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"Stiden mot Människan"-Wie lerne ich Thyst

Verfasst: Dienstag 23. Januar 2007, 11:23
von Aurora Silbersee
Auri saß am Fenster der Haupthalle und sah dem nächtlichen Schneegestöber zu. Es war so bitterkalt im Moment. Da kam die große Halle sehr gelegen um dort zu verweilen.
Sie taten das oft in letzter Zeit und es erinnerte sie an die alten Zeiten.
In ihrem Kopf machten die Worte die Runde. Falk hatte ihr versucht Thyst näher zu bringen. Sie hörte es schon so lange aber sie verstand immernoch nur Wortfetzen, wenn sie überhaupt etwas verstand.
Sie hatte Falk gefragt ob es denn Schwer sei Thyst zu lernen. Dieser hatte gelacht und gemeint das ihre Sprache, die der Städter viel schwieriger sei, weil sie viele Worte hatten die es in Thyst garnicht gab oder die ganz anders gesagt wurden.

Sie erinnerte sich daran wie sie mit Falk am Feuer gesessen hatte und er ihr Bröckchen für Bröckchen Thyst vorkaute. An einigen Stellen hatte Auri den Eindruck sie müsse sich die Zunge verknoten um die Worte zu sagen.
Aber Falk hatte eine tolle Methode es ihr einfacher zu machen.
Man konnte sich Eselsbrücken zu den einzelnen Wörtern bauen.
Auri musste nur sehr genau hinhören und ein wenig über Ecken denken.

Schon bald schlug Falk vor das er ihr ein Lied vortrug und sie es übersetzen sollte. Hörte sich im Ersten Moment unmöglich an, aber Falk bewies eine Engelsgeduld mit der kleinen Auri und offensichtlich lag ihm auch viel daran, dass die "Kleinste Tiefländerin der Welt" endlich die Sprache ihres Clans lernte. So begannen die Zwei also das Lied.

Striden mot människan.
Härjade tills hanegället.
Solen ljusnar, nu allt är tyst.
Blodet rinner ned fjället.


Auri tat sich schwer doch nach und nach hatte sie, mit kleinen Hilfen, die Bedeutung:

Der Kampf gegen den Menschen.
Wuetete bis zum Hahnenschrei.
Die Sonne leuchtet, nun ist alles still.
Das Blut rinnt die Berge hinab.


Manche Worte waren einfach zu übersetzen, andere sehr viel schwieriger...

De som var de oförfäraste.
Ska nu höjas till eviga liv.
De som var de ursinnigaste.
Ska inte vara på driv.


Und Auri übersetze wieder:

Sie, die am unerschrockendsten waren.
Sollen nun zu ewigem Leben erhoben werden.
Sie, die am meisten wueteten.
Sollen nicht mehr auf der Suche sein.


Das Lied passte natürlich für den Hühnenhaften Falk wie die Faust aufs Auge und auch Auri konnte sich vorstellen wie er dieses Lied nach einer Schlacht sang um die Gefallnen zu ehren.

Det thrails ett efterliv.
För de som är värdiga.
Där mjödhornen aldrig är tomma.
För de som är modiga.

Die Thrails haben ein Leben nach dem Tode.
Fuer die, die es wert sind.
Dort wo die Methoerner niemals leer sind.
Für die, die mutig sind.


Sven war mittlerweile auch dazu gekommen und war eine zusätzliche Hilfe damit Auri die Aufgabe, die ihr ihr Jarl gestellt hatte auch zu erfüllen.

Där firar vi varje natt.
Bordet dignar av drycker och matt.
Under ögon av urgammal Trollgud.
Vi, som har det iskalla Trollblod.

Dort feiern wir jede Nacht.
Der Tisch biegt sich unter Getraenken und Essen.
Unter den Augen eines uralten Trollgottes.
Wir, die wir das eiskalte Trollblut haben.


Es wurde nicht einfacher um so mehr Auri übersetzte, aber es packte ihren Ehrgeiz, vielleicht wusste Falk genau das.

Nu sjunger vi vårt dryckeskväde.
Till makten som aldrig dör.
Från salar av Rivfader.
Skallar ljudet som alla hör...


Leise summte Auri das Lied vor dem Fenster sitzend vor sich her.
Mal auf Thyst..mal auf ihrer Sprache. Es würde noch viel Übung brauchen bis sie die ersten Gespräche auf Thyst halten könnte aber wenn ihr jeder etwas beibrachte, so wie Falk es tat, dann würde sie bis zum Schneeschmelzen sicherlich weit gekommen sein.

Verfasst: Donnerstag 25. Januar 2007, 16:03
von Aurora Silbersee
In letzter Zeit war viel los im Clan. Auri stromerte immer irgendwo dazwischen umher.
Die Fertigstellung Grimwoulds war ein großes Ereigniss gewesen und der ganze Clan sprach davon und man ging stolz geschwellter Brust durch die Hallen und die Höfe.

Auri indess hatte ihre Ohren noch ganz wo anders. Sie lauschte immer sehr genau wenn einer ihres Rudels mal wieder auf Thyst sprach. Manchmal fragte sie auch ob sie etwas richtig verstanden hatte.
Sie verstand sogut wie nie, wie sie feststellen musste.

Aber das Zuhören half trotzdem. Sie konnte sich die Gesichter ansehen und die Emotionen herraus hören. Manchmal zumindest konnte sie schon sagen worum es in etwa gehen könnte. Es wurde Zeit das sie wiedermal jemanden ausfragte und sich jemand darum kümmerte das ihr Wortschatz erweitert wurde.

Das Sprechen der Tiefländer in der Handelssprache hatte sie sich mittlerweile auch angewöhnt. Es war so natürlich weil sie es jeden Tag hörte, das es ihr kaum aufgefallen war. Jene Art zu reden liess das zierliche Mädchen ein wenig gröber erscheinen, aber das störte Auri nicht im geringsten. Zeigte es doch das diese kleine Städterin sich mit ihrem Rudel gänzlich identifizierte.

So lauschte Auri weiter den Gesprächen die sie aufschnappen konnte und wartete bis jemand wieder Zeit für sie fand.
Man konnte auch durch Zuhören lernen, das dauerte nur sehr viel länger.
Aber zumindest hörte Auri nun aktiv und bewusst zu...