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Verlorene Erinnerungen
Verfasst: Donnerstag 30. November 2006, 17:28
von Tajara Nair
Das Erwachen war eine eigenartige Sache für sich.
Tajara schlug die augen auf und stellte fest, dass sie eigentlich nur durch ein auge sehen konnte, irgendetwas war über ihr rechtes auge gerutscht.
Sie versuchte sich zu einem Stöhnen durchzuringen, musste allerdings feststellen, dass ihr die Kraft dazu fehlte - ja eigentlich fehlte ihr auch beinahe die Kraft, ihr Auge offen zu halten.
Sie lag auf einem... Fell? - Ja, so wurde es wohl genannt - Fell. Es war wider erwarten ziemlich warm, obwohl sie das kaum fühlte, da sie in ihrer Rüstung steckte, bloß die Füße waren nackt.
Sie wusste nicht wo sie war. Eine kalt anmutende Steinmauer erkannte sie schemenhaft. Doch es gelang ihr nicht, sich aufzurappeln. Ihre Arme und Beine waren gefesselt, wobei sie wohl vermutete, dass sie nur unfähig war, auch diese zu bewegen
Dann schlug der Schmerz zu. Ihr Kopf pochte vor Schmerz, und er war in irgendetwas eingewickelt - ein Verband vielleicht?
Was auch immer geschehen war - sie konnte nicht bestimmen, was los war. Ausserhalb dieses Raumes ertönten Kampflaute, offenbar kämpften zwei Menschen draußen miteinander - eigenartig, dass ihre Intuition noch da war.
Sie wusste nicht wer diese menschen waren, sie wusste nicht wo sie war... Eigentlich wusste sie gar nichts mehr. Weder wie sie hieß, noch wie sie hier her kam.
Und wohl gerade aufgrund dessen war es ihr auch ziemlich egal.
Wasser
Verfasst: Freitag 1. Dezember 2006, 03:29
von Tajara Nair
Es war kalt - und sie hatte Durst.
Due unge Frau, die ihren Namen nicht wusste, nicht wusste wo sie war, mit der man an diesem Tage kein Wort gesprochen hatte brauchte Wasser. Ihre Lippen waren ausgetrocknet, ihr Mund fühlte sich staubtrocken an.
Ab und an hatte sie Halluzinationen eines Wasserglases, nach dem sie greifen wollte, es aber nicht erreichen konnte.
Die Fesseln schnürten sie. Sie ahnte zwar, dass sie gefangen war. Aber von wem? Und weshalb? - Und immer wieder versuchte sie sich zu entsinnen, wer sie war. Sie wusste, sie hatte einen namen. Aber sie konnt ich nicht an ihn erinnern, wie an alles andere.
eltsam jedoch waren die vertrauten Stimmen die nachts plötzlich draußen auftauchten. Sie bildete sich ein, Rufe zu hören. Sie bat nach Wasser, als sie diese Stimmen vernahm. Doch selbst da kam keines.
Der Hunger ging unter, denn ihre Kehle brannte, ihr Körper gierte nach Wasser und Wärme, doch beides kam nicht an diesem Tag und auch nicht in der darauffolgenden Nacht.
Verfasst: Freitag 1. Dezember 2006, 11:06
von Viola Ser´Rhal
Ein langer Blick gen Horizont, der sich am heutigen Tag in einem eisigen Blau präsentierte. Nachdenklich waren die Augen verengt, als sie in die Ferne starrte und sich unbewusst mehrmals durch das Haar strich. Waren es Schuldgefühle? Ja das waren sie ganz sicherlich, gepaart mit einer gewissen Sorge. Sie hatte Tajara bereits eine Weile nicht mehr gesehen, und zu allem Überfluss ließen ihr die Ereignisse der vergangenen Tage auch nicht die benötigte Ruhe, ihr eine Nachricht zukommen zu lassen. Doch was sie noch viel mehr wunderte war die Tatsache, dass Tajara mittlerweile nicht einmal aufgetaucht war. Eigentlich verstrichen keine zwei Tage ohne dass sie sich wenigstens kurz gesehen hatten aber nun … es gefiel ihr nicht. Sie blinzelte nachdenklich drein, war Tajara vielleicht eingeschnappt oder zu enttäuscht, dass Viola sich nicht bei ihr gemeldet hatte? Aber eigentlich war dies nicht ihre Art, in keinster Weise und je mehr sie darüber nachdachte umso mehr wuchsen Schuldgefühl und Sorge in ihrem Kopf. Sie wandte den Kopf ab und blickte auf die großen Mauern Varunas die sich in naher Ferne auftürmten. Sie hatte Pflichten zu erledigen, sicher. Aber es gab eine Grenze da waren Pflichten nicht mehr so wichtig wie die Sorge um einen Menschen den sie liebte.
Der Entschluss war gefasst, sie griff nach ihrer Armbrust und machte sich auf nach Bajard um das nächstbeste Schiff nach Lameriast zu nehmen. Sie würde das Lager der Gefährtinnen einmal wieder aufsuchen und innerlich hoffte sie, dass Tajara einfach nur sauer auf sie war und die beiden sich dann aussprechen konnten. Über eventuelle andere Dinge, wollte sie im Moment nicht einmal nachdenken.
Verfasst: Freitag 1. Dezember 2006, 15:16
von Xinthra
Tajara entführt? Derselbe Angure? Was hatten die Gefährtinnen diesem Kerl getan dass er sie anscheinend der Reihe nach holte? Eine große Abordnung der Gefährtinnen setzte sich in Bewegung nach Andraste, man fand das besagte Haus in dem Sophie bereits festgehalten worden war, doch weder Schneiderin noch Wirt noch Wachmann wollten dabei helfen. Zumal Xinthra als ihre Schwestern sie hoben und sie durch diese Fensterschlitze schauen konnte, Tajara erblickt hatte. Gefesselt an Armen und Beinen, den Kopf halb verbunden und offensichtlich frierend und dürstend denn ausschlaggebend für den Versuch in den Raum zu schauen waren seltsame Laute gewesen, erst ein Flüstern nur das zum Husten wurde und später jemand deutlicher nach Wasser rief.
Marie war es zu kalt, das Schloß zu knacken, die Wand in der Nachbarwohnung war zu dick, kein Bewohner weit und breit, keine Hilfe zu sehen so mussten die Gefährtinnen die Segel streichen. Ihrem Tatendrang gab zudem die extreme Kälte eine deutliche Abfuhr. Denn die kroch unnachgiebig in die Kleider derer die sich vereinzelt in den Raum gehockt hatten. "Kauert euch zusammen" meinte Xinthra und nahm ihre Position an der Treppe ein. Während sich die Schwestern alle an einen Haufen versammelten damit es ihnen wieder warm würde, blieb Xinthra an der Treppe hocken, hielt den Pyrianspeer in der Hand der zumindest ihre Hände zu wärmen vermochte. In zwei Stunden sollte Myrina sie ablösen. Aber würde sie schlafen können, wollte sie überhaupt schlafen wenn sie genau wusste, nebenan lag eine ihrer Schwestern, gefesselt, frierend, dürstend, vielleicht sogar schmerzen erleidend?
Eins war sicher. Sollte sich dieser Angure zeigen, gäbe es nicht viel zu lachen für ihn.
Verfasst: Freitag 1. Dezember 2006, 16:36
von Tajara Nair
Am Rande ihres Deliriums bekam sie nur ansatzweise mit, wie sie befreit wurde. Sie schwebte zwischen Traum und wirklichkeit. Und erst unter Deck bekam sie ansatzweise mit, wie eine Reihe Frauen um sie stand.
"Bitte tut mir nichts", meinte sie ängstlich und verstört. Sie wusste nicht wer sie hierherbrachte. Und als es hieß, sie wären Schwestern, da war sie noch verwirrter. Konnte sie so viele Schwestern haben?
Im Lager selbst war es ihr fremd geworden. Sie fragte sich, was das für ein Ort war. Und wer war diese... Taja...ra? - Dieser name klang fremd in ihren Ohren, so fremd wie die Gesichter. Doch konnte das sein?
Eigentlich wusste sie gar nichts mehr - gerade das verstärkte auf sie den Eindruck, dass irgendetwas nicht stimte.
Gedankenblitze und Gedankenschatten
Verfasst: Sonntag 3. Dezember 2006, 00:09
von Tajara Nair
Es war seltsam. Mal davon abgesehen, dass all dies in diesem Lager seltsam war - sie nannten sie bei einem Namen, der ihr fremd war, sie fragten sie, ob sie etwas erkenne.
So sehr sie sich bemühte, Tajara erkannte kaum etwas. Erst nach und nach kamen Erinnerungsfetzen zurück, und diese Erinnerungsfetzen waren nur kurz da - sie wusste allerdings, was sie sagen wollte, und das half ihr wohl.
Ihre Kiste stand nicht im Zelt wo sie angeblich schlief - allerdings erinnerte sie sich nicht daran. Die Kiste war die Nummer 6. Die anderen brachten sie ins Haupthaus, damit sie sich dort die Kiste ansehen könne.
Doch zuvor kam Besuch... für sie. Eine gewisse Viola. Sie fragte Tajara, ob sie sie erkenne. Doch sie musste verneinen.
In der Kiste fand sie einen Bogen. Sie schoss damit, sie erinnerte sich. Aber auf was und wieso musste ihr die rothaarige Frau die sich Marie nannte beantworten.
Schließlich kam Viola hinzu und bat die anderen mit ihr alleine zu sein. Als sie sich an sie schmiegte und ihr einen Kuss auf dem Mundd gab war kurz etwas Vertrautes da. Was es sein mochte konnte sie nicht sagen. "Ich bin... gerne in deiner Nähe... kann das sein?"
Als sie in Tränen ausbrach, voller Angst, Tajara, so war doch ihr Name, wie es schien, wrde nie mehr die selbe sein wusste sie instinktiv, dass sie ihr eine Träne aus dem Gesicht wischen musste. Sie war also die Frau die sie liebte.
Sie beantwortete Geduldig einige ihrer Fragen. Und schließlich kam sie sogar zu ihr ins Zelt und schlief bei ihr. Immerhin - sie musste nicht wieder alleine schlafen, diesmal nicht gefesselt - vielleicht war das der Grund, warum sie einigermaßen schlafen konnte.
Doch was sie träumte ergab keinen wirklichen Sinn. Es mochten Erinnerungen sein - doch sie entsann sich ihrer nicht.
Sich lichtende Schleier
Verfasst: Sonntag 3. Dezember 2006, 13:42
von Tajara Nair
Es gab immerhin kleine Anhaltspunkte, die Tajara halfen, ihr Erinnerungsvermögen langsam wiederzuerlangen.
Da war die Erkenntnis, dass ihr Pferd Bruno hieß. Er lief ihr, ohne dass sie die Zügel nehmen musste nach, und schien wohl mit ihr spielen zu wollen. Es gefiel ihr zweifellos, obwohl sie ziemlich erschöpft war, und so nicht viel Zeit fand, zu spielen.
schließlich erinnerte sie sich auch an die Katze ihrer Mutter. Seltsam, die Katze hatte sie im Hinterkopf, die große graue dicke Katze. Sie erinnerte sich allerdings nicht an ihre Mutter.
Auch dass sie mit lyn als Kind zu tun haben mochte schien ihr irgendwie im Geist vorgekommen zu sein. uund dass sie diese kleine blonde Frau auf ihre schüchterne Ruhige Art irgendwie gern hatte. Sie konnte sich nicht entsinnen, aus welchem Grund, doch letztlich war dies nebensächlich.
dDer Mann mit der komischen Hahnenfrisur, der wie ihr Pferd hieß - Bruno - erzählte ihr allerhald merkwürdige Geschichten. Noch ahnte sie nicht, dass sie schon Bald die ganze Wahrheit wissen würde, und sich auf diese Weise der Schleier endgültig lichten sollte.
Rückkehr der Erinnerungen
Verfasst: Sonntag 3. Dezember 2006, 18:30
von Tajara Nair
Der Mann mit der Hahnenfrisur benahm sich äußerst Ruppig der Frau gegenüber, die sich Xinthra nannte.
Als sie sah, wie Xinthra ihn fesselte ergriff sie zunächst einmal die Flucht - es ging wohl darum, sein Pferd zu holen, das ihre Namen trug, wie er behauptete. doch was, wenn sie es war die sie einige Tage zuvor gefesselt und in diesen kalten Steinraum gebracht hatte?
Sie wollte nicht dran denken und floh aus dem Lager - doch wohin? Wohin gehörte sie eigentlich? Zittrig und weinend saß sie da, und als die Frau kam wllte sie erst wieder davonlaufen. Doch es gelang ihr, sie zu beruhigen. Etwas Vertrautes tauchte in ihr auf.
Später wurde der Mann Namens Bruno erneut frech, und so ging Xin in den Käifig zu dem Gefangenen ,um ihm seine Robe wegzunehmen, als dass er frieren sollte. Und dann kam es zum Handgemenge.
Als sie sah wie Bruno Xinthra schlug, sie gegen das Gitter fiel, und sie so ihrer Waffe entledigt wurde stand sie zunächst starr da. durfte das so sein? " NEIN!" schrie Tajara.
In diesem Moment kam es auf sie zu. Die Zeit schien stehengeblieben zu sein. Nein. Etwas war ganz und gar nicht in Ordnung - vielmehr noch, etwas war im Begriff gewaltig schief zu laufen.
Wohl das erste was sie wusste war, dass Bruno alles andere als ihr Freund war. Er war mit diesem Regado befreundet - der sie... umbringen wollte - ja, oder vielmehr fast umgebracht hat. Und auch er war bereits in dem Käfig.
Dann schien sich Baustein an Baustein zusammenzufügen. Binnen Sekundenbruchteilen schien sie den Schreck überwunden zu haben, und sie war wieder Tajara Nair - Gefährtin des Waldes.
"Zur Seite Xin!", rief sie - und sie erstürmte den eingang zum Käfig förmlich und schlug auf Bruno ein. Xinthra sackte ohnmächtig zusammen, und nun war es an ihr, diesem Kerl das Maul zu stopfen.
Erneut jedoch wurde sie mit dem Kopf gegen das Gitter geschleudert - und sie verlor das Bewusstsein. Aber das wusste sie später noch. Ihr Gedächtnis war wieder da. Eine Platzwunde mehr, ihre alte war aufgebrochen, und sie blutete aus zwei stellen - jedoch - als sie erwachte war sie immer noch Tajara und Xin ihre Schwester, so wie die anderen, die kleine Lyn - Marye - Ronya vor allem - alle die ihr in den zwei Tagen ihrer Besinnungslosigkeit beistanden und Geduld mit ihr hatten.
Wie es zur Entführung kam wusste sie nicht mehr. Es war irgendwie ausradiert, oder es würde erst spät zu einer solchen Erinnerung kommen. Doch das wichtigst war, dass sie wieder da war.
"Es wird alles gut gehen", meinte Viola. Und sie hatte Recht. Sie müsse Bescheid bekommen, so ald es ging. Das war Teil des Versprechens.