Eine neue Ritterweihe
Verfasst: Dienstag 7. November 2006, 08:54
Nervös war er!
Wie beim ersten male das so viele Jahre hinter sich lag.
Würde sein Vater kommen? Schoss es ihm unwillkürlich durch den Kopf.
Doch nach dem was ihm der Bote ausrichtete hatte er nicht mehr viel Hoffnung.
So viele Jahre da er seinen Vater, seine Familie nicht gesehen hatte... Was änderte es da schon wenn er den Namen de Arganta nicht mehr tragen durfte... was änderte es wenn sein Vater nichts mehr mit ihm zu tun haben wollte...
Sehr viel!
Stets hatte er versucht ihn mit Stolz zu erfüllen.
Hatte auf Zuspruch gehofft, das er einmal die Hand auf seine Schultern legen würde.
Aber immer wieder war es Michael gewesen.
Michael der Ritter werden durfte,
Michael dem alles verziehen wurde.
Michael ... der nun danieder lag und eher dahinsichte als das er wirklich noch lebte.
Rafael bat im stillen Temora um Vergebung ob seiner Gedanken.
Er würde, er musste sein Leben nun Leben ohne seinen Namen.
Er erschauerte ob dieses Gedankens.
Wahrscheinlich würde er dann wohl den Namen Felis annehmen bei der Hochzeit.
Rafael von Stolzenfels ...
Es klang seltsam in seinen Ohren, und schmerzhaft in seinem Herzen.
Unruhig ging er im Rittersaal auf und ab.
Noch eine halbe Stunde bis zur Weihe, und sein Magen krampfte sich vor Aufregung.
Warum war er nur so nervös?
Jenes änderte sich auch nicht als Felicitas den Raum betrat, und er sie freudig in die Arme schloss.
Nur einen Moment redeten sie miteinander, und Rafael überlegte laut was er anziehen wollte...
Da war es!
Das Problem.
Sein Umhang, sein Wappenrock wiesen Risse auf.
Er wurde noch bleicher als er eh schon war, was Feli mit einem Lächeln bemerkte.
Jetzt wurde es wirklich Zeit.
„Dann musst du wohl noch schnell nach Hause Schatz hm?“
Hatte sie ihm gesagt und er hatte nur genickt war einfach losgerannt, dabei Sir Aradan der gerade in die Tür trat fast umrennend.
Rymis war noch gesattelt, so schwang er sich in den Sattel und stürmte mit dem Pferd gen Allianz Gebäude um sich neue Sachen zu holen.
Wie würde das denn auch aussehen... Ritterweihe und dann einen geflickten Wappenrock und einen zerrissenen Umhang darüber.
In der Festung war er die Alten Stücke fort, nahm sich neue und machte sich wieder auf geschwind in Richtung Schloss...
Wappenrock und Umhang über der Rüstung ...
Rüstung... es wahr wohl eher unschicklich wenn er sich in der Ritterrüstung seinen Ritterschlag abholen würde.
Er stöhnte auf. Warum war er überhaupt losgeritten.
Das Schloss schon fast erreichend, drehte er erneut um.
Die Zeit lief ihm davon, wie auch der letzte Rest seine Ruhe.
Erneut das Pferd wendend stob er zu seinem alten Haus.
Hier waren noch Sachen von ihm die er nun herauszog um sich flink umzuziehen.
Dann erst eilte er erneut zum Schloss.... pünktlich auf die Minute.
Adrian war schon da, Felicitas, Aradan, Cathal und einige andere... und zu seiner großen Freude auch Darna.
Auch wenn sie wohl hätte im Kloster bleiben sollen, so freute er sich doch das sie ihm die Ehre gab.
Still schritt er nun vor als der Graf von Hohenfels ihn aufforderte.
Endlich ... endlich wieder offiziell das sein dürfen für das er sich verschrieben hatte. Gegen den Wunsch Adors, und der Entscheidung des Kronrates hatte auch sein Vater sich nicht stellen können...
Hätte er es? Oder hatte er es?
Rafael wusste es nicht. Er wusste nur das er erschreckender Weise die Handlung seines Vaters verstehen konnte.
Wie blind, beugte er nun sein Knie vor dem Truchsess. Innerlich gefestigt ob der Dinge die nun kamen.
Die Worte des Grafen die nur Dumpf zu ihm durchdrangen, den Ritterschlag den er mit angelhaltenden Atem entgegennahm und ebenso dann die Glückwünsche als er wieder aufstand.
Knie nieder als Knecht, steh auf als Ritter.
Hämmerte es in seinem Kopf und er hatte mühe die unendliche Erleichterung hinunter zu schlucken.
Lächelnd nahm er die Glückwünsche seiner Freunde entgegen, und lud alle zu den Weinschenks ein, wo er Essen hatte vorbereiten lassen.
Von Darna erhielt er als Geschenk einen Apfel überreicht, der ihm jedoch so viel Mehr bedeutete als jeglicher anderer Tand. Wie hätte sie auch was anderes besorgen können. Der Gedanke an sich war absolut liebenswert.
Von Feli ... ihr Lächeln war ihm schon Geschenk genug.
Soviel das er schon von ihr erhalten hatte, und ... die Nacht war ja noch nicht vorbei.
Er schenkt ihr ein Lächeln, und seine Augen sprachen mit ihr.
Noch immer durften sie einander nicht offen ihre Gefühle preisgeben.
Aber dieser Tag würde kommen.
Während man gen Weinschenks ging, wurde er vom Grafen noch einmal zurück gerufen, und er wurde mit der Baronin von Stolzenfels, ihrer Schwester und der Ritterin Darna in das Arbeitszimmer des Grafen gebeten.
Er folgte dieser Bitte sofort.
Als man die Tür hinter ihnen schloss erklärte Adrian ihm das er etwas für ihn hätte.
Da er ja im Moment kein Wappen und keine Farbe hatte die er als Ritter tragen könne, hatte er sich etwas ausgedacht.
Was kam jetzt?
Rafael kannte den Grafen nur zu gut, als das er jetzt auf etwas hoffen konnte.
Florence übergab ihm ein Packet das er langsam auspackte um ein Wappenrock und einen Umhang in...
ROSA aus zu packen.
Rosa.
Rafael musste an sich halten um seine Amüsiertheit nicht zu offen zu zeigen als er die Sachen anlegte.
„Ich glaube doch... das steht mir nicht wirklich, auch wenn es wohl vorzüglich zu Flos Kleid passen würde.“ Meinte er und musste nun doch in das Lachen der anderen mit einfallen.
Oh Adrian dieser Schuft !!
Das würde er ihm heimzahlen, und er wusste auch schon wie!
Geschwind zog er den Umhang wieder ab und ebenso den Wappenrock.
Und Adrian rückte nun doch endlich mit der Sprache heraus.
„Auch wenn ich weiß das du dir eine andere Farbe erhofftest, so kann ich dir nur die Erlaubnis erteilen bis auf weiteres die Farben und das Wappen des Reiches zu tragen.“
Rafael atmete auf, und bedankte sich bei seinem Grafen.
Dennoch ... die Rache ob des Rosa Wappenrockes würde er nicht vergessen...
Wo doch der Graf anscheinend diese Farbe so sehr mochte.
Wie beim ersten male das so viele Jahre hinter sich lag.
Würde sein Vater kommen? Schoss es ihm unwillkürlich durch den Kopf.
Doch nach dem was ihm der Bote ausrichtete hatte er nicht mehr viel Hoffnung.
So viele Jahre da er seinen Vater, seine Familie nicht gesehen hatte... Was änderte es da schon wenn er den Namen de Arganta nicht mehr tragen durfte... was änderte es wenn sein Vater nichts mehr mit ihm zu tun haben wollte...
Sehr viel!
Stets hatte er versucht ihn mit Stolz zu erfüllen.
Hatte auf Zuspruch gehofft, das er einmal die Hand auf seine Schultern legen würde.
Aber immer wieder war es Michael gewesen.
Michael der Ritter werden durfte,
Michael dem alles verziehen wurde.
Michael ... der nun danieder lag und eher dahinsichte als das er wirklich noch lebte.
Rafael bat im stillen Temora um Vergebung ob seiner Gedanken.
Er würde, er musste sein Leben nun Leben ohne seinen Namen.
Er erschauerte ob dieses Gedankens.
Wahrscheinlich würde er dann wohl den Namen Felis annehmen bei der Hochzeit.
Rafael von Stolzenfels ...
Es klang seltsam in seinen Ohren, und schmerzhaft in seinem Herzen.
Unruhig ging er im Rittersaal auf und ab.
Noch eine halbe Stunde bis zur Weihe, und sein Magen krampfte sich vor Aufregung.
Warum war er nur so nervös?
Jenes änderte sich auch nicht als Felicitas den Raum betrat, und er sie freudig in die Arme schloss.
Nur einen Moment redeten sie miteinander, und Rafael überlegte laut was er anziehen wollte...
Da war es!
Das Problem.
Sein Umhang, sein Wappenrock wiesen Risse auf.
Er wurde noch bleicher als er eh schon war, was Feli mit einem Lächeln bemerkte.
Jetzt wurde es wirklich Zeit.
„Dann musst du wohl noch schnell nach Hause Schatz hm?“
Hatte sie ihm gesagt und er hatte nur genickt war einfach losgerannt, dabei Sir Aradan der gerade in die Tür trat fast umrennend.
Rymis war noch gesattelt, so schwang er sich in den Sattel und stürmte mit dem Pferd gen Allianz Gebäude um sich neue Sachen zu holen.
Wie würde das denn auch aussehen... Ritterweihe und dann einen geflickten Wappenrock und einen zerrissenen Umhang darüber.
In der Festung war er die Alten Stücke fort, nahm sich neue und machte sich wieder auf geschwind in Richtung Schloss...
Wappenrock und Umhang über der Rüstung ...
Rüstung... es wahr wohl eher unschicklich wenn er sich in der Ritterrüstung seinen Ritterschlag abholen würde.
Er stöhnte auf. Warum war er überhaupt losgeritten.
Das Schloss schon fast erreichend, drehte er erneut um.
Die Zeit lief ihm davon, wie auch der letzte Rest seine Ruhe.
Erneut das Pferd wendend stob er zu seinem alten Haus.
Hier waren noch Sachen von ihm die er nun herauszog um sich flink umzuziehen.
Dann erst eilte er erneut zum Schloss.... pünktlich auf die Minute.
Adrian war schon da, Felicitas, Aradan, Cathal und einige andere... und zu seiner großen Freude auch Darna.
Auch wenn sie wohl hätte im Kloster bleiben sollen, so freute er sich doch das sie ihm die Ehre gab.
Still schritt er nun vor als der Graf von Hohenfels ihn aufforderte.
Endlich ... endlich wieder offiziell das sein dürfen für das er sich verschrieben hatte. Gegen den Wunsch Adors, und der Entscheidung des Kronrates hatte auch sein Vater sich nicht stellen können...
Hätte er es? Oder hatte er es?
Rafael wusste es nicht. Er wusste nur das er erschreckender Weise die Handlung seines Vaters verstehen konnte.
Wie blind, beugte er nun sein Knie vor dem Truchsess. Innerlich gefestigt ob der Dinge die nun kamen.
Die Worte des Grafen die nur Dumpf zu ihm durchdrangen, den Ritterschlag den er mit angelhaltenden Atem entgegennahm und ebenso dann die Glückwünsche als er wieder aufstand.
Knie nieder als Knecht, steh auf als Ritter.
Hämmerte es in seinem Kopf und er hatte mühe die unendliche Erleichterung hinunter zu schlucken.
Lächelnd nahm er die Glückwünsche seiner Freunde entgegen, und lud alle zu den Weinschenks ein, wo er Essen hatte vorbereiten lassen.
Von Darna erhielt er als Geschenk einen Apfel überreicht, der ihm jedoch so viel Mehr bedeutete als jeglicher anderer Tand. Wie hätte sie auch was anderes besorgen können. Der Gedanke an sich war absolut liebenswert.
Von Feli ... ihr Lächeln war ihm schon Geschenk genug.
Soviel das er schon von ihr erhalten hatte, und ... die Nacht war ja noch nicht vorbei.
Er schenkt ihr ein Lächeln, und seine Augen sprachen mit ihr.
Noch immer durften sie einander nicht offen ihre Gefühle preisgeben.
Aber dieser Tag würde kommen.
Während man gen Weinschenks ging, wurde er vom Grafen noch einmal zurück gerufen, und er wurde mit der Baronin von Stolzenfels, ihrer Schwester und der Ritterin Darna in das Arbeitszimmer des Grafen gebeten.
Er folgte dieser Bitte sofort.
Als man die Tür hinter ihnen schloss erklärte Adrian ihm das er etwas für ihn hätte.
Da er ja im Moment kein Wappen und keine Farbe hatte die er als Ritter tragen könne, hatte er sich etwas ausgedacht.
Was kam jetzt?
Rafael kannte den Grafen nur zu gut, als das er jetzt auf etwas hoffen konnte.
Florence übergab ihm ein Packet das er langsam auspackte um ein Wappenrock und einen Umhang in...
ROSA aus zu packen.
Rosa.
Rafael musste an sich halten um seine Amüsiertheit nicht zu offen zu zeigen als er die Sachen anlegte.
„Ich glaube doch... das steht mir nicht wirklich, auch wenn es wohl vorzüglich zu Flos Kleid passen würde.“ Meinte er und musste nun doch in das Lachen der anderen mit einfallen.
Oh Adrian dieser Schuft !!
Das würde er ihm heimzahlen, und er wusste auch schon wie!
Geschwind zog er den Umhang wieder ab und ebenso den Wappenrock.
Und Adrian rückte nun doch endlich mit der Sprache heraus.
„Auch wenn ich weiß das du dir eine andere Farbe erhofftest, so kann ich dir nur die Erlaubnis erteilen bis auf weiteres die Farben und das Wappen des Reiches zu tragen.“
Rafael atmete auf, und bedankte sich bei seinem Grafen.
Dennoch ... die Rache ob des Rosa Wappenrockes würde er nicht vergessen...
Wo doch der Graf anscheinend diese Farbe so sehr mochte.