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Kneipenterroristen

Verfasst: Donnerstag 23. November 2006, 01:22
von Scartyz Blutfaust
In der Drehung das letzte Skelett zertrümmernd stürmte er hinaus ins Freie, das gleissende Tageslicht biss in seinen Augen.

Er wischte sich die letzten Spinnweben mit der Hand von den Schultern und verließ die Waldlichtung, auf der sich der Weg hinab in die Katakomben der Arkorither befand.

Gute Beute hatte er gemacht, das würde den Burgherren freuen und schnell war ein fairer Preis mit dem Juwelier ausgehandelt.

Erschöpft und durstig begab er sich vor der Abfahrt des Schiffes noch in die Schenke der kleinen Hafenstadt Bajard......





Er stieß die Tür auf. Langsam wanderte sein Blick über die Anwesenden. An einem der Tische, von dem die meiste Lautstärke an diesem Abend ausging, erkannte er die Sitzenden schnell.

Ebenso schnell hatten diese von ihm Notiz genommen und die ersten Pöbeleien ihrerseits ließen auch nicht lange auf sich warten.

Es war Regado, dieser hinterlistige Hund, der einst versucht hatte ihn zu vergiften und auchnoch nach dem dritten Male, an dem er Scartyz's Klinge zum Opfer gefallen war, keine Ruhe geben konnte.

Dann dieser Saufkopp Bruno, der seiner Ansicht nach, jetzt schon mehr Prügel von ihm eingesteckt hatte, als ihm gut tat.

Der Dritte war dieser Kalderon, ein Freund Regados, wie sich herausgestellt hatte.

Den Vierten kannte er nicht.





Anfangs ignorierte er sie, während er am Thresen saß und sein Ale genoß, doch als er eine weitere Provokation von Hinten vernahm, konnte er es nicht lassen, sich umzuwenden.

Bruno: "Is' was? Nochnie Leute saufen gesehen!?"
Scartyz: "Schon.. Ich überlege nur gerade wer von euch Weibern die hässlichste an diesem Tisch ist."
Regado: "Hättest du im Raum gesagt, wärst du es!?"

Die ersten Drohgebärden drangen an sein Ohr und die Vier erhoben sich. Regado tigerte um den Thresen, bis er hinter ihm stand. Kalderon positionierte sich seitlich, Bruno stand direkt vor ihm und der Vierte versperrte nun die Tür. Bruno hob die Fäuste.

Scartyz: "Schlag nur zu, dann haue ich auch den Letzten von euch heute noch zum Krüppel.."

Sie lachten. Der letzte noch anwesende Gast, eine Dame, rutschte weiter in die Bank hinein und suchte Schutz in der Ecke.





Bruno tätigte den ersten Schlag.
Scartyz hob die Deckung, wodurch dieser ihn nun am Gesicht streifte,
und konterte mit einem Haken. Bruno wurde getroffen und setzte sogleich einen Schlag in Scartyz's Magengrube nach.
Noch vorher zerschellte eine Flasche, welche Regado von hinten ihm über den Kopf ziehen wollte an seiner Schulter.
Scartyz sank auf ein Knie. So traf ihn Brunos Schlag an der Lippe.
Der von Kalderon geschleuderte Krug verfehlte ihn jedoch und zerschellte in der anderen Ecke.

Das war knapp, dachte Scartyz, wenn das so weitergeht kriege ich früher oder später eins von den Dingern an den Kopf und dann wars das!

Er tobte.

Scartyz: "JETZT IST KRIEG!"





Wuchtig riss er den Zweihänder aus der Rückentasche und ließ ihn über Bruno herabfahren. Dieser wurde schwer getroffen und stürmte wie ein Fuchs zur Jagtsaison aus der Schenke, sprang auf sein Pferd und galoppierte davon.

Der fremde an der Tür zog eine Keule und verpasste Scartyz einen Schlag, Scartyz verpasste ihm einen wuchtigen Hieb mit dem Zweihänder, woraufhin der Fremde röchelnd zu Boden ging.

Scartyz stürmte gen Kalderon und streckte ihn als dritten nieder.

Nun stand er nurnoch Regado gegenüber.

Scartyz's Lippe war aufgeplatzt, die Schulter schmerzte ob der Flasche und der Treffer mit der Keule hatte ihm bereits fast den letzten Atemzug geraubt.

Regado zog die Klinge. Scartyz stürmte vor, traf ihn schwer, beinahe wäre auch Regado seiner Kilnge wiedereinmal zum Opfer gefallen, doch mit dem letzten Schlag verpasste er Scartyz eine Schnittwunde, die ihm das Bewusstsein raubte, bevor Regado schwer getroffen zurück taumelte.





Bruno, der wohl einmal nach Varuna und zurück galloppiert sein musste, kehrte zurück und beschloss zusammen mit Regado, den bewusstlosen Scartyz in den nahegelegenden Teich zu werfen.

Gesagt, getan.

Erst als er Wasser schluckte, riss er wieder die Augen auf und schwamm an die Wasseroberfläche. Bruno und Regado humpelten zurück in die Schenke, wohl um den immernoch bewusstlosen Kalderon zu versorgen.

Triefend nass zog sich Scartyz "an Land" und keuchte schwer, nach Luft ringend, bis er reichlich Wasser spuckte.

Ein Angurer kam des Weges und betrachtete den nun am Ufer knienden.

"Drei von Vieren..." murmelte Scartyz "Drei von Vieren..." wiederholte er wie apatisch immerwieder. Der Angurer sah ihn verdutzt an.
Scartyz sah zu ihm auf.

"Drei von den Vier Bastarden habe ich fertig gemacht!" sagte er deutlich geschwächt, aber triumphierend. Der Regen prasselte auf den eh schon nassen.

Der Angurer schien verwirrt, murmelte noch etwas in einer Sprache, die Scartyz nicht verstand und schritt dann weiter.

Scartyz hielt sich den schmerzenden Arm. Mit letzter Kraft, brach er einer streunenden Katze, die nun das Pech hatte, seinen Weg gekreut zu haben, das Genick und schrieb mit ihrem Blut vor der Schenke

"Keiner von euch ist mehr sicher..."

ins Gras.

Dann stemmte er sich hoch und humpelte zum Schiff, welches sich auf den Weg nach Lameriast machte.



Auf der Fahrt verband er sich notdürftig und gelangte schliesslich zur Burg, wo er die nassen Sachen auszog, die Bandagen erneuern liess und sich auf dem Bett ausruhend an das Schreiben des Berichtes an den Burgherren machte.

Alleine hatte er sie fast alle zur Strecke gebracht und... wenn er Rache nehmen würde, würden die Verhältnisse anders aussehen, soviel war klar.