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würziges Bier - zu würzig

Verfasst: Mittwoch 10. Januar 2007, 22:33
von Armoran Mares
Ein kalter Abend der auf Gerimor herrschte, ein eisiger Wind der einen ins Frösteln brachte.
Ganz anders aber im Wirtshaus zum wilden Eben. Menschen unterhielten sich, lachten und tranken.
Khazkal, Scartyz und Armoran saßen beisammen an einem Tisch in der Ecke der warmen Stube. An den Tresen waren Sabriel und ein Herr, die feierlich miteinander die bestellten Flaschen ihre Kehlen hinunterschütteten.

Im Gegensatz zur den anderen Leuten waren die Burgler, jene die sich ruhig und ohne jegliche Getränke unterhielten.

Sabriel stürmte aus dem Haus, wohl um sich zu übergeben, nachdem sie ein gemischtes Getränkes des Mannes trank welchen sie „Morgään“ nannte. Als sie nach einiger Zeit wieder hereinkam, kam sie nicht allein. Gleich nach ihr folgte eine vermummte Gestalt.

Armoran erkannte ihn sofort, es war der Schattenlord. Er nahm recht fix am Tisch der Burgler platz.

Schnell machten sich Lästereien an ihrem Tisch breit… es ging um die Säufer. Sabriel und dieser Morgen. Armoran nahm die Worte lediglich mit einem schulterzucken hin.

Doch, es kam ihm eine Idee.
Armoran spürte ein eigenartiges Gefühl, sein Blick konnte jenes aber verbergen.
Es war Eifersucht.

Er fühlte Hass und Eifersucht auf den Mann der mit seiner Freundin fröhlich an den Tresen trank. Armoran beugt sich nach vorn und flüsterte dem Schattenlord etwas zu. Der hinterlistige und böse Plan der ihn wie ein Schlag durchfuhr.

Einerseits selbst geschockt über die Worte die er seinem vermummten Gegenüber zuflüsterte, andererseits erfreut darüber das der Schattenlord ihm mit einem lächeln den Gefallen tat.

Die Exekutive des Plans stand vom Tisch auf. Schnell bot er den Beiden an den Tresen an, ihnen ein Bier zu spendieren. Geschickt tat er das und tauschte das Bier des Wirtes mit seinem eigenen aus und reichte es saufenden Morgen der Bürgerwehr Bajards und ging zu seinem Platz zurück.

Nicht lange dauerte es bis das ‚getauschte Bier’ getrunken wurde. Von Schmerzenskrämpfen und Übelkeit brach Morgen zusammen.

Recht erschrocken sahen alle auf, Scartyz stand sogar auf um ihm helfen zu wollen, bis auf dem Schattenlord und Armoran. Um dessen Schuld zu vereiteln tat der Schattenlord so als wäre er ein Heiler und tat das Beste um den scheinbar sterbenden zu retten. Erst wurde versucht ihn von der Seite her daran zu hindern, von Sabriel.

Sie war felsenfest davon überzeugt das der angebliche Heiler was damit zu tun hatte.

Khazkal ging zwischen die Tritte und bekam Folgeweise jene ab. Armoran erhob sich und ries Sabriel an der der Kapuze zurück, wodurch das durcheinander stoppte.

Währenddessen er sein bestes Schauspiel aufführte und versuchte Sabriels Verdächtigungen auf wen anders zu leiten, kniete der Schattenlord über den am Boden liegenden.

Mit den Worten die er ihm ins Ohr flüsterte, flößte er Morgen eine heilende Flüssigkeit ein.

„Halte dich Fern von ihr.. verstehst du? Sonst sehen wir uns wieder!“

Nach kurzer Zeit konnte Morgen wieder aufstehen, ging jedoch in direktem Weg aus der Taverne.

Ihm war wohl schlecht… oder hatte er Angst noch mal an so ein Bier zugeraten?

Verfasst: Donnerstag 11. Januar 2007, 18:46
von Malachai Schwarzmourne
Es war nur gerecht jenes zu tun, selbst wenn der Mann nichts dafür konnte. Wohl mehr ein Grund, warum der Schattenlord ihm am Leben liess: er war unschuldig in seinem Handeln.
Doch Denkmäler mussten Gesetzt werden und Malachai kennt die Auswirkung von Hass und Eifersucht. Sie treiben die fähigsten Mannen zu unüberlegten Taten. Ein Angriff auf diesen Fremden, ja gar Mord direkt in einer öffentlichen Taverne in Bajard hätte mehr Schaden an der Burg und seinen Mitgliedern anrichten können als vieles andere.
Armoran war ein Mann der Burg. Er war ein guter und loyaler Mann. Er hatte diese Art der süßen Rache verdient, zu oft bewiess er sich als fähig seines Amtes, zu oft gab er alles für die Burg. Er war einer der wenigen, die das Vertrauen des Schattenlords in vollen Zügen auskosten konnten und sie bekamen auch ihre Belohnung dafür.
Es war nicht schwer. Man tat so, als würde man die eine Flasche fast fallen lassen, geht hastig in die Knie hinter dem Tresen und fängt sie. Dabei wird die Flasche mit der anderen vertauscht und ihm jene gegeben.
Er trank Sie hastig, so war es nur eine Frage von Minuten, ehe die ersten Anzeichen wirkung zeigten. Übelkeit, Schwindelanfälle, bis zum Erbrechen und Schaum, dass aus dem Mund quälte, gar bis zur Besinnungslosigkeit und dem darauffolgenden Tot.
Es war eines der stärksten Gifte, die Malachai kannte. Er nahm jene vom Hause seines verstorbenen Bruders mit, von Valion.
Ein Gegengift besass er auch.
Als Heiler gab er sich aus. Er kniete sich nieder und flüsterte ihm leise ins Ohre, dass er sich von jener Frau abwenden sollte, wenn er leben möchte.
Der Mann war kaum instande, sich zu bewegen, doch der Schattenlord sah die Antwort in den verängstigten Augen. Die Augen eines Mannes, der weiss, dass er nahe an der Klippe steht und nur einen kleinen Schritt vom Tode entfernt ist.
Er verstand und er würde sich daran halten.
Die Frau nervte, sie wollte Malachai schlagen, doch nur ein hämmern gegen seine Rüstung war zu vernehmen, ehe Khazkal und Armoran sie von ihm weg nahmen.
Ein Glück. Er konnte in der Zeit ihm nicht ruhig das Gegengift verabreichen, doch als sie weg war, ging es.
Der Mann kam dann zur Besinnung und entschied, nach Malachais Rat des Ruhens, zu gehen.
Eine weise Entscheidung, doch man würde ihn im Auge behalten.
Denn Vertrauen wird durch den Bruch eines Versprechens gebrochen.