals für ihrem geistigen Augen Revue passieren ... er hatte ihr die neu eingerichteten Zimmer der Residenz – ihres zukünftigen gemeinsamen Heims - gezeigt, langsam nahm alles Gestalt an, auch wenn es länger dauerte als erwartet und nicht alles zu seiner Zufriedenheit war, doch das würde mit der Zeit schon noch werden. Als sie das provisorische Lager im Schlafzimmer, bestehend aus dem Teppich, den Kissen – all dies hatten sie beide erst vor kurzem von einer sehr talentierten menekanischen Schneiderin anfertigen lassen - und einigen Felldecken, sah konnte sie sich ein vergnügtes Schmunzeln nicht verkneifen, sie immer noch an der Hand haltend, zog er sie mit auf dieses Lager, nahm sie einfach nur in den Arm und hielt sie fest ... wiedereinmal war die junge Frau über die Tiefe ihrer Gefühle zu diesem Mann überrascht, es verschlug ihr buchstäblich den Atem, sobald er ihr auch nur Nahe kam, ihr Herz klopfte zunehmend schneller und sie hatte das Gefühl, als würde ein Schwarm Schmetterlinge in ihrem Bauch tanzen ... wie würde es da erst in der Hochzeitsnacht werden, wenn keine Traditionen oder Moralvorstellungen sie mehr zurückhalten würden und sie zum ersten Mal .... heftig den Kopf schüttelnd, versuchte sie diesen Gedanken zu verdrängen. Eine tiefe Röte stieg ihr die Wangen hoch, einige Male atmete sie die eisige Winterluft ein ...
NEIN! Sie würde das unschuldige Weiß des Hochzeitskleides zurecht tragen, wenn sie sich das Ja-Wort geben würden.
WENN ... ja genau das war es ... wenn sie dies dann irgendwann tun würden, doch nach dem heutigen Abend kam es der jungen Frau wieder einmal so vor, als wäre dies nur Gerede, eine Rechtfertigung gar, überhaupt einmal Zeit miteinander zu verbringen.
Kaum ein paar Worte hatten sie gesprochen, als auch schon das Läuten der Türglocke Besuch ankündigte. Fast sofort ... wenngleich auch mit einem um Entschuldigung bittenden Lächeln, löste er sich von ihr, sprang auf und eilte auch schon zum Balkon, um zu schauen, wer zu solch später Stunde noch störte. Kurz darauf kam er auch schon wieder herein, teilte ihr mit, wer der späte Besucher war.
„Gewiss wird es sich um etwas Wichtiges handeln bei solch einer späten Störung“
Stellte die junge Frau mit deutlich resigniertem Unterton in der Stimme fest, ein leichtes Nicken kam von ihm.
„Ja, das ist anzunehmen. Magst du mit nach unten kommen?“ Ob er ihr leichtes Nicken noch mitbekommen hatte, wusste sie nicht einmal, denn schon eilte er aus dem Zimmer, die Treppe hinunter und zur Türe hinaus.
Langsam folgte Iljana ihm, bleibt unten dann stehen und blickte abwartend zur Eingangstür. Eine ganze Weile dauerte es dann auch, bis die Tür sich wieder öffnete und Yarin in Begleitung einer gerüsteten Dame das Haus betraten. Iljana kannte die Dame zumindest vom Sehen her, wusste um wen es sich bei ihr handelte und so neigte sie in gewohnt höflicher Geste das Haupt und begrüßte den späten Besuch mit einem freundlichen „Guten Abend die Dame von Elbenau“, auch von der Ritterin kam ein freundlicher Gruß, doch war ihr anzumerken, dass sie nicht wusste, um wen es sich bei Iljana handelte. Yarin blieb dies natürlich nicht verborgen und so stellte er die beiden Frauen erst einmal vor.
Lady von Elbenau schien nicht wirklich zu wissen, um wen es sich bei Iljana handelte, ihrem überraschten Gesichtsausdruck nach zu urteilen, als die junge Frau anbot, den von Yarin angebotenen Apfelwein in der Küche zu erwärmen ... Iljanas Worte, dass dies ja zukünftig ihre Küche wäre und sie sich schon einmal anfreunden wolle, hatte diesen Ausdruck wohl verursacht. Nachdem Yarin Iljana's Worte bestätigt hatte, dauert es nur wenige Augenblicke, bis die Ritterin gewahr wurde, wie Iljana und Yarin zueinander standen und natürlich kamen auch sofort gute Wünsche.
Man nahm Platz, Iljana brachte den erwärmten, dampfenden Wein und gesellte sich dazu. Yarin berichtete davon, dass eine offizielle Ankündigung noch auf sich warten lies, da der Winter eine Reise nach Wolfenfels bisher verhindert hatte. Iljana's Einwand, dass die Straßen wohl nicht ganz so unpassierbar wären, immerhin wäre seine Schwester ja auch wohlbehalten von Wolfenfels zurück gekehrt, tat Yarin mit einer für Iljana recht brüsk wirkenden Bemerkung ab. Die Lippen einen Moment zusammen gepresst, war von Iljana ein sachtes Kopfnicken zu erkennen und ein „Gewiss Yarin“ kam eher kurz über ihre Lippen. Als die Ritterin dann mitteilte, sie wäre schon lange Zeit nicht mehr Zuhause gewesen und sie wüsste nicht einmal, woher sie die Zeit für solche eine Reise nehmen sollte, konnte Iljana nur anmerken, dass man sich für gewisse Dinge im Leben, die einem wichtig waren, die nötige Zeit nehmen sollte. Ein zustimmendes Nicken folge von Yarin, auch er war dieser Meinung. Was dann aber von ihm folgte, verschlug Iljana dermaßen die Sprache, dass sie nur noch stumm dasaß und im passenden Moment nickte, wie es der Anstand verlangte.
Er könne den Grafen doch bitte, die Ritterin im Frühjahr vom Dienst frei zustellen und ihr Zeit als Begleitung für die Reise nach Wolfenfels zu geben, man könne dann ja einen Abstecher nach Elbenau machen!
Iljana war so verblüfft über diese Worte, dass sie keinen Ton heraus brauchte. Yarin hingegen schien dieser Gedanke richtig zu gefallen und auch die Ritterin schien nicht wirklich abgeneigt zu sein. Geradezu fassungslos verfolgte Iljana der weiteren Unterhaltung, nickte nur hin und wieder bestätigend, was anders hätte sie auch sagen können?
Das diese Reise nach Wolfenfels etwas ganz besonders für die junge Frau darstellte und sie gehofft hatte, Yarin ginge es ebenso?
Das sie sich wohl für den Rest ihres Lebens an diese Reise erinnern würde?
Das diese Reise über ihre .... gemeinsame ... Zukunft entscheiden würde?
Das sie diese Reise, diese Zeit nicht mit jemand fremden teilen wollte?
Schwer genug fiel es ihr schon zu verstehen, dass Yarin diese Reise offensichtlich gerne und immer wieder heraus zögerte. Hatte sie doch gedacht, ihm würde ebenso daran liegen wie ihr. Doch dieses ... Angebot jetzt, die Ritterin könne sie doch begleiten und man könnte dann ja ihre Heimat besuchen, war fast mehr, als Iljana fassen konnte. Stumm saß sie neben Yarin, die Hände in den Schoss gelegt, schweigend nur mehr hörte sie zu.
Nicht lange dauert es dann auch und die Ritterin verabschiedete sich. Den Grund für diesen späten Besuch konnte Iljana jetzt im Nachhinein nicht mehr ausmachen, vielleicht hatte die Ritterin diesen Yarin ja schon draußen mitgeteilt, sie wusste es nicht und wenn sie jetzt, hier draußen in der nächtlichen Kälte, darüber nachdachte, war ihr dies im Moment auch ziemlich gleich. Nachdem Yarin die Ritterin dann hinaus begleitet hatte und zurück kam, war es auch an Iljana, sich zu verabschieden. Doch wollte Yarin sie gar nicht gehen lassen und auch Iljana stand nicht der Sinn, das Haus noch zu verlassen. Bis zu Hochzeit, die für Iljana irgendwie in immer weitere Ferne rückte, würden sie zwar nicht miteinander, aber doch beieinander schlafen, zumindest hin und wieder und dieses Wissen beruhigte Iljana dann doch ein wenig, wenn gleich auch nicht gänzlich.
Und so saß sie nun hier, mitten in der eisigen Winternacht, auf dem Balkon des Hauses, welches irgendwann einmal ihr Zuhause sein sollte, dachte nach über die Geschehnisse der letzten Tage und Wochenläufe und kam letztlich doch zu keinem Ergebnis ... außer jenem vielleicht ...
Sie hatte entsetzliche Angst den Mann, dem sie ihr Herz geschenkt hatte, zu verlieren!