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Die Burg - Leben und leben lassen auf Eisenwart

Verfasst: Mittwoch 8. November 2006, 12:28
von Scartyz Blutfaust
Der Hahn kräht.

Langsam öffnet er die Augen und kann dennoch nichts sehen.

Es ist stockfinster im Schlafraum der Mannschaften. Einige Gähner kommen aus den anderen Betten und dann ist das Schlurfen von Hausschuhen auf dem kalten Fliesenboden zu vernehmen.

Ein Kamerad tastet sich durch die Finsternis des Raumes zu einer der Wandfackeln.

*rumps*

Ein dumpfer Knall, ein Schmerzensschrei, das Schlurfen geht mehr in ein einbeiniges Hüpfen über begleitet von einem lauten Grummeln.

"Verdammt! Wer stellt da seine Truhe mitten in den Gang! Doch sicherlich einer der Frischlinge!"

Nach kurzer Pause geht das Schlurfen weiter und nur einen Augenblick später lodert die Erste Wandfackel auf.

Scartyz hält sich die Hände vor die, ob der plötzlichen Helligkeit, schmerzenden Augen.

"Männer! Ihr liegt ja immernoch da! Wenn ihr in 10 Sekunden nicht aus den Federn seit, dann gibts heute den Rest des Tages Zinnendienst und zwar mit einem Seil an den Füßen von der Zinne baumelnd! Also RAUS HIER!"

Der Geräuschpegel steigt schlagartig an. Es klingt nach hektischem Gewühle begleitet von empörten Geraune und in weniger als 10 Sekunden verlässt einer nach dem anderen im Laufschritt den Schlafraum, die Tür passierend dem Offizier zackig salutierend.

Man versammelt sich um den Brunnen herum. Die meisten ein Handtuch über die Schulter geworfen, beginnen so mit der allmorgendlichen Selbstreinigung.

Das Wasser ist eisig. Fast so kalt wie die Innentemperatur des Schlafraumes, nachdem Scartyz die dicke Felldecke umgeschlagen hatte.

Mit den flachen Händen schöpft er Wasser und wirft es sich schwungvoll ins Gesicht und gegen die Brust, es dort verreibend. Und wieder, und wieder, und wieder.

Da der Brunnen im Innenhof der Burg liegt können er und die Kameraden erstmalig an diesem Tag die frische, kalte Luft dieses angehenden Winters einatmen. Beim ausatmen kann man ihren Atem schon sehen.

Einer nach dem anderen verlässt den Innenhof und eine Schlange entsteht vor dem Scheisshaus. "Verdammt, willst du dich da drin häuslich einrichten oder was!?" raunt es so manches mal.

Nachdem auch dieser Akt vollzogen ist, verteilen sie sich auf ihre verschiedenen Bereiche. Ein Teil löst sogleich die Nachtschicht auf den Zinnen ab, ein anderer schnappt sich eine Axt und verschwindet in Richtung Waldrand.

Wieder andere machen sich auf den Weg das Frühstück für den Burgherren zu bereiten, Hühner zu rupfen, die Reiterei zu versorgen und so beginnt schon zu frühster Morgenstund ein reges Treiben auf Burg Eisenwart.

Und aus der einstigen Nachtruhe des Schlafraumes ist ein Konzert des Arbeitslärmes geworden.

Es hämmert, es sägt, es wiehert, es schnattert, oben surren die Schwerter, unten plärrt der Hammer.

Ein Morgen wie (fast) jeder andere.......

Verfasst: Mittwoch 8. November 2006, 18:17
von Malachai Schwarzmourne
Der Morgen dämmerte und Malachai lag, wie eigendlich die ganze Nacht, wach in seinem Bett.
Die Wunden müssen heilen,sagte man ihm stetig und er solle sich nicht anstrengen.
Pah, dachte er, so ein Schwachsinn.
Er war kein Mensch, der lange still liegen konnte, geschweige denn viel schlafen.
So ergab es sich aus einer Mischung Zufall, einem guten Gehör und eh dauernder Langeweile, dass er das erwachen der Rekruten und das Geschrei des Offizieres mitbekam.
Wenigstens, so dachte er, bekam er ein Einzelzimmer.
Es war auch zwingend notwendig.
Das Misstrauen, das er gegen die Neulinge stetig hegte, war auch bis heute nicht erloschen und, so sah man an Theradil, er lag auch nie damit falsch.
Keiner dieser Neulinge, Frischfleisch, wie er innerlich immer dachte, hätte das Recht zu erfahren, wer er seie und was seine Aufgaben sind.
Er zog sich den Umhang um und die Robe über seinen Körper.
Er setzte sie Kaputze auf und legte sich seine Maske an, ehe er dann hinaus ging.
Er versuchte den Schmerz der Wunde nicht zu beachten und einen Gang zu tätigen, wie er immer gehen würde.
Er ging durch die Tür, nahm die Abkürzung über den Turm und trat auf den Steinwall, wo er einen wunderbaren Blick auf das Geschehene am Brunnen werfen konnte.

Verfasst: Donnerstag 9. November 2006, 08:01
von Malachai Schwarzmourne
So sah er sie, das Frischfleisch der Burg, wie sie in jener morgendlichen Kälte ihre Körper mit noch kälteren Wasser putzten.
Ihre Aufgabe war keineswegs leicht. Nein. Man könnte sie sogar bemitleiden wie bewundern.
Sicher, hat jedes Mitglied auf der Burg schwere Aufgaben und sicher riskiert jeder sein Leben zum Wohle der Gemeinschaft. Doch darf man dabei nicht die niederen Ränge übersehen.
Im Kampfe sind es jene Mannen, die an forderster Front stehen.
Sie machen jede Aufgabe, für die andere sich nicht die Hände schmutzig machen würden, befolgen jeden Befehl ohne wiedersprache und gehen dabei bis zum Ende ihrer körperlichen wie geistigen Kräfte.
Ja, man konnte ihnen nur Respekt zollen, den Rekruten der Burg Eisenwart.
Die Kälte liess die Wunde brennen und Malachai drehte sich langsam um und ging zurück richtung Turm.
Bald, so war er sich sicher, wäre er genesen und dann könne er endlich dieses verfluchte Bett verlassen.

Zinnendienst

Verfasst: Freitag 10. November 2006, 12:07
von Scartyz Blutfaust
Es schlug zur neunten Stunde nach dem Mittag.

Wachablösung.

Zumindest Heute. Aus Sicherheitsgründen waren die Ablösezeiten bereits seit einigen Monden täglich, man könnte fast schon sagen willkürlich, geändert worden.

Aus dem Schlafraum der Mannschaften konnte man schon seit einigen Minuten das auftreffen von Stahl auf Stein vernehmen, gefolgt von dem der sich streckenden Lederriemen, dumpfe Stülpgeräusche und ein lautes *klack, klack*.

Quietschend wurde die Tür aufgerissen und Scartyz stapfte schwerfällig in seiner Platte die Treppen hinauf, sich im Durchgang noch eine Helebarde von der Wand nehmend.

So schritt er durch das Turmzimmer über der Waffenkammer, wo Videros und Lamprecht eine Runde karten am spielen waren während ihre Freude daran lauthals durch die Gemäuer des Turmes schallte.

Als man ihn bemerkte wurde es kurz ruhig man grüßte sich stumm salutierend.

"Hast Glück Scar.." sagte Lamprecht "sieht nicht nach Regen aus!". seine Karten Hand nun mit einem Knall auf dem Tisch preisgebend. "Große Straße!" Videros fluchte. Scartyz nickte nur ein paar mal nachdenklich und schritt dann aus dem Turmzimmer hinaus ins Freie. Es war schon verdammt kalt geworden und so beschloss er kurzer Hand sich einen dickeren Umhang umzuwerfen.

Dort Stand jemand auf den Zinnen. Wie paranoid fuhr er immerwieder umher, während seine Robe, sowie der Umhang im Wind flatterten, bis er Scartyz bemerkte.

"Da seid ihr ja!" zischte der gänzlich vermummte "Auf euren Posten, aber schnell!"

"Hatte ich gerade vor.." knurrte Scartyz und passierte ihn, dabei nurnoch salutierend.

"Rekrut!" ertönte es hinter ihm, als der den Schatten schon passiert hatte und nurmehr seine Umrisse in der Dunkelheit erkennen konnte. "Ich behalte dich im Auge!"

"Jaja und wenn ich dich verrate, bist du nicht so nett und tötest mich, sondern qäulst mich mit ... *Scartyz überlegte kurz* deiner reinen Anwesenheit?!" konterte er frech, dabei den Schatten kurz aus dem Auge lassend bis er zwei Sekunden später etwas spitzes fühlte, das leicht gegen deine Wange, unterhalb des rechten Auges drückte.

Es war das Schwert des Schatten.

"Ich werde mir bis dahin etwas schönes für dich ausgedacht haben!" sagte er nurnoch, bevor er im Nebel der Dunkelheit beinahe geräuschlos verschwand.

Scartyz atmete auf und wandte sich um. Dort stand auchschon der abzulösende Rekrut. Scartyz salutierte wieder.

"Das wird aber auch Zeit Kamerad! Na dann mal viel Spaß ... dein zweiter Mann ist nicht so gut drauf... Der hat nochnicht schluss... muss ne doppelschicht schieben, hat der Schatten gesagt!"

"Hm?" brachte Scartyz nur hervor.

"Ja keine Ahnung... er muss wohl eingeschlafen sein oder so..."

"Bei der tagesschicht!?" fragte Scartyz.

"Ja.." entgegnete sein gegenüber nun lachend.

Was dieser nur mit einem verwirrten Kopfschütteln quittierte und weiter stapfte.

"N'abend Kamerad!" sprach er salutierend am Lagerfeuer, wo der Zweite, der Drei Wachmänner saß, welches leise vor sich hinknisterte, während Scartyz dieses unbeschreiblich angenehme Gefühl der Wärme überkam, so sehr, dass er kurz etwas zitterte.

"Alles Scheiße!" entgenete der Schläfer nur mit einem knappen Salut.

"Hab's schon gehört.." entgegnete Scartyz "Aber wie kann man denn bei der Tagesschicht einpennen!?" fragte er verständnislos.

"Ich habe die Vornacht nicht geschlafen.. ich hab da dieses scharfe Weib getroffen, in dem Dorf, weisste!?" erzählte er, während er mit seinen Händen ihren Vorbau genaustens skizzierte.

"Jaja, alles klar.." sagte Scar, der nun unweigerlich etwas lachen musste "den Rest kannste dir sparen!"

"Hier, willste nen Schluck Whiskey?!" Der andere Rekrut hielt ihm eine Flasche hin. "Klar doch!" entgenete Scartyz, nahm diese entgegen und warf die Flasche quasi noch in der selben Bewegung im hohen Bogen von der Burg. Nach einigen Sekunden vernahm man den Aufprall und das fauchen einer Katze.

"He was....!?" presste sein Gegenüber hervor.

"Willst du noch ne Schicht schieben, du Thor!?" zischte Scartyz nun etwas säuerlich. "Auf meinen Schichten wird nicht gesoffen, klar!? Und bei allen anderen genausowenig!"

"jaja, entspann dich!" murrte der andere noch, bevor Scartyz Aufstand und seinen ersten Wachgang antrat.

[to be continiued...]

Verfasst: Freitag 10. November 2006, 19:13
von Malachai Schwarzmourne
Malachai kniete auf den Ziegeln der Turmspitze. Wie er darauf kam, könnte man wohl nur vermuten, doch es war ein herlicher Ausblick auf die Burg.
Von hier aus konnte man fast alles, und vorallem fast jeden, im Auge behalten.
Das klettern war für ihn keine Mühe.
Auch die Balance zu halten, bei einer Schräge des Turmes ebenso wenig.
Vorallem viel sein Blick auf die Wachmänner und die Flasche, die kurz danach rüber flog.
Malachai schüttelte leicht den Kopf.
Er nahm es sich zur Aufgabe, wenn er schon halb gezwungen war, seine Wunden auszukurieren, wenigstens die Schar an Neulingen im Auge zu behalten.
Soein Disaster wie mit Regado und Theradil, das schwor er sich, würde nicht noch einmal geschehen und er wüsste, wie dies zu unterbinden hat.
Khazkal selbst gab ihm bei einem Misstrauensverdacht freie Hand, so würde jede Folter die Zunge des Schweigsamen lösen.
Er verlagerte sein Gewicht auf das andere Bein, einen Arm hielt er ausgestreckt auf die Dachziegel, um nicht nach vorne zu kippen, während das andere auf seinem Knie verweilte.
Sein Kopf drehte sich so gut wie gar nicht, doch seine Augen wanderten immer hin und her, während sein Schwarzer Umhang vom Winde getragen wird.
Es war eine Pechschwarze Nacht, so würde man ihn wohl kaum erkennen, selbst wenn man genau auf seinen Punkt schauen würde.
Nur leise atmend, die stetigen schmerzen der Wunde ignorierend, war er doch wenigstens etwas erleichtert, dass unter diesem Sauhaufen wenigstens noch einige wenige etwas von der Disziplin vernahmen, die man ihnen versucht einzutrichtern.
Zwar vertraut er Scartyz immer noch so wenig wie vorher, doch würde es, wenn er so weiter macht und als Vorbild dient, sicherlich seiner Karriere einen guten Sprung geben.
So verweilt er noch, auf der Dachspitze des Turmes, und lässt seine Augen ab und an geruht auf die Wachmänner, den Schlafen, das tat jener Schatten der Burg nie in der Nacht.

Krankenstube

Verfasst: Samstag 11. November 2006, 02:50
von Lamprecht
Zur gleichen Zeit war einer in der Burg, den der Schatten nicht sah. Wohl wähnte man aber auch bei allem Mißtrauen von jenem zu dieser Stunde die geringste Gefahr.

Es war Lamprecht, einer der neuen Wachleute auf der Burg. Er verlebte in fiebrigem Schlummer nicht gerade die angenehmste Zeit seines vom Kriegshandwerk geprägten Lebens.

Unbeweglich und doch ruhelos lag er in einem der Mannschaftsbetten. Die Decke halb von sich gestoßen, zeigte sich ein stramm gewickelter und vom Blute rosig gefleckter Verband über Oberkörper und Schulter. Von Letzterer schien auch das Siechtum her zu rühren, denn dort wies die Bandage die gröbsten Verfärbungen auf.

Doch sollte Lamprecht die bittersten Stunden dieses Abenteuers schon hinter sich haben. Als ihn am scheidenden Nachmittage am Land des Clans Hindrah ein mit Blitzgewittern verwunschener Bolzen jenes Zwerges aus dem Sattel gehoben hatte, hätte der Burgknecht sein Leben bald verwirkt gehabt. Nur eilige Fürsorge durch die verschiedensten Hände hielt ihn unter den Lebenden. Das Geschoß unter glühendem Stahl dem nahezu Besinnungslosen aus dem verbrannten Fleische gezogen und die Wunde mit festem Garn verschlossen.

Nun ruhte er. Größere Reisen würde er die nächsten Tage nicht unternehmen und an den Kampf mußte er sich wohl auch erst wieder langsam gewöhnen. Zu groß das Wagnis, einen vorzeitigen Tod zu finden, hatte er diesem doch eben erst ein Schnippchen geschlagen.

Doch die Zeiten waren rau. Nicht lange würde die Pflicht auf ihn warten. Bald schon sollte er wieder auf den Zinnen stehn und das wachsame Auge spähend auf das Umland der Burg Eisenwart richten.

Dem Dienst verschrieben, hinter der Mauer Schutz.

Bajard.

Verfasst: Samstag 11. November 2006, 23:50
von Scartyz Blutfaust
"Wie schön, dass man hier nicht rumsitzen kann, ohne die Mordpläne anderer Leute dargelegt zu bekommen!"

Hatte er das wirklich gerade jemanden sagen hören?
Er wandte sich um zu dem auf den Stiegen der Schenke sitzenden Fremdling.

"Fieberträume?!"

Entgegnete er verständnislos.

Und damit war auch schon genug gesagt, um neuen Ärger heraufzubeschwören. Ärger zwischen den Eisenwartlern Khazkal, Armoran, Scartyz und diesem merkwürdigen Verhüllten Kerl, der nun garkeine Ruhe mehr gab.

Wie gerne hätte er zum Schwert gegriffen. Doch Armoran redete immerwieder beruhigend auf ihn ein.

Es ergab sich, dass man ihn, den Fremden, nach einiger Zeit einen guten Mann sein liess und weiter dem nachging, mit dem zuvor beschäftigt war: Dem Alkohol und den guten Gesprächen.

Zwei Dinge, die Scartyz, wenn er mal keinen Dienst hatte, sehr genoss.

Zurück auf der Burg, es dämmerte nun langsam, traf er auf den Schatten.

"Nehmt gefälligst die Maske ab!" fauchte dieser ihn an.

"Ich komme gerade erst zum Tor herein!" knurrte Scartyz ihm entgegen.

"Dann zieht sie vor dem Tor aus!" herrschte der Schatten ihn nun an, um dem darauf verstummenden Scartyz einen Moment des Bedachts zu schenken.

"Wut ablassen?" fragte der Schatten, nun deutlich gedämpfter im Tone.

"Oder ist es etwa der Frust, über den Fremden in Bajard, den ihr immernochnicht loslassen konntet?"

"Woher wisst ihr......." Scartyz hätte sich diese halbe Frage auch sparen können. Er wäre nicht der Schatten, wenn er nicht, auch trotz seiner derzeitigen Bettlägrigkeit, wenn man es denn so nennen konnte, wüsste was ausserhalb dieser Mauern so vor sich ging.

"Ihr hättet ihn gerne zur Strecke gebracht, hm?"


"Nicht in der Stadt!" entgegnete Scarytz entschlossen.

"Aber davor?" Fragte der Schatten nun neugierig.

Scartyz stockte.

"Das wäre darauf angekommen... ich hätte gewartet bis er einen Fehler macht.."

Der Schatten legte den Kopf leicht schief.

"Wie weit hätte er gehen müssen?"

Fragte er Scartyz.

"Er hätte mich angreifen müssen, so sagt es der Kodex, es sei denn, der Lord hätte etwas anderes befohlen in eben diesem Fall."

Der Schatten nickte, als hätte er keine andere Antwort erwartet.

"Wie ich sehe, scheint ihr langsam zu verstehen, wie derlei Spiele gespielt werden. Doch für's nächste mal... geht erst garnicht auf derlei Spielchen ein. Reine Kraftverschwendung."

Bevor er sich abwandte hielt er nochmals kurz inne.

"Achja Rekrut... ich habe euch für den Zinnendienst heute Nacht streichen lassen, für euer korrektes Handeln was gestern Nacht."

Wieder stockte Scartyz.

"Wie meinen?"

"Die Flasche.. die Katze....."

"Achso... da war nur Wasser drin, mochtet ihr die Katze nicht, ja?"

"Lügt mich nicht an! ......" *herrschte der Schatten nun wieder* ".... es ehrt euch, dass ihre Kameradschaftlich denkt, aber vor euren Vorgesetzen wird ausschließlich die Wahrheit gesprochen, allein des Vertrauens wegen, ist das klar!"

Scartyz senkte das haupt, wie ein Schuljunge, den man beim Äpfel klauen erwischt hatte.

"Jawohl Schatten!"

Dieser nickte nur.

"Ich habe noch einiges zu erledigen..." und schritt los.

Bevor er nochmal anhielt.

"Achja..." *und er wandte sich nochmals zu Scartyz um* ".. diese Katze.... mochte ich wirklich nicht!"

Und verließ den Raum.

Es dauerte einige sekunden, bis Scartyz unweigerlich etwas lachen musste. Und dieses Lachen fütterte sich selbst. Solange bis es durch das gesamte Gemäuer hallte.