Seite 1 von 3

Die Pestbringerin

Verfasst: Mittwoch 1. November 2006, 12:52
von Wijay Loreen
Ich hatte einst einen Traum. In diesem ging ich über die Trümmer eines ausgebrannten Varunas und eines zerstörten Rahals. Oh wie schön war das Bild der abgebrannten Grundmauern, getränkt von Blut und Tod, oh wie erhebend war das Gefühl vom Feuer verbrannt zu werden, welches die Welt reinigte.

Einst wird der Tag kommen da die vorsehung das Ende heraufbeschwört, und ich werde dabeisein wenn alle götter sich versammelt um in diesem Feuer zu verbrennen und zu verdorren, so wie alles Leben, und die Welt wird Asche.


Sie kritzelte immer noch an den ersten Seiten ihres Buches, in welchem sie ihre Lehren verbreiten wollte - sie wusste, dass der Traum Wahrheit enthielt. Und in ihrer einstigen Heimat hielt man sie für verrückt.

Narren, dachte sie, einst würden sie alle erkennen, dass sie recht hatte, sobald das Ende kam und alle frohlockend im Feuer verbrennen würden. Die Vorsehung hatte sie auserkohren, ihre Stimme zu sein, und wer ihr als Jünger folgen werde, würde sich einst erheben über die anderen und ebenso als strahlende Lichtgestalt in ihren Schriften erwähnt werden.

Theradil der Große war dazu ersehen, mir zu begegnen und das große Werk zu beginnen, welches den Weg zur Zerstörung von Allem ebnen sollte. Er würde die wunderbare Erleuchtung noch erfahren müssen, doch schon war er auf dem richtigen Weg, denn die vorsehung hat es so gewollt., schrieb sie über ihn bislang.

Genauso wie jene Frau, die erkoren war, das Privileg des Leides auf sich zu nehmen. Sie wurde krank, doch hätte sie gewusst wofür, hätte sie genauso wie sie frohlockt und sich erfreut. und an diesem Tage wusste sie, dass ihr Werk Rechtens war, und sie würde es weiterführen.

Ja, die Menschheit musste leiden, um frohlocken zu können, und so begann sie langsam aber sicher, die Pest zu verbreiten, auf das alle, die ausersehen waren mit ihr frohlocken konnten.

(OOC: Dieser post hat nichts mit dem Endzeit-beitrag zu tun, sondern ist eine eigenständige Geschichte)

Verfasst: Mittwoch 1. November 2006, 13:15
von Vyra Lopasz
note: das is NICHT direkt in zusammenhang mit der endzeit im ooc
dass ich da mit reingezogen wurde is purer zufall


Es war ein schwerer Tag für Vyra gewesen. Noch immer waren ihre Gedanken bei Manuela. Das Mädchen war so jung, so unschuldig, aber sie hatte der Verlockung kurz nicht widerstehen können.
Zu lang schon hatte sie keine Nähe von einer Person gespürt, und seit Markus tot war, hatte sie auch in keinem Menschen das Begehren bis jetzt gespürt.
Es war nicht das erste Mal, dass sie sich zu einer Frau hingezogen fühlte, was aber nichts daran änderte, dass diese Sache viel Zeit des Überdenkens brauchte.

Noch eine Träne auf der Wange trocknend schritt sie aus Bajard heraus und erblickte Theradil in Maske, sowie zwei Frauen vor ihm, eine mit der Armbrust auf ihn zielend, die andere etwas kränklich schluchzend.

Sie ging vorbei, musterte sie nur kurz und kam vom Weg ab, verschwamm mit der Dunkelheit, legte sich eine Maske an, beobachtete langsam und zog einen Dolch, den sie mit Gras einrieb. Sie hatte kein Gift dabei. Schon wieder nicht. Aber das macht nichts, der Bluff würde wirken.

Lauernd am Straßengraben beobachtete sie die beiden, Theradil immer noch unsicher vor der Dame stehend, und legte zwei Wurfmesser in ihre Handschuhe die sie dann überzog.

Es kam plötzlich eine Frau aus Bajard, welche anfing von Vorsehungen zu schwafeln.
Vyra schüttelte den Kopf und kroch zum Haus, die PFerde schnaubten kurz, doch sie blieb unentdeckt. Dann huschte ein Schatten zur Mauer Bajards, sie kam näher und näher...

Die Frau zielte immer noch mit der Armbrust auf Theradil und sie würde ihren Freund nicht im Stich lassen. Der Dolch war bereit, sie sprang aus dem Schatten heraus, hinter die Armbrustträgerin und der Dolch legte sich mit seinem kühlen Nass an ihren Hals.

Das kühle Nass und die noch kältere Klinge ließen die Dame erschaudern. Einige zischende Worte und die Frau senkte ihre Armbrust.

Dann war alles sehr verwirrend.
Die Frau neben der Armbrustschützin brach schluchzend zusammen.
Die verrückte schrie immer noch was über Vorsehung.
Die Armbrustschützin war unsicher und angespannt, ließ ihre Waffe immer weiter zu Boden.
Theradil dagegen spannte einen Brandpfeil und wollte nun die Frau als Gefangene.

Die Ereignisse überschlugen sich. Was wollte Theradil? Ja spinnt er denn?
"Niemand bewegt sich, ehe du mir erklärst was du willst Azze" meinte sie.

Doch Theradil schien nun eine Seite zu zeigen, die Vyra Angst machte. Er wollte die Frau. Egal um welchen Preis.
Vyra kämpfte mit sich, doch die ständig kreischende Frau über Vorsehung und so lenkte sie zu sehr ab.
So trat sie in eine hitzige Konfrontation zwischen Theradil der die Armbrustschützin nun aus wenigen Schritt entfernung mit seinem Bogen am Kopf visierte, Vyra, die noch den Dolch an deren Hals hatte, und der Frau, die überraschend unweise Theradil selbst jetzt schief anredete.

Schließlich verschwand der Dolch vom Hals der Frau und Vyra zog sich zurück. Das war nicht ihr Kampf.

Als Theradil die Armbrustträgerin zur Kutsche dirigierte, kam Cyrion angeritten, und die selbsternannte Wahrsagerin donnerte noch immer mit ihren Vorsehungen auf die Umgebung ein.
Die Frau am Boden schluchzte immer noch. Vyra hielt es für klüger zu gehen. Einfach weg. Sie schrie die Wahrsagerin kurz an, dann stapfte sie den Weg entlang, wobei Cyrion ihr kurz folgte und fragte worum es ging.

Dann waren alle weg. Vyra versuchte Theradils Kutsche noch zu erwischen, aber sie war verschwunden.

Irgendwas war hier mächtig faul.
In Vyra kämpfte nun das Problem mit Manuela mit dem Bild von Theradil. Schließlich gab sie auf, und wanderte einfach durch die Lande. Es würde sich hoffentlich irgendwann klären.

Verfasst: Freitag 3. November 2006, 00:58
von Wijay Loreen
Es war vollbracht - sie ebnete den Weg ihrer Bestimmung durch Leid und Schmerz.

Nichtsahnend waren sie, doch waren sie alles Helden, denn sie litten für die Vorsehung, so auch der große Bruno, ein stolzer starker Mann war er, ausersehen mit anderen zu leiden um den Weg zum Ende zu finden.

Und heute war es wieder so weit. Diese Frau von den Gefährtinnen war alles andere als Gäubig, sie wurde in Frieden gelassen, denn die Vorsehung meinte es mit ihr nicht gut. Dachte sie anfangs, sie würde ebenfalls auf dem Pfad der Zerstörung wandeln nannte sie Wijay nur eine Irre. So wie in ihrer alten Heimat, man verstieß sie, weil man sie als mordende Dirne bezeichnete.

Hatte sie sich mit jenen Männern abgegeben, die ihrem Glauben folgten so verstanden sie es nicht - der Dolchstoß am Ende des Rituals war notwendig um den Pfad weiter zu beschreiten und den süßen schmerz zu fühlen, jenes Leid das notwendig war.

Nun musste sie aufpassen, und als unschuldige Bauernmaid ausgegeben brrachte sie ihr mit Gift durchsetztes Bier in der Taverne vn Bajard unter die Leute. Azzu der Große war ein wahrlich würdiges Werkzeug der Vorsehung.

Sie lächelte nicht als sie hinausging, ihr blick wurde ernst und leer, beinahe tot würde man behaupten.

Jedem, der ihr begegnen würde könnte ein kalter Schauer über dem Rücken laufen. Die Pestbringerin begann ihre Arbeit, und schon bald würde man ihren Namen überall kennen... Nachtschatten wurde sie früher genannt... Nachtschatten nannte sie sich auch nun.

Verfasst: Freitag 3. November 2006, 12:08
von Ronya Sotan
Viele seltsamme Wesen hatte Ronya in ihrem Leben kennengelernt.
Verückte und verwirrte gleichermassen wie Helden und jene die sich selber dafür hielten.
Diese Frau hingegen ?
Sie war nichts von all dem, sie redete schlicht und ergreifend blödsinn.
Erst sprach sie Ronya an mit " Seit ihr nicht von den Legendären Gefährtinen "
Und schon im nächsten Satz wies jene Frau drauf hin das sie AUCH oft gespött der Leute ist.
Wieso AUCH ?
Wollte diese Frau sie beleidigen ?
Sicherheitshalber legte Ronya die rechte Hand an den Stiefelschaft und lies ihre Finger dort am Knauf des Dolches.
Nicht nur wegen einer vermummten Gestalt die sich an den Tisch hinter sie setzte, sondern auch wegen jener seltsammen Person vor sich.
Merkwürdige Fragen stellte sie.
Nach Ronyas Glauben und anderen Dingen die für sie keinen lebenswichtigen Stellenwert besassen.
Immer wieder redete diese Person von Vorsehung und Schicksal.
Verdammt für was hielt die sich ?
" Reich belohnt werdet Ihr werden wenn das Ende kommt. Wenn die Welt in Trümmern liegt und der erhebende Anblick der Zerstörung sich unser aller Augen offenbart werden wir frohlockend und jauchzend im endgültigen Feuer verbrennen, das die Welt reinigen wird. "
Verdammt was faselt die da ?
" Verschwinde mal besser mein Kind, sonst spürst du den erhebenden Anblick der Zerstörung, wenn ich dir den Kiefer breche"
Erwiederte Ronya gelassen.
Die Frau ging.
Was für verückte spülte das Meer hier nur an ?

Verfasst: Freitag 3. November 2006, 15:52
von Alassea
Vermummt sass sie hinter Ronya am anderen Tisch. Ronya war brummelig von zu Hause weggeritten, da sie wusste as Ronya sich nicht eingeengt fühlen mochte, vermummte sie sich und folgte Ronya, einfach nur um an ihrer Seite zu sein, sollte Gefahr bestehen. Die Worte jener Frau brachte ein Schmunzeln unter ihrer Maske auf den blassrosanen Lippen hervor. Ohne sich zu erkennen zu geben, sprachen ronya und sie noch lange über jene Frau. Unbewusst gefiehl es ihr sogar mal nicht erkannt zu werden, nur ein entspanntes Gespräch zu führen, ohne Sorgen und Kummer der Schwestern, einfach mal Ruhe zum Reden mit jemanden zu haben die sie so genau kannte, aber sie selber nicht erkannte.

Diese Frau erinnerte sie an viele Leute die schon vom Ende sprachen, dass nie eingetroffen war. Weissager die eh nur den Schreck der Leute nutzten um an Gold zu kommen, solche Leute waren ihr nicht unbekannt. Ronyas Antworten gefiehlen ihr und sie fühlte sich wohl. Dennoch blieb ihr Blick wachsam, sollte irgendwer kommen und ronya anmachen, wäre sie die erste die aufstehen würde und zu ihrem Kryss unter der Robe greifen würde, oder zum Stab dre an der Hauswand versteckt lehnte.

Die Frau jedoch, würde sie im Auge behalten, einfach nur aus reiner Neugierde.

Verfasst: Montag 20. November 2006, 13:47
von Wijay Loreen
Die Tage des Reisens und der Erleuchtung, die sie sich erhofft hatte brachten wahrlich Licht in die Sache, und ihr Weg würde weiterhin beschrieben werden.

Es war seltsam sich durch einige Pilze in die Trance zu begeben, die sie für nötig hielt, um Kontakt mit jener Kraft Kontakt aufzunehmen, welche ihre Geschicke all die Jahre gelenkt hatte.

Ein Zeichen! Sie bat nur um ein Zeichen! Und als sie zum Himmel auflickte flog ein Rabe über sie hinweg, krächzend, mit den Flügeln in ihrer Trance ohrenbetäubend laut schlagend.

Nich viel Nachforschung bedurfte es, endlich herauszufinden, was jenes Zeichen zu bedeuten hatte. Die Vorsehung sprach zu ihr, und letzten Endes wurde sie all die Jahre nur darauf vorbereitet, das zu werden, wofür sie ausersehen wurde.

Schon bald begegnete sie einigen Leuten. Hingewiesen wurde sie ihre Stimme nicht mehr zu erheben, und ihre Kunde zu verbreiten. Letztendlich war es auch egal. Sie würde den Schmerz selbst erdulden, wäre es es denn notwendig, doch das schien nun nicht ihr weg zu sein.

Ihren Namen... Wijay ließ sie in den Trümmern ihres Elternhauses zurück, und da blieb er auch. Stattdessen nannte sie sich nun schlicht "Rosemarie" - ein harmloser Name. Sie würde eine Rolle spielen müssen, für ihre Aufgabe.

Und schließlich ließ sie auch jenen Abschnitt hinter sich. Obgleich die Stunde der Pestbringerin kommen möge - es war erstmal an der Zeit etwas anderes zu tun. Sie erkannte ihre Aufgabe noch nicht, doch der Rabe würde zu ihr sprechen.

Verfasst: Freitag 22. Dezember 2006, 21:57
von Wijay Loreen
An den Abenden stand sie auf den Zinnen der Burg und schaute nach vorne. Der Wind wehte ihr durch das haar, welche flatterten. Ein eiskalter Todesengel war in die Burg Eisenwart eingezogen, und nicht zu ihrem Nachteil. Denn die Wege des Panthers und des Raben waren in etwa dieselben.

Bis auf Aporus' Ungeschicktheit, die ihr erhebliche Schwierigkeiten in Bajard bereiteten ging alles gut. Sie hatte zwei Schülerinnen. Die eine war definitiv willig, und sie wurde von der Frau, die sich innerhalb der Burg Loreen nannte, nach ihrem Nachnamen, behandelte sie mit Respekt, hatte sie doch Potential.

Die Andere war auf dem Wege. Sie verstrickte sich in ihr Netz, und sie konnte sich nicht rauswinden. Sie verfiel langsam dem Wahnsinn, den Loreen mit kalter Logik entwichen war.

Und dennoch - die Pestbringerin würde ihr Werk fortsetzen. Der Tag, andem Varuna dahinsiechen würde, Rahals Bevölkerung dezimiert würde rückte näher, obgleich sie noch unermesslich fern zu sein schien.

Templerin der Burg war sie. Die Pestbringerin, die als Loreen in der Burg bekannt war, als Rosemarie in Bajard, wohl jetzt endgültig gesucht. Es wäre interessant, zu erfahren wie es weiterging, doch das würde sie. Ihre beiden Schülerinnen würden eine gute Informationsquelle darstellen, und gute Diener des Rabens. Sollte der Tag des Todes kommen werden jene beiden, oder zumindest die erste an ihrer Seite sitzen und gemeinsam würden sie sich der Seelen erfreuen, welche sie dem Raben geopfert haben.

Verfasst: Montag 15. Januar 2007, 02:47
von Wijay Loreen
Zwischenspiel: Logik


Die Logik selbst ist die Lehre des Unumstößlichen, nämlich die, welche auf jede Frage eine einleuchtende Antwort bietet. Es gibt auf jede Frage eine Antwort. Entzieh dich jener nicht, betrachte die Welt aus der Sicht der Symmetrie. Denn letztlich ist es die Unebenheit, welche die Menschen fehlleitet und sie schwach macht.

Der Mensch unterliegt etlichen Schwächen. Seien es Gefühle wie Verzweiflung, Furcht oder Zorn...

Die Positiven Gefühle wie Freude, Liebe...

All jene vernebeln den Geist des Menschen, krümmen die gerade Bahn die sie ziehen, sie sind nichts anderes als Urinstinkte, welche den Menschen selbst zum Tier machen.

Furcht...
ist die wohl interessanteste der menschlichen Schwächen. Sie vermag es, Hass auszulösen, sie ermag es, Verzweiflung zu verursachen, sie vermag es das Verderben selbst herbeizuführen.
Das Faszinierende ist, dass der Selbsterhaltungstrieb an sich eng an ihr gekoppelt ist und Menschen vorsichtig macht. Und dennoch, entwickelt man ein Verständnis für jene kann man diese Schwäche auch nutzen.
Lege die Furcht ab, denn es gibt nichts was man ernstlich fürchten müsste. Das Leben endet ohnehin. Lerne furchtlos durchs Leben zu gehen, und du siehst die Dinge allesamt klar und deutlich vor dir.

Zorn...
...vermag es interessanterweise, den Verstand gar ganz auszusetzen und die körperlichen Kräfte immens zu steigern. Zorn ist der Grundpfeiler Jedes Krieges. Unter falschen Vorwänden, wie ener der Gerechtigkeit versuchen sie ihre Taten zu rechtfertigen, edoch getrieben von niederen Instinkten. Der Zorn erweckt in jedem Menschen das Tier, welches in ihm schlummert und er erlangt die Fähigkeit zu Töten ohne darüber nachzudenken. Die Konsequenzen sind in diesem Momente egal.
Auch den Zorn kann man sich zu Nutze machen, nicht zuletzt, um andere gegeneinander auszuspielen. Werde nie Opfer des Zorns, sonst hängt dein eigen Leben an einem seidenen Faden.
Du selbst aber Lege Rachegefühle und Zorn ab. Betrachte alles objektiv und mit kühlem Kopf. Denn der Zor ist just der Beweis der Unterlegenheit deines Gegenübers. Solange du die Ruhe bewahrst bist du Herr der Lage.

Materielle Sorgen...
...sind zum Beispiel Habgier, Fleischeslust und nicht zuletzt die Gier nach Macht. Was der Mensch einmal besitzen will wird er nicht so schnell aus den Augen erlieren. Mit falschen Versprechungen binden sie sich an Götter, Bündnisse oder Familienbande, um am Ende festzustellen, daxss er all das, was er im Leben erreicht hat im Tode nicht mehr besitzt.
Und dennoch - lockt man ene mit Dingen, werden sie, so du es glaubhaft machst, nicht nur dir folgen, sondern auch deinem Zwecke nützlich sein.
Doch du entsage dem Verlangen nach Besitz. Denn alles was du im Leben besitzt wirst du im Tode nicht mehr haben, und du wirst es auch nicht brauchen, denn der Rabe wird dir gefällig sein und sich für alle Seelen erkenntlich zeigen, welche du ihm geopfert.

Freude und Liebe...
...sind Urinstinkte des Menschen, besonders die Liebe zwischen Mann und Frau dienen lediglich den Erhaltungstrieb der Rasse Mensch. Es ist im Grunde nichts anderes als das von der Natur gegebene, Kinder zu zeugen und auszutragen.
Im Wesentlichen sind die Bindungen die eingegangen werden unnütz und sind Hirngespinste.
Gerade die Liebe vermag es, sen Verstand zu vernebeln. Macht man es richtiggehend, kann man damit den gestandensten Manne verwirren und ihn zu Dingen drängen, die er sonst nie tun würde. Gebrauche dein Talent weise, Liebe vorzuheucheln.
Du edoch entsage der Liebe. Sollte der Trieb dich einst üermannen, so bringe es hinter dich und lasse deinen Partner hinter dir zurück. Zur richtigen Zeit vermagst du es gar, jenen in den Irrsinn zu treien, so es dem Zwecke dienlich ist.

Hoffnung
...ist das letzte Mittel zum Zwecik. Die Menschen klammern sich an diese im Glauben, es werde alles gut. Die Hoffnung stirbt zuletzt heißt es. Doch es ist in Wahrheit nur der Selbsterhaltungstrieb der Einzelnen, die diesen Begriff definiert.
Ohne Hoffnung wählen Menschen oft den Freitod. So es für deine Zwecke dienlich nimm jenen diese Metapher.
Du jedoch lass die Hoffnung hinter dir, denn erst die Hoffnung selbst weckt Furcht und Zorn und sämtliche anderen Gefühle in dir.

Verfasst: Montag 29. Januar 2007, 07:55
von Wijay Loreen
Ab und an galt es, alle Glaubensfragen azuwgen um die einzig richtige Antwort zu erhalten. Und immer wieder wenn sie es tat, jene die auf der Burg Loreen Verschoor gerufen wurde, kam sie nur zu einer Antwort. Ihr Gott hatte sie erwählt, und es gab keinen Glauben, welcher offenkundiger die Siegesseite repräsentierwn würde als jene des Raben.

Die Besprechung des vortages mit Rahal hatte dies wieder deutlich gemacht. Wie dumm man durch Verblendung doch werden konnte, diese Machtgier war direkt widerlich, diese Dekadenz, dieses Gehabe. Es war gut, dass sich Wijay davon distanzierte, denn es war alles andere als klug, wie sie handelten. Und letzten Endes war die Wendun gar nicht so schlecht wie einige der Burg annehmen mochten. Es bewies wahrhaftig, dass der Burgherr ein gewisses Maß an Intelligenz und Objektivität besaß. Nicht er war der Kriegstreiber.

Das Gespräch neulich mit dem Anführer des Clans war eindeutig. Sie spreche alle von ihrem Glauben und haben doch eine Ahnung von nichts. Sie verurteilen weil sie dem Weg des Verstandes ging, eine Lächerlichkeit ohne Gleichen.

Und dennoch, es gab Mittel und Wege, wie man sich alles zu Nutze machen konnte, diese Mittel hatte sie bereits eingesetzt, und sie wirkten. Den Meisten fehlen die Argumente oder weichen auf Gewalt aus.

Der Todesengel der in seiner Alten Heimat "Pestbringerin" gerufen wurde stand bei Morgengrauen auf dem Turm der neu ausgebauten Burg und blickte nach Osten. Dort wo der Morgen rötete, so rot wie Blut, eine berauschende Farbe übrigens, starrte sie hin, und das Morgenrot spiegelte sich in ihren eisig blauen Augen. Der Wind strich durch ihr wallendes schlohweißes haar und ein kühles Lächeln lag auf ihren Lippen.

Wie der Morgen graute so könnte nun eine neue Ärga heraufdämmern. Eine Ära, in welcher Menschen wie sie nicht länger verfolgt wurden, sondern Gehör finden würden. Das Wissen war alles, was man im Leen erwerben konnte und was man wahrlich als einziges ererben konnte. Die Zeiten könnten nun besser werden und sie würde dem Raben gefällig sein in ihrem Tun. Es wäre durchaus eine gute Sache.

Oh ja, ihre Zeit würde noch kommen.

Verfasst: Donnerstag 1. Februar 2007, 09:44
von Wijay Loreen
Wijay unterdrückte nur mühsam ihre Erregung.

"Selbst die Euphroie ist eine menschliche Schwäche. Unterdrücke sie, denn auch ene vermag es, deinen Geist zu trüben."

Sie starrte auf das unbändigende meer, welches sich in der Nacht wie ein Leichentuch über die Welt auszbreiten schien. Die Augen der Nacht vermochten es, ihren Blick zu klären, doch die wilden Wellen, welche gegen das Fundament des Leuchtturmes schlugen vermittelten dem ganzen Bild eine besondere Viruosität.

Ein inspirierender Anblick fürwahr, doch war sie eben nicht hier um sich enes Anblickes zu erfreuen, so war sie auch nicht hier um niederen Gelüsten und niederen Gefühlen zu fröhnen. Diese hatte sie längst abgelegt und würde sie so schnell auch nicht zulassen. Zu viel stand auf dem Spiel, zu viel war davon abhängig, ihre Sache richtig zu machen.

Der Elf gestern war trotz seiner.... wie sagte er... 40 Dekaden und 2 Jahresabläufen äußerst naiv, wenn er sich ene Menschen ins Haus holte, gegen welche sie doch offenbar zu kämpfen pflegte. Es war das Wissen, welches ihn offenbar beeindruckt hatte, die Gier nach neuen Erkenntnissen und nach Weisheit. Interessant fürwahr. Loreen hatte offensichtlich ein Talent dafür, die richtigen Worte zu wählen. Und diese Fähigkeit mochte sie sich auch künftig zu Nutze machen, es war nur eine Frage des "Wie".

Die Prüfung die man ihr nun auferlegt hatte musste sie meistern, um ihren Weg fortzusetzen. Leicht mochte es wohl fürwahr nicht werden, doch nahm sie sich die Zeit gründlich. Den Namen würde sie herausfinden, und irgendwie würde... MUSSTE sie den Auftrag erfüllen.

Sie würde mehrere Tage von der Burg weg sein und in diesem Hafendorf verweilen. Es galt, einen Namen herauszufinden, es galt, etwas zu beschaffen. Oh und es galt, die Sache rictig zu machen. Nicht dass sie davon abhängig sein würde, und nicht, dass ihr Schicksal dadurch beeinflusst würde, doch war es durchaus eine interessante Sache die ihr wahrlich noch helfen konnte.

"Wir tragen doch alle Masken. Wir haben sie ständig über unserem Gesichte und nur die Wenigsten vermögen unser wahres Ich zu zeigen."

Die Ironie war, sie musste keine Maske tragen um an ihr Ziel zu gelangen.

Wijay gelang es erfolgreich, die Erregung zu unterdrücken, die sich in ihr ausbreitete. Sie schloss die Augen und besann sich dessen, was sie sich selbst beigebracht. Es würde nicht nur der Rabe zufrieden mit ihr sein.

Verfasst: Freitag 16. Februar 2007, 18:21
von Wijay Loreen
Stille Nacht - Unheilige Nacht

(Posts sind durchaus erwünscht)

Mitternacht war angebrocken, und Baard lag im trügerischen Schlummer. Eisig pfiff der Wind über die Lande, und der aufgeweichte Schnee, welcher tagsüber vom Regen matschig geworden war wurde zu Eis.

Die Nachricht vom Tode des Bürgerwehrsoldaten, getötet von Angurenhand war schon lange im Umlauf, und die Beisetzung war wohl onstatten gegangen. Ein interessantes Experiment sollte nun beginnen. Bringt es eine Dienerin des Raben zusammen, den Willen untoter Diener so zu steigern, dass sie aus dem Grabe steigen können? Sich förmlich selbst durchzugraben?

Die vermummte Gestalt schlich klammheimlich im Schutze der Dunkelheit auf den Friedhof. Nicht bewacht, gut - kein Tor, gut. So war es wohl ein Leichtes, enes Experiment durchzuführen.

Versteckt hinter einem Strauch begann sie langsam Gebete und bitten an den Raben zu entsenden, ihre Kraft kurzzeitig so zu steigern, so dass sie selbst durch dicke Erde enem Wesen falsches Leben einhauchen könne. So versank sie kurzzeitig in Meditation, mit dem Ergebnis, dass sie wohl erhört wurde.

Die Luft um den Friedhof schien in dem Moment noch eisiger zu werden, die Nacht noch düsterer. Einbildung? Vielleicht, aber vielleicht auch das Wirken des Seelenfressers. Denn wie aus weiter Ferne, als trüge der Wind ein längst vergessenes Geräusch heran war mit Vorstellungskraft das verzerrte Krächzen eines Raben zu hören, durchdringend vielleicht, unheimlich gewiss. Um Mitternacht vermögen einem aber alle Sinne einen Streich zu spielen.

Sie fühlte wie Kra'thors Macht in die Erde fuhr, dort wo sie ihe Hand hin hielt, das frische Grab. Für sie war es getan.

Doch scheinbar von der Düsternis und den hinterlassenen Spuren aufmerksam geworden kam eine Bürgerwehr-Wache mit einer Fackel angetreten. Ein ärgerlicher Zwischenfall, zumal sie mit ansehen wollte, wie der Untote sich aus seinem Grab befreien könne. Doch wichtiger war es, nicht aufzufallen.

Geschickt konnte sie sich im Schatten erbergen und dem Fackelschein gar entgehen. Als er an Loreen vorbei war gelang es ihr leise aus dem Friedhof zu entfliehen, nach Nordwesten, heimlich aus Bajard raus.

Sie bekam nicht mehr mit, wie der Bürgerwehrler Zeuge der Wiederauferstehung des untoten Wehrsoldaten wurde, erst als ein aufgehetzter Fackelträger, offenbar derselbe eine Weile Später suchend aus Bajard kam wurde ihr gewahr, dass ihr Experiment geglückt war.

Die Flucht war ihr gelungen, doch nun musste sie sich wohl vorsehen. Gut möglich, dass man sie erneut verdächtigen würde. Ein annehmbares Risiko. Schließlich gab es keinen Beweis, dass die Frau Namens Rosemarie es tatsächlich gewesen war.

Verfasst: Montag 19. Februar 2007, 22:52
von Lanaya Shevanor
Wochen später...


Der Pakt


Bewahrer des Wissens.

Interessante Leute, durch und durch. Meist jedoch galt ihr Forschen und die Sammlung ihres bescheidenen Wissens nur eines müden Blickes von Seiten der jungen Magierin. Lägst war sie müde den trägen Worten eines Quacksalbers zu lauschen. Doch diese hier schien anders. Ihre Wortwahl zeugte von einer Intelligenz die ihr wieder Willen Achtung abverlangten. Diese hier schien zu wissen was sie tat und zu tun gedachte.

Wie dürre, lange Spinnen umfassten die blassen Hände den Krug vor sich. Ab und zu huschte ein dünnes Lächeln über die Lippen das so manch einem Zuschauer kalte Gänsehaut über den Rücken rieseln ließ. Das Gesicht größtenteils im Schatten der ausladenden Kapuze verborgen hob sie nur wenige Male den Kopf. Die Brunnenvergiftung zu Varuna.. ahja .. aber der Vorschlag den sie nun verbreitete. War dies nicht ein Wink des Schicksals? Rache nehmen ohne jemals dafür belangt werden zu können. Sie stellte sich nur eine Person vor. Was würde mit ihm geschehen? Unbewusst fuhren die bleichen Finger nun über eine Stelle auf ihrer Hose. Was durch das Leder verborgen wurde wussten nur sehr wenige. Doch jener der verantwortlich war... den würde sie nicht vergessen.

Wie verzweifelt er um seine Liebste besorgt gewesen war. Was für qualen er doch durchlitten hatte. Herrgott wie sie diesen flehenden Blick vermisste. Viel zu zahm war sie geworden. Spielte harmlose Spielchen mit ihresgleichen da andere ihr keinen Gegner boten. Zeit etwas zu tun. Zeit sich zu erheben und zu beweisen das sie noch lebte und nicht schon längst von einem Buch erschlagen worden war. Interessiert beugte sie sich vor und sprach leise mit der Frau. Etwas verband sie miteinander doch etwas bereitete ihr unbehagen. Der Vorschlag war so verrückt und gewagt das er schon wieder funktionieren konnte. Eine Stunde später hatte sie sich entschieden. Sie würde daran mitwirken. Der Pakt war beschlossen. Gefährliche Spiele hatten sie schon immer gereizt. Doch dieses hier versprach einen äußerst lohnenden Umstand. Bald schon trennten sich die Frauen. Die Eine so unscheinbar das man nicht auf sie achten würde sie selbst hingegen stolz aufgerichtet in den Farben des Ordens. Einzig in der Stadt zeigte sie sich halbwegs offen. Noch immer wusste sie nicht wie es um ihr Ansehen stand. Besonders wie ihre „Geschenke“ zu Hofe bekommen waren hätte sie interessiert. Hatte Darna ihre Haarpracht verloren? Brannte dem ein oder anderen die Kehle nach dem scharfen Schnaps?

Es war gleich. Es zu wissen oder nicht zu wissen würde ihr den Anblick der Gesichter beim Konsum diverser Dinge aus ihren Geschenkgaben nicht bescheren. Noch immer an einen bestimmten Adligen denkend beschleunigte sie ihren Schritt. Bald schon kam das Haus in Sicht und sie machte sich nicht einmal die Mühe sich umzukleiden. Auf direktem Weg ins Labor schloss sie sich ein. Verräterischer Rauch stieg aus dem Schornstein in den Himmel. Von einer bläulichen Färbung bis zu einem grellen rot war er zu erkennen ehe endlich die Dämmerung den Dampf verbarg. Sie selbst hastete nicht wenige Male zum Fenster um nach Luft schnappend den Kopf hinauszustrecken. Worauf hatte sie sich hier nur eingelassen? War das Ergebnis derlei überhaupt wert? Ganz zu schweigen von der Gefahr der sie sich aussetze. Krötenlaich, Blutegel, Molchaugen und anderes Getier das eine einfache Hausfrau den Eintopf abdecken ließ. Sie wusste genau was wie zusammen zu mischen war. Viel schwieriger war es jedoch das Gebräu so herzustellen das es angewendet werden konnte wie es sich die Frauen vorstellten.

Stunde um Stunde verging. Der süßliche Duft nach faulen Eiern verschlug einem den Atem so man das Haus betrat. Sie betete das Iloiss heute fern bleiben würde. Doch wurde sie zu später Stunde belohnt. Endlich haftete die Tinktur ohne zu verderben was sie berührte. Die Drachenlederhandschuhe wurden von den Fingern gezupft kaum das eine Phiole des kostbaren Gutes abgefüllt war. In Farbe und Konsistenz sah sie eher unscheinbar aus. Nun jedoch galt es die Wirkung zu testen.

Verfasst: Dienstag 20. Februar 2007, 16:56
von Wijay Loreen
Das Gespräch war wahrhaft aufschlussreich und vielversprechend. Langsam namen die Schatten Konturen an, ihre Pläne reiften, sie nahmen Form an, und schon bald, das wusste sie, würden sie die Unbekannte Person, welche so viel Verderben in die Welt trug jagen und hassen. Sie war vermutlich schon jetzt die schlimmste Massenmörderin dieser Zeit, die Frau, die ein halbes Reich faktisch ausgelöscht hatte.

Sie hatte gegenüber vielen Anderen keine Bedenken jemanden in den Tod zu Schicken. Das war ein logischer Schritt, und Moral war ohnedies nur ein zweifelhaftes Hirngespinst jener Menschen, die ihr Leben falschen Idealen zur Verfügung stellten. Ideale waren hinderlich und lästig und würden nie die Wirkung erzielen, die ein Mensch ohne derlei Irrglauben im Sinn hatte.

Waghalsige Pläne funktionierten bekannterweise am Besten, die Kunst war, es mit Bedacht zu planen und darauf zu achten, dass ja keine Spuren zu ihr führten. So galt es Unwissende Opfer ausfindig zu machen, welche ihren Verdacht auf sich lenkten. Und das war der schwierige Teil eines Plans.

Und dennoch gab es bereits jene, das war der Vvorteil daran, Schüler zu haben. Sie konnten hilfreich bei der Ausführung eines Planes sein, und sie konnten, so ihr Geist stark, nicht als Werkzeug sondern als Unterstützung gelten. Und genau das war ihr wichtiger. Keine willenlosen Diener zu befehligen, sondern respektable Schüler, die wenn nötig auch selbst ihren Kopf benutzten.

Und so wuchsen auch ihre verbindungen und Kontakte stetig an, und ihr Plan reifte, im verborgenen geschmiedet, im verborgenen gereift und im Lichte des herllichten Tages würde er durchgeführt. Die Bombe würde Platzen, die Falle zuschnappen, und niemand ahnte, dass schon bald eine harte Zeit für viele anbrechen würde.

Verfasst: Mittwoch 21. Februar 2007, 13:52
von Lanaya Shevanor
Das Opfer

In gewöhnliche Alltagskleidung gekleidet stapfte sie von der Kutsche gen der Stadt. Den Wachen ein wahrlich bezauberndes Lächeln zuwerfend fand sie sich bald ohne aufgehalten worden zu sein im Herzen Bajard´s. Die kalte Luft ließ ihren Atem in kleinen Dampfwolken aufsteigen und fast schon war sie froh als sie endlich am Ziel war. Die Phiolen deren Inhalt in Farbe und Konsistenz auf den erstem Blick jedem ordentlichen Heiltrank konkurrenz gemacht hätte wurden vorsichtigst an die Verbündete weitergereicht. 5 Stück waren es an der Zahl. Sie wären ausreichend um zu testen was es zu testen galt. Leise doch angeregt schwatzten die Damen miteinander. Schmiedeten Pläne und verwarfen diese wieder. Dann jedoch hatten sie sich entschieden. Entschlossen standen sie auf und gingen zielstrebig in die Taverne.

Ein unscheinbares Pärchen saß beisammen ins Gespräch vertieft und so setzten sich die Frauen und begannen ein ungezwungenes Gespräch. Wie nur sollte man die Dinger testen.. Möglichkeiten schossen ihr durch den Kopf doch bereits der Anfang war misslungen. Plötzlich schien aus den beiden steifen Damen ein lustiges Pärchen zu werden das die Fertigstellung eines Buches feierte. So plötzlich das selbst das Pärchen am Nachbartisch misstrauisch wurde und jeden freien Trunk ablehnte. Störrisches, misstrauisches Volk! Nun saßen die Damen da, jede einen Krug Apfelwein vor sich, als sich eine andere Möglichkeit eröffnete. Ein einzelner Mann nahm am Tresen platz und bestellte sich den ersten Schnaps. Ein Blick unter Frauen und die Sache war beschlossen. Loreen ging zu ihm und lud ihn auf einen freien Umtrunk ein. Die Arkoritherin wartete auf den richtigen Moment ehe sie den Mann ansprach sich dann doch auch gleich zu ihnen zu gesellen. Wohl etwas verwundert tat er genau das was sie sich erhofft hatte und wendete sich um. Dieser Moment reichte Loreen den Inhalt einer der Phiolen unbemerkt in seine Flasche zu träufeln.

Alsbald saßen sie zu dritt am Tisch. Das Gespräch immer wieder stockend. Was sollte jemand wie sie auch mit einem Herren debattieren der ihr nur heute von Nutzen war. Viel interessanter war der neu hinzugekommene am Nachbartisch. Irgendetwas ging von ihm aus das sie reizte. Was würde sie wohl nur schwerlich beschreiben können. Sich zusammen nehmend folgte sie wieder dem Gespräch am eigenen Tisch. Er suchte also seinen Bruder, in Rahal. Na wunderbar, hoffentlich fand er ihn ehe die Wirkung ihres Elixiers gänzlich zur Geltung kam. In Zukunft galt es wohl sich doch erst die Mühe zu machen etwas über jene zu Erfahren die man für seine Zwecke einband. Ab und an fragte sie den Herren ob das Bier bekomme, er sich wohlfühle und war fast etwas enttäuscht das die Wirkung nicht sofort eintrat. Aber genau so sollte es sein. Über Tage hinweg würde er keine Veränderung bemerken. Sobald sich jedoch die ersten Anzeichen einer Krankheit bemerkbar machten würde er sie schneller verbreiten als er diese Flasche geleert hatte.

Der Mann brach auf und nur kurz sprach sie noch mit Loreen. Kurzzeitig waren die Damen sogar am überlegen eines der Fässchen beim Wirte zu präparieren. Dann jedoch trat eine weitere Dame in die Taverne und es wäre zu schwierig gewesen den Wirt abzulenken ohne ein fremdes Augenpaar auf sich zu ziehen. So also trennten sie sich. In der nächsten Zeit würden sie auf Gerüchte lauschen. Gerüchte über ein gewisses Unwohlsein und Müdigkeit. Besonders so diese Gerüchte von Bajard handelten. Kaum vor der Tavernentüre atmete sie tief durch. Sie war kein Mensch der gerne in Gesellschaft war. Zumindest nicht in solcher. Wie weggeblasen war das gespielte Lächeln und recht flink schlug sie den Weg nach Hause ein.

Mit der Kutsche kam sie sicher vor Rahal an und war ein wenig überrascht südlich der Stadt auf ein bekanntes Gesicht zu treffen. Das Lächeln das nun über ihre Züge glitt war durchaus echt und einige Momente sprachen sie miteinander. Obgleich die Nachricht wahrlich nicht die Beste gewesen war ging sie beschwingt und wohl tatsächlich unvorsichtig weiter. Nicht auf ihre Umgebung achtend griff sie in das Lied ein und formte ihren Stab in ihrer Hand bis er sich gänzlich materialisiert hatte. Nun ging es leichter voran doch hätte sie gewusst das man sie beobachtete wäre sie einer anderen Richtung gefolgt. So jedoch ging sie zielstrebig nach Hause und begann sich umzukleiden. Einiges war geplant für den Abend und fast schon missmutig ging der Blick zur Decke als es klopfte.

Kurz dachte sie daran das eben angezogene Ordensgewand wieder auszuziehen dann jedoch zuckte sie die Schultern und zog lediglich die Kapuze über die Ohren. Vermutlich würde sie hier ohnehin nur jemand aufsuchen der sie kannte. Nachdem jedoch die massive Eisentüre geöffnet war stand ihr ein Fremder gegenüber. Unfreundlich und alles andere als erfreut über diesen herrschte sie ihn an.

Wer seid ihr und was wollt ihr?

Verfasst: Samstag 24. Februar 2007, 04:21
von Tajara Nair
Bitte löschen