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Eine seltsame Art, einer Frau den Hof zu machen

Verfasst: Montag 6. November 2006, 02:07
von Xinthra
Der Anfang war ein Stück Seil.

Dieses Stück Seil und ein kleiner Unfall mit einer Kerze im Zelt waren die Ursache dafür, dass Xinthra sich bis auf die Knochen blamiert hatte. Alassea, Ronya und gar noch ein Mann standen im Zelt und lachten gemeinsam über die äußerst mißliche und peinliche Lage in die sich die sonst so besonnene Kriegerin hatte bringen lassen.

Selbst am Feuer ging das Gefeixe weiter, als Xinthra sich etwas zu Essen nehmen wollte.. ein Stück gut abgehangenes Fleisch vielleicht.. Räucherwurst.. Jaja, lacht ihr nur. Das unverfänglichste in dieser Situation war wohl Brot.. und Milch. Denn mit Wasser hatte man den Brand gelöscht. Diese Mahlzeit sollte am wenigsten Anreiz zum weiteren frötzeln geben. Wie erwartet, ebbte das Gegacker der drei, einer davon ein Mann, der kurz zuvor sämtliche Trankbestände von Alassea aufgekauft hatte. Ahsai van Gor. Eine Weile wurde sich unterhalten, Ronya legte sich schlafen.

Einige Momente bereits hatte dieser Ahsai Alassea schon Avancen gemacht, Komplimente, Xinthra wusste sofort, auf was die abzielen sollten. Leicht mürrisch ob des Tages begab sie sich daran, den angerichteten Schaden in ihrem Zelt zu beheben, tauschte die angebrannten Felle aus, räumte die Kiste wieder ein, aus der ihr zu allem Überfluss die Kirschen heraus purzelten. Zu allem Überfluß hörte sie die säuselnden Worte dieses Mannes.

Zunächst entsorgte sie die Felle, warf währenddessen einen argwöhnischen Blick auf die Beiden, die da Hand in Hand neben einander saßen, Alassea wohl eher unfreiwillig. Zurück im Zelt sortierte sie einige faulige Früchte aus, die sie entdeckt hatte und begab sich mit dem Beutel wieder in Richtung Kompost. Da musste sie am Feuer sehen, wie Ahsai mit seiner Hand an Alasseas Wange zugange war, sein Lächeln und ihr Blick gen Xinthra reichten aus, das Blut der Kriegerin in Wallung zu bringen.

"Darf ich mal Fragen was das hier wird?"
"Was wohl, ich mache ihr den Hof."
"Vielleicht habt ihr nicht mitbekommen, mag ja sein. Aber sie hat ein Kind, also ist sie schon vergeben."
"Das würde sie doch wohl selbst sagen"
"So, würde sie?" Ein Blick gen Alassea, Xinthra hoffte inständig, dass diese etwas dazu beitrüge. Doch sie tat es nicht, blickte nur zwischen den beiden hin und her.
"Das denke ich doch", sein Ton wurde brummelig und fauchend.
"Und ich werde so lange um sie werben, bis sie sagt ich solle verschwinden, und nicht irgend eine mir doch recht unbekannte Person dies sagt"
"Ich denke ihr möchtet nun gehen." Was erlaubt sich der Kerl?
"Ich denke ich möchte noch bei Alassea bleiben"
"Und ich denke ich muss mich nicht innerhalb unseres Lagers von einem Mann anfauchen lassen"
"Gebt acht mit wem ihr redet. Ich bin kein dahergelaufener Stallbursche!. Er behielt seine brummelige Stimme.
"Das weiss ich selber. Überlegt lieber, um wen ihr da buhlt. Denn wenn ihr genauer wissen wollt, sie ist tatsächlich vergeben. Und zwar an mich!"
Ein erschrockener Blick von Alassea, ein überraschter Blick von Ahsai gen der Heilerin. "Ist das so?" fragte er. Jene nickte nach einer Weile, sehr sacht und immer noch erschrocken drein blickend.

"Ihr seid ein Grund, kein Hindernis" meinte er noch gen Xinthra, ehe er langsam in Richtung Tor ging. "Heute habt ihr den falschen angemault, Xinthra". Sein tiefer grollender Ton klang wie eine Warnung. Er blickte Alassea auf ihrem Pferd und Ahsai hinterher, denn sie wollte ihm den Weg zur Herberge weisen. Doch Xinthra war klar, dass sie nicht die übliche viertel Stunde abwarten würde. Das Tor war geschlossen, da griff sich Xinthra ihre Waffe aus dem Zelt, bestieg ihr Pferd und preschte los, zunächst in Richtung der Herberge. Doch der Weg dorthin war befremdlich leer, so weit hätten sie gar nicht kommen können, und doch ritt sie bis zur Herberge, fragte die Wirtin dort, doch es war kein Mann mit weißen Haaren in Begleitung einer Frau mit weißen Haaren dort gewesen.

Ein schrecklicher Gedanke breitete sich in Xinthra aus. Alassea.. entführt? Ihr erster Gedanke lag am Hafen. Und richtig. dort angekommen irrte ihr Pferd am Pier herum, Alasseas Stab lag auf der Wiese davor. Aber keine Kampfspuren. Warum jedoch sollte Alassea ihr Pferd hier unangebunden stehen lassen und ihren Stab in den Dreck werfen? Xinthra packte ihren Speer so fest, dass die Knöchel sich weiß unter der Haut sichtbar machten. "Ahsai van Gor ich werde dich jagen und töten wenn du meiner Alassea auch nur ein Haar krümmst!" brüllte sie aufs Meer hinaus, die Wut war ihr ins Gesicht geschrieben, und sie hatte auch schon eine Ahnung, dass dieser Mann sie nach Rahal verschleppt haben würde. Doch es sollten die anderen Schwestern davon erfahren, also ritt sie erst einmal zurück, mit Sperenzia im Schlepptau und Alasseas Stab in der Hand, schrieb einen Zettel den sie gut sichtbar am Haupthaus befestigte:

Schwestern!

Gestern in der Nacht wurde Alassea entführt! Vermutlich war dies der Rahaler Gardehauptmann Ahsai van Gor. Jenen zur Herberge zu geleiten gedachte Alassea, doch sie trafen dort nie ein. Ich fand ihren Stab und ihr treues Pferd am Hafen, werde gleich noch weiter suchen nach Hinweisen.

Xinthra

Warum habe ich sie nicht begleitet.. nach den Worten die ich an ihn gerichtet hab hätte ich das ahnen müssen.. warum nur.. oh Ala.. Es spukte in ihrem Kopf und raubte ihr die Konzentration, aber die Angst um ihre Liebste stahl ihr die Müdigkeit, vor Erschöpfung einfach umzufallen und zu schlafen.

Verfasst: Montag 6. November 2006, 11:20
von Alassea
Sie konnte nicht schlafen. Ihr fehlte etwas und das war ein kleines Bündelchen Mensch das vermutlich die ganze Nacht das Lager zusammenschrie, weil es nicht gestillt werden konnte. Zuerst hatte sie sich auf das Bett gerollt gehabt, aber zwei Stunden nach der eigendlichen Stillzeit hockte sie sich in eine Ecke des zwei mal zwei Schritt grossen Zimmers. Ahsai schlief in seinem Büro und sie grübelte über das Passierte. Sie hatte ihn zur Herberge bringen wollen, auch wenn ihr vorher schon mulmig war, aber Ronya verstand sich mit ihm und sie wollte ihr noch schon wieder einen Grund geben enttäuscht von ihr zu sein.

Ich bin angetan von euch


Hatte er ihr am Feuer zugeseuselt.
Er hatte versucht seine Hand auf ihre Beine zu legen, die sie sacht aber bestimmt wegschob. Immer suchte er nach ihrem Blick den sie nicht erwiederte. Sie war einfach nur verwirrt. Xinthra wuselte durch das Lager und irgendwann als er versuchte ihre Wange zu streicheln , warf sie Xinthra einen hilfesuchenden Blick zu.

Sie ist vergeben und wenn es interessiert und zwar an mich!


Versteinert blickte Alassea Xinthra an. Es war das erstemal offen ausgesprochen. Sie konnte xinthra verstehen, dass sie es gesagt hatte aber im gleichen Moment schossen ihr Ronyas Worte durch den Kopf. Das sie es nicht öffentlich sagen sollten, damit nicht das Bild der Kampflesben von den Gefährtinnen ausserhalb des Lagers entstand und ausserdem, Liebe liess einen verletzbar werden. Etwas zögerlich, mit Ronyas Worten im Kopf nickte sie auf Ahsai's Frage ob dem wirklich so sei. Sie zögerte nicht, weil sie Xinthra nicht liebte, sondern eher wegen der Öffentlichkeit.

Er stand auf und bat sie ihm die Herberge zu zeigen und sie schwang sich auf ihre Ponystute.

Ihr seid ein Grund, aber kein Hinderniss

Hatte er im Vorbeigehen zu Xinthra gegrollt. Sie wollte den Weg zur Herberge einschlagen, aber er winkte sie mit sich entgegengesetzt. Einen Moment blickte sie nachdenklich zum Stein über den sie im Notfall schnell in das Lager huschen konnte, aber vielleicht wollte er auch nur noch einmal zur Bank. In etwas Abstand folgte sie ihm. Den Stab fest umschlingend mit der Hand. Am Hafen meinte sie

Also erm, die Herberge ist entgegegengesetzt.

Er streckte seine Hand nach ihr aus. Langsam ging ihr Blick den Weg zurück, kurz musterte sie seinen grossen starken Mustang. Fliehen? Wieder glitt ihr Blick zu seiner Hand und den Muskeln seines Tieres. Fieberhaft berechnete sie die Sekunden die sie brauchen würde, wenn sie ihre Stute wendete und aus dem Stand heraus in den Jagtgallop treiben würde. Aussichtslos. Er war Hauptmann der Garde und war einst mit seinem Mustang, das bei weitem schneller als ihre Stute war. Unsicher streckte sie ihre Hand aus und mit einem Ruck, als wäre sie eine Feder, zog er sie auf seinen Mustang. Sperenzia wieherte erschrocken auf und stieg, erschrocken liess Alassea ihren Stab fallen. Kurz blickte sie dem Stab nach, als der Mustang auch schon sich in Bewegung setzte. Sperenzia war verwirrt und rannte einen Moment lang Richtung Lager.

Es war nur verwirrend, auf dem Pier lag das Schiff nach Rahal und Ahsai ging mit ihr so gar nicht wie ein Entführer um. Sanft hob er sie vom Mustang und trug sie unter Deck. Heimlich streifte sie den "Talisman der Mutter" Armreif ab und liess ihn mit einem Räuspern auf den Pier fallen, ehe er sie unter Deck trug. Die ganze Fahrt über schwiegen sie. Was hätte sie auch tun sollen, er war 1,70 Gross und kräftig, sie nur 1,49 klein und von Kraft keine Spur. Tränke hatte sie auch keine dabei. Als Hauptmann der Garde war er kampfgeübt. Doch er achtete sie auf sie als wäre sie zerbrechlich. Bei jedem Schlingern des Schiffes, wo sie leicht grünlich wurde, fuhr er auf und schimpfte mit den Matrosen herum.

In Rahal trug er sie sanft wieder auf seinen Mustang, hinter sich und preschte mit ihr durch die stillen Strassen. Wärend er den Mustang wegbrachte stand sie auf der Strasse. Wieder Gedanke der Flucht. Ein Blick zu den Wachen am Tor, die jeweils einen Schritt machten und den Ausgang versperrten. Ein Blick zu den Wachen Richtung Hafen, die die Strasse mit einem Schritt versperrten. Es schien aussichtslos . Langsam senkte sie den Kopf und grübelte. 1,70 grosser Mann, die Wachen schienen auch nicht gerade viel kleiner, Schrittgrösse, dagegen machte sie drei Schrittchen wenn einer von denen einen Schritt machte, Geschwindigkeit, sie waren dadurch schneller als sie und hier gab es keine wirklichen engen Gassen und Bäume hinter die sie hätte flüchten können.

Wieder griff er nach ihrer Hand und zog sie auf sanfte Weise in das kalte düstere Steinhaus. Leony, schoss es durch ihren Kopf. Es war Stillzeit, aber sie konnte nicht zu Leony, die sich vermutlich mit hochrotem Gesichtchen schon heiser nach ihr schrie. Sie setzte sich auf sein Geheiss hin auf den kalten Steinsessel und doch sie musste zugeben, es war dennoch nett eingerichtet, soviel wie sie im Schein der Flammen des Herdes erkennen konnte. Er fragte sie ob sie Durst habe und sie verneinte, sie hatte Hunger. Komisch aber wahr in so einer Situation hatte sie einfach nur Hunger. Sie nahm die Bärenmütze ab und fühlte direkt wieder seinen Blick auf ihren Haaren. Er setzte sich neben sie und versuchte wieder ihre Wange zu streicheln und wieder wich sie seinem Blick aus. Plötzlich fragte er

Schwimmst du gerne?

Verwirrt hob sie beide Augenbrauen. Wollte er sie ertränken oder wieso fragte er sie das? Langsam nickte sie und sehnte sich prompt nach dem Bad im Lager. Er sprang auf und sagte das sie ihm folgen solle. Er führte sie nach draussen, an den Pferden vorbei. Kurz huschte ihr Blick zu vier Briefkästen, hier wohnten also noch mehr Leute. Auch eine Treppe führte er sie hinunter und sie sah sich um. Tränke in rauen Mengen, Pfeile, Leder und hinter dem Vorhang zeigte er ihr ein beheitztes Bad. Dann zog er sich aus und selten langsam öffnete sie sich ihren Zopf. Ihm den Rücken zugedreht fiehl es in sanften Wellen ihre Hüfte hinunter. Noch langsamer bückte sie sich und zog sich mit schlanken Fiingern die Stiefel aus, alles andere behielt sie an. Er trat hinter sie und versuchte sie zu umarmen, sich versteifend schloss sie halb ihre Augen.

Du bist wunderschön

Sprach er hauchend und sie senkte den Kopf, worauf er ihren Nacken begann zu streicheln. Langsam drehte sie sich zu ihm um und sah ihn verwirrt und nachdenklich an. Was geschah hier? War das eine Entführung? Wenn ja, wo blieben die Schläge? Die Folter? Oder war das eine Art von Folter weil sie dabei verzweifelt an drei ihr wichtige Menschen dachte? Xinthra, Ronya und Leony. War Leony schon heiser? Leony.

Sie sagte kein Wort, es gab nichts zu sagen. Wieder blickte sie zu ihm hoch, unergründlich ihre tiefblauen Augen. Er lehnte seine Stirn an ihre und sah ihr tief in die Augen ehe er versuchte ihr einen Kuss zu geben auf den Mund. Jetzt war sie erst recht verwirrt und drehte den Kopf zur Seite zu den Kohlepfannen. Langsam nickte er

Ich verstehe schon

Bei Eluive, jetzt habe ich ihn bestimmt zornig gemacht

Schoss es ihr durch den Kopf, jedoch er griff zur Bank, zog sich eine Robe über und fragte ob sie schlafen wolle, was sie recht hastig bejahte. Er führte sie wieder nach oben in den winzigen Raum. Kaum das er weg war, die schwere Eisentüre vom Haus ins Schloss fiehl überprüfte sie ob er sie eingeschlossen hatte, was er nicht getan hatte. Langsam rollte sie sich mit offenen Haaren auf das Bett in dem winzigen Raum und grübelte. Das erstemal das sie in Gedanken nicht nach Ronya mit Namen rief sondern anders.

Ich wünschte du könntest meine Gedanken hören Mama
Ich wünschte ich wäre bei euch und all das hier würde nie passieren.
Ich wünschte du würdest nun nicht enttäuscht von mir sein
Pass auf Leony auf, du hast es mir versprochen.


Weiter schweiften ihre Gedanken zu Xinthra und ihr Herz zog sich Kummervoll zusammen.

Meine Xinthra, was musst du jetzt wohl leiden. Es tut mir so leid. Xinthra!


Langsam richtete sie sich wieder auf und griff sich an die Oberweite, die langsam unter dem Druck schmerzte, dem Druck das sie Leony nicht stillen konnte. Es gab hier keine Leony die den Druck wegtrinken konnte und sie spürte wie langsam ihr Douplet vorne nass wurde. In die Dunkelheit des Zimmers blickend, ganz langsam durch die Enge des Raumes in Panik geratend stiess sie mit ihrer Stirn an die kalte Wand, immer wieder, nicht hart aber der Ton, der Rythmus beruhigte sie etwas. Langsam zögerlich begann sie zu weinen und konnte nicht einschlafen.

Verfasst: Montag 6. November 2006, 12:15
von Kyra Nair
Kyra wurde aus ihren träumen gerissen... lautes geschrei lag über dem lager.. also stand sie grummelnd auf und zog sich an um dem geschrei auf den grund zu gehen. Sie ging zuerst zum feuer und sah sich grummelnd um... niemand.. das scheinen schien aus Alasseas zimmer zu kommen also ging sie hin.. Ronya schlief tief und fest... was sie wunderte..je weiter sie zur Flurtüre kam desto lauter wurde das geschrei... sie versuchte jene zu öffnen was ihr nicht gelang.. was war passiert? Hatte ala die schnauze voll und lies ihre Leony schreien?Oder war sie umgefallen und hat sich den Kopf aufgeshclagen... oder... Viele Gedanken schossen ihr durch den Kopf.. Sie rannte ins lager und schnappte sich eine Kriegsaxt.. schnell rante sie zurück und schlug mit voller Kraft auf die Tür ein bis diese nach einigen Minuten Kleinholz war.. Sie stellte die Axt an die wand und räumte die Trümmer beiseite bis sie zu Alasseas tür ging welche zum glück offen war.. sie sah sich um.. die betten waren leer... bis auf eines in dem das kleine Menschlein lag... Sie nahm Leony in den arm und versuchte sie durch Wiegen und leises summen in den Schlaf zu bringen... leider ohne erfolg... dann Wickelte sie Leony und versuchte sie erneut in den Schlaf zu wiegen... wieder ohne erfolg... eher grabschten ihre kleinen Hände mit ihren kleinen Fingerchen nach ihrem Dekolleté.. Seufzend setzte sie sich hin mit der kleinen im arm.. Hunger hatte sie also... nur mit WIE und mit WAS füttert man so ein kleines Menschlein? Langsam vielen ihr die worte von Alassea ein.."Kuhmilch unverdünnt und Ziegenmilch unverdünnt sind Gift für ein Baby.. " sie überlegte und Leony schrie weiter... Marel kam müde aus seinem Zimmer in Ala´s reingewatschelt und reibte sich die augen.. "wo ist mama?" fragte er... "mama ist nicht da.." sagte sie seufzend.."wo ist sie? warum schreit Leony?" "ich weis es nicht mein kleiner... leony hat hunger.. geh wieder schlafen" "ich kann nicht einschlafen" "setz dich zu mir Marel" er ging langsam auf sie zu und setzte sich neben sie "halt mal deine schwester bitte.. ich hol ebend was" Sie reichte ihm das kleine Kind und er sah sie Verwirrt an aber nickte.. Sie ging hinaus an ihren arbeitsplatz.. und nach milchkrüge aus ihrer kiste... aus der einen machte sie Bananenmilch und den Krug ziegenmilch verdünnte sie mit wasser und stellte beides in den Ofen.. dann nahm sie ihren handschuh und eine leere trankflasche... sie schnitt den kleinen finger des handschuhs ab und durchstach ihn an der Kuppe mit einer Nadel.. dann nahm sie die beiden leicht erwärmten Krüge aus dem ofen und füllte die kleine Flasche mit der verdünnten Ziegenmilch und steckte die Kleinen "lederfinger" auf die Flasche und verschnürte ihn mit einem kleinen Lederriemen.. Sie ging mit beiden Flaschen in Alasseas Zimmer und setzte sich wieder und nahm leony sanft wieder an sich.. "geh jetzt schlafen mein kleiner.. ich hab dir Bananenmilch gemacht" Marel sah betrübt und immernoch verwirrt drein und nahm dann Seine milch "kommt mamma bald zurück" Sie senkte ihren blick" ja natürlich kommt sie bald zurück.. abe rnun geh schlafen kleiner Krieger" zögerlich trottete Marel in ihr zimmer und ky konnte sich der kleinen Leony witmen..die immernoch schrie und rot vom schreien war... Kyra nahm die Flache mit der milch und führte die fingerkuppe sanft an Leonys mund... aber sie strampelte nur und drehte den kopf weg.. seufzend versuche ky es immer wieder aber auch immerwieder wehrte sich Leony... sie kannte ebend keine flasche..also nahm sie Leony in die typische Stillhaltung und führte ihren kleinen Finger zu ihr.. an dem sie zögerlich saugte und das weinen verdrängte.. Erleichtert seufzte Kyra auf und zog ihren Finger weg und führte wieder die flasche zu ihr... Zögerlich umklammerten leony´s kleinen fingerchen die kleine flasche und sie fing an leicht an der abgeschnittenen kuppe des handschuh´s zu saugen.. der Hunger hatte letztendlich doch gewonnen.. nach einem langen kampf.. sie leerte die halbe flasche.. und viel in tiefen schlaf... Erleichter stand ky mit ihr auf und legte das kleine Geschöpf in das kleine bett... Erschöpft viel ky in Alas bett und schlief letztendlich ein.

Verfasst: Montag 6. November 2006, 12:43
von Xinthra
Jetzt war es eindeutig.

Ihren wertvollen Armreif, ein Geschenk von Serendo Radil, einen Talisman der Göttinnenmutter, fand die Kriegerin am Pier zwischen einigen Kisten. Die Spurlosigkeit, nur drei Indizien die auf eine Entführung schließen lassen könnten und die Tatsache, dass Alassea wie vom Erdboden verschluckt schien, machten Xinthra glauben, ihre Liebste sei entführt worden.

Sie machte sich die schwersten Vorwürfe, Alassea mit diesem Mann alleine gelassen zu haben, gerade nach diesem Wortgefecht mit ihm. Nicht nur dass sie sich lächerlich gemacht hatte. Furchtbar.. Alassea in den Klauen eines Rahaler Hauptmannes. Konnte es schlimmer kommen?

Da fiel es ihr wie Schuppen von den Augen. Leony. Die musste inzwischen vor Hungerschreien heiser sein. Im Lager angekommen und im Hinterzimmer hörte sie das Krähen der Kleinen. Was mach ich nur.. was mach ich nur.. überlegte Xinthra sich, dann kam ihr eine Idee. Sie könnte Leony zwar nicht auf die übliche Weise stillen, aber sie könnte etwas improvisieren. Eine kleine Flasche von Alassea, diese mit heißem Wasser ausgespült und halb mit lauwarmem Wasser sowie abgekochter Kuhmilch gefüllt, ein Stückchen Stoff in die Flaschenöffnung gestopft und den Rest um den Flaschenhals.. das sollte der Brustersatz sein. Ein kurzer Test, die Milch tropfte nicht heraus sondern es musste gesaugt werden.. das sollte Leony schaffen.

Dummerweise hatte sie nicht durch das Fenster geschaut, denn sonst hätte sie Kyra gesehen, die verzweifelt versuchte, der Kleinen die Flasche zu geben. Beim Versuch, das Zimmer durch die Tür zu betreten, sah sie ihre Schwester erst, wie diese mit einer ähnlichen Improvisation das Baby zu füttern gedachte. Die Tür war mit einer Axt eingeschlagen, und so sparte sich Xinthra die Mühe, durchschritt die zerborstenen Türen und stand leicht grinsend vor Kyra, mit einer Flasche lauwarmer Milch in der Hand.

"Zwei dumme ein Gedanke, wie?" meinte sie leise. Nun, da die Furcht um Leony langsam wieder der um Alassea wich, meinte sie kurz zu Kyra "Kümmer du dich um die Kleine, ich kümmer mich um die andere Kleine." In ihrem Zelt legte sie sich einen Teil ihrer Rüstung an, jene Teile die man unter einem langen ledernen Mantel nicht erkennen konnte, ebenso versteckte sie ihr Schwert darunter und begab sich auf ein Schiff Richtung Rahal. So ein Hauptmann wäre vermutlich kräftiger als sie, aber das war ihr egal. Alassea sollte frei sein. Dafür war ihr jedes Mittel recht.

Verfasst: Montag 6. November 2006, 15:41
von Alassea
Endlich wieder zu Hause. Leise schnappte sie sich Leony und drückte sie eng an sich. Ronya hatte sie abgeholt und Alassea war glücklich darüber. Es war wie immer. Wenn irgendwas war, es war bisher immer Ronya gewesen die sie rausgeholt, rausgehauen, rausausgelöst hatte und das war immer der Moment gewesen wo Alassea die tiefe Freundschaft zwischen sich und Ronya spüren konnte und ihr Herz warm werden liess. Als sie durch das Tor ritt blickte sie sich unbewusst suchend nach Xinthra um, die ermutlich schlief oder sie suchte.

Jetzt wo sie zu Hause war, in ihrer gewohnten Umgebung, unter den gewohnten Menschen musste sie sich eingestehen, dass es ihr sogar gefallen hatte, von einem Mann entführt zu werden. Entführung aus "Liebe?"war ihr voellig fremd gewesen und mit Leony im Arm gestand sie sich ein das es ihr gefallen hatte irgendwie.

Einen Moment lang fühlte sie sich noch wie ein naives kleines dummes Kind, doch das Gefühl verschwand als Leony an ihrem Douplet suchte. Jetzt war sie wieder eine Frau, eine Mutter die liebte und geliebt wurde. Das durchnässte Douplet zog sie aus und stillte erstmal gemütlich auf dem Bett sitzend ihre kleine Tochter. Kurz mit der freien Hand die Decke neu über Kyra ziehend.

Jetzt war die Welt wieder in Ordnung. Das Reh war wieder bei seiner Familie und war wieder die Rike mit ihrem Kitz.

Verfasst: Montag 6. November 2006, 16:01
von Ronya Sotan
Früh war sie auf den Beinen.
Leony, Alassea's Tochter, brüllte schon den ganzen Morgen.
Verflucht sass Alassea wieder am Grab herum und meditierte ?
Ronya erhob sich aus den fellen und machte sich früh wie nie auf.
Endlich war wieder etwas Ruhe im Lager eingekehrt, sie fühlte sich eingerostet.
" Wenn ich schon mal wach bin, gehe ich zur Jagt " Brummte sie ungehalten.
Sie lies während sie sich Wusch den letzten Abend Revue passieren.
Da war dieser Ahsai.
Herje, eigentlich hatte sie diesen Mann nie als Mann betrachtet, immer nur als Hauptmann der Garde Rahal's, als Respektsperson eben.
Doch als er sich dann den körper vom Staub der Reise befreite und sie einen Blick auf seinen Oberkörper werfen konnte, sah sie diesen Mann direkt in anderem Licht.
Aber was tat dieser Mann ?
Er machte Alassea doch Tatsache schöne Augen ?
Innerlich brummte Ronya sich heute ausgerechnet in viel Leder gekleidet zu haben.
Sonst trug sie immer das enge Bustier im Lager das mehr zeigte als verdeckte aber grade heute sass sie herum wie eine Tempelpriesterin, hoch geschlossen und Keuch.
Innerlich verfluchte sie sich selber aber heute Morgen sah die Welt anders aus.
Sie wusste dieser Mann war sicherlich zu schade für ein laues Abenteuer und eine richtige Bindung ?
Nein .
Sie wusste das dies nicht möglich war, das sie nicht dazu bereit war.
Suefzend legte sie die Rüstung an und Machte sich auf in eine der nahen Höhlen auf Beutefang zu gehen.
Denoch innerlich war sie sauer , sauer auf sich selber.
Der Kampf in der nahen Höhle des Lagers brachte ihr abwechslung und fast zerschmetterte Ihr ein Zweikopf den Schädel.
" Ronya reiss dich zusammen " schalt sie sich selber.
Sie verdrängte ihre Gedanken und konzentrierte sich.
Das Kämpfen machte ihr den Kopf frei und brachte sie auf den Boden der tatsachen zurück.
" Sie und der Hauptmann der Rahaler Garde ? " Sie lachte bei dem Gedanken.
Das wäre das Ende für die Gemeinschaft, man würde sie vollends wie es die Zwerge bereits taten als Verbündete Rahal's betrachten.
Wieder einmal musste sie die Bedürfnisse vieler vor denen einen einzelenen - Ihren Bedürfnissen - stellen.
Nach einigen Stunden ging sie zurück.
Grade wollte sie sich umkleiden , schellte die Glocke.
Verflucht hat man denn nie seine Ruhe.
Sie zog den Riemen der Rüste wieder fester und bemerkte das Leony nicht mehr weinte.
Also war Alassea wohl da gewesen.
Am Tor schaute sie erstaunt.
Ahsai war wieder da.
Für den Bruchteil einiger Sekunden musste sie sich zusammenreissen und dann öffnte sie.
" Kommt doch herein " meinte sie und machte eine Einladende Geste.
Der Mann folgte ihr und sie setzten sich.
Was sprach er da ?
Alassea war bei Ihm ?
Verdammt sie hätte es wissen müssen.
Wie konnte sie nur so dämlich sein und ausgerechnet Alassea ihn begleiten lassen.
Sie wusste das Alasea vor dem Charm eines richtiges Mannes keine Chance haben würde.
Er war nicht wie diese knaben die man überall antraf.
Er war einer jener Männer die frauen noch zu erobern wussten, zumindest solte man das meinen aufgrud seines alters.
Die beiden plauderten ein wenig.
Man sprach über all die dinge da draussen die nicht stimmten und auch über das respektlose verhalten junger möchtegernkrieger.
Er wurde immer faszinierender, denn siene Ansichten waren fast die ihren.
Vor einem Jahr wäre sie nicht so unnahbar gewesen - doch jetzt stand zwischen ihr und ihm die Gemeinschaft.
Es war unmöglich und schnell verdrängte sie ihre Gedanken.
" Lasst und Alassea holen " meinte er und gemeinsamm ritten sie los.
In Rahal am Haus der familie van Gor angekommen musste sich Ronya arg zusammen, nicht laut aufzulachen als sie Alassea sah.
Später auf dem Schiff nach lameriast meinte Ronya nur.
" Du musst noch viel lernen über Männer " Sie zwinkerte und zufrieden ritten beide Heim.

Verfasst: Montag 6. November 2006, 16:44
von Xinthra
Auf dem Weg nach Rahal wusste sie nichts davon, dass in diesem Moment Ronya und Alassea auf dem Weg zurück nach Lameriast waren. Wie sollte sie auch ahnen, dass dieser Ahsai in ihrer Abwesenheit auf der Suche nach Alassea, unterdessen am Lager gewesen war und alle Schwestern dort schon bescheid wussten? Wie sollte sie wissen, dass sie sich gerade ans offene Messer lieferte, wenn sie von Ahsai die Freigabe von Alassea forderte? Wie sollte sie anders Reagieren wenn er sagte, sie seie schon frei, als ihn anzugreifen? Immerhin hatte er sie entführt. Hatte ihr schöne Augen gemacht. Wer weiss, zu was dieser Mann fähig war. In Rahal angekommen, marschierte sie die Häuserreihen ab, bis sie einen Briefkasten erblickte mit dem gesuchten Namen darauf. Nur einen Augenblick später stand sie vor der dazugehörigen Haustür und hob ihre Hand an, mit der eindeutigen Absicht, dirt anzuklopfen... und sie tat es.