Für König und Vaterland
Verfasst: Sonntag 21. Januar 2007, 16:18
Teil I - Erste Schritte
„Die Fünf Leitsätze sind Kameradschaft, Treue, Mut, Ehre und Gehorsam. Wenn Ihr eines davon nicht mit Eurer Person vereinen könnt, dann seid Ihr nicht geeignet.“
Noch immer klangen die Worte des Leutnant in seinen Ohren. Was hatte er darauf nur geantwortet? Hatte er darauf etwas geantwortet? Hatte er überhaupt etwas geantwortet oder nur auf die coeliumbeschlagene Rüstung geschaut? Die Erinnerungen an das Gespräch, an dessen Ende das Angebot stand, eine unbefristete Probezeit in der Garde des Königs wahrzunehmen, war verschwommen, undeutlich. Er war vom Land, der Sohn eines Holzfällers und er hatte auf einem Platz gesessen an dem großen Tisch im Kastell. Der Leutnant hatte gestanden. Warum?
Wollte er Eindruck machen? Wollte er prüfen, ob er sich setzte? Er hatte es ihm angeboten. Es wäre nicht akzeptabel gewesen, den Befehl, das Angebot, zu ignorieren – wenn es auch gegen die Etikette gegenüber Vorgesetzten verstieß. „Der Leutnant ist nicht dein Vorgesetzter. Du bist noch ein... wie sagte er? ... freier Bürger.“
Etwas in ihm flüsterte, er hätte die ersten Schritte auf dem Weg nach oben, zum Bürger, getan. Er hatte ein Gespräch mit einem Offizier der Garde zu einem für ihn zufriedenstellenden Ergebnis bringen können. Ihm würde bald ein Korporal zur Einweisung zugeteilt werden und er würde seine Uniform erhalten. Er würde ein Teil der Familie sein und das Volk, den Grafen und Temoras Licht selbst beschützen. War es nicht das, was sein Vater immer amüsant gefunden hatte? Seinen tiefen Glauben in Temora? „Du bist mein Sohn, kein Paladin und auch kein Templer – und Du wirst auch nie einer sein!“, waren immer seine Worte. Immer wieder.
Was würde er mit seinem zukünftigen Sold tun? Er hatte kaum noch Geld. Es würde reichen, ihn eine Weile mit Essen zu versorgen. Aber für mehr auch nicht. Wahrscheinlich würde das Geld zur Gänze in die Verbesserung seiner Kampffertigkeiten fließen – er brauchte eine Rüstung zur Übung, Holzschwerter und vielleicht auch eine Rüstung zum Privatgebrauch. Momentan hatte er gar keine – und das war der denkbar schlechteste Zustand. Er war, das konnte man nicht wegreden, der Sohn eines Holzfällers. Eines stolzen Holzfällers – das stand außer Frage. Aber das brachte ihm auch nicht das Kampftraining eines Knappen von adeligem Geblüt.
Nun stand er hier, in Bajard, wo er auch vom Schiff gestiegen war und schlug auf eine Übungspuppe ein, die Bewegungen von Kriegern imitierend, die er mal vor langer Zeit hatte üben sehen. Noch immer war er sich nicht sicher, wie er sich in der Garde machen würde – der Leutnant hatte ihm schon angekündigt, dass die erste Zeit hart werden würde und er hatte sich vorgenommen, das auch durchzustehen. „Aber ist das nicht immer so mit Vorsätzen, dass man sie kaum halten kann – egal wie nobel sie sind?“
Hier in Bajard würde er darauf harren, dass die Garde ihm einen Boten sandte. Und bis dahin konnte er nur eins tun: sich in der Tugend der Geduld üben.
„Die Fünf Leitsätze sind Kameradschaft, Treue, Mut, Ehre und Gehorsam. Wenn Ihr eines davon nicht mit Eurer Person vereinen könnt, dann seid Ihr nicht geeignet.“
Noch immer klangen die Worte des Leutnant in seinen Ohren. Was hatte er darauf nur geantwortet? Hatte er darauf etwas geantwortet? Hatte er überhaupt etwas geantwortet oder nur auf die coeliumbeschlagene Rüstung geschaut? Die Erinnerungen an das Gespräch, an dessen Ende das Angebot stand, eine unbefristete Probezeit in der Garde des Königs wahrzunehmen, war verschwommen, undeutlich. Er war vom Land, der Sohn eines Holzfällers und er hatte auf einem Platz gesessen an dem großen Tisch im Kastell. Der Leutnant hatte gestanden. Warum?
Wollte er Eindruck machen? Wollte er prüfen, ob er sich setzte? Er hatte es ihm angeboten. Es wäre nicht akzeptabel gewesen, den Befehl, das Angebot, zu ignorieren – wenn es auch gegen die Etikette gegenüber Vorgesetzten verstieß. „Der Leutnant ist nicht dein Vorgesetzter. Du bist noch ein... wie sagte er? ... freier Bürger.“
Etwas in ihm flüsterte, er hätte die ersten Schritte auf dem Weg nach oben, zum Bürger, getan. Er hatte ein Gespräch mit einem Offizier der Garde zu einem für ihn zufriedenstellenden Ergebnis bringen können. Ihm würde bald ein Korporal zur Einweisung zugeteilt werden und er würde seine Uniform erhalten. Er würde ein Teil der Familie sein und das Volk, den Grafen und Temoras Licht selbst beschützen. War es nicht das, was sein Vater immer amüsant gefunden hatte? Seinen tiefen Glauben in Temora? „Du bist mein Sohn, kein Paladin und auch kein Templer – und Du wirst auch nie einer sein!“, waren immer seine Worte. Immer wieder.
Was würde er mit seinem zukünftigen Sold tun? Er hatte kaum noch Geld. Es würde reichen, ihn eine Weile mit Essen zu versorgen. Aber für mehr auch nicht. Wahrscheinlich würde das Geld zur Gänze in die Verbesserung seiner Kampffertigkeiten fließen – er brauchte eine Rüstung zur Übung, Holzschwerter und vielleicht auch eine Rüstung zum Privatgebrauch. Momentan hatte er gar keine – und das war der denkbar schlechteste Zustand. Er war, das konnte man nicht wegreden, der Sohn eines Holzfällers. Eines stolzen Holzfällers – das stand außer Frage. Aber das brachte ihm auch nicht das Kampftraining eines Knappen von adeligem Geblüt.
Nun stand er hier, in Bajard, wo er auch vom Schiff gestiegen war und schlug auf eine Übungspuppe ein, die Bewegungen von Kriegern imitierend, die er mal vor langer Zeit hatte üben sehen. Noch immer war er sich nicht sicher, wie er sich in der Garde machen würde – der Leutnant hatte ihm schon angekündigt, dass die erste Zeit hart werden würde und er hatte sich vorgenommen, das auch durchzustehen. „Aber ist das nicht immer so mit Vorsätzen, dass man sie kaum halten kann – egal wie nobel sie sind?“
Hier in Bajard würde er darauf harren, dass die Garde ihm einen Boten sandte. Und bis dahin konnte er nur eins tun: sich in der Tugend der Geduld üben.