Neues altes Leben
Verfasst: Dienstag 23. Januar 2007, 07:50
Das Leben ist eine Straße, die mal in Kurven, mal in Geraden verläuft, und ab und an gabelt sie sich in zwei, drei oder gar Vier richtungen. Eine führt ganz sicher in die richtige Richtung, eine mag wohl einen Umweg in die richtige Richtung beginnen, die eine führt wohl den kürzesten Weg, doch meistens sind jene die falschen... Und eine... Eine führt auf alle Fälle immer weiter und weiter, sie ist endlos. Und vielleicht ist die Endlosigkeit die Qual von der alle sprechen. Wiederholung. Es ist immer die Wiederholung
Der Pfeil surrte und zerriss die Luft, er traf das Ungetüm direkt in den Hals. Nach ein paar Schritten brach es zusammen und Tajara senkte ihren Bogen. Der starke Kontrast schnitt ins Bild der Landschaft. Eine großgewachsene Frau mit blauen Haaren war sie. welche ihr glatt über die Schultern in den Rücken fielen. Links zierte eine schwarze, rechts eine weiße Strähne ihr glänzendes Haar. Allerdings war es eben blau, was schun ungewöhnlich war. Ihre aus Dämonenknochen bestehende Rüstung schimmerte feuerrot, und das war jener Kontrast. Ihr Schopf gepaart mit dem strengen Rot der Rüstung ließ sie beinahe wie etwas Wirken, das nur entfernt menschlich wirkte, allerdings waren ihre Züge menschlich, ihre Bewegungen, ihre Sprache. Tajara Nair war ganz und gar Menschlich, und obgleich sie erst knapp 20 Jahre zählte hatte sie schon viel zu viel im Leben ertragen müssen.
Viele, die sie die letzten Tage gesehen hatten mochten eine Veränderung in ihr erkennen die es so noch nicht gab. Sie waren nun weicher, nicht so steinern wie noch einige Wochen zuvor, nicht so traurig wie die Monate zuvor, und nicht so verloren wie das Jahr zuvor.
Viel war geschehen: Der Tod ihres Verlobten, ihr erster Mord den sie im Affekt noch in derselben Minute beging als ihr Verlobter vor ihr zusammenbrach und starb, ihr Blutrausch, ihre kopflose Flucht, die stumme einsame Beerdigung ihres Verlobten... Sie waren der Ausgangspunkt einer langen Reise, welche sie nicht nur durch ferne Länder führte, sondern auch eine geistige Odysee - es war eine Reise in den Abgrund, in die Bodenlosigkeit und wieder zurück, um wieder zu fallen.
Ihre Ankunft bei den Gefährtinnen war der erste Schritt in ein besseres Leben. Langsam wurde sie mit ihren Albträumen fertig, die sie Nacht für Nacht quälten und die Schwestern, die ihr halfen mit ihrem Schmerz fertig zu werden, den sie so tief in sich grub dass sie schon taub war, von den Haar- bis zu den Zähenspitzen fühlte sie sich nicht mehr.
Gewiss war sie noch dasselbe ungestüme Mädchen von einst, doch die Leidenschaft, das Feuer das in ihrem Inneren brannte war fort. Verpufft in der Einsamkeit und Dunkelheit des Schmerzes und im Angesicht des Todes.
In jenes trat sie durch eine Vergiftung und machte mit ihrem Verlobten Milo Frieden. Sie sah ihn ein letztes Mal in der Gewissheit, er würde auf sie warten. Sie hatte seither ein anderes Bild von der Welt. Tatsächlich schien nun etwas in ihr erwacht zu sein, das sie vorher nicht fühlte. Eine Ahnung von Dingen, ein Wissen dass dies oder enes nicht stimmte, auch wenn schwer einzuschätzen war, was es war.
Sie ahnte schon lange vor Milos Tod, dass ein Fluch auf ihr lastet. Der Verlust guter Freunde, die Tatsache, dass ein Ungück auf das nächste folgte war schon so derartig massiv, dass es keine andere Erklärun dafür gab.
War ihr neuer Sinn, den sie nur innerlich fühlte bloß instinkt, war er ein sehr guter. Die Tatsache zur rechten Zeit am rechten Ort zu sein, eine eränderung, die sie nicht erklären konnte, wenn Magier irgendein Werk vollbrachten, eine intensive Zunahme an... Was?
Es folgte schließlich Viola, die erste Liebschaft zu einer Frau. Schön solange sie in Tajaras Nähe war, entsetzlich wenn sie weg war. Der Schmerz kehrte wieder, welcher der Wärme. die ihr ihre neuen Schwestern gaben gewichen war. Er war wieder da, und er fühlte sich entsetzlich an.
Sie erkannte am Ende nach Hin und Her, nach Qual auf Qual mit sich, Viola und anderen Personen, dass sie nur eins tun konnte. Es musste enden.
Und genau in de Moment wurde sie erleuchtet. Die Liebe in ihr gehörte einer anderen Person... War es falsch es sich einzugestehen?
Violas Reaktion war unmissverständlich und sie fühlte sich bestätigt darin, dass sie für Tajara nicht das empfand was sie empfinden sollte. Zuviel hatte sie geopfert aber zuwenig gegeben. Als müsse Viola tatsächlich für sie dem Hof oder dem Clan entsagen. Das waren ihre Entscheidungen, aber das hatte sie nie gewollt. Alles was Tajara wollte war, sie öfter bei sich zu haben... Und dennoch, es wäre wohl nicht gut gegangen.
Sie fand ihre wahre Liebe... Fand das, was sie suchte, und letzten Endes fand sie das was sie verloren hatte endgültig wieder.
Viola hatte sie seither nicht wieder gesehen. Die Halskette die sie ihr schenkte, symbolisch als Erinnerung, dass Tajara immer bei ihr wäre legte sie einfach weg. Damit hatte sie ihr Pflichtgefühl und ihre Hilfe mit Füßen getreten. Diese Geste hatte sie mehr verletzt als alles andere. Aber wohl würde auch Viola das Finden was sie suchte. Wie Taja einst schon sagte "Für mich ist da kein Platz."
Eine neue Flamme war in ihr entbrannt. Es war das Feuer wieder in ihr, das die wenigsten noch von einst kannten.
Und als sie so weiterlief, einen Pfeil im Laufen anlegend und dieser erneut die Luft durchschnitt und sich in die dicke Haut des nächsten Zweikopfes bohrte, jener ein lautes Gebrüll von sich gebend, mochte so mancher Beobachter, war er denn da, die Freude gar spüren, die Leidenschaft, ihren Willen und das Feuer spüren. Sie fand zu sich selbst, den Schmerz hatte sie nie verdrängt oder vergessen, aber sie konnte ihn beiseite schieben.
Und wenn gerade die ungemütlichen steinernen Wege, mit scharfen Kurven durch enge Schluchten die Wege sind die dich dahin führen, wohin du willst, wohin du musst?
Der Pfeil surrte und zerriss die Luft, er traf das Ungetüm direkt in den Hals. Nach ein paar Schritten brach es zusammen und Tajara senkte ihren Bogen. Der starke Kontrast schnitt ins Bild der Landschaft. Eine großgewachsene Frau mit blauen Haaren war sie. welche ihr glatt über die Schultern in den Rücken fielen. Links zierte eine schwarze, rechts eine weiße Strähne ihr glänzendes Haar. Allerdings war es eben blau, was schun ungewöhnlich war. Ihre aus Dämonenknochen bestehende Rüstung schimmerte feuerrot, und das war jener Kontrast. Ihr Schopf gepaart mit dem strengen Rot der Rüstung ließ sie beinahe wie etwas Wirken, das nur entfernt menschlich wirkte, allerdings waren ihre Züge menschlich, ihre Bewegungen, ihre Sprache. Tajara Nair war ganz und gar Menschlich, und obgleich sie erst knapp 20 Jahre zählte hatte sie schon viel zu viel im Leben ertragen müssen.
Viele, die sie die letzten Tage gesehen hatten mochten eine Veränderung in ihr erkennen die es so noch nicht gab. Sie waren nun weicher, nicht so steinern wie noch einige Wochen zuvor, nicht so traurig wie die Monate zuvor, und nicht so verloren wie das Jahr zuvor.
Viel war geschehen: Der Tod ihres Verlobten, ihr erster Mord den sie im Affekt noch in derselben Minute beging als ihr Verlobter vor ihr zusammenbrach und starb, ihr Blutrausch, ihre kopflose Flucht, die stumme einsame Beerdigung ihres Verlobten... Sie waren der Ausgangspunkt einer langen Reise, welche sie nicht nur durch ferne Länder führte, sondern auch eine geistige Odysee - es war eine Reise in den Abgrund, in die Bodenlosigkeit und wieder zurück, um wieder zu fallen.
Ihre Ankunft bei den Gefährtinnen war der erste Schritt in ein besseres Leben. Langsam wurde sie mit ihren Albträumen fertig, die sie Nacht für Nacht quälten und die Schwestern, die ihr halfen mit ihrem Schmerz fertig zu werden, den sie so tief in sich grub dass sie schon taub war, von den Haar- bis zu den Zähenspitzen fühlte sie sich nicht mehr.
Gewiss war sie noch dasselbe ungestüme Mädchen von einst, doch die Leidenschaft, das Feuer das in ihrem Inneren brannte war fort. Verpufft in der Einsamkeit und Dunkelheit des Schmerzes und im Angesicht des Todes.
In jenes trat sie durch eine Vergiftung und machte mit ihrem Verlobten Milo Frieden. Sie sah ihn ein letztes Mal in der Gewissheit, er würde auf sie warten. Sie hatte seither ein anderes Bild von der Welt. Tatsächlich schien nun etwas in ihr erwacht zu sein, das sie vorher nicht fühlte. Eine Ahnung von Dingen, ein Wissen dass dies oder enes nicht stimmte, auch wenn schwer einzuschätzen war, was es war.
Sie ahnte schon lange vor Milos Tod, dass ein Fluch auf ihr lastet. Der Verlust guter Freunde, die Tatsache, dass ein Ungück auf das nächste folgte war schon so derartig massiv, dass es keine andere Erklärun dafür gab.
War ihr neuer Sinn, den sie nur innerlich fühlte bloß instinkt, war er ein sehr guter. Die Tatsache zur rechten Zeit am rechten Ort zu sein, eine eränderung, die sie nicht erklären konnte, wenn Magier irgendein Werk vollbrachten, eine intensive Zunahme an... Was?
Es folgte schließlich Viola, die erste Liebschaft zu einer Frau. Schön solange sie in Tajaras Nähe war, entsetzlich wenn sie weg war. Der Schmerz kehrte wieder, welcher der Wärme. die ihr ihre neuen Schwestern gaben gewichen war. Er war wieder da, und er fühlte sich entsetzlich an.
Sie erkannte am Ende nach Hin und Her, nach Qual auf Qual mit sich, Viola und anderen Personen, dass sie nur eins tun konnte. Es musste enden.
Und genau in de Moment wurde sie erleuchtet. Die Liebe in ihr gehörte einer anderen Person... War es falsch es sich einzugestehen?
Violas Reaktion war unmissverständlich und sie fühlte sich bestätigt darin, dass sie für Tajara nicht das empfand was sie empfinden sollte. Zuviel hatte sie geopfert aber zuwenig gegeben. Als müsse Viola tatsächlich für sie dem Hof oder dem Clan entsagen. Das waren ihre Entscheidungen, aber das hatte sie nie gewollt. Alles was Tajara wollte war, sie öfter bei sich zu haben... Und dennoch, es wäre wohl nicht gut gegangen.
Sie fand ihre wahre Liebe... Fand das, was sie suchte, und letzten Endes fand sie das was sie verloren hatte endgültig wieder.
Viola hatte sie seither nicht wieder gesehen. Die Halskette die sie ihr schenkte, symbolisch als Erinnerung, dass Tajara immer bei ihr wäre legte sie einfach weg. Damit hatte sie ihr Pflichtgefühl und ihre Hilfe mit Füßen getreten. Diese Geste hatte sie mehr verletzt als alles andere. Aber wohl würde auch Viola das Finden was sie suchte. Wie Taja einst schon sagte "Für mich ist da kein Platz."
Eine neue Flamme war in ihr entbrannt. Es war das Feuer wieder in ihr, das die wenigsten noch von einst kannten.
Und als sie so weiterlief, einen Pfeil im Laufen anlegend und dieser erneut die Luft durchschnitt und sich in die dicke Haut des nächsten Zweikopfes bohrte, jener ein lautes Gebrüll von sich gebend, mochte so mancher Beobachter, war er denn da, die Freude gar spüren, die Leidenschaft, ihren Willen und das Feuer spüren. Sie fand zu sich selbst, den Schmerz hatte sie nie verdrängt oder vergessen, aber sie konnte ihn beiseite schieben.
Und wenn gerade die ungemütlichen steinernen Wege, mit scharfen Kurven durch enge Schluchten die Wege sind die dich dahin führen, wohin du willst, wohin du musst?