Armand de Cruzado
Verfasst: Dienstag 5. Dezember 2006, 15:18
Eines Tages rief mich mein Vater in die Bibliothek.
Wie immer saß er dort am Kamin, eine Pfeife im Mundwinkel, ein Buch auf dem Schoss.
Der Hohe Lehnsessel war dem Kamin zugewandt und ich konnte nur an der Rauchwolke die von Ihm aufstieg erkennen das mein Vater dort saß.
" Sir " Sagte ich beim eintreten.
" Ihr hattet nach mir verlangt Vater. "
" Setz dich Sohn wir haben etwas zu besprechen. "
Rau und dunkel klang seine Stimme.
Zeit meines lebens sah ich wie alleine der klang seiner Stimme den Menschen respekt einzuflöste.
Niemand wagte es ihm zu wiedersprechen und wer es denoch tat spürte schon bald, das es nicht nur die Stimme ward, mit der dieser Mann respekt verströhmte.
Ich setzte mich wie geheissen auf den Zweiteiler der rechts neben dem hohen Lehnsessel meines Vaters stand.
Grade, den Rücken kerzengrade gehalten, das Kinn vorgeschoben, lies ich mich die Hände gefaltet nieder.
Streng musterte mich mein Vater aus seinen dunkelblauen Augen.
Ich versuchte meine Nervosität unter Kontrolle zu halten, doch das gelang mir wohl mehr schlecht als recht.
Ich spürte wie mir der Schweis auf die Stirn trat.
" Sohn ich hab dich rufen lassen weil ich etwas mit dir bereden muss. "
Ich nickte ihm zu und rieb mein feuchten Hände anneinander.
Mein Vater erhob sich.
Kerzengrade stand er da.
Trotz seines alters war er noch erstaunlich in Form.
Breite Schultern, aufrechter Gang, die Brust geschwelt und das Kinn stolz nach oben gehalten schritt er zum Kartentisch und nahm ein Pergament von dort.
Als er zurückkehrte tat er dies in ebensolcher Haltung.
" Durch und durch Soldat " Dachte ich mir.
Er legte die Karte auf den kleinen Kamintisch vor mir und deutete auf eine mir wohlbekannte Stelle.
" Dies ist unsere Grafschaft " Er zeigte auf einen Punkt der Karte.
" Und dies dort ist unser Lehen das Dein Großvater, mein Vater, einst für seine Verdienste am Reich zugesprochen bekam. "
Ich nickte stumm und folgte seinem Fingerzeig über die Karte.
Ich wagte nicht zu fragen was er mir damit eigentlich sagen wollte, denn ich wusste er würde sogleich ohne Umschweife auf den Punkt kommen.
Seine Finger fuhren auf einen ort weit entfernt des Kontinents, überquerten das Meer und sein Zeigefinger sauste plötzlich nach unten.
" Dies mein Sohn ist der Kontinent Gerimor. Du hast sicher schon davon gehört. "
" Ja Sir "
Erwiederte ich und vermied es erneut zu fragen auch wenn sich alles in mir danach drängte.
Ich wusste, man sollte diesen Mann nicht unterbrechen.
" Auf diesem Kontinent und wie man munkelt auch auf umliegenden Inseln, hat sich die finstere Alatarbrut einen Hort der Macht geschaffen. "
Ich nickte nur knapp, schlieslich wusste ich jenes.
Nicht nur weil ich mein Vater stets die Geschichte der Familie zum besten gab und bei jedem größeren Anlass davon berichtete wie die Familie zu diesem Lehen kam.
Sondern auch aus der Tatsache heraus das ich den großteil meiner Jugend in einem Kloster verbrachte, welches Temora geweiht war.
" Dein Großvater hat schon gegen diese Brut gestritten, ihm und seinen Exzelenten Taten verdanken wir die hohe Ehre das man uns einen Landsitz zusprach.
Leider wollte es das Schicksal nicht das ich seinem Wege folgen durfte, doch du mein Sohn, bist nun in einem alter wo du den ruhmreichen weg derer de Cruzado's fortsetzen sollst. "
Ich blickte ihn fragend an und endlich konnte ich mich nicht mehr zurückhalten.
" Sagt Sir " Meinte ich vorsichtig und spürte den strengen Blick meines Vaters auf mir .
" Was soll meine mir zugedachte Aufgabe sein ? "
" Das Sohn wirst du nun erfahren. "
Er setzte sich wieder und blickte mich an.
" Deine Jugend hast du damit verbracht im Kloster dein Wissen zu mehren.
Du warst auf den besten Schulen jenseits dieses Lehens und jetzt wird es zeit dein Wissen zu erweitern.
Ich hab weniger Jahre vor mir als hinter mir und du sollst eines Tages ein würdiger Erbe sein.
Doch dazu gehört auch das du dem Reich und der Krone dienen musst.
Doch das kannst du hier kaum.
Wir sind weit weg von den dunklen Horden und hier würdest du bestenfalls eine Militärkarrire einschlagen ohne jemals dem Feind gegenüber gestanden zu haben. "
Er machte eine Pause und deutete dann mit einem Wink auf die Karte.
" Doch dort wirst du gelegenheit bekommen, dem Feind in die Augen zu blicken.
Der Junge Graf von Hohenfels braucht Männer wie dich.
Männer deren Familien stets dem Reich dienten und denen er vertrauen kann. "
Er beugte sich vor und griff nach einer kleinen Glocke die auf dem Tisch stand.
Er nahm sie auf und lies ihren klang ertönen worauf sich keine zwei aufgenaufschläge später die Türe der Bibliothek öffnete.
Ein Steif gehender Mann mittleren Alters betrat den Raum.
" Ihr habt einen Wunsch Sir ? "
Sprach er mit schnarrender stimme und stand steif im Türrahmen.
" Bringe er das Pergament von meinem Schreibtisch im Arbeitszimmer ."
Der Diener nickte knapp und drehte sich in einem Zuege um das angeordnete zu erledigen.
Kein Wort sprach mein Vater und nur das knistern des Feuers im Kamin unterbrach hin und wieder die angespannte Stille im Raum.
Endlich wie nach einer Ewigkeit öffnete sich die Tür erneut und der Diener betrat erneut den Raum.
In der Linken ein silbernes Tablett auf dem ein Pergament seinen Platz fand.
Ohne ein Wort trat er zu den beinden Männern und beugte sich mit dem Tablett in vorhalte zu meinem Vater herunter.
Jener nahm das Schriftstück und würdigte den Diener keines weiteren Blickes.
Er trat rückwärts und verlies daraufhin den Raum.
" Dies mein Sohn ist ein empfehlungsschreiben. Es ist an den Hauptmann der Garde in Varuna adressiert.
Sobald du dort eintriffst, wirst du dich in der örtlichen Kaserne vorstellen und dem Hauptmann jenen Brief geben.
Du wirst dort eine Ausbildung beginnen.
Alles weitere liegt dann alleine bei dir. "
Ich blickte ihn fragend an und in meinem kopf irrten die wildesten Gedanken herum.
" Du wirst als einfacher Rekrut beginnen und ich denke je mehr du dich bewähren wirst umso schneller steigst du auf. "
Ich wurde nervös.
Ich hatte soviele Fragen doch traute ich mich nicht auch nur eine davon zu stellen.
Was wenn man mich nicht in der Garde nimmt ?
Was wenn ich es nicht schaffe jemals etwas besseres als ein Rekrut zu werden ?
Was wenn ich sterbe ? Wer soll dann der Erbe des Lehens werden ?
Was wenn ich mich verliebe und dort bleiben möchte ?
Fragen über Fragen schossen mir durch den Kopf.
Doch wagte ich nicht eine davon zu stellen.
" Ja Sir " Antwortete ich schlicht.
" In meinem Arbeitszimmer liegen Pläne für deine Reise nach Gerimor und ein Beutel Gold.
Du wirst während deiner Anwesenheit auf Gerimor auf dich alleine gestellt sein. "
Ich erhob mich aufrecht und knallte die Hacken zusammen.
" So soll es sein Sir "
Dann neigte ich meinen Kopf und wandte mich zum gehen um.
" Sohn. "
Meinte mein Vater als ich schon an der Türe war.
" Gib auf dich acht und mach uns keine Schande "
Ich drückte die klinke herunter und trat auf den Flur.
Die letzten worte meines Vaters waren das größte was man von ihm erwarten durfte an väterlicher wärme.
Ich würde ihm keine Schande machen auch wenn ich keinen schimmer davon hatte was mich nun erwarten sollte.
Ich ging also ins Arbeitszimmer und nahm mir die besagten dinge.
In meinem Gemach fand ich bereits einen Seesack gepackt.
So machte ich mich also auf, unbekannten Häfen und unbekannten Länderein entgegen.
Wie immer saß er dort am Kamin, eine Pfeife im Mundwinkel, ein Buch auf dem Schoss.
Der Hohe Lehnsessel war dem Kamin zugewandt und ich konnte nur an der Rauchwolke die von Ihm aufstieg erkennen das mein Vater dort saß.
" Sir " Sagte ich beim eintreten.
" Ihr hattet nach mir verlangt Vater. "
" Setz dich Sohn wir haben etwas zu besprechen. "
Rau und dunkel klang seine Stimme.
Zeit meines lebens sah ich wie alleine der klang seiner Stimme den Menschen respekt einzuflöste.
Niemand wagte es ihm zu wiedersprechen und wer es denoch tat spürte schon bald, das es nicht nur die Stimme ward, mit der dieser Mann respekt verströhmte.
Ich setzte mich wie geheissen auf den Zweiteiler der rechts neben dem hohen Lehnsessel meines Vaters stand.
Grade, den Rücken kerzengrade gehalten, das Kinn vorgeschoben, lies ich mich die Hände gefaltet nieder.
Streng musterte mich mein Vater aus seinen dunkelblauen Augen.
Ich versuchte meine Nervosität unter Kontrolle zu halten, doch das gelang mir wohl mehr schlecht als recht.
Ich spürte wie mir der Schweis auf die Stirn trat.
" Sohn ich hab dich rufen lassen weil ich etwas mit dir bereden muss. "
Ich nickte ihm zu und rieb mein feuchten Hände anneinander.
Mein Vater erhob sich.
Kerzengrade stand er da.
Trotz seines alters war er noch erstaunlich in Form.
Breite Schultern, aufrechter Gang, die Brust geschwelt und das Kinn stolz nach oben gehalten schritt er zum Kartentisch und nahm ein Pergament von dort.
Als er zurückkehrte tat er dies in ebensolcher Haltung.
" Durch und durch Soldat " Dachte ich mir.
Er legte die Karte auf den kleinen Kamintisch vor mir und deutete auf eine mir wohlbekannte Stelle.
" Dies ist unsere Grafschaft " Er zeigte auf einen Punkt der Karte.
" Und dies dort ist unser Lehen das Dein Großvater, mein Vater, einst für seine Verdienste am Reich zugesprochen bekam. "
Ich nickte stumm und folgte seinem Fingerzeig über die Karte.
Ich wagte nicht zu fragen was er mir damit eigentlich sagen wollte, denn ich wusste er würde sogleich ohne Umschweife auf den Punkt kommen.
Seine Finger fuhren auf einen ort weit entfernt des Kontinents, überquerten das Meer und sein Zeigefinger sauste plötzlich nach unten.
" Dies mein Sohn ist der Kontinent Gerimor. Du hast sicher schon davon gehört. "
" Ja Sir "
Erwiederte ich und vermied es erneut zu fragen auch wenn sich alles in mir danach drängte.
Ich wusste, man sollte diesen Mann nicht unterbrechen.
" Auf diesem Kontinent und wie man munkelt auch auf umliegenden Inseln, hat sich die finstere Alatarbrut einen Hort der Macht geschaffen. "
Ich nickte nur knapp, schlieslich wusste ich jenes.
Nicht nur weil ich mein Vater stets die Geschichte der Familie zum besten gab und bei jedem größeren Anlass davon berichtete wie die Familie zu diesem Lehen kam.
Sondern auch aus der Tatsache heraus das ich den großteil meiner Jugend in einem Kloster verbrachte, welches Temora geweiht war.
" Dein Großvater hat schon gegen diese Brut gestritten, ihm und seinen Exzelenten Taten verdanken wir die hohe Ehre das man uns einen Landsitz zusprach.
Leider wollte es das Schicksal nicht das ich seinem Wege folgen durfte, doch du mein Sohn, bist nun in einem alter wo du den ruhmreichen weg derer de Cruzado's fortsetzen sollst. "
Ich blickte ihn fragend an und endlich konnte ich mich nicht mehr zurückhalten.
" Sagt Sir " Meinte ich vorsichtig und spürte den strengen Blick meines Vaters auf mir .
" Was soll meine mir zugedachte Aufgabe sein ? "
" Das Sohn wirst du nun erfahren. "
Er setzte sich wieder und blickte mich an.
" Deine Jugend hast du damit verbracht im Kloster dein Wissen zu mehren.
Du warst auf den besten Schulen jenseits dieses Lehens und jetzt wird es zeit dein Wissen zu erweitern.
Ich hab weniger Jahre vor mir als hinter mir und du sollst eines Tages ein würdiger Erbe sein.
Doch dazu gehört auch das du dem Reich und der Krone dienen musst.
Doch das kannst du hier kaum.
Wir sind weit weg von den dunklen Horden und hier würdest du bestenfalls eine Militärkarrire einschlagen ohne jemals dem Feind gegenüber gestanden zu haben. "
Er machte eine Pause und deutete dann mit einem Wink auf die Karte.
" Doch dort wirst du gelegenheit bekommen, dem Feind in die Augen zu blicken.
Der Junge Graf von Hohenfels braucht Männer wie dich.
Männer deren Familien stets dem Reich dienten und denen er vertrauen kann. "
Er beugte sich vor und griff nach einer kleinen Glocke die auf dem Tisch stand.
Er nahm sie auf und lies ihren klang ertönen worauf sich keine zwei aufgenaufschläge später die Türe der Bibliothek öffnete.
Ein Steif gehender Mann mittleren Alters betrat den Raum.
" Ihr habt einen Wunsch Sir ? "
Sprach er mit schnarrender stimme und stand steif im Türrahmen.
" Bringe er das Pergament von meinem Schreibtisch im Arbeitszimmer ."
Der Diener nickte knapp und drehte sich in einem Zuege um das angeordnete zu erledigen.
Kein Wort sprach mein Vater und nur das knistern des Feuers im Kamin unterbrach hin und wieder die angespannte Stille im Raum.
Endlich wie nach einer Ewigkeit öffnete sich die Tür erneut und der Diener betrat erneut den Raum.
In der Linken ein silbernes Tablett auf dem ein Pergament seinen Platz fand.
Ohne ein Wort trat er zu den beinden Männern und beugte sich mit dem Tablett in vorhalte zu meinem Vater herunter.
Jener nahm das Schriftstück und würdigte den Diener keines weiteren Blickes.
Er trat rückwärts und verlies daraufhin den Raum.
" Dies mein Sohn ist ein empfehlungsschreiben. Es ist an den Hauptmann der Garde in Varuna adressiert.
Sobald du dort eintriffst, wirst du dich in der örtlichen Kaserne vorstellen und dem Hauptmann jenen Brief geben.
Du wirst dort eine Ausbildung beginnen.
Alles weitere liegt dann alleine bei dir. "
Ich blickte ihn fragend an und in meinem kopf irrten die wildesten Gedanken herum.
" Du wirst als einfacher Rekrut beginnen und ich denke je mehr du dich bewähren wirst umso schneller steigst du auf. "
Ich wurde nervös.
Ich hatte soviele Fragen doch traute ich mich nicht auch nur eine davon zu stellen.
Was wenn man mich nicht in der Garde nimmt ?
Was wenn ich es nicht schaffe jemals etwas besseres als ein Rekrut zu werden ?
Was wenn ich sterbe ? Wer soll dann der Erbe des Lehens werden ?
Was wenn ich mich verliebe und dort bleiben möchte ?
Fragen über Fragen schossen mir durch den Kopf.
Doch wagte ich nicht eine davon zu stellen.
" Ja Sir " Antwortete ich schlicht.
" In meinem Arbeitszimmer liegen Pläne für deine Reise nach Gerimor und ein Beutel Gold.
Du wirst während deiner Anwesenheit auf Gerimor auf dich alleine gestellt sein. "
Ich erhob mich aufrecht und knallte die Hacken zusammen.
" So soll es sein Sir "
Dann neigte ich meinen Kopf und wandte mich zum gehen um.
" Sohn. "
Meinte mein Vater als ich schon an der Türe war.
" Gib auf dich acht und mach uns keine Schande "
Ich drückte die klinke herunter und trat auf den Flur.
Die letzten worte meines Vaters waren das größte was man von ihm erwarten durfte an väterlicher wärme.
Ich würde ihm keine Schande machen auch wenn ich keinen schimmer davon hatte was mich nun erwarten sollte.
Ich ging also ins Arbeitszimmer und nahm mir die besagten dinge.
In meinem Gemach fand ich bereits einen Seesack gepackt.
So machte ich mich also auf, unbekannten Häfen und unbekannten Länderein entgegen.