Ifirnion An'Uamen Heledir: Vom Waffenhandwerk zur Kunst
Verfasst: Sonntag 24. Dezember 2006, 16:34
In jungen Jahren
Ifirnion erwachte und gähnte herzaft. Die Strahlen der Frühlingssonne kitzelten ihn gemein in der Nase und brachten ihn zum Niesen. „Aua!..“ Etwas hatte den jungen Elf am Kopf getroffen. Verschlafen sah er sich um. Schon flog erneut etwas durch das Fenster, dicht an seinem Kopf vorbei. Ein Kieselstein! Ifirnion zog die schmalen Lippen zu einer Schnute. Da bewarf ihn jemand mit Kieselsteinen. Er sprang auf und konnte sich schon denken wer da unten grinsend vor seinem Fenster stand. Noch ehe er das Fenster erreicht hatte um nachzusehen, erklang die helle Stimme Lamiadons: „He du Schlafmütze, wach auf! Der Tag ist viel zu schön um ihn wie ein Faultier zu verschlafen!“ Das lies sich der junge Elf nicht zweimal sagen. Lachend warf er die Kiesel hinaus nach dem Freund, schlüpfte eilig in Hemd Hose und Elfenstiefel, fuhr sich einmal mit den Händen durch die kurzen goldblonden Haare, sauste die Treppe hinunter, griff nach einem der frischen Brotfladen und noch ehe seine Mutter ein Wort über die Lippen bringen konnte, war er aus dem Haus. Die Frische, noch nach dem Nebel der Nacht duftende Frühlingsluft umspielte seine helle Haut. Tief atmete er die Luft ein, sah zu Lamiadon und war bereit zu neuen Taten...
[...]
Den ganzen Vormittag waren die jungen Elfen durch den immergrünen Wald gestreift. Die Sonne hatte schnell die letzten Nebelfetzen vertrieben und der Morgentau war von den Wiesen verschwunden. Sie folgten einem kleinen Bach, und als die Sonne am höchsten stand, hatten sie die Quelle aus der er quoll erreicht. Gemütlich saßen die beiden, am Rande einer blumenüberwachsenen Lichtung, gegen eine uralte Eiche gelehnt. Sie hatten ihre ledernen Wasserschläuche mit dem erfrischend kühlen Nass der kleinen, zwischen Steinen hervorsprudelnden Quelle gefüllt und unterwegs einen Beutel voll Beeren gesammelt die sie nun genossen. „Lamiadon,“ meinte Ifirnion nach einem leisen Gähnen, „wir sind ganz schön weit im Süden, warst du hier schon einmal?“ Langsam drehte der Freund den Kopf und sah ihn blinzelnd an. „Nein, aber wir dürften nicht weit von der Waldgrenze entfernt sein. Wir sollten hier umkehren, Lyomir meint, dort siedeln seit kurzem Menschen.“ Plötzlich war Ifirnion hellwach. „Menschen? Ich habe noch nie einen Menschen gesehen... los, wir gehen weiter. Vielleicht haben wir Glück und kriegen einen von ihnen zu Gesicht.“ „Hm, ich weiß nicht...“ meinte Lamiadon zögerlich, „Mein Vater sagt immer, wir sollen uns von den Menschen fern halten. Sie sind anders als wir...“ Ifirnion schüttelte den Kopf und sah seinen Freund aus seinen dunkelblauen Augen an. „MEIN Vater sagt immer, die Menschen sind wie Kinder.... hast du etwa Angst vor Kindern, Lamiadon?“ Seine Worte klangen neckisch und als sie ihre Wirkung erzielten, musste er darüber schmunzeln, wie gut er den Freund mittlerweile kannte.
[...]
Der Mond stand bereits voll am Firmament und schenkte der Schöpfung Eluives sein silberiges Licht. Vorsichtig schlichen die zwei jungen Elben durch die Ausläufer des immergrünen Waldes, als ein gellender Schrei und das Wiehern eines Pferdes die Ruhe der Nacht durchbrachen. Ifirnion schob ein paar Zweige vor seinem Gesicht beiseite, und sah auf einen schmalen Weg. Wieder ertönten die Schreie. Worte in einer Sprache die er nicht verstehen konnte, und die so scharf und unmelodisch klangen, dass er versucht war, sich die spitzen Ohren zu zu halten.
Das gedämpfte Schlagen von Hufen auf dem weichen Boden war zu hören. Die Zwei Elfen drückten sich dicht zwischen die Bäume als eine Gestalt fast direkt auf sie zu lief. Im Schein des Mondlichts konnte Ifirnion sie klar erkennen. Ihr dunkles langes Haar wehte beim Laufen und in ihrem Gesicht zeichnete sich Angst ab. Es war eine Menschenfrau, ziemlich klein wie Ifirnion fand. Das Schlagen der Hufe kam näher, dann sahen sie den Reiter. Ganz in schwarzes Eisen gehüllt, preschte er den Weg entlang, auf die Frau zu.
Den heimlichen Beobachtern stockte der Atem, als sie das große Schwert in seiner Hand sahen. Eine unnatürliche Kälte ging von dem Fremden Reiter aus und ein eisiger Schauer lief dem jungen Elf über den Rücken. Als der Krieger dicht hinter der fremden Frau das Schwert hob und der Mond sich in der blanken Klinge spiegelte, hatte ihn die Kälte völlig durchdrungen und er fror, als hätte der Winter seinen frostigen Griff nach ihm ausgestreckt. Dann fuhr das Schwert hinab...
[...]
„Ein verführter Alatars, ein Diener des puren Bösen.“ So hatte Ifirnions Vater den zwei jungen Elben am nächsten Tag den schwarzen Reiter erklärt. Lang und traurig war die Geschichte gewesen, über die Menschen, Alatar und die von ihm vor langer Zeit geraubten Brüder und Schwestern seines Volkes. Noch viele Nächte verfolgten ihn die Bilder des Reiters, der toten Frau und das Gefühl unbeschreiblicher Kälte.
Doch reifte in jener Zeit auch ein Entschluss in ihm. Er würde sein Volk und die immergrünen Wälder vor Alatar und seinen Dienern beschützen. Mit diesem Entschluss setzte er seinen ersten Schritt auf dem Weg eines Kriegers der Edhil...[/u]
Ifirnion erwachte und gähnte herzaft. Die Strahlen der Frühlingssonne kitzelten ihn gemein in der Nase und brachten ihn zum Niesen. „Aua!..“ Etwas hatte den jungen Elf am Kopf getroffen. Verschlafen sah er sich um. Schon flog erneut etwas durch das Fenster, dicht an seinem Kopf vorbei. Ein Kieselstein! Ifirnion zog die schmalen Lippen zu einer Schnute. Da bewarf ihn jemand mit Kieselsteinen. Er sprang auf und konnte sich schon denken wer da unten grinsend vor seinem Fenster stand. Noch ehe er das Fenster erreicht hatte um nachzusehen, erklang die helle Stimme Lamiadons: „He du Schlafmütze, wach auf! Der Tag ist viel zu schön um ihn wie ein Faultier zu verschlafen!“ Das lies sich der junge Elf nicht zweimal sagen. Lachend warf er die Kiesel hinaus nach dem Freund, schlüpfte eilig in Hemd Hose und Elfenstiefel, fuhr sich einmal mit den Händen durch die kurzen goldblonden Haare, sauste die Treppe hinunter, griff nach einem der frischen Brotfladen und noch ehe seine Mutter ein Wort über die Lippen bringen konnte, war er aus dem Haus. Die Frische, noch nach dem Nebel der Nacht duftende Frühlingsluft umspielte seine helle Haut. Tief atmete er die Luft ein, sah zu Lamiadon und war bereit zu neuen Taten...
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Den ganzen Vormittag waren die jungen Elfen durch den immergrünen Wald gestreift. Die Sonne hatte schnell die letzten Nebelfetzen vertrieben und der Morgentau war von den Wiesen verschwunden. Sie folgten einem kleinen Bach, und als die Sonne am höchsten stand, hatten sie die Quelle aus der er quoll erreicht. Gemütlich saßen die beiden, am Rande einer blumenüberwachsenen Lichtung, gegen eine uralte Eiche gelehnt. Sie hatten ihre ledernen Wasserschläuche mit dem erfrischend kühlen Nass der kleinen, zwischen Steinen hervorsprudelnden Quelle gefüllt und unterwegs einen Beutel voll Beeren gesammelt die sie nun genossen. „Lamiadon,“ meinte Ifirnion nach einem leisen Gähnen, „wir sind ganz schön weit im Süden, warst du hier schon einmal?“ Langsam drehte der Freund den Kopf und sah ihn blinzelnd an. „Nein, aber wir dürften nicht weit von der Waldgrenze entfernt sein. Wir sollten hier umkehren, Lyomir meint, dort siedeln seit kurzem Menschen.“ Plötzlich war Ifirnion hellwach. „Menschen? Ich habe noch nie einen Menschen gesehen... los, wir gehen weiter. Vielleicht haben wir Glück und kriegen einen von ihnen zu Gesicht.“ „Hm, ich weiß nicht...“ meinte Lamiadon zögerlich, „Mein Vater sagt immer, wir sollen uns von den Menschen fern halten. Sie sind anders als wir...“ Ifirnion schüttelte den Kopf und sah seinen Freund aus seinen dunkelblauen Augen an. „MEIN Vater sagt immer, die Menschen sind wie Kinder.... hast du etwa Angst vor Kindern, Lamiadon?“ Seine Worte klangen neckisch und als sie ihre Wirkung erzielten, musste er darüber schmunzeln, wie gut er den Freund mittlerweile kannte.
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Der Mond stand bereits voll am Firmament und schenkte der Schöpfung Eluives sein silberiges Licht. Vorsichtig schlichen die zwei jungen Elben durch die Ausläufer des immergrünen Waldes, als ein gellender Schrei und das Wiehern eines Pferdes die Ruhe der Nacht durchbrachen. Ifirnion schob ein paar Zweige vor seinem Gesicht beiseite, und sah auf einen schmalen Weg. Wieder ertönten die Schreie. Worte in einer Sprache die er nicht verstehen konnte, und die so scharf und unmelodisch klangen, dass er versucht war, sich die spitzen Ohren zu zu halten.
Das gedämpfte Schlagen von Hufen auf dem weichen Boden war zu hören. Die Zwei Elfen drückten sich dicht zwischen die Bäume als eine Gestalt fast direkt auf sie zu lief. Im Schein des Mondlichts konnte Ifirnion sie klar erkennen. Ihr dunkles langes Haar wehte beim Laufen und in ihrem Gesicht zeichnete sich Angst ab. Es war eine Menschenfrau, ziemlich klein wie Ifirnion fand. Das Schlagen der Hufe kam näher, dann sahen sie den Reiter. Ganz in schwarzes Eisen gehüllt, preschte er den Weg entlang, auf die Frau zu.
Den heimlichen Beobachtern stockte der Atem, als sie das große Schwert in seiner Hand sahen. Eine unnatürliche Kälte ging von dem Fremden Reiter aus und ein eisiger Schauer lief dem jungen Elf über den Rücken. Als der Krieger dicht hinter der fremden Frau das Schwert hob und der Mond sich in der blanken Klinge spiegelte, hatte ihn die Kälte völlig durchdrungen und er fror, als hätte der Winter seinen frostigen Griff nach ihm ausgestreckt. Dann fuhr das Schwert hinab...
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„Ein verführter Alatars, ein Diener des puren Bösen.“ So hatte Ifirnions Vater den zwei jungen Elben am nächsten Tag den schwarzen Reiter erklärt. Lang und traurig war die Geschichte gewesen, über die Menschen, Alatar und die von ihm vor langer Zeit geraubten Brüder und Schwestern seines Volkes. Noch viele Nächte verfolgten ihn die Bilder des Reiters, der toten Frau und das Gefühl unbeschreiblicher Kälte.
Doch reifte in jener Zeit auch ein Entschluss in ihm. Er würde sein Volk und die immergrünen Wälder vor Alatar und seinen Dienern beschützen. Mit diesem Entschluss setzte er seinen ersten Schritt auf dem Weg eines Kriegers der Edhil...[/u]