Seite 1 von 1
Hilfe für das Armenviertel Varunas ... (Füchse des Winters)
Verfasst: Sonntag 7. Januar 2007, 12:14
von Rafael de Arganta
Hilfe für die Armen.
Musste man erst so darauf aufmerksam gemacht werden? Rafael ärgerte sich.
Füchse des Winters ....
Wer oder was waren sie? Jedenfalls nicht das was sie vorgaben, denn sonst hätten sie nicht gemordet, oder Geiseln genommen.
Gut sie hatten ein Problem mit dem Adel mit dem Reich, weil wohl jene im Armenviertel hungerten, aber auf Grund dessen hatte Rafael seinem Knappen Thelor ja auch die Aufgabe gegeben eine Armenspeisung vor zu bereiten.
Der Junge Arbeitete gut und hart an dieser Aufgabe. Das die Zeit nun so drängte hatte Rafael aber nicht geahnt.
Geiseln genommen... Kinder getötet, und einer Geisel vor den Augen des Leutnants die Kehle durchgeschnitten.
Das klang nicht wie einfache Bürger die sich über etwas beschweren wollten.
Eine Geisel hatten sie noch und sie forderten nicht nur Essen sondern auch Rüstungen und Pfeile.
Man hasste den Adel und das Reich.
Gut die Armen mussten versorgt werden.
Elias und Thelor würden für Essen und Trinken sorgen.
Die Heilerin Liliana hatte er gebeten ebenso dort nach dem Rechten zu sehen. Wenn medizinische Hilfe von Nöten sein sollte, sollten sie sie erhalten. Egal zu welchem Preise.
Desweiteren war die Allianz angewiesen worden Feuerholz nach Varuna zu bringen.
Jeder seiner Leute der Allianz würde bereits jetzt schon dabei sein Holz zu sammeln.
Aber über all diesem schwebte noch die Geiselnahme.
Nein, das waren keine Methoden von lauteren Menschen.
Sie brachten Menschen um... Kinder!
Man musste sie zu fassen bekommen!
Des weiteren würde man ja heute Abend sehen das sich das Reich um ihre Bürger kümmerten.
Egal ob reich oder Arm. Niemand sollte Hunger leiden.
Verfasst: Sonntag 7. Januar 2007, 12:32
von Mons Zodak
In der Adlerfeste er Allianz erfuhr Mons von seinem Vorhaben, und der Not der Armen.
Schon früh hatte Mons angefangen Holz für den Winter zu schlagen, den ganzen Herbst war er beschäftigt gutes Holz, wie das der Eichen und Buchen zu schlagen, da diese einen guten Brennwert haben. So schlug er sie zu Scheiten und stapelte sie sorgsam, schützend vor Wasser an seiner Hauswand. Dort konnten sie geschützt trocknen und ihre Feuchte verlieren. Ausgezeichnetes Brennholz war es geworden.
Normal war die Menge grade ausreichet um den ganzen Winter zu heizen und im bis ins Frühjahr wärme in seinem Haus zu schenken. Schließlich dauert in der Regel der Winter lange ins neue Jahr hinein.
Doch beschloss Mons lieber ein paar mehr Felle zu nehmen, um sich einzudecken, als die Armen den grauenvollen Kältetod sterben zu lassen.
So schafte Mons eine große Menge von seinem Holz in das Armenviertel Varunas.
Verfasst: Sonntag 7. Januar 2007, 13:26
von Liliana van Drachenfels
In einem Gespräch mit Rafael erfuhr sie von der geplanten Armenspeisung und als er sie bat den Ärmsten dort eine medizinische Versorgung zukommen zu lassen, sagte sie sofort zu. So machte sie sich nach einem interessanten Gespräch, in dem es um die Allianz ging, auf den Weg und suchte nach Elias. Diesen fand sie in einer Herberge und unterbreite ihm ihren Vorschlag. Auch dieser schien davon sehr angetan, so machte sich Lili gleich noch mal auf dem Weg zum Schloß. Dort bat sie der Graf ausgerechnet darum sich um die medizinische Versorgung der Armen zu kümmmern, was Lili leicht schmunzeln ließ. Auch ihm erklärte sie ihre Pläne und machte sich kurz darauf auf den Weg nach Hause, um alles vorzubereiten.
Einige Tränke wollte sie noch herstellen und dann mußte sie noch dringend Flaschen auftreiben. Es würde ein geschäftiger Tag werden und sie hoffte am Abend wirklich helfen zu können.
Verfasst: Sonntag 7. Januar 2007, 15:57
von Andrey von Greifenbach
Das Gespräch mit dem Grafen stellte sich als ergebnisreich heraus.
Er ballte die Faust und schlug sie in seine Hand. Diese "Füchse" würden sehen, was es bedeutet das Leben anderer so gewissenlos für die eigenen Zwecke zu missbrauchen.
Es war wahrlich kein schöner Anblick. Er hatte seinen Dienst gerade erst wieder angetreten, der erste Tag nach seiner langen, jedoch von Erfolg gekrönten Suche. Selber belastet durch das, was er in einem früheren Leben getan hatte, hatte er gehofft, nun die Ruhe zu finden, die ihm solange gefehlt hatte. Und nun das.
Am ersten Tag, direkt, wurde der kleine Keimling der Hoffnung, das junge Kind des Glaubenbs in ihm, so erbarmungslos von diesem Meuchelmörder zertreten. Er führte diesen Einsatz, die Belagerung des Trainingsplatzes zu beenden. Die Geisel zu befreien.
Stattdessen... die Geisel ist tot. Ebenso das Kind, welches sie schon tot fanden. Und 6 Mannen dieser.. Gruppe von Staatsfeinden. Sein erser Einsatz, nachdem er erst vom letzten Genesen war, als Luczilla Amarth ihm den Dolch in den Rücken rammte und 15 Gardisten ihr Leben verloren.
Und wieder mussten Menschen sterben.
Ihm war bewusst, dass er an dem Tod der Geisel nichts ändern konnte, ja, es nichtmals verhindern hätte können. Die Skrupellosigkeit, mit der der Anführer trotz der Anwesenheit der Gardisten vorgegangen war, war beispiellos. Und trotzdem...
Manchmal denke ich, egal, was ich mache, und wohin ich komme, ich bringe den Tod mit mir. Und das, obwohl ich doch geschworen habe, zu beschützen. Zu helfen. Wer gibt mir die Kraft, weiterzumachen, zu bestehen? Temora sollte es sein, aber.. zu jung ist mein Glaube, und zu ängstlich bin ich, mein Heil in diesem jetzt zu suchen.
Der Aushang im Kastell hing. Er wischte seine Gedanken hinfort. Jetzt war keine Zeit, sich selbst zu bemitleiden. Es galt, Schlimmeres zu verhindern.
Er schwang sich auf seinen neuen Gefährten und preschte los...
Verfasst: Sonntag 7. Januar 2007, 18:44
von Lucenius van Sareth
Ein Kind - geopfert um einen Schrein zu schänden ... Lucenius mußte nicht nur zweimal auf den Brief des Leutnants schauen, als er diese Worte las. Mit schweren Schritten trat er am nächsten Tag die Reise zum Schrein an. Kälte umwehte die Haare und die blaue Robe der Templerschaft als er aus der Kutsche stieg. Es würde noch einige Minuten dauern, bis er die kleine Insel des Schreines der Demut erreichte. Und mit jedem Schritt kam ein Gefühl von Schwere und Schmerz in ihm auf. Er schloss die Augen als er den Nebelwald durchkreuzte, ging so die letzten Schritte auf den Fluss zu, dessen Fluss im Winter recht nachgelassen hatte.
Seine Schritte wurden langsamer als er die Brücke erreichte. Und so nahe am Schrein wurde ihm selber deutlich, das es ein anderes Gefühl war, wenn er sich nun dem Schrein näherte. Bedrückung machte sich im Körper des jungen Templer breit und es fiel schwer die Schritte über die Brücke zu dem geschändeten Schrein zu gehen. Sein Blick schweifte über die kleine Insel und gerade im Schnee war das Blut nur all zu gut erkennen. Von der Kälte gefroren waren etliche Bluttropfen auf dem Schrein selber und ein großer roter Fleck neben dem Schrein. Ein Stechen durchfuhr das Herz des jungen Mannes. Dort also musste der Leutnant das Kind gefunden haben. Unwillkürlich ballte sich die freie Faus und die Rechte umschloss fast krampfartig den Stab.
Träge, fast zäh trugen ihn seine Füße näher an den Schrein. Er sank auf die Knie, richtete ein stummes Gebet an Temora. Einige Minuten wehte der eisige Wind der Ebene über seinen Körper und lies ihn frieren, wenn es nicht gar das Blut auf dem Schrein war, das seinen Leib zum Gefrieren bachte. Er richtete sich langsam auf und streifte die Robe ab, legte sie zusammengefaltet neben sich in den Schnee. Das Leinenhemd das er darunter trug würde seinen Zweck sicher erfüllen. Mit Schnee getränkt, auf den Knien vor dem Schrein der Demut machte er sich daran das Blut von der Gravur des Schreines zu wischen. Sein nun freier Oberkörper färbte sich erst in einem roten Ton ob der Arbeit, dann wurde er leicht bläulich ob der Kälte. Etwa eine halbe Stunde dauerte es, bis der Schrein vom Blut befreit war. Danach nahm er die am Schrein stehende Holzkiste und füllte den bluttrunkenen Schnee hinein. Die Kiste brachte er schweigend zum Geländer, ehe er zum Schrein zurückkehrte, sich die Robe wieder überstreifte und sich vor den sauberen Schrein kniete.
Die Haende zum Gebet gefalten, den offenen Blick zum Himmel gerichtet, sprach er zu seiner Göttin. Die Winde trugen die Stimme des jungen Templers über die Ebene, auch wenn niemand sie zu dieser Stunde hörte in der menschenleeren Ebene sprach er in der Hoffnung gehört zu werden.
"Herrin Temora, hilf mir diejenigen zu finden, die Deinen Schrein schändeten, hilf mir sie auf den rechten Weg der Tugenden zu führen ..." er hielt kurz inne, schloss die Augen und senkte das Haupt. Einige Atemzüge später, die recht fest und entschlossen wirken mussten richtete er den Blick wieder gen Himmel und fuhr mit fester Stimme fort. " ... oder aber gib mir die Kraft ihnen Deine Entschlossenheit und Kraft zu zeigen, so wie Du mit dem Schwert gegen den Panther strittest, so will ich gegen diese Ungläubigen streiten, wenn die Worte nicht mehr genügen."
Einige Minuten verweilte der junge Templer noch kniend, mit erhobenem Blick vor dem Schrein, dann trat er langsam den Weg gen Kloster an.
Verfasst: Montag 8. Januar 2007, 08:48
von Liliana van Drachenfels
Der Abend kam und Lili brachte alles mit was von Nöten war. Sie half mit beim Essenausschenken und sorgte dafür daß alle warme Kleidung erhielten. Die ein oder anderen Wunden wurden ebenfalls versorgt und Medikamente verabreicht. Ein besonders störriger Herr, der auf nur einem Bein daherhumpelte verweigerte jeden Versuch von ihr, ihm zu helfen. Er war äußerst mißtrauisch und wollte nur seine Suppe haben. Lili versuchte es ein paar mal, ließ ihn dann aber erst ein mal in Ruhe. Später nach dem dieser gegessen hatte, schlief er ein und Elias trug ihn ins Zelt. Dort flößte sie ihm erst einen Trank ein, der schmerzstillend und auch ein wenig einschläfernd wirken sollte. Erst behandelte sie einige kleinere Blessuren, dann machte sie sich an die Versorgung seines Beins. Sie beträufelte den blutigen Lappen um den Stumpf mit einer Lösung und zog diesen dann vorsichtig ab. Trotzt aller Sorgfalt tat dies wohl ein wenig weh, aber der Patient schrie zwar kurz auf und fuchtelte mit den Armen, schlief dann aber weiter. Lili versorgte die Wunde, wusch sie aus und betupfte sie mit einer desinfizierenden Lösung um Entzündungen vorzubeugen. Anschließend verarbeite sie einige Kräuter zu einem feinem Brei den sie auf die Wunde schmierte. Abschließend wurde siese mit sauberen Bandagen verbunden. Lächelnd schaute Lili zu ihm und deckte ihn noch mit einer Decke zu.
Verfasst: Montag 8. Januar 2007, 16:56
von Thelor von Reensdorf
Viel hatte er nun auf die schnelle besorgt.
Großen dank ging an das Handelshaus was so schnell solche Mengen an Nahrungsmittel herangeschaft hatten.
Den Abend über verteilte er nun diese Nahrung und Getränke, Kleidung und Schuhe oder ließ sich einfach auf eine kurze unterhaltung ein.
Verfasst: Montag 8. Januar 2007, 19:37
von Andrey von Greifenbach
Fassungslos starrte er auf die bläulich schimmernde, geschmeidige Klinge in seiner Hand. Sein Mund stand halb offen, die Augen waren geweitet.
Die Klinge dampfte. Und sie schimmerte auch nicht ganz so blau, wie sie es sonst tat. An diesem Abend schimmerte sie viel mehr in einem glänzenden Rot, welches sich in kleinen Tropfen seinen Weg zum Boden des Kastellhofes suchte....
**********
Alles hatte .. eher harmlos begonnen. Die Gardeversammlung war beendet, ebenso das Gespräch mit Korporal Toberen, dass ihn mehr beschäftigte, als er es zeigte. Er hatte in der Versammlung so offen gesprochen, wie es ihm zu diesem Zeitpunkt möglich war. Viele neue Gesichter saßen an der großen Tafel des Sitzungssaales, und alle schauten erwartungsvoll auf ihn und harrten der Dinge, die da kommen würden. Was sollte er tun?
Die Garde war sein Zuhause, sein Lebensinhalt. Die Männer und Frauen, die nun an dieser Tafel saßen, sahen in ihm das, was er sein sollte: Ein Vorgesetzer, ein Leutnant... Der Mann, der die letzte Entscheidung hatte wenn der Hauptmann nicht abkömmlich und die Frau Oberst unbekannten Ortes beurlaubt war.
Und nun das. Ein Verräter in den eigenen Reihen der Reichstreuen. Jemand, der sich nicht scheute, auf eigenem Boden dreist hinterhältige Fallen für bewiesene Adelige aufzustellen. Wo? Wo könnte er sein? In der Allianz? Ja. In der Garde? Sicherlich. Vielleicht sogar im Schlosse selbst? Möglich.
"Alle Gardisten müssen auf ihre Reichstreue geprüft werden, egal wie!" Natürlich mussten sie das.. Aber wie denn? Sollte er sich jeden einzelnen vorknopfen und ihn auf Herz und Nieren abklopfen? Wusste der Graf, was diese Order bedeutete? Vielleicht nicht, er wusste es ja selbst nicht mal. Dennoch, es konnte nichts Gutes verheißen.
Er hatte sich entschlossen, offen zu reden. Jeder sollte wissen, woran er war. Es war ihm nicht möglich, im Rücken der Männer zweifelhafte Beobachtungen und Tests zu wirken. Das waren die Menschen, die im Einsatz, im Kampf gegenseitig dafür sorgten, dass der andere am leben blieb. Es war eine Familie wo jeder sich auf den anderen Hundertprozentig verlassen konnte.. und musste. Sie auf diese Weise zu prüfen kam ihm falsch und hinterhältig vor, er hatte das Gefühl, er würde seine Männer betrügen und hintergehen.
"Es besteht der Verdacht, dass unter unseren Reihen ein Verräter weilt, der das Königreich versucht zu untergraben."
Bei Temora, die Reaktion würde heftig sein, das war ihm klar. Aber _so_ heftig.. Nein. Kadett von Wolfenfels schmetterte gar seine Faust auf den Tisch, als er erfuhr, dass es meine Aufgabe war, die Männer und Frauen der Garde auf Reichstreue zu prüfen. Unter normalen Umständen hätte ein Kadett auf diese Reaktion ersteinmal sein hitziges Gemüt mit einigen Runden ums Kastell abkühlen müssen, aber in dieser Situation... Er selbst spürte die Hilflosigkeit in ihm.. Diese Fassungslosigkeit und Ohnmacht.
Dazu die Nachricht, die Füchse des Winters als reichsfeindliche Gruppe ward aktiv...
Er hatte den Weg der offenen Konfrontation gewählt. Jeder sollte wissen, was der Stand war. Sollte der Verräter unter ihnen sein... er würde merken, dass er in der Garde nicht von großem Erfolg gekrönt sein wird.
"Die Garde ist mehr als eine Truppe. Sie ist eine Familie. Und in einer Familie fallen die auf, die nicht ins Konzept passen.
Ehre... Kameradschaft.. Treue.. Mut!
Ein Verräter kann diese Werte hier nicht vertreten!
Und deswegen wird er auffliegen!
Wir sind eine Truppe! Wir halten zusammen, egal, was kommt! Und deswegen haben Parasiten hier keinen Platz!
Trotz einer Rede, die aus seinem tiefsten Inneren kam, spürte er die allgemeine Verunsicherung. Gerade die neuen Kadetten, die noch nicht so gefestigt waren, konnten ein Gefahrenpotential darstellen.
Aber eine andere Möglichkeit gab es nicht. Jetzt heißt es, Wachsam sein und dafür sorgen, dass die Kadetten nicht auf komische Gedanken kommen.
Die Besprechung war beendet. Alle Kräfte waren eingeteilt, es galt, die Armenspeisung zu überwachen und den Markt im Auge zu behalten.
Er ging zu seinem Pferd, schwang sich auf den Rücken seines Begleiters und trabte in ruhigem Schritte los.. Als er bemerkte, wie der zuvor dazugestossene Hauptmann sich am Eingang mit einer verhüllten Person unterhielt.
Er zügelte das Tier, hielt inne und liess seinen Blick uf dem Rücken des Mannes ruhen. Diese Stimme....
"Nun, erbittert musste ich feststellen, das sich die letzten Tage nichts getan hat...."
Dieses Schwein wagte es, hier, in der Stadt, im Kastell aufzutauchen! Der Mann, der vor seinen Augen die unschuldige Frau.. grundlos ermordet hatte.... Der verantwortlich war für die Toten, die zu beklagen waren.
Er liess sich aus dem Sattel gleiten und hatte in der gleichen Bewegung auf einmal seine Klinge in der Hand. Und plötzlich war die Spitze dieser Klinge auf seinen Hals gerichtet.
"Ihr würdet es doch nicht riskieren, dass noch mehr sterben, nur um meines Todes wegen?"
Was sollten sie tun? Würde der Mann nicht zu den Füchsen wiederkehren, würden noch mehr Geiseln sterben.
"Und keine Sorge.. Ich bin nur ein Kurier.. Ein Sprechrohr."
Verdammt....
********
Das Schwert glitt durch den Brustkorb des Mannes, als wäre dieser in der Sonne aufgeweichte Butter. Er hatte sich ohne Vorwarnung, ohne ein Zeichen, in die Klinge gestürzt, die Klinge des Leutnants, die so bläulich schimmerte...
Alles, was er in diesem Moment wahrnahm, war das Rauschen seines eigenen Blutes in den Ohren...Und das irgendwie durchdringende "Ups." des Hauptmannes.
Wie würde es jetzt weitergehen? Mehr Tote? Und wieder lag die Last des Todes auf seiner Schulter....
Verfasst: Samstag 13. Januar 2007, 00:09
von Selissa von Appelthane
In Schichten von zerlumpten. schmutzigen Gewändern gehüllt, machte sich Selissa also auf den Weg ins Armenviertel, so wie Lady Darna es gewünscht hatte. Herumzulaufen, ohne aufzufallen, sich umzuhören, ohne Aufsehen zu erregen, konnte sie immer schon gut, immerhin hatte sie lange Zeit selbst auf den Straßen gelebt und so suchte sie also Kontakt zu den Leuten dort.
Sprach über dies und jenes, den kalten Winter, die hohen Herren, die bestimmt in ihrem Schloß vor dem warmen Kamin hockten, fluchte über die viel zu hohen Steuern und stimmte den anderen zu, das sowieso und überhaupt die Welt ungerecht war..vorallem zum gemeinen Volk.
Ja und dann, wenn sich ein Gesprächspartner gefunden hatte und das Gespräch vom oberflächlichen Klatsch und Tratsch etwas weiter in die Tiefe ging, fragte sie, wie nebenher und so unauffällig wie möglich, ob man denn schon etwas von den "Füchsen des Winters" gehört hätte, von ihren Taten, fragte ob man wohl wüßte wer dahinter steckte, oder wo man diese Leute gar finden könne..reines Interesse natürlich, sollte man sie fragen, warum sie das wissen wolle..
Ob die junge Knappin nützliche Informationen aufschnappen konnte?...
Verfasst: Samstag 13. Januar 2007, 20:19
von Selissa von Appelthane
Eisig kalt war es in den löchrigen Gewändern und Selissa war heilfroh, als sie endlich wieder im Schloß war. Herausgefunden hatte sie nicht viel, eigentlich garnichts..die Leute waren heilfroh wenn sie etwas zwischen ihren Zähnen zum kauen hatten und ein halbwegs warmes Dach über dem Kopf, der Rest interessierte sie eher weniger. Dennoch war Selissa übervorsichtig. Als sie sich zum Schloß zurückbegab, war sie extra einen Umweg gelaufen und hatte sich mehr als einmal umgesehen, ob sie auch nicht verfolgt wurde.
Lady Darna hatte wie so oft, gerade keine Zeit, also machte sich Selissa auf die Suche nach Adrenalon, mit dem sie ohnehin sprechen sollte über ihren "Geheimauftrag". Zwar wußte sie nicht worüber genau, aber vermutlich wußte Adrenalon genaueres.
Als sie ihn schließlich fand, oder besser gesagt er sie, unterhielten sie sich ein Weilchen. Selissa hatte den Eindruck Adrenalon fand es garnicht gut, dass sie sich im Armenviertel herumtrieb, schließlich war es nicht ungefährlich. Zwei Kinder ermordet, Geiseln genommen, fürchten ihren eigenen Tod nicht...Selissa mußte schlucken als sie Adrenalons Worte vernahm, dennoch war sie fest entschlossen, Lady Darna nicht zu enttäuschen.
Als sie sich wieder ins Armenviertel schlich, war sie irgendwie erleichtert, Elias an ihrer Seite zu wissen und mußte schmunzeln als sie ihn in zerlumpten Kleidern und mit schwarz gefärbtem Haar sah. Sir Cathal hatte es erlaubt, wenn auch nur inoffiziell. Offiziell wußte er nichts davon, sollten sie auffliegen..
Und so ging es also wieder ins Armenviertel, diesmal zu zweit, verkleidet und unter überaus unauffälligen Decknamen: Lotte und Struppi
Verfasst: Donnerstag 18. Januar 2007, 11:34
von Liliana van Drachenfels
Den Auftrag des Grafens, den Ärmsten der Armen zu helfen, nahm Lili sich sehr zu Herzen. Bei der Armenspeisung hatte sie gesehen daß einige sich anscheinend wegen der massiven Präsenz der Garde nicht näher trauten. Doch auch diesen wollte Lili helfen. Da es im Haus ihrer Freundin sowieso wegen der Geburt ihrer Tochter, recht eng geworden war, griff sie sogleich zu, als sie sah daß im Armenviertel ein Haus frei war. Ein wenig mulmig war ihr zwar zumute, was wohl der Graf und alle anderen Adeligen zu ihrem Schritt sagen würde, doch sie ließ sich nicht beirren.
So eröffnete sie bereits kurz darauf ihre Heilerstübchen. Jedermann sollte dort kostenlos medizinisch versorgt werden und nach einem Gespräch mit der netten Schneiderin Shikara, ergab sich die Möglichkeit dort den Bedürftigen auch warme Kleidung anzubieten. Am nächsten Tag ritt sie zum Dunkelhof. Sehr erfreut war sie dort Mhyri anzufinden, hatte sie sich mit ihr doch schon angefreundet. Sie plauderten ein ganzes Weilchen und Lili brachte auch ihr Vorhaben zur Sprache, woraufhin ihr Mhyri sogleich anbot für die Armen zu kochen. Lili nahm begeistert an und ließ zu Hause angekommen einen großen Suppenkessesl vor ihrem Haus aufstellen.
Sobald die ersten Lieferungen eingetroffen wären, könnte sie nun die Bedürftigen mit Nahrung, warmer Kleidung versorgen und natürlich auch ihre Wunden und Krankheiten behandeln.
Sehr erleichtert war sie einige Tage darauf über die Reaktion des Grafen, der sehr viel Verständnis zeigte. Die Unterkunft wäre zwar nicht standegemäß meinte er aber sah ein daß sie so den Armen am besten helfen könnte. Er sicherte ihr seine Unterstützung zu, die Lili dankbar annahm. Der Graf warnte sie allerdings auch vor einer Gruppe, die sich anscheinend gegen den Adel wandte und skrupellos sogar über Leichen ging. Lili schauderte leicht, doch ihr Vorhaben wollte sie deshalb nicht aufgeben. Sie hoffte sich das Vertrauen der Bevölkerung erarbeiten zu können und so unbehelligt zu bleiben.
In Zukunft würde sie nicht nur jedermann im Armenviertel ihre Hilfe anbieten, sondern sogar dort leben und arbeiten.