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Die Entstehung des Waldrosenbogen

Verfasst: Freitag 12. Januar 2007, 22:41
von Rowing Mandelbuche
Das Geschenk für den Wesir oder das entstehen des Waldrosenbogen.

Unsicher stand er am Hafen der Fremden Stadt Menek’ur, soviel hat er schon gehört von dieser Region und ihren Herrschern gutes wie grausames. Luft holend trat er an die Tafel welche am Hafen aufgestellt war heran und las die daran aufgehängten Stadtgesetze. Mit einem Seufzen trat er dann durch die Stadttore Menek’ur.
Reges Treiben war auf den Gassen der Stadt und sein blick blieb an einer der Kriegerinnen haften die sich mit einer anderen Dame, welche ganz in den Gewändern des geheimnisumwitterten Wüstenvolk gekleidet war, unterhielt. Eluive Segen mit euch erklang es aus seinem munde als er sich ihnen wohl auf 6 oder 5 schritt genähert hatte, und seine hand offen erhoben vorstreckte als Zeichen des Friedens. Salam erklang es von beiden Damen, und auf seine bitte ihm so er sich falsch verhalte oder irgend wie ein gebot breche es man ihm doch Verzeihen soll da er noch nie hier war, mußten sie leicht schmunzeln. Das Eis der Vorsicht begann zu tauen. Was er wolle hier in Menek’ur war die Frage der Kriegerin, nun diese Frage war leicht gestellt, die Antwort auch aber nur wie sagen, und doch gerade raus ist meist der beste Weg.

Es wurde mir berichtet der Stadthalter von Menek’ur suche Blut frisches Blut fügte er hinzu, so wurde mir zumindest berichtet. Unsicher blickten die Damen sich kurz an doch dann erklang die Stimme der verschleierten Frau mit ihren weisen Gewändern. Der Wesir ist nicht in der Stadt, er ist zum Handeln auf Gerimor unterwegs aber ich nehme sie euch ab für ihn. Ihr Preis klang gut doch wollte er kein Gold, Salz brauchte er für die Tiere, und so begann das Feilschen, eine Einigung war schon fast erreicht, als die Damen sich verbeugten und ihren Wesir begrüßten. Zwei oder gar 4 schritte entfernte er sich von den Damen und begrüßte den hohen Herren ebenso mit einer Verbeugung.
Ein Gespräch in der Sprache des Wüstenvolkes folgte zwischen der weisen Dame und dem Wesir, welcher sich dann zu Ihm wandte. Ihr wollt mir Blut verkaufen? Ja und nein hoher Herr tauschen gegen Salz. Dann folgt mir doch. Schnell nickte er und folgte Ihm.

Durch die engen gewunden Gasse ging es bis hin zu einem großem Haus an welchem Sie stehen blieben.
Wie viel Blut habt Ihr den?
56 Phiolen mehr kann der Wald nicht geben, Das Dam- und Rotwild gaben es um Salz zu erhalten für ihre Jungtiere damit diese besser durch den Winter kommen.

Erstaunt blickte der Wesir ihn an
Wofür braucht ihr das Salz?
Und so erklärte er dem Wesir um was es ging, eine Futterkrippe galt es zu bauen. Das Wild braucht das Salz als Ersatz für jenes welches in den Kräutern steckt das sie in den anderen drei Jahreszeiten fressen konnten. Nach der Erklärung blickte der Wesir ihn noch fragender an und doch leuchteten seien Augen auf, bei den Worten. Ein Preis wurde genannt mit der eindringlichen Bitte nie mit irgend wenn über diesen Preis zu reden. Er gab seine Einwilligung galt es doch den Waldtieren zu helfen. So zog er von Menek’ur mit Salz und einer neuen Möglichkeit der Freundschaft.


Als die erste Krippe gebaut war und einige Tage über das Land zogen zeigten sich die ersten Erfolge an, zufrieden mit seinem bisherigem Werk war er schon. Doch bedanken wollte er sich noch, er selber bei jenen die ihm halfen Mhyri Famrock, Miriam Honigmond hinzu kamen noch Tanyla und zwei Herren einer hieß Sehnendreh des anderen Name lautete Falkner. Jene beiden waren zwar Hilfsbereit, doch galt Ihr werken weniger Eluives Garten als Ihrem eigennutz. Ihre Angeberei übers töten von Wessen widerte ihn an, daher vergas er Sie auch schnell wieder. Doch auch der Wesir gehörte dazu, ohne dem Salz wäre dieses nicht zu ermöglichen gewesen, so galt ihm das erste Geschenk.

Lange dachte er nach, bis er das Bild eines reitenden Wüstenkriegers mit Sperr und Bogen sah. Das Geschenk stand fest, ein Bogen reich verziert weniger zur Jagd oder gar zum Kampf, sollte er doch nur ein Symbol des Dankes sein.

Lange streifte er umher suchte das passende Holz, es sollte dunkel sein damit die Zierde gut zu sehen ist, hart das es gute Formen und Konturen zuließ. Die Wahl viel auf Wallnuss, eines der besten Hölzer für Bögen. Die Suche begann, das rechte Holz galt es zu finden, Tagelang streifte er durch die Wälder und Auen bis er ihn fand, den Baum dessen Äste zahlreich waren und der 2 entbehren konnte. So machte er sich daran jene beiden abzutrennen.

Im Fuchsbau zog er sich zurück und begann sein Werk, die beiden Bogenteile und das Griffstück waren schnell geschnitzt, doch die Zierde sie bedurfte viele Zeit. Die Wahl viel auf die Waldrosen rankten sie sich doch am Baum entbohr, Richtung dessen Krone. Der Griff sollte die Wurzel sein die Bogenhälften die Bäume. Sein werk begann, geschickt fing er an zu schnitzen laufend wurden die Messer gewechselt je nach der Form die es galt zu erstellen.
Als erstes bildete er die Stiele, entlang dem gebogenem Holz. Anschließend macht er sich daran die Blätter in Form zu bringen mit feinem gezackten Rand bildete er sie aus. Zu guter letzt formte er in das Holz hinein die Blüten der Waldrose. Einige offen, zur vollen pracht entfalten wieder andere geschlossen als zarte feine Knospen und dann noch jene die sich gerade entfalteten und doch gleich keine Blüte der anderen. Tage lang saß er an jenem Werk. Das Griffstück verzierte er ebenso, doch formte er es nach einem aufrecht stehenden Hengst das Stolz sein Revier anzeigte.
Genaustens betrachtet er jenen Bogen, jede der zierlichen Schnitzerein mit den Fingern nochmals entlang abtastete, zufrieden nickte er.
20 Hölzer von der Birke richtet er sich bereit, 60 Federn der schönsten Falken von Gerimor lagen bereits auf dem Tisch, so machte er sich daran 20 Pfeile zu erstellen die den Bogen als Beiwerk schmücken sollten. Geradlinige schnitzte er die Schäfte zurecht, drei feine dünne Rillen zog er an einem ende mit dem Messer ein. Die Federn schnitt er zurecht mittig am Federkiel entlang, mit Harz klebte er sie in die Rillen ein. Tiersehnen nutzte er um die Federn gar anzubringen Spiralenförmig drehte sie sich vom Federnanfang zum Federnende.
Zufrieden lächelte er auf als seine Finger über die feine Rosenblüte am Pfeilschaft strichen, und er legte den Pfeil zu den 20 anderen, alle gleich und doch einzigartig mit silbernen Spitze.

Sachte legte er den Bogen sowie die Pfeile zur Seite und machte sich auf zu Miriam einen Köcher sollte Sie fertigen aus dem dünnen Leder eines der Rehe, die Ihr Blut gaben für das Salz. Miriam erwartet ihn schon mit dem Köcher dessen Rand mit Fell eingefasst wurde von ihr. Mit einem Kuss bedankte er sich bei Ihr, wusste er doch wie er Ihr danken kann für Ihre Hilfe bei seinem tun, doch dieses ist eine andere Geschichte in Eluivesgarten.

Verfasst: Sonntag 4. März 2007, 14:42
von Rowing Mandelbuche
*Das Schiff brachte eine kleine Gruppe nach Menk'ur. Einer von ihnen trug eine Bündel in den Armen, welches in einer Rehhaut ein gewickelt war.

Einer der Wüstenkrieger des Reiches führte Sie zu Fadi in seine Residenz.*

Verfasst: Sonntag 4. März 2007, 16:27
von Fadi Yazir
Einige Zeit besah er den Bogen in seinen Sessel gelehnt. Es machte beinahe den Eindruck, als ob er bei jedem Mal, wo er ihn betrachtete, eine weitere kleine Schnitzerei entdecken konnte. Lächelnd betrachtete er sie immer weiter, wobei er gelegentlich über den Köcher strich, der auf der Rehhaut auf seinem Schoß lag. Seine Gedanken kreisten dabei wieder um das Treffen am Abend, wobei sich ein feines Lächeln auf seinen Lippen abzeichnete.

Zusammen mit der kleinen Gruppe saß er auf den Bänken in seinem Raum und ließ sich immer wieder aufs neue überraschen. Vor einigen Wochen stand Rowing mit seinen grünen Haaren plötzlich vor ihm am Eingang des Tores, als er gerade wieder die Heimat betreten hatte. Er meldete sich auf sein Gesuch und schien zum Handeln gekommen zu sein. Die Ereignisse der letzten Zeit ließen ihn zwar nicht aufjubeln, wenn er einen Menschen sah, doch nicht alles wuchs auf Menek'Ur an den Palmen, so dass man wohl einen Mindestkontakt kaum vermeiden konnte.

Den ersten Worten nur ein Mindestmaß an Beachtung schenkend, hatte er schnell die Aufmerksamkeit gefunden. Er schien anders zu sein und ließ doch kurz die Frage in seinem Kopf aufkommen, ob er nur wirr war oder es tatsächlich Menschen eines Schlages gab, den er zuvor manchmal suchte, doch nie fand. Menschen die sich dem Werk Eluives verschrieben hatten. Nicht nur mit Worten wie schon manches Mal zuvor, sondern mit Taten.

Ein verblüffendes Anliegen worauf ein reges Gespräch zustande kam damals, was letztlich dazu führte, das er mit Freude an diesem Anteil nahm und helfen wollte. Und nun saß eine ganze Gruppe jener, von denen er beinahe glaubte es gäbe sie nicht, in seinen Räumen. Sie alle schienen vom gleichen Schlag, freundlich, zurückhaltend um um das Werk bemüht. Sie waren dem Mann ähnlich, den er im letzten Sommer traf, auf einem Fest bei Bajard, dann aber nie wieder sah. Nun waren sie da und ein augenscheinlicher Beweis, dass es jene Menschen gab und diese die Unterstützung des Reiches finden sollten, wo man ihnen jene zukommen lassen konnte.

Doch dies war wohl nicht der einzige Lichtpunkt des Abends gewesen, auch das Gespräch mit dem Mann, der ihn schon vor Wochen aufsuchte und ihm als Suchender im Gedächtnis blieb, war überraschend und zugleich erfreulich. Viel hatte er schon über sie gehört, doch nie einen Weg gefunden sie zu treffen - doch diese Zeiten würden nun kommen.

Kurz schlug er die Rehhaut zusammen und blickte über die Wände. Eine Stelle, die einem Eintretenden gleich ins Auge fallen musste, sollte es sein. Jene sollte fortab von diesem Kunstwerk geschmückt werden. Kurz fixierte sein Blick fragliche Stelle, woraufhin er sich erhob, um zur Tat zu schreiten.