Weltordnung
Verfasst: Samstag 16. Dezember 2006, 18:02
Egal wo man hinkam, das Bild welches sich einem bot, war immer das gleiche. Vieleicht mochten sich Namen ändern aber die Geschichte änderte sich scheints nie.
Es war Mutters Prinzip was hier griff.
Natürlich konnten die Menschen, Elfen, Zwerge, wer oder was auch immer, keine Idee von der Wahrheit haben, ebensowenig wie ihre Protagonisten, welche sie Götter nannten.
Warum auch ? Sie sollten es nicht.
Wüssten sie wie es wirklich war, würde es aufhören zu funktionieren.
Natürlich hatten sie alle ihre eigene Idee von der Wirklichkeit. Eine Geschichte über die Anfänge, ganz nach ihrem Gutdünken. Eine Geschichte welche sie selbst in den Mittelpunkt setzte, ihnen den moralischen Schutz bot, welchen sie brauchten um die jeweils "richtige" Seite zu vertreten.
Wie sehr Mutter mit der kleinkarrierten Interpretation ihrer Rolle, damit getreten wurde, war ihnen egal. Der Zweck heiligte die Mittel.
Enghwyn hatte nun einige Wochen hier verbracht und zugehört. Gesprächen auf dem Markt, in Cyrions Heim, auf den Straßen.
Sie hatte Bücher gewälzt und sich einen Überblick verschafft über Meinungen und Ansichten.
Da gab es die, die sich als Lichte bezeichneten, die für Stabilität eintraten, und natürlich dachten, sie allein hätten Anspruch auf göttlichen Segen. Immerhin taten sie nichts "unrechtes" , aber auch sonst nichts. Stagnation, Niedergang und Dekadenz ist ihnen anheim.
Sie suhlen sich in ihrem Wolstand und wenn Dinge geschehen, die diesen gefährden könnten, warten sie ab, ob die Mär nicht an ihnen vorrüber geht, damit sie schnell wie möglich in ihren alten Trott verfallen konnten.
Sie sind satt und tot, gefangen in ihrer Lethargie die sie schlicht nutzlos macht. Keine Ideen, keine Kreativität, nichtmal ein schlechtes Gewissen. Motivationslos, Gefangene im täglichen Trott, nichts was Mutters Werk weiterbringen würde.
Und dann natürlich die, welche das Chaos ins Land tragen. Zwar unter dem Deckmantel eines machtgierigen Gottes, letztlich aber willkürlich handelnd, so wie es sein sollte. Ein belebendes Element gegenüber der Stagnation auf der anderen Seite.
Ein zerstörerischer Wille, dem alles anheim fallen soll, was sich da auf der Welt befindet.
Zwar ohne Konzept, was dann passiert, aber wen kümmerte das schon. Der Vorsatz reicht glücklicherweise aus.
Sie sind Gefangene hinter ihren Augen, stehen allesamt im selbsterklärten Mittelpunkt, alleinig begünstigt von ihren Göttern, unfähig sich davon zu lösen, weil ihre Eitelkeit es ihnen verbietet.
Aber so soll es sein.
Nur wenige haben die Möglichkeit von außen zu sehen, was vorsich ging. Aber es würde anders nicht funktionieren.
Die Welt soll sich entwickeln, lebendig sein, und Mutters Ziel war Ausgewogenheit zwischen Stabilität und Chaos, damit es das möglichst lange tat.
Es war so naheliegend. Aber hierzulande glaubt man Alatar sei ein Ausrutscher, den Eluive nicht gewollt hätte.
Welch Narretei, hätte Mutter eine perfekte Welt gewollt, in der alles vor Freude und Frieden erstrahlte, hätte sie ein stummes Bild gemalt, von unglaublicher Schönheit, aber nicht etwas lebendiges geschaffen wie die Welt es nun war.
Etwas mit Freude, welche sich am Leid misst. Etwas mit Geburt, welche im Tod das Gegenstück findet.
Die Welt ist im Wandel und um den Willen Mutters zu sehen, sollte man ihre Schöpfung sehen, aber das ist zuviel verlangt.
Zuviel verlangt von Wesen, die denken mit dem Tod ende alles, weil mit der Geburt alles anfinge, und die jeder in sich das wunderbarste unter der Sonne sehen.
Aber es ist gut so.
Schade nur dass jene, die das Zünglein an der Waage spielen sollten, falls es zu sehr auf eine der beiden Seiten kippt, sich ebenfalls einfangen lassen und frühzeitig Partei ergreifen.
Mit Mutters Gaben versehen, dafür auserwählt sie zu nutzen um das Gleichgewicht zu wahren, sollten sie warten bis sie gebraucht werden.
Aber meist tun sie es nicht, werden zum Teil des Spieles und damit ebenso nutzlos.
Ein Jammer.
Es tat weh, wenn Leben vernichtet wurde, ob in Form eines Menschen oder eines Baumes, aber Opfer mussten sein, und die Schöpfung bestand nicht nur aus dem Wald und seinen Tieren.
Nein alle Wesen gehörten dazu, auch die Götter.
Wer mochte sich anmaßen zu behaupten, ihr Dasein mache keinen Sinn ? Egal auf welcher Seite sie stehen ?
Aber sollen sie nur. Es war Mutters Idee und die einzige Möglichkeit etwas zu schaffen, was wirklich neues hervorbringt.
Einfach wunderbar.
Man kann sich nicht geborgener fühlen, als ein Teil ihres Schoßes zu sein.
Es war Mutters Prinzip was hier griff.
Natürlich konnten die Menschen, Elfen, Zwerge, wer oder was auch immer, keine Idee von der Wahrheit haben, ebensowenig wie ihre Protagonisten, welche sie Götter nannten.
Warum auch ? Sie sollten es nicht.
Wüssten sie wie es wirklich war, würde es aufhören zu funktionieren.
Natürlich hatten sie alle ihre eigene Idee von der Wirklichkeit. Eine Geschichte über die Anfänge, ganz nach ihrem Gutdünken. Eine Geschichte welche sie selbst in den Mittelpunkt setzte, ihnen den moralischen Schutz bot, welchen sie brauchten um die jeweils "richtige" Seite zu vertreten.
Wie sehr Mutter mit der kleinkarrierten Interpretation ihrer Rolle, damit getreten wurde, war ihnen egal. Der Zweck heiligte die Mittel.
Enghwyn hatte nun einige Wochen hier verbracht und zugehört. Gesprächen auf dem Markt, in Cyrions Heim, auf den Straßen.
Sie hatte Bücher gewälzt und sich einen Überblick verschafft über Meinungen und Ansichten.
Da gab es die, die sich als Lichte bezeichneten, die für Stabilität eintraten, und natürlich dachten, sie allein hätten Anspruch auf göttlichen Segen. Immerhin taten sie nichts "unrechtes" , aber auch sonst nichts. Stagnation, Niedergang und Dekadenz ist ihnen anheim.
Sie suhlen sich in ihrem Wolstand und wenn Dinge geschehen, die diesen gefährden könnten, warten sie ab, ob die Mär nicht an ihnen vorrüber geht, damit sie schnell wie möglich in ihren alten Trott verfallen konnten.
Sie sind satt und tot, gefangen in ihrer Lethargie die sie schlicht nutzlos macht. Keine Ideen, keine Kreativität, nichtmal ein schlechtes Gewissen. Motivationslos, Gefangene im täglichen Trott, nichts was Mutters Werk weiterbringen würde.
Und dann natürlich die, welche das Chaos ins Land tragen. Zwar unter dem Deckmantel eines machtgierigen Gottes, letztlich aber willkürlich handelnd, so wie es sein sollte. Ein belebendes Element gegenüber der Stagnation auf der anderen Seite.
Ein zerstörerischer Wille, dem alles anheim fallen soll, was sich da auf der Welt befindet.
Zwar ohne Konzept, was dann passiert, aber wen kümmerte das schon. Der Vorsatz reicht glücklicherweise aus.
Sie sind Gefangene hinter ihren Augen, stehen allesamt im selbsterklärten Mittelpunkt, alleinig begünstigt von ihren Göttern, unfähig sich davon zu lösen, weil ihre Eitelkeit es ihnen verbietet.
Aber so soll es sein.
Nur wenige haben die Möglichkeit von außen zu sehen, was vorsich ging. Aber es würde anders nicht funktionieren.
Die Welt soll sich entwickeln, lebendig sein, und Mutters Ziel war Ausgewogenheit zwischen Stabilität und Chaos, damit es das möglichst lange tat.
Es war so naheliegend. Aber hierzulande glaubt man Alatar sei ein Ausrutscher, den Eluive nicht gewollt hätte.
Welch Narretei, hätte Mutter eine perfekte Welt gewollt, in der alles vor Freude und Frieden erstrahlte, hätte sie ein stummes Bild gemalt, von unglaublicher Schönheit, aber nicht etwas lebendiges geschaffen wie die Welt es nun war.
Etwas mit Freude, welche sich am Leid misst. Etwas mit Geburt, welche im Tod das Gegenstück findet.
Die Welt ist im Wandel und um den Willen Mutters zu sehen, sollte man ihre Schöpfung sehen, aber das ist zuviel verlangt.
Zuviel verlangt von Wesen, die denken mit dem Tod ende alles, weil mit der Geburt alles anfinge, und die jeder in sich das wunderbarste unter der Sonne sehen.
Aber es ist gut so.
Schade nur dass jene, die das Zünglein an der Waage spielen sollten, falls es zu sehr auf eine der beiden Seiten kippt, sich ebenfalls einfangen lassen und frühzeitig Partei ergreifen.
Mit Mutters Gaben versehen, dafür auserwählt sie zu nutzen um das Gleichgewicht zu wahren, sollten sie warten bis sie gebraucht werden.
Aber meist tun sie es nicht, werden zum Teil des Spieles und damit ebenso nutzlos.
Ein Jammer.
Es tat weh, wenn Leben vernichtet wurde, ob in Form eines Menschen oder eines Baumes, aber Opfer mussten sein, und die Schöpfung bestand nicht nur aus dem Wald und seinen Tieren.
Nein alle Wesen gehörten dazu, auch die Götter.
Wer mochte sich anmaßen zu behaupten, ihr Dasein mache keinen Sinn ? Egal auf welcher Seite sie stehen ?
Aber sollen sie nur. Es war Mutters Idee und die einzige Möglichkeit etwas zu schaffen, was wirklich neues hervorbringt.
Einfach wunderbar.
Man kann sich nicht geborgener fühlen, als ein Teil ihres Schoßes zu sein.