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Die dunkle Legion Eisenwarts
Verfasst: Sonntag 26. November 2006, 23:59
von Scartyz Blutfaust
Die Militärschau war für den frühen Abend angesetzt. Zahlreich erschienen die Soldaten, aufdass sich der Offizier ein aktuelles Bild der Kampfkraft seiner Truppen machen konnte.
[img]http://img457.imageshack.us/img457/8868/militrschau22ie4.jpg[/img]
Der Schwur
Verfasst: Montag 27. November 2006, 00:06
von Scartyz Blutfaust
Doch dies ward nicht der einzige Begehr des Burgherren an diesem Abend. Es galt sich neu zu formieren, eine neue Armee aus der Erde zu stampfen und ihren Schwur vor dem Gottkönig und Eisenwart zu erneuern.
[URL=http://img265.imageshack.us/img265/1107/schwur3jv0.jpg][img]http://img265.imageshack.us/img265/1107/schwur3jv0.jpg[/img][/URL]
Der Erste Klingentanz.
Verfasst: Montag 27. November 2006, 00:15
von Scartyz Blutfaust
Danach wurde die frisch gegründete Legion auch sogleich zum ersten Male auf die Probe gestellt. Es galt sich im Kampfe, Mann gegen Mann zu messen!
[URL=http://img265.imageshack.us/img265/594/kampfpi7.jpg][img]http://img265.imageshack.us/img265/594/kampfpi7.jpg[/img][/URL]
[img]http://img265.imageshack.us/img265/1203/kampf2py5.jpg[/img]
Verfasst: Montag 27. November 2006, 20:00
von Scartyz Blutfaust
In den Letzten Wochen- und Monatsläufen hatte der Lord viel Zeit am Schreibtisch und am Altar verbracht.
Es galt den bevorstehenden Umbau genaustens zu durchdenken, sowie die Umstrukturierung seines Militärs, doch damit ward es nicht getan.
Unter all diesen, ach so weltlichen, Belangen, durfte einer nicht zu kurz kommen. Derjenige, der überhaupt erst den Grund für ihre Existenz darstellte. Dieser, den sie Alatar nennen.
Es ward an der Zeit ihm im großen Rahmen zu huldigen und mal wieder Flagge zu zeigen. Und welcher Zeitpunkt wäre dazu besser geeignet gewesen, als der Abend eines militärischen Gelöbnisses und welcher Ort passender, als die Stadt der Dirne selbst.
So machte man sich mobil und trat die Reise an.
[img]http://img373.imageshack.us/img373/2479/marschxl6.jpg[/img]
[img]http://img373.imageshack.us/img373/7547/schiffrk6.jpg[/img]
[img]http://img373.imageshack.us/img373/1172/schiff2in8.jpg[/img]
Verfasst: Dienstag 28. November 2006, 22:05
von Khazkal Deslon
Auf der Fahrt, wandte sich der Burgherr nocheinmal persönlich an sein Gefolge.
"Männer... lange ist es her, dass die Aussenwelt uns so zahlreich zu Gesicht bekam! Aber an diesen Anblick werden sie sich wohl oder übel gewöhnen müssen! Eisenwart lebt und wächst und gedeiht! Wir werden mehr und mehr und bald schon werden wir zu alter Stärke zurückgefunden haben! Zusammen mit unseren Freunden in Rahal, unter Alatar und dem Alka werden den Dienern der Dirne die Knie noch weicher werden, als sie es jetzt schon sind!
Sie werden sich fürchten, vor einem Krieg!"
Er machte eine Pause und lachte bitter.
"Diese Narren! Es bedarf keines Krieges, um sie zu bezwingen! Aber soweit reichen ihre Gedanken nicht. Ihr frevelhafter Glaube hat sie verdummen lassen. Nein. Wir werden in diese Stadt gehen. Wir werden keines ihrer Gesetze brechen. Wir werden keinem von ihnen auch nur ein Haar krümmen! Wir werden uns unters Volk mischen und ich sage euch, die Furcht wird sich ganz von allein in ihre schwachen Herzen fressen und diese Furcht wird zu Zorn führen und dieser Zorn zu blankem Hass!
Ohja Männer, ihr werdet ihn in ihren Augen sehen! Und sie werden uns den Tod an den Hals wünschen. Es wird ein Festmahl der verdorbenen Gedanken, ein Festmahl für unseren Herrn!"
Er machte wieder eine Pause und fasste jeden der seinen einmal fest ins Auge.
"Es könnte durchaus sein.."
Fuhr er fort.
"dass sie einen von uns Einsperren. Es könnte durchaus sein, dass sie mich verhaften werden. Es könnte sogar sein, dass sie uns alle festnehmen. Wir wissen bereits, wie diese Heuchler unter dem Vorwand ihrer Nächstenliebe sich ihre eigenen Gesetze zurecht biegen und auslegen, wie sie ihnen gerade in den Kram passen.
Aber Männer... sollen sie es tun. Sollen sie ihrer Furcht und ihrem Hass freien Lauf lassen. Wir werden standhaft bleiben! Nicht mit dem Schwerte. Unsere Klingen mögen sie zerbrechen, denn sie werden in der Überzahl sein, sondern mit dem Geiste! Unseren Geist werden sie niemals zu brechen vermögen!
Doch sollten sie soweit gehen, wird der erste Schritt getan sein, ihren Geist zu erschüttern!
Wir aber werden furchtlos sein und dem Einen treu ergeben!
Ich weiss, dass wir Zweifler in unseren eigenen Reihen haben, Bürger Rahals, die sich, zumindest kurz, von den Lügen und Gerüchten unserer Feinde verwirren ließen... Gehen wir, und nehmen selbst dem Letzten von ihnen seine Zweifel!
Für Alatar!"
Während seiner Rede regten sich die Soldaten. In so machem ihrer Augen war ein Funkeln zu erkennen und so stimmten sie mit ein und priesen gemeinsam den Herrn.
Durchschaubar.
Verfasst: Dienstag 28. November 2006, 23:43
von Scartyz Blutfaust
Die Worte des Lords hatten die Männer Eisenwarts mitgerissen. Und seine Vorraussagungen stellten sich als wahr heraus.
In Varuna ließen die Wachen sie, nachdem sie Rüstzeug und Waffen abgelegt hatten, passieren und so mischte man sich unters Volk.
Es dauerte nicht lange und sie waren vom Zorn umringt, vom Zorne der Varuner.
[img]http://img140.imageshack.us/img140/3442/markttl5.jpg[/img]
Verfasst: Mittwoch 29. November 2006, 00:04
von Scartyz Blutfaust
Nach einiger Zeit entwickelte sich das verblüffte Staunen der Wachen, die gar etwas überfordert wirkten, in ein misstrauisches Beobachten ihrer neuen "Gäste".
Schliesslich traf einer ihrer Oberbefehlshaber ein. Ein Ritter unter der Dirne. Sie umkreisten die Eisenwartler und verwickelten sie in einen Streit, der Ritter selbst verlor seinerseits sogar die Beherrschung.
"Hervorragend!" dachte sich Scartyz, den die Menschenkenntnis und Gabe der Vorhersehung seines Lords immermehr zu schätzen begann, denn er konnte ihren Zorn förmlich schmecken. Sie wollten sie schon aus der Stadt jagen.
"Ihr seit doch verbrüdert mit Rahal!" keifte nun der Ritter "Ihr nennt sie Freunde und auch im Kriege würdet ihr an ihrer Seite stehen, gebt es doch zu!"
Khazkal sah ihn ruhigen, aber festen Blickes an und erwiederte nur:
"Sie sind unsere Brüder, Freunde und Verbündete, selbstverständlich würden wir ihnen im Kriege zur Seite stehen!"
Darauf schien der Ritter nicht vorbereitet zu sein. Scartyz wartete nur darauf, dass ihm die Adern in den Augen platzten.
Nun war es klar. Sie waren verbrüdert mit dem "Feind", doch Khazkal war das egal. Er hätte sich eher zwei Wochen einkerkern lassen, als den Herrn und seine Freunde, vor diesem verblendeten Narren zu verleumden.
"Männer, wir leisten keinen Widerstand!" Sprach er nurnoch und so wurden sie abgeführt.
[img]http://img299.imageshack.us/img299/7356/knast1po0.jpg[/img]
Der Kerker.
Verfasst: Mittwoch 29. November 2006, 00:14
von Scartyz Blutfaust
So saßen sie dort nun. Eingepfercht in ihre Zellen, wie Tiere in einem Zoo, die von den Besuchern, welche in diesem Fall wohl die Stadtgardisten darstellten, beobachtet wurden. Doch mit Ehrfurcht beobachtete man sie, wie einen Löwen, der in seinem Käfig hin und her tigerte, das konnten sie spüren und sie wurden hier von einer halben Armee bewacht!
Die Stimmung unter den Gefangenen war eher ruhig, während sich ihre vermeindlichenen Peiniger durch Unsicherheit und gar gegenseitigen Misstrauens zu profilieren schienen.
Dies ging soweit, dass sie bereits nach kurzer Zeit Geräusche von draussen vernahmen, die gar so klangen, als würden sich dort die Gardisten gegenseitig an die Gurgel gehen.
Khazkal verschränkte die Hände hinter dem Kopf, lehnte sich auf seinem Bett zurück und grinste wölfisch.
"Alles läuft nach Plan Männer. Ihre Herzen sind schwächer, als ich dachte!"
Als die Nacht hereinbrach und die Gardisten sich zumindest aus dem Zellentrakt zurückgezogen hatten, zogen sie sich zum heimlichen Gebet zurück.
"Sie werden uns nicht brechen Männer, sie können uns nicht brechen!" flüsterte Khazkal ihnen zu. "Der Herr stellt uns auf die Probe, aber zugleich hält er seine Tatze schützend über uns, wie einen Schild!"
Das hohe Gericht.
Verfasst: Mittwoch 29. November 2006, 00:33
von Scartyz Blutfaust
Ihnen wurde vorgeworfen, den Paragraphen 3.10, des Gesetzestextes der Stadt Varuna, gebrochen zu haben: "Rahal, so wie jeder ihrer Verbündeter, sei, so er auf dem Reichgebiet gesichtet und erkannt werde, umgehend den Wachhabenden zu melden und unter Spionage-, sowie Kriegstreibereiverdacht festzusetzen", oder so ähnlich hiess es.
Die Verhandlung dauerte ihre Zeit. Nachdem die Wachen geschildert hatten, was vorgefallen war, befragte man die Angeklagten dazu und schließlich die verschiedenen Zeugen im Publikum dieser öffentlichen Verhandlung, wozu die Angeklagten dann widerum Stellung bezogen und so weiter und sofort.
Eisenwart berief sich auf die Tatsache, dass man sie stets hatte passieren lassen, was den Paragraphen 3.10 in ihren Augen für nichtig erklärte, in der Vergangenheit und sie keines der anderen Gesetze Varunas nachweislich gebrochen hätten.
Die Hinrah erzählten viele alte Geschichten aus dem Krieg, während die Anführerin der Gefährtinnen, als neutrale Quelle, viele der von den Hinrah vorgebrachten Behauptungen zu relativieren wusste - man konnte auf sie zählen.
Letztlich lautete das Urteil Verbannung aus der Stadt und zehn Strafkronen pro Kopf, bei zweimaligem Verstoße in der Zukunft drohe die Hinrichtung.
[img]http://img100.imageshack.us/img100/5927/gerichtsm8.jpg[/img]
Verfasst: Mittwoch 29. November 2006, 00:45
von Scartyz Blutfaust
An diesem Abend hatte man Varuna dicht gemacht. Die Stadt glich mehr einer Festung. Überall patroullierten Soldaten und die Stimmung war gereizt.
Der Grund?
Fünf Soldaten einer Burg im Herzen der Insel Lameriast, die die Stadt ohne auchnur einen Dolch zu ziehen zum Erzittern gebracht hatten.
Ohja, der Panther hatte sie auf die Probe gestellt, aber es zeigte ihnen und nichtnur ihnen selbst, dass der Puls Eisenwarts wieder Schlug wie in alten Tagen.
Den Kerker hatte man überwunden, sich in Demut vor dem Herrn geübt. Es ward an der Zeit voran zu schreiten.
[img]http://img225.imageshack.us/img225/1151/goldku3.jpg[/img]
Verfasst: Mittwoch 29. November 2006, 01:04
von Tander Mandris
da waren sie nun... eingesperrt in dem Kerker Varunas... doch Stolz erfüllte sein Herz. Die Praetorianer und Hastati hatten Mut bewiesen, das war das Wichtigste. Alatar würde nun sein Auge auf uns haben, dachte er. Wir werden seine Worte von nun an mit dem Schwert verbreiten. Viele würden sich Ihnen anschliessen, denn selbst in der Stadt Tem...nein, selbst das denken dieses Dirnennamens bereitete ihm Übelkeit... die grosse Lüge, blüht der Hass..viele werden folgen... Würden doch nicht so viele arme Seelen verblendet sein von den Lügen Varunas, der Hinrah oder Menek'Urs. Es war nun an Ihnen... auzustehen und Eisenwart mit lautem Schlachtruf erwachen zu lassen... ein stilles Gebet wurde in die Nacht gesandt.
Allmächtiger Gottkönig, ich erbitte Deinen Beistand in unseren Schlachten. Führe Deine treuen Scharen zum Sieg. Gib uns die Stärke, unsere Feinde zu zerschmettern und sie vom Antlitze Deiner Welt zu tilgen. Auf das dein Reich bis in alle Ewigkeit bestehen möge.
Wir waten durch ein Meer von Blut, gib uns dazu Kraft und Mut.
Jetzt konnte ihm nichts mehr passieren.. der Herr würde solch treue und tapfere Recken nicht in Varunas Kerker verrotten lassen.. mit ihnen musste er noch Grosses vorhaben.. zufrieden lehnte er sich auf seinem Hocker zurück und machte es sich an den Gitterstäben so bequem, wie möglich. Kurz danach schlief er ein...
Verfasst: Mittwoch 29. November 2006, 19:39
von Saldor Falkenau
*Auszug aus dem Festungstagebuch der dunklen Legion Eisenwart*
......Als der Burgherr den Befehl dazu gab, von Bajard aus nach Varuna auf den Markt zu marschieren, wusste ich gleich, dass mehr dahinter steckte, als jenen Ketzern in der Stadt des Blendwerks vor Augen zu führen, wie schwach und verwundbar sie hinter ihren dicken Mauern aus Zwergenhand sind. Es war ein Test auf die Standhaftigkeit und den Mut der Legionäre. Und in der Tat erfüllt mich das Verhalten meiner Männer mit Stolz.
Ohne auch nur zu zögern, gaben wir am Südtor der Stadt sämtliche Waffen ab, die wir am Leibe trugen, uns nur in Kleidung aus Stoff und leichtem Leder hüllend, die in die dunkelblaue Farbe der Burg und Legion gefärbt war. Die Wachtposten dort waren derlei sprachlos, dass sie ohne einzuschreiten die Waffen entgegennahmen und uns passieren liessen. Im Gleichschritt marschierten wir in Zweierreihe hinter dem Burgherren aufgestellt auf den Marktplatz. Es war eine Pracht in die völlig aufgelösten und überraschten Gesichter der Bürger und Gardisten Varunas zu blicken. Nachdem ich den Befehl zum Ausschwärmen gegeben hatte, betrachtete ich mit dem Burgherren ungestört die Stände. Dieser gab sogar dem Präfekten den Befehl eine Pantherstatue aus Holz zu besorgen, doch die anwesenden Gardisten konnten nichts anderes als danebenstehen und uns argwöhnisch-verwirrt zu begaffen. Welch eine Schwäche. Immer wieder vernahm ich die Sätze aufgelöster Marktbesucher "Eine Schande, dass die sich hier so frei bewegen können.", "Was machen die denn hier?", "Warum unternimmt denn keiner was?". Obwohl wir nicht einmal den Namen des Gottkönigs in den Mund nahmen, breitete sich auf dem Markt aus der allgemeinen Panik heraus die wohl reinste Tugend des Herrn aus: der Hass. Zornerfüllt beschimpfte der ein oder andere meine Männer, sich immer mehr in seine Wut hineinsteigernd. Sein Herz damit mehr und mehr für den Herrn öffnend. Welch ein Triumph.
Dies ging sicher eine Dreiviertelstunde so, ohne dass die Garde, uns weiter zahlenmässig unterlegen auf dem Platz, gegen unsere schlichte Anwesenheit vermochte einzuschreiten. Erst dann rotteten sich vier Gardisten zusammen und stellten sich uns gegenüber. Man sah ihre Angst in ihren Augen. Sie versteckten sich hinter ihren schweren Rüsten und Waffen. Dabei waren wir unbewaffnet und ausschließlich gehüllt in einfache Stoffkleidung der Burg. Doch unser Mut und die spürbare Anwesenheit der schützenden Hand des Herrn über uns, liess sie erzittern. Selbst der rasch herbeigeeilt kommende Ritter Arganta spürte die Präsenz des Gottkönigs und war sichtlich von ihm ergriffen. Er brüllte die mittlerweile in einer Reihe aufgestellte Legion an, was hier los sei. Wurde von Satz zu Satz zornerfüllt immer lauter. Und liess uns dann nach wildem Getobe abführen, sichtlich erpicht darauf den Befehl zum Waffeneinsatz geben zu können. Doch meine Männer verhielten sich derart diszipliniert, dass man ihm nicht den Hauch eines Grundes dafür bot. Wer hätte gedacht, dass unsere blosse Anwesenheit einem Ritter der Dirne die Tugenden des Herrn so schnell lehren könnte.
Selbst als sie uns in ihre Zellen sperrten, liess unser Einfluss auf sie nicht nach. Während einige Gardisten wie aufgescheuchte Fliegen vor den Gittern umherschwirrten, passierte etwas, was ich mir in meinen kühnsten Hoffnungen nicht hätte vorstellen können. In einem mit einer Gittertüre abgetrennten Nebengang waren zwei Wachen, ein Mann und eine Frau, derart vom Hass ergriffen, dass sie sich an die Gurgel gingen. Was genau im Raum passierte, konnte ich nicht sehen. Aber ich hörte, dass von einem Dolch die Rede war, mit dem sie ihn wohl bedroht hatte. Nur ein rasches Einschreiten der anderen Gardisten verhinderte wohl mehr.
Einfach wunderbar. Die Tugenden des Gottkönigs wurden tief in jene gepflanzt, die uns gegenüber standen. Und damit war jener Ausflug schon mehr als erfolgreich. Natürlich können dies jene ignoranten Varuneser in ihrer Verblendung nicht sehen, und das ist gut so. Denn leise sind die Pfoten des Panthers, der sich seiner Beute nähert. Zudem hat die Legion ihre Feuertaufe überstanden. Mein Herz erfüllt mich mit Stolz, wenn ich an meine Männer und ihre Standhaftigkeit denke. Die Situation war eigentlich hoffnungslos. Unbewaffnet sahen sie mitten im Herz des Feindes quasi der gesamten Streitmacht der Grafschaft ins Auge und sind nicht ein einziges mal gestrauchelt. Treu und unerschütterlich standen sie zu Alatar und dem Burgherren. Wären für beide in den Tod gegangen. Das ist wahrhaftige Überzeugung. Die Tugend Mut hätten sie nicht besser unter Beweis stellen können.
Sie haben den ersten Schritt zu wahrer Grösse damit getan..........
Verfasst: Freitag 1. Dezember 2006, 03:15
von Malachai Schwarzmourne
Es sollte ein geruhsamer Gang durch Varuna werden. Es war Markttage, wie jede Woche und Malachai schaute, ob Inara an jenem Tage wieder einen Stand besitzen würde.
Seine Wunde ist so gut wie verheilt, er musste also nun nichts mehr befürchten.
Hier ein wenig Obst, da leckere Torte und weiter hinten das beste an seidener Kleidung.
Ja, ein reicher Mann könnte hier Stunden verbringen, doch zum anschauen war es auch schon hübsch genug.
Doch jene trügerische Stille sollte sich bald ändern.
Es war, als Malachai den Barbier aufsuchte, das ein Mann, dürre abgemagert und in schlechter Kleidung, ihn aus einer dunklen Ecke durch komische Geräusche anlockte.
Malachai ging hinein. Packte ihm am Hals und drückte ihn an die Wand.
"Bist du des Wahnsinnes, wie kannst du es wagen, meine Tarnung so offen darzulegen in einer Stadt voller Wachen."
Er schaute sich um, dass niemand in Sicht war, ehe er weiter feste zudrückt.
Er schwächliche Mann, bei dem sogar ein Bettler im Vergleich wie ein König wirkte, versuchte etwas zu sagen.
"Ei.....Ei....Ei"
"Was willst du"
"Ei.....Eisen...."
Malachai liess ihn los, er sank zu Boden und keuchte.
Jener Bettler war ein Informant des Schattens. Zwar wird er mehr als einmal pro Tag aus Varuna heraus geschmissen, da er die Leute belästigt, doch schafft er es irgendwie immer wieder hinein.
Er ist einer von wenigen, die über Malachai´s Doppelleben ein wenig Bescheid wissen.
Malachai schaute an ihm herab, er musste nichts sagen, damit der arme Mann merkt, was er wollte und so began er sofort zu reden.
"Mannen der Burg.....verhaftet...Makrtplatz...Kastell."
Malachai schaute auf.
Was um alles in der Welt haben sie denn hier verloren.
Er nickte seinen Informant zu, holte einen Beutel aus seiner Hand und war dabei jenen ihm zu reichen. Der arme Mann lechzte förmlich danach, streckte ihm seine Hände entgegen, als Malachai sie plötzlich weg zog.
"Nimm den Beutel und verlass sofort die Stadt. Reise nach Bajard und warte in der Taverne auf mich. Ein Zimmer im Gasthaus steht ebenso für dich bereit. Nummer12, es läuft über den Namen Demol, ich habe ihnen gesagt, dass du kommen wirst.
Wasch dich dann und zieh dir die Kleidung an, die ich aufs Bett hab legen lassen. Ess und ruh dich aus. Ich komme dann."
Der Mann nickte und strahlte übers ganze Gesicht, als Malachai ihm den Beutel gab.
Er war zwar in vieler Menschens Augen weniger als Dreck wert, doch er war zuverlässig und gehorsam. Er war ein guter Informant, verkannt von anderen.
Malachai machte dann kehrt, ging direkt aufs Kastell zu, durchs Tor hinein und traf auf Rafael und Hudgarr.
"Lang nicht mehr gesehen Malachai. Was verschafft uns die Ehre."
Malachai´s Blick fiel auf die Gardisten hinter Rafael und Hudgarr, welche damit beschäftigt waren, 7 Mannen nach Waffen zu durchsuchen. Sein Blick streifte den von Khazkal, welcher dann nach wenigen Sekunden weg sah.
Sie beide wussten, dass Malachai nicht seine Tarnung auffliegen lassen darf, also drehte er sich Rafael zu.
"Ich hörte von Hudgarrs Verlobung mit Florence und wollte ihm gratulieren."
Ein aufgespieltes Lächeln. Selbst wenn Sie zu Eisenwarts Feinden gehören sollten, sie waren dennoch Bekannte von Malachai aus seinem alten Leben. Es missfiel ihm, sie belügen zu müssen, aber es ging nicht anders.
"Aber ich sehe, Rafael, ihr seit Beschäftigt."
"In der Tat, Eisenwart´ler, sie gaben offen auf dem Martkplatz zu, dass sie Alatar dienen und Verbündete von Rahal seien."
Malachai nickte nur, in Gedanken zerrissen, als Hudgarr sich zu Wort meldete.
"Malachai....bist du eigendlich noch in der Burg ansässig?"
Glück gehabt. Als Hudgarr jene Worte sprach, kam etwas geschepper, Ablenkung, bloss nicht jenes Thema anfangen.
Malachai lenkte schnell vom Thema ab, gratulierte Hudgarr zu seiner Verlobung und versuchte zu erfragen, was nun geschehen wird.
Man verwies ihn darauf, dass Adrian von Hohenfels kommen werde und dann wird es wohl zur Gerichtsverhandlung kommen.
Malachai nickte und entschloss, das Kastell zu verlassen.
Sie zu versuchen zu befreien wäre glatter Selbstmord.
Varuna ist schon gut gesichert, doch das Kastell ebenso stark noch einmal.
Er würde es vielleicht schaffen, als Schatten, unbemerkt in der Nacht hinein zu kommen. Doch 7 Mannen gegen eine Armee aus Gardisten heraus zu führen, vermögen kaum die Götter zu schaffen.
Es sollte zum Gericht gehen, solange musste man sich wohl gedulden, die Verurteilung beobachten und hoffen, dass es milde ausgehen wird.
Egal was kommen mag, der Schatten steht zur Burg, er wird bei jenen tapferen Mannen sein und im Notfall wirklich mit gezückter Klinge versuchen, sie zu retten.
Nicht für einen Gott, sondern für seine Kameraden.
to be continued