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Man schaue, man schaue...wie man die Burg ausbaue!

Verfasst: Mittwoch 10. Januar 2007, 11:04
von Malachai Schwarzmourne
Die Pläne waren gezeichnet, die Materialien besorgt und der Burgherr selbst gab nun sein Einverständnis: Der Burgausbau konnte beginnen.
Mit einem seufzer schaute Malachai auf jenes, was die Baustelle rund um das riesige Gebäude darstellte. Er entsann sich an die alte Zeit, wo er in ähnlich früher Stund aufstand und began, Stein für Stein, beim Aufbau zu helfen.
Es tat sich viel seit jeher. Die Burg wuchs und gedeiht von Tag zu Tag. Immer mehr Menschen finden hinter jenen Mauern ihr neues Zuhause.
Und trotz seines neuen Ranges als Stellvertreter vom Burgherren, beschloss Malachai, auch dieses male die Kraft des Menschen sprechen zu lassen.
So legte er die Pläne auf den Tisch, er hörte, wie die Gardisten geweckt wurden und die Nachtdienste auf den Zinnen, welche gähnend sich streckten und sich auf ihr Bett freuten, schauten kurz hinab und grüßten Standesgemäß den Schattenlord.
Jener krempelte nun die Arme hoch und began:
Stein für Stein, der Ausbau began und er würde voran schreiten, wie es für die Mannen und Frauen der Burg Eisenwart zu erwarten war.

Verfasst: Mittwoch 10. Januar 2007, 12:04
von Scartyz Blutfaust
"Erlege einer unserer Bogenschützen diesen Hahn!"

Schimpfte Scartyz mit einem flehenden Tonfall an diesem Morgen, während er sich das Kissen über den Kopf zog.

Er hatte die halbe Nacht hindurch Schreiben aufgesetzt und sich mit den weiteren außendienstlichen Schritten der Burg auseinander setzen müssen, so war er an diesem Morgen noch hundemüde, als er sich aus dem Bett plagte.

Noch etwas benommen und wacklick auf den Beinen stapfte er zum Brunnen, schob sich durch die Hastati hindurch und klatschte sich einige Hände des eisig kalten Wassers ins Gesicht, was ihm einen Teil der morgendlichen Müdigkeit nahm.

Er gähnte, streckte sich kräftig, und die Knochen knacksten laut.

Daraufhin schlenderte er zurück in die Gemächer, sich auf dem Wege beherzt am Hintern kratzend und wollte gerade in seine Rüstung schlüpfen, als er inne hielt.

Heute war der Erste Tag des großen Ausbaus. Das hätte er beinahe vergessen. Er wandte sich ab von dem Rüstständer, ging zu seiner Truhe und legte die Arbeitskleidung an.

Als er vor die Burg trat stand dort auch schon der Zenturio und ließ die Hastati und Praetorianer soetwas wie Frühsport betreiben. Selbst in ruhiger Pose gegen einen Stapel von Holzbalken gelehnt, schrie er ihnen so Sachen entgegen wie, sie sollten sich gefälligst mehr Mühe geben und dass selbst seine Großmutter diese Übungen mit mehr leichtigkeit absolviert hätte als dieser Haufen dort vor ihm.

Die Hastati rackerten sich sichtlich ab und ein mitleidiger Blick überzog kurz sein Gesicht, woraufhin er jedoch kurz schmunzeln musste.

"Morgen Zenturio!" grüßte er Armoran, mit einem knappen salut, welchen dieser erwiederte.

Scartyz sah sich um. Es waren bereits zeltartige Gebilde errichtet worden auf der Lichtung, welche wohl das Baumaterial vor Regen und größeren Verschmutzungen schützen sollten.

Dort sah er Steine. Unmengen an Steinen, welche die Burgschmiede heran geschafft hatten. Dann die Lehmziegel, welche Lamprecht bei den Anguren erwarb, einiges an Holz und zuguter Letzt der Mörtel.

An anderer Stelle wurden die Holzkräne wieder zusammengesetzt, welche bereits beim Aufbau der Burg zuletzt ihre Verwendung fanden.

Nachdenklich ließ er den Blick über das große Feld treiben, wo an diesem Morgen solch reges treiben herrschte.

Dann krempelte er sich die Ärmel hoch, spuckte in die Hände, verrieb den Speichel kräftig und machte sich an die Arbeit.

Es konnte beginnen.

Verfasst: Mittwoch 10. Januar 2007, 22:00
von Armoran Mares
Am Ende des morgendlichen Trainings ließ Armoran alle Hastati in Reih und Glied vor der Burg aufstellen. Der Ein oder Andere musste sich noch anhören was den Zenturio an ihm nicht passte, doch am Ende kam eine Ansprache die ihnen Allen das gab was sie für die nächsten Tage, Wochen oder sogar Monate brauchten...

Zuversicht und Kraft!

"Männer, Das Blut Eisenwart fließt durch unsere Adern, stärkt uns, schenkt uns Mut und Kraft für unsere Taten! Dies werden wir in der nächsten Zeit dafür hernehmen und die Burg nach dem Plan ausbauen wie es befohlen wird! Seid stolz auf das was ihr seid und macht!"

Im Gesicht einiger Männer kam ein Lächeln auf, seine Rede zeigte Wirkung.

"Wir sind dabei mit all unserer Kraft! Für Eisenwart! Für Lord Deslon! Für den Neid den wir uns durch dieses prächtige Werk verdienen werden!"

Den brüllenden Worten des Zenturios folgte das gejubel der Hastati.

Sogar nach ihrem harten Morgentraining, schien es als hatten sie den Willen die schwere Arbeit zu erledigen... Nein, es schien nicht so. Man konnte es von den Gesichtsausdrücken der Männer ablesen!

Sie folgten mit großem Eifer den Anweisungen des zuständigen Architekten...
und so würden sie es auch in der kommenden Zeit tun.

Verfasst: Mittwoch 10. Januar 2007, 23:42
von Tajara Nair
Bitte löschen, falscher account

Verfasst: Mittwoch 10. Januar 2007, 23:46
von Wijay Loreen
Als der Morgen graute kehrte sie zurück, ststützt auf ihrem speer, ausgelaugt und Müde, jedoch innerlich gestärkt.

Es bedurfte einer gewissen Zeit der Meditation um sich zu sammeln, und als ihre kalten leeren Augen das Geschehen beobachteten lächelte sie kühl. "So wird die also versterkt, die Festung, die ich als mein Heim erwählte", sagte sie zu sich selbst.

Sie trat erst später hinzu, nicht wissend was sie tun solle, sie besaß nicht die Kraft eines Soldaten, ihre Stärke war die ihres Geistes. Dennoch bot sie ihre Hilfe an, schließlich wollte man ja positiv auffallen.

Verfasst: Donnerstag 11. Januar 2007, 00:12
von Aporus
"Dort könnt ihr die Mauer vielleicht noch etwas verstärken!", meinte Aporus gelassen zu einem Soldaten der gerade mit einem schweren Stein des Wegs kam. Aus grauroten Augen betrachtete Aporus den Arbeiter, der half die Burg zu errichten.
Es tat ihm gut Tag für Tag den Ausbau der Burg Eisenwart zu beobachten. Es tat gut zu sehen wie der Unterschlupf den er 'Heim' nannte größer, stärker und sicherer wurde. Kein Zweifel... die Burg Eisenwart würde an Bedeutung gewinnen. Schon jetzt war sie wichtig für ihn... gab sie ihm doch Schutz, Nahrung und die Ruhe die er für seine Forschungen brauchte. Und vielleicht würde sie sich eines Tages als Hochburg Kra'thors entwickeln, so der Rabe den Nutzen und die Macht der Burg erkennen würde.
Ein schiefes, sternklares Lächeln huscht über sein Gesicht. Die Burg war eine Art Experiment... die Zusammenkunft von Dienern Alatars und Dienern Kra'thors, welche gemeinsame Ziele verfolgten. Ob dieses Experiment Früchte tragen könnte, würde sich zeigen...

Verfasst: Donnerstag 11. Januar 2007, 01:08
von Vikko Allago
"Mach dies.... Mach das"
Immerwieder klingen die selben Worte in Vikkos Ohren. Als Hastatus muss er jedem gehorchen, jedem Folge leisten. Immerwieder die selben Arbeiten und nur schwerlich kann man einen Fortschritt erkennen. Alles bleibt so wie es ist, doch verändert sich sich stetig.

"Das habe ich mir also als meinen derzeitigen Weg gewählt." spricht er leise zu sich selber. Sich der Gefühle in seinem innersten noch nicht ganz klar geworden, verfällt er wieder in ein gewisses Grübeln.
Er spürt jedesmal das widerstreben in seinem Geist, wenn wieder ein neuer Befehl gebrült wird oder er zum dritten Male das gleiche tun soll.
Er spürt aber auch jedesmal den Zusammenhalt, wenn man sich untereinander hilft oder die Vorgesetzten einem einen mitleidigen Blick zuwerfen.
Und letztendlich spürt er, wie sich der Stolz in ihm regt, der zu ihm spricht:"Das sind Aufgaben die unter deinem Wert sind"
Und es formt sich langsam der Gedanke in ihm, dass seine Zeit kommen wird, die Zeit in der er Befehle ruft und mitleidig guckt, die Zeit nach dieser Zeit des Dienens, die Zeit als geachtetes Mitglied der Burg.

"Hastatus, was machen sie da? Weiter arbeiten." tönt es nun, so macht sich Vikko seufzend wieder an die Arbeit.

Verfasst: Donnerstag 11. Januar 2007, 14:14
von Lamprecht
Lamprecht lief emsig wie eine Biene auf der Baustelle umher. Die letzten Tage waren hektisch vorübergestrichen. Zu den üblichen Zinnendiensten hatte ihm sein Posten als Lagerverwalter einiges an Zeit und Energie abverlangt. So hatte er die riskante Überfahrt ins nördliche Eismeer wagen müssen, um rechtzeitig zum Bau neue Dachziegel zu beschaffen. Alte mußten ersetzt werden und etwas dichter geschlichtet sollten sie auch sein, damit die neue Burg nicht gleich beim nächsten Regenguß unter Wasser stehn würde.
Auch die Steinlieferungen der Bergleute mußten organisiert und überwacht und Holz für die Baugerüste bereitgestellt werden.
Ganz nebenbei mußte noch das Lager verlegt werden, damit die schweren Truhen und Kisten beim Umbau nicht im Wege stünden.
Dies alles war zum Glück erfolgreich und noch rechtzeitig von Statten gegangen.
Aber damit war seine Arbeit noch lange nicht zuende. Er übernahm die Verantwortung dafuer, daß stets alles an dem Platz war, wo es gebraucht wurde, damit die Arbeiten in dieser verwundbaren Phase nicht ins Stocken gerieten. Erschien dies alles erfüllt, so packte er freilich wie alle anderen mitan und schichtete Stein um Stein übereinander und hievte Balken in die richtigen Positionen.
Nur noch kurze Zeit, das wußte er, und er würde sich wieder zurücklehnen können. In einer in neuem Glanz erstrahlenden, starken Burg. Mit dem Wissen, welchen Beitrag er dazu geleistet hatte.

Verfasst: Donnerstag 11. Januar 2007, 14:26
von Polgara Varga
"..Steine!.. Wir brauchen mehr Steine!...", schrie jemand ihr ins Ohr; mag es Scartyz oder Lamprecht sein, bei dem Gewimmel von Leuten auf der Baustellen kannte man sich ja kaum mehr aus!... und jeder schien aller besser zu wissen......

Die Augen himmelwärts drehend, beginnt sie ihrem Pferd die Packtaschen aufzulegen. Als ob sie zum Steinehacken her gekommen wäre! Aber gut, vielleicht würde der Ausbau ja endlich mehr Platz bedeuten und sie bräuchte nicht mehr jede Nacht erst das Starren und dann das Geschnarche der Kerle zu ertragen! Vielleicht gab es sogar endlich mal ein Bad, dass der säuerliche Geruch aus der Burg verschwände! Nun ja, und festere, dickere Mauern würden sicher auch zu ihrem Schutze beitragen!

Verfasst: Donnerstag 11. Januar 2007, 14:45
von Khazkal Deslon
Das Geschrei eines Mannes drang an Khazkals Ohr. Er schlug die Augen auf und schwang sich alarmiert aus dem Bett, was promt mit einem Schwindelgefühl belohnt wurde. Er hielt sich den Kopf.. Argh.. war der Wein am gestrigen Abend wohl doch zu viel gewesen?

Er drückte die Tür des Quartiers auf und blinzelte, als er zwei seiner Mannen erblickte, die umständlich ein paar Bretter transportierten.
„Heda, gebt auf die Statuen acht!“, moserte er. Die Soldaten sahen sich um und machten eine Bewegung, als wollten sie mit einem Salut grüßen und bestätigen, was sie dann aufgrund der Bretter in ihren Händen doch liessen. Langsamen Schrittes schweifte Khazkal nun durch das Gemäuer, welches von Arbeitsgeräuschen, Gesprächen und ab und zu einem Lachen erfüllt war. Dieses Lachen war fröhlich. An das schäbige, freudlose Lachen, das so oft durch die Hallen dröhnte, hatte er sich gewöhnt, aber das solch ein Ton durch die Mauern hallte, war lange her. Sehr lange.

Als Khazkal auf die Zinnen stieg konnte er nicht anders, als seine Stirn sorgenvoll in Falten zu legen. Er hatte im Laufe der Zeit festgestellt, das seine Mannen und Frauen nicht nur Krieger waren. Sie waren auch Köche, Handwerker, Heiler und allerlei noch, wenn auch kaum etwas richtig.Doch eines wusste er nun; Mit dem Hausbau mochte es nicht so ganz gelingen. Jedenfalls sah es so aus. Saldor stand gerade an einem Gerät, das wohl mit viel Fantasie ein Kran sein sollte, und brüllte Befehle. Geschäftig huschten die Leute mit allerlei Handwerkszeug und Material um Khazkal herum. Ein Nicken hier, ein Salutieren da, und sie waren schon wieder verschwunden in dem Gewirr des Umbaus. Der Kran ratterte hinauf mit einer Ladung Steinen. Jemand riss an einem Hebel und der Krank schwank aus. Eine ganze Zinne riss er heraus begleitet von einem hässlichen Krachen. Der Tribun sah zwar nicht in Khazkals Richtung, doch konnte er sich nur zu gut vorstellen, wie es gerade in seinem Gesicht aussah. Erneut brüllte dieser wieder Befehle. Khazkal jedoch schmunzelte nur sacht.
„Diese Zinnen haben sowieso ihren Dienst erwiesen. Die Neuen werden besser den je“, murmelte er zufrieden zu sich selbst.

Er begab sich zurück in die Versammlungshalle, wo er schon den Zenturio auffand, welcher über den Bauplänen brütete.
„Läuft alles.. nach Plan?“, erkundigte sich Khazkal.
„Selbstverständlich, Burgherr. Wir haben mit den Baugeräten etwas improvisiert. Aber so sollte es schneller vorran gehen als wenn wir jeden Stein die Treppen hinauf schleppen.“, erwiederte Armoran. Khazkal nickte ihm daraufhin lediglich zu.

Khazkal trat in eines der Materiallagerzelte, die vor der Burg aufgebaut worden waren. Einen Moment sah er sich unschlüssig um.. dann griff er zu einem Brett und machte sich auf, es zu der Burg hinein zu schaffen.

So tat er es einige Zeit. Bis zum Sonnenuntergang half er noch tatkräftig beim Burgbau. Den er mochte der Burgherr sein, aber er war sich nicht zu schade, selbst an seinem Werk Hand an zu legen.

Verfasst: Donnerstag 11. Januar 2007, 15:18
von Videros
Langsam drückte er sich aus dem Bett hoch. Draußen vor der Tür des Truppenschlaaf waren laute Rufe, Getrampel und Gestöhne zu hören. Außer ihm befand sich niemand mehr in seinem Bett. Ob er verschlafen habe ?
Rasch zog er sich einige Kleider an und schob die massive Türe auf. Es herrschte reges Treiben auf den Gängen der Burg. Eiligen Schrittes stürmten ein paar Hastati an ihm vorbei, ihm einen knappen Salut schenkend. Andere hatten Bretter über die Schulter gehängt und schleppten sich mühselig unter der Last die Treppe hinauf.
Scheinbar hatte in diesem Gedränge und in der Hektik dieses Tages niemand sein Fehlen bemerkt, und so tat er, als wäre er schon den gesammten Tag mit am Schaffen gewesen.
Oben, auf den Zinnen, beobachtete er einen Moment ein paar Hastati, wie sie unter Anweisung und Mithilfe Lamprechts einige Steine aufeinander Türmten und einige Balken in die richige Position hievten. Rasch zog er sein Hemd aus, spuckte in die Hände und packte sich einen Stein. "Wenn ich schon zuspät bin, so muss ich eben doppelt anpacken", sagte er zu sich selbst, während er schon den nächsten Stein packte ...

Verfasst: Donnerstag 11. Januar 2007, 18:32
von Malachai Schwarzmourne
Malachai packte Videros an der Schulter. Er schien leicht aufzuschrecken, doch ehe er etwas sagen konnte, sprach der Schattenlord leise zu ihm, der trotz der Arbeit weiter verhüllt blieb:
"Du bist zu spät. Glaube mir, mein Freund, ich merke, wenn jemand fehlt."
Dann hört man soetwas leichtes wie ein auflachen von ihm und er klopft ihm auf die Schulter.
"Doch mache dir keine Sorgen, arbeite nun Fleissig und gebe dein bestes, mehr kann niemand erwarten."
Dann geht er weiter, ehe Videros etwas sagen kann und beginnt einige Befehle zu geben.
"DIE STEINE MÜSSEN ZUR NORDSEITE."
Ein Hastatus schwangt mit einigen Brettern umher. Er hat sich wohl zuviel aufgeleistet und Malachai packt jene, ehe er fast zu Boden fällt und greift mit der anderen Hand nach dem Hastatus, damit er sich nicht verletzt.
"Halse dir nicht zuviel auf. Wir kommen gut voran, doch ein gesunder Arbeiter ist uns lieber als ein Verletzter."
Der Hastatus nickt nur kurz, legt 2 Bretter auf den Boden und geht mit den anderen weiter.
Die Arbeiten gingen gut voran, trotz einiger Pannen, als der selbstgebaute Kran etwas von den Zinnen abgerissen hatte, was Malachai nur schmunzeln liess.
Er ging zum Zenturio, der seinen Kopf über die Pläne gesenkt hatte und wohl versuchte zu erkennen, ob alles seine Richtigkeit habe.
"Die arbeiten gehen gut voran. Es ist zwar noch etwas unkoordiniert, doch Saldor wie auch Scartyz und Khazkal versuchen die Aufgaben gut zu verteilen. Rohstoffe werden nachgeliefert an...", er zeigt mit den Fingern an einige Stellen. "diesen Stellen. Dort werden sie am meisten benötigt."
Dann dreht er sich um, als ein Prätorianer neben ihn bemerkt, dass die Hände vom Schattenlord blutig waren. Er schaute erstarrt, in der Tat. Er hatte soviele Steine geschleppt seit dem Morgengrauen und nicht darauf geachtet. Er ging zum Lager und fand einige Bündel Stoffe, schnitt sich daraus bandagen und verband die blutigen Hände.
Dann ging er zurück um weiter zu arbeiten.
Er war zwar der Stellvertreter, doch er war ein starker Mensch und starke Menschen waren nun gefragt auf der Baustelle der Burg Eisenwart.

Verfasst: Donnerstag 11. Januar 2007, 19:35
von Vardek Cane
Mit einem Schnaufen wischte er sich das verschwitzte Haar aus dem Gesicht und packte den nächsten Stein.
Ungewohnt war das Gefühl handwerklicher Arbeit für ihn, bisher hatte er seinen Körper immer nur für den Kampf geschult, nun schleppte er schon den ganzen Tag lang Steine von einem Ort zum anderen.
"Hastatus, kommt hierher, hier gehören einige Bretter in die Wand genagelt!" hörte er die Stimme eines Vorgesetzten rufen.
Mit einem leisen Knurren liess er den Stein sinken und begab sich zu dem Manne. Er sprach sich im Gedanken selbst zu geduldig zu sein, es würde vorübergehen, und dann würde sich die Burg hoffentlich bald wieder anderen Dingen widmen können.

Verfasst: Samstag 13. Januar 2007, 12:36
von Saldor Falkenau
Saldor stand auf einem weit über vier Schritt grossen Holzgerüst, welches an der Nordwand der Burg vor einigen Tagen angebracht worden war. Mittlerweile waren die Stege der Holzkonstruktion ganz weiss von dem vielen Mörtel, mit dem man die schweren Steine aus der Lameriaster Mine zur Erhöhung der Mauern der Hauptburg aneinander gekittet hatte. Steinschicht um Steinschicht war aufgetragen worden, wobei man bis auf die Burgtürme die Aussenmauern nahezu komplett schon vollendet hatte. Kurz liess er von seiner momentanen Arbeit, neuen Mörtel anzurühren, ab und lehnte sich seufzend an das Geländer, dabei die Mannen der Burg unterhalb der Mauern betrachtend, wie sie neue Steinquader heranschafften. Sein nachdenklich-schwermütiger Blick glitt über den bewaldeten Horizont der Insel Lameriast.

Viele Monate waren sie schon hier. Was war in der Zeit nicht alles passiert. Seine Gedanken wanderten zu der kleinen Steinhütte, die einst auf der Lichtung stand, wo nun die Burg thronte. Damals war die Gemeinschaft nicht grösser als eine Familie. Wenige Recken, die ein Ziel vor Augen hatten, für das sie von fast jedem verspottet wurden. Nur durch ihre Entschlossenheit und den absoluten Einsatz für Eisenwart konnten sie bestehen, die Burg zu dem machend, was sie heute verkörperte. Längst entschwundene Gesichter kamen Saldor dabei in den Sinn. Kajol und Mikhail Kalveron zum Beispiel, ohne die die Burg niemals hätte errichtet werden können, ohne die Saldor nie zu dem geworden wäre, was er heute darstellte, ohne die sich der typische eisenwartsche Einheitsgeist nie ausgebildet hätte. Alles längst entschwunden, doch in dem, was nun entstand, lebten all jene, die in den Zeiten der Gefahr, des Krieges sowie der Entbehrungen zurückblieben, weiter. Eisenwart war nun stärker denn je, doch Saldor wusste genau, dass dies ein Verdienst der Gefallenen war, die sich für die Gemeinschaft in den letzten Monaten aufgeopfert hatten.

Wieder sah er zu den arbeitenden Getreuen der Burg herab. Mit jedem Meisselschlag, der gesetzt wurde, mit jedem Mörtel, der auf die Mauern aufgetragen wurde, mit jedem Kran und Gerüst, das zusammengezimmert wurde, mit jedem ausgehobenen Spatenstich, ehrten seine Kameraden jene, die es nicht bis hierher geschafft hatten. Und eben diese Gewissheit machte ihn stolz. Somit war das, was sie zur Zeit taten, nicht das blosse Ausbauen eines Gemäuers, sondern es war der Ausbau einer Idee, eines Geistes, der für jeden Eisenwarter heilig war. Heiliger sogar noch als der Glaube jedes einzelnen an welchen Gott auch immer. Das machte Eisenwart aus. Das war es wofür jeder einzelne von ihnen, von der Küchenmagd bis zum Burgherren, lebte und kämpfte.

Mit einem zufrieden wirkenden Blick nickte Saldor und wandte sich wieder dem vor ihm stehenden Eimer zu. Kräftig begann er sogleich mit dem schmutzigen Rührstab, den Mörtel anzurühren, wobei die dabei entstehenden, scharbenden Geräusche im Baulärm der Burg fast untergingen. Bald schon würde der Ausbau der Hauptburg abgeschlossen sein, bald würde ein weiterer Schritt in Richtung Zukunft gegangen sein.....

Verfasst: Dienstag 16. Januar 2007, 19:58
von Malachai Schwarzmourne
Langsam nahm die neue Gestalt dieses steinernen Kolossus Form an.
Jeder Mann arbeitete hart an diesem Werk. Jeder gab sein Herz und sein Blut für diese Mauern und man konnte zurecht sagen, dass diese Burg von jedem einen Teil trug.
Verletzungen kamen, doch man übersah den Schmerz und gab weiter seine ganze Kraft.
Es dauerte nicht mehr lange, dann würde sie fertig sein und ein jeder Mann und eine jede Frau kann stolz auf ihr Werk sein.
Es ist der Anbegin einer neuen Zeit. Der Anbegin einer neuen Burg und somit der Anbegin für jeden, der seinen Beitrag dazu leistet.
Eisenwart wächst und gedeiht und ein Ende ist nicht in sicht.