Die Familie findet wieder zusammen
Verfasst: Samstag 13. Januar 2007, 03:49
Zu Hause....
fast flüsternd kamen die Worte über ihre Lippen und aufatmend ließ sie den Blick schweifen. Unachtsam landeten die Reisesäcke in einer Ecke und sie wandte sich den Schriftstücken zu die in ihrer Abwesenheit angefallen waren. Viel war es nicht und sie nahm dankbar an das ihr die Brüder die Arbeit abgenommen hatten. Nur.. wo waren sie?
Das Federvieh lief aufgescheucht durch den Garten. Anstatt brav in seinem Gehege Eier zu lagen scharrte es im Schnee nach Gras. Die Tröge waren leer und selbst die Pferde schienen heute noch nicht versorgt. Holz war zwar zum Trocknen geschlagen worden doch reichen.. würde es bei Weitem nicht. Soviel war geschehen als sie mit der Schwester auf Reisen war. Ungeplant waren sie viel länger fort geblieben als vorgesehen. Hatten verloren was ihnen allen am Herzen lag und konnten es dem Rest der Familie noch nicht einmal bekunden.
Der Schnee, die Kälte und das Eis machten die Heimfahrt schwierig. Nicht wenige Male war ihr Schiff wie eine Nussschale hin und her geworfen worden. Tief sog sie die Luft ein und sah sich erneut um. Obgleich das Haus aussah als hätten Ailyn und Amael einige Stunden darin gewütet war alles an seinem Platz. Selbst die Luft roch vertraut und hoffend rief sie nach Antarian. Auch er hatte eine Weile reisen müssen. Nicht so lange wie die Schwestern doch immerhin eine ganze Weile. Obgleich sein Hengst ebenfalls den Garten unsicher machte schien er nicht zu Hause zu sein. Seufzend machte sie sich an die Arbeit. Die Tiere füttern, das Feuer schüren und einige Schriftstücke aufsetzen. Wie ein Wirbelwind sah man die junge Frau durchs Haus stürmen. Dinge wurden von einem Ort zum Anderen gelegt nur um dann wieder da zu landen wo sie zuvor waren. Es machte Freude so viele vertraute Sachen durch die Finger gleiten zu lassen. Einzig einen Raum mied sie als könne er die Pest verbreiten - das Kinderzimmer. Oh, nicht wenige Male viel ihr blick auf die Türe und sie hielt wie ein erschrockenes Reh inne das einen Ast knacken hört.
Als sie endlich im Haus fertig war machte sie sich daran die Vorräte draußen zu überprüfen. Viel schienen die Brüder wirklich nicht gemacht zu haben. Faul wie eh und je. Liebevoll erhellte ein lächeln das Gesicht ehe sie lautstark mit dem Federvieh schimpfte und diesem mit dem Kochtopf drohte. Überall Hühnermist und Federn. Erst als eine wohlbekannte Stimme den Wortschwall durchbrach fuhr sie herum. Das freudige Lächeln das sich nun auf ihr Gesicht zauberte war echt. Sie hatte ihn nicht minder vermisst als ihre Familie. War er doch ein enger Freund und würde es auch immer bleiben. Der alte Seebär hatte sich ganz schön verändert seid er auf dem Land verweilte. Sie sprachen recht viel über die verschiedensten Dinge. Der heiße Apfelwein wärmte von Innen und die Zeit verflog wie im Fluge. Recht wenig erzählte sie von der Reise und doch musste sie ihm den schweren Verlust bekunden. Er hatte schließlich ein recht es zu erfahren. So viele Menschen hatten ihren Sohn geliebt und nun...
Seufzend brach sie den Gedanken ab. Es war Wochen her und würde sicher noch schwer genug werden wenn sie Mikael, Amael und vor allem ihrem Antarian davon berichten musste. Rasch wechselte sie das Thema und sie sprachen nun über die Veränderungen im Lande. Bajard war eine wahre Augenweide geworden. Viele neue Gesichter sah man durch die Gassen huschen und vom Ritt hungrig ließ man sich erneut in einer Taverne nieder. Beim Essen wurden nur noch Belanglosigkeiten ausgetauscht und alsbald musste ich gestehen das ich unglaublich müde war. Auf das Angebot mich nach Hause zu geleiten winkte ich hastig ab. Vertraut war der Weg und mit dem treuen Tier würde ich auch sicher ohne Geleit ankommen. Ailyn schlief sicherlich schon tief und fest. Die Gedanken schweiften zu ihr ab als ich durch Varuna ritt. Das Haus hier wirkte seltsam verlassen und schaudernd rieb ich mir über die Arme. Wo waren nur alle. Keine Nachricht.. keine Spur von illu der angebunden vor einem der Häuser stand. Schlichtweg - nichts. Rasch trieb sie das Tier an und durchquerte die Stadt ehe es wieder durch den weichen Schnee ging. Wie eine Decke lag er auf der Landschaft und im Stillen bewunderte ich das Glitzern der Schneedecke. Zu Hause angekommen rieb sie das Tier trocken und band ihm eine Decke über die Kruppe. Der Unterstand war zwar geschützt doch hatte das Tier geschwitzt. Sich selbst etwas zurechtgemacht sah man sie kurz darauf mit den Hühnern zu Gange als erneut Schritte aufklangen. Der Bruder war gekommen und erleichtert viel sie ihm um den Hals.
Freudig wurde Mika´s Name ausgerufen und herzlich drückte die Schwester den großen Bruder an sich. Gemeinsam gingen sie in Haus und wohl nur an der Kopfneigung und vielen anderen Bewegungen sah man die Verwandschaft. Eine ganze Weile sah man die Geschwister die Köpfe zusammen stecken und dennoch brachte sie es noch nicht fertig ihm zu erzählen was passiert war. Die Augen vielen ihr fast zu und bald schon verzog sie sich in ihr Zimmer. Die Daunendecke war einladend zurückgeschlagen und nachdem sie sich ihrer Kleider entledigt hatte zog sie das Nachtgewand an. Tief durchatmend sank sie in die Kissen und fühlt sich in dem großen Bett seltsam verlassen. Recht langsam wurde das hübsche Köpfchen zur Seite gedreht und die Wand zum Kinderzimmer gemustert. Nein, so konnte es nicht bleiben. Alles darin würde sie an ihn erinnern. Mit einem Mal war alle Müdigkeit verflogen und sie raffte sich erneut auf. Im Nachtgewand begann die junge Frau das Kinderzimmer auszuräumen. Die große Eisentruhe war sorgsam verschlossen. Dummerweise hatte sie keinen Schlüssel doch wollte sie ohnehin nicht haben was sich darin fand. Wunderschöne Holzfiguren und Spielzeuge die von meisterlichen Händen für ihren Sohn angefertigt worden waren. Entschieden schleppte sie die Kiste aus dem Zimmer. Sie würde den Inhalt an einem Ort vergraben der ihrem Sohn gefallen hätte. Auch die Kleider fanden ihren Weg aus dem Haus. Was nun folgte.. mag wohl nur eine Frau in ihrer ganzen Leidenschaft zustande bringen. Noch immer im Nachtgewand nahm sie das Kinderbett auseinander. Latte für Latte fand ihren Weg in das Kaminfeuer. Stunden muss sie so gesessen haben ehe ein leerer Raum vorzufinden war. Nun endlich konnte sie schlafen. Seltsam beruhigt durch das Wissen das sie nun nicht jeden Moment an ihn erinnert wurde verbrachte sie die Nacht traumlos.
fast flüsternd kamen die Worte über ihre Lippen und aufatmend ließ sie den Blick schweifen. Unachtsam landeten die Reisesäcke in einer Ecke und sie wandte sich den Schriftstücken zu die in ihrer Abwesenheit angefallen waren. Viel war es nicht und sie nahm dankbar an das ihr die Brüder die Arbeit abgenommen hatten. Nur.. wo waren sie?
Das Federvieh lief aufgescheucht durch den Garten. Anstatt brav in seinem Gehege Eier zu lagen scharrte es im Schnee nach Gras. Die Tröge waren leer und selbst die Pferde schienen heute noch nicht versorgt. Holz war zwar zum Trocknen geschlagen worden doch reichen.. würde es bei Weitem nicht. Soviel war geschehen als sie mit der Schwester auf Reisen war. Ungeplant waren sie viel länger fort geblieben als vorgesehen. Hatten verloren was ihnen allen am Herzen lag und konnten es dem Rest der Familie noch nicht einmal bekunden.
Der Schnee, die Kälte und das Eis machten die Heimfahrt schwierig. Nicht wenige Male war ihr Schiff wie eine Nussschale hin und her geworfen worden. Tief sog sie die Luft ein und sah sich erneut um. Obgleich das Haus aussah als hätten Ailyn und Amael einige Stunden darin gewütet war alles an seinem Platz. Selbst die Luft roch vertraut und hoffend rief sie nach Antarian. Auch er hatte eine Weile reisen müssen. Nicht so lange wie die Schwestern doch immerhin eine ganze Weile. Obgleich sein Hengst ebenfalls den Garten unsicher machte schien er nicht zu Hause zu sein. Seufzend machte sie sich an die Arbeit. Die Tiere füttern, das Feuer schüren und einige Schriftstücke aufsetzen. Wie ein Wirbelwind sah man die junge Frau durchs Haus stürmen. Dinge wurden von einem Ort zum Anderen gelegt nur um dann wieder da zu landen wo sie zuvor waren. Es machte Freude so viele vertraute Sachen durch die Finger gleiten zu lassen. Einzig einen Raum mied sie als könne er die Pest verbreiten - das Kinderzimmer. Oh, nicht wenige Male viel ihr blick auf die Türe und sie hielt wie ein erschrockenes Reh inne das einen Ast knacken hört.
Als sie endlich im Haus fertig war machte sie sich daran die Vorräte draußen zu überprüfen. Viel schienen die Brüder wirklich nicht gemacht zu haben. Faul wie eh und je. Liebevoll erhellte ein lächeln das Gesicht ehe sie lautstark mit dem Federvieh schimpfte und diesem mit dem Kochtopf drohte. Überall Hühnermist und Federn. Erst als eine wohlbekannte Stimme den Wortschwall durchbrach fuhr sie herum. Das freudige Lächeln das sich nun auf ihr Gesicht zauberte war echt. Sie hatte ihn nicht minder vermisst als ihre Familie. War er doch ein enger Freund und würde es auch immer bleiben. Der alte Seebär hatte sich ganz schön verändert seid er auf dem Land verweilte. Sie sprachen recht viel über die verschiedensten Dinge. Der heiße Apfelwein wärmte von Innen und die Zeit verflog wie im Fluge. Recht wenig erzählte sie von der Reise und doch musste sie ihm den schweren Verlust bekunden. Er hatte schließlich ein recht es zu erfahren. So viele Menschen hatten ihren Sohn geliebt und nun...
Seufzend brach sie den Gedanken ab. Es war Wochen her und würde sicher noch schwer genug werden wenn sie Mikael, Amael und vor allem ihrem Antarian davon berichten musste. Rasch wechselte sie das Thema und sie sprachen nun über die Veränderungen im Lande. Bajard war eine wahre Augenweide geworden. Viele neue Gesichter sah man durch die Gassen huschen und vom Ritt hungrig ließ man sich erneut in einer Taverne nieder. Beim Essen wurden nur noch Belanglosigkeiten ausgetauscht und alsbald musste ich gestehen das ich unglaublich müde war. Auf das Angebot mich nach Hause zu geleiten winkte ich hastig ab. Vertraut war der Weg und mit dem treuen Tier würde ich auch sicher ohne Geleit ankommen. Ailyn schlief sicherlich schon tief und fest. Die Gedanken schweiften zu ihr ab als ich durch Varuna ritt. Das Haus hier wirkte seltsam verlassen und schaudernd rieb ich mir über die Arme. Wo waren nur alle. Keine Nachricht.. keine Spur von illu der angebunden vor einem der Häuser stand. Schlichtweg - nichts. Rasch trieb sie das Tier an und durchquerte die Stadt ehe es wieder durch den weichen Schnee ging. Wie eine Decke lag er auf der Landschaft und im Stillen bewunderte ich das Glitzern der Schneedecke. Zu Hause angekommen rieb sie das Tier trocken und band ihm eine Decke über die Kruppe. Der Unterstand war zwar geschützt doch hatte das Tier geschwitzt. Sich selbst etwas zurechtgemacht sah man sie kurz darauf mit den Hühnern zu Gange als erneut Schritte aufklangen. Der Bruder war gekommen und erleichtert viel sie ihm um den Hals.
Freudig wurde Mika´s Name ausgerufen und herzlich drückte die Schwester den großen Bruder an sich. Gemeinsam gingen sie in Haus und wohl nur an der Kopfneigung und vielen anderen Bewegungen sah man die Verwandschaft. Eine ganze Weile sah man die Geschwister die Köpfe zusammen stecken und dennoch brachte sie es noch nicht fertig ihm zu erzählen was passiert war. Die Augen vielen ihr fast zu und bald schon verzog sie sich in ihr Zimmer. Die Daunendecke war einladend zurückgeschlagen und nachdem sie sich ihrer Kleider entledigt hatte zog sie das Nachtgewand an. Tief durchatmend sank sie in die Kissen und fühlt sich in dem großen Bett seltsam verlassen. Recht langsam wurde das hübsche Köpfchen zur Seite gedreht und die Wand zum Kinderzimmer gemustert. Nein, so konnte es nicht bleiben. Alles darin würde sie an ihn erinnern. Mit einem Mal war alle Müdigkeit verflogen und sie raffte sich erneut auf. Im Nachtgewand begann die junge Frau das Kinderzimmer auszuräumen. Die große Eisentruhe war sorgsam verschlossen. Dummerweise hatte sie keinen Schlüssel doch wollte sie ohnehin nicht haben was sich darin fand. Wunderschöne Holzfiguren und Spielzeuge die von meisterlichen Händen für ihren Sohn angefertigt worden waren. Entschieden schleppte sie die Kiste aus dem Zimmer. Sie würde den Inhalt an einem Ort vergraben der ihrem Sohn gefallen hätte. Auch die Kleider fanden ihren Weg aus dem Haus. Was nun folgte.. mag wohl nur eine Frau in ihrer ganzen Leidenschaft zustande bringen. Noch immer im Nachtgewand nahm sie das Kinderbett auseinander. Latte für Latte fand ihren Weg in das Kaminfeuer. Stunden muss sie so gesessen haben ehe ein leerer Raum vorzufinden war. Nun endlich konnte sie schlafen. Seltsam beruhigt durch das Wissen das sie nun nicht jeden Moment an ihn erinnert wurde verbrachte sie die Nacht traumlos.