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Dämmerung
Verfasst: Montag 30. Oktober 2006, 02:12
von Alassea
Der heutige Tag war alles andere als erfreulich. Der Tag fing wunderbar an, sie wachte auf, versorgte wie immer die Tiere, deren Tröge wie immer halb leer bis auf nur noch wenige Brocken nur voll waren. Sammelte wie immer die Eier und Federn auf, liess sie wie immer von den Bienen zerstechen um sich den Honig und den Wachs zu klauben und sortierte alles ordendlich in die vorgesehenden Bereiche ein. Danach kletterte sie wie immer auf die Obstbäume und sammelte die letzten Obstsachen. Als das erledigt war und auch das Obst ordendlich einsortiert, sah sie sich im Lagerzelt um. Hier und dort sortierte sie Dinge richtig ein, die achtlos in die Kiste geworfen waren. Die Kräuter nahm sie aus der dafür vorgesehden Tasche und tat sie in ihre Gürteltasche.
Schon vernahm sie ganz dünn Leony aus ihrem Zimmer und ruhig ging sie hinüber. Mit Leony auf dem Arm sortierte sie die Kräuter in ihre Kiste uunter dem Schreibtisch und wickelte dann Leony auf ihrem grossen Bett. Sie hatte noch am späten Abend des gestrigen Tages ihr Zimmer umgeräumt, damit mehr Platz war, da Tajara und Lynfair nun bei ihr mitwohnten, dafür musste sie wohl oder Übel die Wickelecke einbüssen und in Zukunft dann halt Leony auf ihrem eigenen Bett wickeln. Als Leony schlief ging sie zu den anderen an das Feuer. Xinthra machte mit ihr das Training von Gestern als eine Art Wiederholung. Alassea lief um das Lager, machte Liegestützen und kämpfte gegen Xinthra, dann mit richtigen Waffen ebenso und auch bei Ronya mit richtigen Waffen. Es machte ihr Spass.
Nach einiger Zeit ging man Jagen. Das Orkfort bot kaum Gegner und so war man dort schnell fertig. Ronya ging danach auch recht bald und so losten Alassea und Xinthra aus wer die Führung übernehmen sollte. Xinthra gewann und man wanderte weiter zu den Banditen, die auch recht dezimiert wirkten, eher wie gerupfte Geier. Schon da merkte Alassea das die eigendliche Fürhung nicht von Xinthra geführt wurde, sondern eher von denen die eher noch "jung" in der Gemeinschaft waren. Jedoch sagte sie nichts, sie hoffte das Xinthra sich durchsetzen konnte. Irgendwann betrat man die Höhle bei den Ratten. die ersten Dinger, die Schleims und Kopflosen waren schnell beseitigt. Dann kamen die Erdelementare. Alassea hatte Mühe konzentriert für alle Schwestern dazusein und verlor dadurch auch bald Konzentration und Lust. Also drehte man um und kehrte ins Lager zurück.
Alassea war da ein wenig depremiert. Sie hatte sich so auf die Jagt gefreut, aber sie konnte nunmal nicht gleichzeitig sammeln, da das scheinbar kaum wer tat ausser Xinthra und auch noch mit Eluives Hilfe heilen, dass ging einfach nicht. Nachdenklich ging sie in ihr Zimmer und versuchte Leony zu stillen. Dann begann sie zu mischen, Tajara war dabei mit Ronya zu reden, Alassea war es egal, sie wollte einfach nur konzentriert mischen.
[Fortsetzung folgt......]
Verfasst: Montag 30. Oktober 2006, 20:17
von Alassea
Noch nicht ganz fertig, das Fass noch nicht ganz in Torinas Kiste, da wurde sie hinzugerufen, zusammen mit Kyra. Innerlich seufzte Alassea, langsam, so meinte sie zu sich selber, konnte sie bei Ronya einziehen, so oft wie sie in letzter Zeit gerufen wurde. Ja sie hatte Fehler gemacht, Dinge gesagt die Ronya sehr verletzt hatten, etwas was sie nie wollte, Ronya verletzten. Sie wusste, dass musste sie wieder gerade biegen und das würde Zeit dauern. Wie so oft kam sie nicht dazu auszureden, sie war gerade dabei zu erklären warum sie Kyra angeknurrt hatte, schon wurde sie von jener unterbrochen. Wortlos stand Alassea auf und wollte gehen. Es gab immer eine Regel unter den Schwestern
Man lässt eine Schwester ausreden und redet erst dann
Aber genau das wurde in letzter Zeit nicht mehr getan und Alassea in ihrer Müdigkeit vermutete, dass das ausschliesslich nur bei ihr so war. Es gehörte einfach für sie zum Gebot des Anstandes das man andere ausreden liess, sicher sie hielt sich oft selber nicht daran, jedoch versuchte sie es meistens so zu halten. Sie bagnn in dem Moment auf Kratzbürste umzuschalten und sagte Dinge die sie im selben Moment sofort bereute. So auch zu Ronya jener eine Satz
Eigendlich meine engste Freundin .... dachte ich
Beleidigt verzog Alassea sich zum Grab, sie sah es nicht an, sondern stand am Rand des Abgrundes und starrte auf das Meer. Sie wollte alleine sein, sie wollte nachdenken, sie wollte einfach nur ein paar Minuten nur für sich alleine haben, ein Privileg das ihr fehlte seit Leony auf der Welt war. Seit dem Moment an dem sie sich wieder aktiv am gesamten Lagerleben beteiligen konnte und darin so sehr eingenommen wurde, dass sie sogar anfing beide Kinder für die Schwestern, für die Familie, zu vernachlässigen. SO konnte das nicht weitergehen. In ihrem Beleidigsein schmiedete sie Pläne, wegzugehen, zusammen mit den Kindern, für ihre Kinder einzig nur noch dann da sein, aber sie wurde unterbrochen als Kyra hinter ihr trat. Worte flogen hin und her, Anschuldigen, Dinge in denen Alassea sich nicht verstanden fühlte und das Gefühl hatte vor einem dreijährigen trotzigen Kind zu stehen. Dann folgten Worte die sie tief im inner so heftig verletzten, dass sie das erstemal damit drohte Kyra eine runterzuhauen. Kyra meinte sie solle es tun wenn es sie glücklich machen würde und Alassea drehte ihr den Rücken zu. Doch anstatt sie ab dem Moment einfach in Frieden zu lassen folgte eine weitere verletztende Anschuldigung, blitzschnell drehte Alassea sich um und ihre schmale kleine Hand landete auf Kyras Wange. Es reichte ihr.
Wortlos drehte sie sich herum und wollte nur noch zu Leony, wollte den Frieden den das Kind in seiner unschildigkeit ausstrahlte spüren, wollte zur Ruhe kommen. Weinend rollte sie sich mit Leony zusammen, als Taja reinkam. Innerlich begann sie wieder zu kochen. Warum konnte man einfach nicht mal nur wenige Minuten seine Ruhe haben? Doch sie schwieg, sie schwieg und starrte vor sich her, Leony stillend.
Irgendwann setzte Alassea sich ans Feuer und blickte hinein. Ronya begann mit ihr zu reden, dass sie enttäuscht sei wegen der Ohrfeige, dass sie den Grund aber nicht wissen wolle und enthob Alassea eines "Amtes" den Alassea im Grunde geliebt hatte, der ihr aber nur Probleme und Ärger gebracht hatte. Es tat Alassea weh dass sie Ronya enttäuscht hatte. Still löste sie den Schlüssel von der Versorgungskiste und warf ihn Ronya in die Kiste. Sie verschloss sich, bekam nicht mehr mit wenn jemand neben ihr sich setzte oder sie ansprach, unruhig folgte ihr Blick den fallenden Tropfen. Sie ging dann einfach nur schlafen, kein Wort mehr sprechend. Es gab für sie nichts mehr zu sagen.
[fortsetzung folgt]
Verfasst: Montag 30. Oktober 2006, 20:50
von Alassea
Als sie mit von Tränen verklebten Augen aufwachte, schien einen Moment in ihrem Herz die Sonne wie immer, bis ihr beim Wach werden einfiehl was passiert war und sofort versank sie wieder in die Dämmerung. Langsam machte sie Leony fertig, wartete bis diese wieder schlief und blickte an sich herab. Die nasse Kleidung von gestern klebte klamm an ihrem Leib, es war ihr egal. Sie schwang sich auf Sperenzia und ritt zum Hof. eigendlich hoffte sie, dass dort niemand war, dass sie wärend der Feldarbeit nachdenken konnte, aber sie irrte sich. Xin, Kyra und Taja sassen dort und wirkten fröhlich ausgelassen. Vielleicht trügte der Schein auch nur, Alassea wollte das auch nicht prüfen.
Still setzte sie sich an eine Ecke des Tisches und beobachtete schweigend die Hühner. Xin setzte sich neben sie und legte ihr einen Arm um. Alassea versteifte sich. Xinthra liess es nicht auf sich beruhen. Sie wollte das Alassea redete und Alassea schaltete um auf Gefühllos.
Ich will keine Nähe mehr, Ich will wieder alleine wohnen und ich möchte nicht immer denken müssen, wenn ich eine von euch heile das ich gleich als etwas gesehen werde was ich nicht bin.
Xinthra meinte Alassea mache es sich sehr leicht und stand enttäuscht auf und ging. Einen Moment lang sass Alassea versteinert da, ehe sie langsam aufstand und wortlos zu ihrem Pferd ging. Ohne zu sehen ob das Pferd ihr folgte trottete sie nach Hause. Dort begab sie sich zu Xin und beide redeten lange miteinander. Alassea erklärte, Xin hörte ihr zu und ebenso hörte sie Xin zu. So wie es sich im Grunde gehörte. Danach ritt sie wieder zum Hof und redete mit Taja, auch dort Erklärungen, zuhören, man liess einander Ausreden und das war gut so. Als das erledigt war ritt Alassea wieder zum Lager zurück um sich um Leony zu kümmern. Kyra wollte mit ihr reden, sie entschuldigte sich, im Grunde nahm Alassea die Entschuldigung an, aber wirklich verzeihen, sagen
Ich vergesse und entschuldige dir das alles was du mir gestern angetan hattest
konnte sie nicht... ging einfach nicht, dazu war das gesagte zu sehr verletzend gewesen. Jetzt fehlte nur noch ein Gespräch, dass mit Ronya, denn auch mit ihr wollte Alassea wieder ins Reine kommen, denn die Freundschaft die sich in den Jahren aufgebaut hatte, durfte einfach nicht zerbrechen, an sowas würde Alassea zerbrechen. Ronya war und blieb für sie immer die Mutter, engste Freundin und Beraterin, das musste so bleiben.
Verfasst: Dienstag 31. Oktober 2006, 04:40
von Xinthra
Manchmal gibt es Tage, da steht man besser nicht auf.
Das war ihr erster Gedanke, als sie den Streit zwischen Kyra und Alassea hörte. Wieder lag irgend etwas in der Luft. Nein, nicht irgend etwas. Schon wieder gab es Streit innerhalb der Gemeinschaft. Man konnte inzwischen sicher schon eine Bibliothek mit Büchern voll Erzählungen davon errichten. Sicher prallten hier Interessen aufeinander. Aber es schien, als zöge Alassea solchen Ärger magisch an. Kaum war das eine überstanden, folgte das nächste. Daran war die Heilerin gar nicht einmal unbedingt Ursächlich beteiligt, sie war sogar mitunter Ziel von Anfeindungen geworden, Anfeindungen innerhalb der Gesellschaft. Doch sie standen im Raum, und wie eben jeder reagiert wie er reagiert, wenn man ihm genug vor den Bug schießt, schießt auch sie mal zurück. Verständlich, könnte man meinen, wenn doch nur der Ton stimmen würde. Diesmal klatschte es vielmehr, gefolgt von der Rotfärbung einer Wange. Xinthra erfuhr des Abends erst die näheren Umstände, nachdem diese nach etlichen Stunden Arbeit in der Mine wieder ins Lager zurückgekehrt war.
Sicherlich war es falsch gewesen, zu schlagen. Aber was war wohl schlimmer gewesen, diese Vorwürfe oder die Ohrfeige? Was von beidem schmerzt mehr? Beides war falsch, doch das war nicht, was Alassea hören wollte. An diesem Abend konnte vermutlich sowieso gesagt werden was wollte, es würde falsch aufgefasst.
Es folgte der nächste Tag und zunächst begann er vielversprechend. Ausgelassene Stimmung auf der Farm, Kyra destillierte die gewagtesten Schnapssorten und Obstwasser, traf nach einer guten Weile Alassea dort ein, setzte sich an den Tisch und schwieg. Xinthras Versuch, die Heilerin zum Reden zu bringen, endete darin dass diese ihre Nähe ablehnte. Nach allem was die Kriegerin für diese kleine Person neben ihr getan hatte, klang dies wie ein Faustschlag mitten ins Gesicht. Behandelte man so jemanden, der nahezu immer für einen da war? Um sich selbst und die anderen zu schützen, stand sie auf und ritt gen Lager. Ihre Mine ward finster, und wäre ihr jetzt ein Zwerg oder sonst jemand begegnet, hätte sie für nichts garantieren können. Noch während sie ihren Bogen heraus kramte, klopfte es an der Tür. Alassea.
Es folgten Stunden des Gesprächs. In denen wurde bald klar, dass Alassea würde sprechen müssen, und zwar mit den Beteiligten, wenn sie die Vorwürfe aus der Welt schaffen wollte. Und das wollte nicht nur Alassea.
Verfasst: Donnerstag 2. November 2006, 12:26
von Alassea
Für Alassea gab es nichts weiter zu sagen. Was sollte sie auch sagen. Einige Tage waren vergangen. Zwei Briefe hatte sie an Ronya geschrieben, antwortlos. Das was gesagt wurde, war verkehrt und sollte eigendlich nicht in einer Gemeinschaft wie dieser vorkommen. Es durfte gar nicht vorkommen.
Es war mitlerweile soweit gekommen, dass sie Lynfair bat, auf sehr vorsichtigem Wege aus ihrem Zimmer auszuziehen. Soweit war es gekommen, dass Alassea sich nicht mal mehr wagte irgendeine zu umarmen, oder sich anzulehnen oder auch nur zu trösten, wenn sie dabei gesehen wurde.
Viel war nur mit einem einzigen Satz zerstört worden, sowohl von ihrer Seite als auch von Kyras Seite aus. Es bildeten sich Kluften, Mauern, die ihrem kleinen Herzen Kummer machten. Wo nur war das fröhliche gemeinsame Lachen am Feuer geblieben? Langsam aber merkbar bildeten sich Gruppen unter den Schwestern, Gruppen zu denen sie nicht gehörte. Sie hatte immer mehr das Gefühl in einem Kinderhort gelandet zu sein. Ihr fehlte die ernsthaftigkeit der Gruppe, der Gemeinschaft. Das Gespür das alle auch wussten wofür sie einstanden.
Immer mehr verzog sie sich in ihr Zimmer. Mischte an Aufträgen herum und kümmerte sich um Leony. Klingelte es blieb sie sitzen. Warum sollte sie zur Türe rennen? Es gab genug andere die das tun konnten und tat es keine, naja hatte der am Tor Pech gehabt. Sie schaute auch nicht mehr jeden Tag die Beutekiste durch, wozu denn auch.
Serendo war schon lange nicht mehr dagewesen. Sie vermisste das Philosophieren mit ihm, die langen Gespräche. Sie fühlte sich einsam. Selbst zwischen ihr und Xinthra, so glaubte sie, war eine Kluft entstanden. Sie gab sich selber grossteilig die Schuld an allem. Sie hatte sich gehen lassen und das erstemal in ihrem Leben die Hand gegen eine Schwester erhoben. Sowas war noch nie passiert und sie konnte verstehen das Ronya enttäuscht war. Immerhin hatte sie alles gelernte, alle Ruhe, allen Frieden in sich über Bord geworfen und sich ihrer Wut hingegeben.
Sicher ihre Unzufriedenheit war entstanden, als sie kaum noch Schlaf bekam. Sie war gereitzter als sonst, aufgrund des Schlafmangels. Dann der wortlose Weggang von Marye. Sie war einfach bei Nacht und Nebel gegangen, ohne irgendeiner Schwester die Chance zu geben sich wenigstens zu verabschieden. Dann war Zera gegangen. Unter den Schwestern neben Ronya ihre beste Freundin. Alles prallte auf sie ein und sie hatte die Ruhige sein müssen. Wärend Xinthra ihrer Wut ausdruck liess, war es Alassea gewesen die versuchte es ruhig hinzunehmen, ein gegenpol uz bilden um keine Gerüchte aufkommen zu lassen, über den Weggang der beiden. Jetzt hatte sie ihren "Posten" verloren und sie versank in Meditationen, ins Grübeln und in ihrem Zimmer. Oft ging sie auch alleine jagen, einfach nur um alleine zu sein. Dann drückte sie Lyn ihre Tochter in den Arm und bat sie sich um die Kleine zu kümmern.
Sie wusste sie musste die Kluft überwinden, die Mauern einbrechen, doch noch war sie nicht bereit, noch war sie innerlich zu gekränkt.
Verfasst: Donnerstag 2. November 2006, 13:50
von Tajara Nair
Die Tage vergingen und selbst Tajara hatte mit allen beteiligten geredet. Spätestens nach dem langen Gespräch mit Xin fühlte sie sich besser.
Sie hatte sich in die Einsamkeit geflüchtet um Abstand zu gewinnen. Unerwarteterweise fand sie diesen auch auf sehr ungewöhnliche Art und Weise, und wenn man es recht bedenkt hatte sie dank einer Person die sie vor zwei Tagen nicht einmal kannte ihren Frieden mit Allem gemacht.
Wenn man es richtig bedachte fühlte sich Taara auch mehr oder Minder einsam im Kreis der Gefährtinnen, wie eine Statue die irgendwo steht. Sie wusste, dass sie es nicht war, und sie fühlte sich auch nicht allein gelassen, sondern einfach wie ein verletztes Tier das einen stillen Platz zum Sterben sucht.
Doch sie starb nicht - sie machte ihren Frieden. Ein Tag war noch notwendig, um endgültig zurückzukehren - was es nun wichtig war zu tun war, die Narben heilen zu lassen.
Allerdings eins hatte sie beschlossen. In ihre Nähe - in ihre Seele blicken würde sie so leicht keine Schwester mehr lassen. Alles in ihr beanspruchte sie als persönlichen Besitz an. Und als ihr Geheimnis.
Verfasst: Donnerstag 2. November 2006, 14:23
von Ronya Sotan
Sie fühlte sich Elend.
Jeden Tag irgendwas neues.
Irgendwer hatte immer irgendein Problem und immer wieder hörte Ronya geduldig zu.
Wieder mal war es Eskaliert.
Wieder mal war Alassea dran beteiligt.
Verflucht war war denn mit ihr nur los ? Konnte sie sich nicht einfach mal zurück halten ?
Irgendwie war sie fast immer dabei, wenn es irgendwo zank gab.
Doch was sollte sie denn tun ?
Alassea rauswerfen wegen ihres Dickkopfes ?
Das kam niemals in Frage und schnell verdrängte Ronya diesen Gedanken auch wieder.
Doch etwas musste passieren.
Von einer seite hörte sie Geheimnisse , von der anderen ebenso.
Beides Auszusprechen hätte nicht nur zu neuerlichen Streit geführt sondern eher noch dazu das andere sich erst recht gekränkt fühlen würden.
Also tat sie das einzig richtige - sie behielt die Geheimnisse für sich wie sie es versprach.
Irgendwie war es ja auch rührend das man ihr das alles anvertraute.
Es bewies vertrauen aber das war auch schon alles.
Da lagen zwei briefe von Alassea.
Natürlich hatte sie die gelesen aber was sollte sie darauf antworten ?
Das es ihr leid tat das sie sie ihres postens enthoben hatte ?
Nein denn es tat ihr alles andere als das.
Es war das einzig Richtige.
Sollte sie Alassea beruhigen das alles nicht so schlimm war ?
Nein , denn es war schlimm was sie getan hatte und sie sollte es spüren das sie einen fehler machte, für den jede jüngere andere Schwester warscheinlich in Schande die Gemeinschaft hätte verlassen müssen.
Diesmal durfte sie nicht nachgeben.
Doch wohin sollte das führen ?
Seit einigen Tagen bemerkte sie das sich hier und da kleine Grüppchen bildeten.
Nicht mehr alle zusammen saßen sondern immer zwei oder drei und anderorts auch zwei oder drei.
Nur eine Phase ?
Oder teilte sich die Gemeinschaft wirklich grade in zwei Lager ?
Wenn ja - warum und vor allem zu welchen zweck.
Ronya beschloss weiterhin Alassea noch einige Tage zappeln zu lassen.
Sie sollte sich bei Ihr erst mal wieder bemühen das sie Vertrauen noch Wert war.
Sicher vertraute Ronya niemanden mehr auf der Welt als Ihr, doch sollte Alassea ruhig mal ne Weile zappeln und merken das sie es diesmal ernst meinte.
Und was diese gruppenbildung anging.
" Wollen wir doch mal sehene wie sie sich im Kampf verhalten " murmelte sie und begann damit eine ausführliche Jagt der ganzen Gemeinschaft zu planen.
Dort würde sich herausstellen ob jede bereit war ihr leben für die andere zu geben.
Sie zog sich zurück .
Vielleicht sollte die Gemeinschaft erst mal zu sich selber finden.
Sie zog sich zurück und wer hörte Ihr zu bei Ihren Sorgen ?
Verfasst: Donnerstag 2. November 2006, 16:09
von Alassea
Laja war aus ihrem Zimmer gegangen und Alassea warf sich nur noch auf ihr Bett. Schlafen, schlafen und nochmal schlafen, mehr wollte sie gar nicht, einfach nur mal mehr als drei Stunden schlafen. Kyra und sie hatten sich wieder angegiftet und nur wegen den blöden Tieren direkt unter Alassea's Fenster. Kaum war sie morgends wach wurde sie in allem was sie tat mit Ziegengemecker und mit Kuhgemuhe begleitet, dazwischen das Schreien von Leony, die Spielwünsche ihres Sohnes, und dann noch die Schwestern.
Ala hier
Ala da
Ala kannst du
Ala mach mal
Sie war es satt. Kaum war sie dabei zu stillen, wenige Minuten mit ihrer Tochter schweigend einst sein, wurde sie unterbrochen. In solchen Momenten fehlte ihr einfach eine Schulter zum ausweinen und doch sie unterdrückte die Tränen, gab sich ruhig und sanft wie immer, obwohl sie am liebsten mit der Faust mitten rein geschlagen hätte und gebruellt hätte das sie doch wenigstens 5 Minuten am Tag ihre Ruhe haben wollte. Kyra meinte die Kuh die da herumrannte, die Hörner gegen Alassea's Wand donnerte, rummuhte wenn sie nicht gemelkt wurde, könne man nicht zähmen. In Alassea entstand Verzweiflung und sie meinte dazu nur das sie dann wieder in den Keller ziehen würde. Kyra sagte es wäre mit Ronya abgesprochen gewesen. Warum wurde ihr dann nichts gesagt? Sie war die einzige im Lager die die Tiere direkt unter dem Fenster stehen hatte und ihr wurde nichts davon gesagt. Sie fragte sich wie die Bauern es aushielten, 5 oder 6 Kinder und dazwischen noch die Tiere und Angestellten. Wie nur hielten sie dieses Chaos aus? Sie wusste es nicht, sie wusste nur das sie mit ihren Nerven am Ende war. Blass, müde und vielleicht auch etwas dünner als sonst wirkte sie. Vor Müdigkeit vergass sie mitlerweile oftmals zu Essen. Sie war einfach nur froh wenn Abends ein wenig Ruhe war und sie einen Moment lang die Augen schliessen konnte. Sie hatte doch nur darum gebeten die Kuh zum stehen zu bringen und bekam eine patzige Antwort dafür. Es war eine einfache ruhige Bitte gewesen.
Es kam keine Schwester und fragte ob Leony gewickelt werden müsste, wenigstens in der Zeit hätte Alassea sich dann frisch machen können. Als sie schwanger war hatten alle versprochen gehabt ihr zu helfen, und jetzt stand sie mit allem alleine da. Zwei Listen hatte sie abarbeiten können, auch wenn ihr dabei einige Flaschen zu Bruch gingen, sobald die Kuh wieder gegen die Wand rannte. Warum war die Kuh nicht auf dem Hof? Wozu hatten sie einen Hof, wenn die Tiere alle im Lager herumstanden? Was war so schwer daran die Tiere zum Hof zu treiben? Laja verstand Alassea voll und ganz und man sah Alassea die Übermüdung an, sie wurde dadurch stiller, sprach nur noch leise und enzog sich zum Selbstschutz den Schwestern. Selbst wenn man jagen ging schwieg sie, sie machte ihre Arbeit und war man wieder im Lager verzog sie sich in ihr Zimmer zu Leony.
Verfasst: Donnerstag 2. November 2006, 21:01
von Xinthra
Dass ihre Aufgabe als eine von vier Vertretungen Ronyas nicht leicht würde, war ihr schon klar gewesen. Sie dachte, mit dieser Herausforderung würde sie schon zurecht kommen. Und ja, die ersten Tage lieg auch alles wunderbar. Doch die Mißstände häuften sich. Zank hier, Zickerei dort, Gerüchte da. Xinthra versuchte, gegen alles anzukämpfen, beruhigte Schwestern die enttäuscht waren, hörte sich ihre Geschichten an, zeitgleich schrieb sie noch irgendwie eine Anfrage nach Salz, ein Training wurde auch noch irgendwie abgehalten bei dem es auch wieder Ärger gab, dazwischen immer ein wenig kooperatives Verhalten von Seiten Alassea, Tajara, die sich wegen etwas zurück gezogen hatte, Xinthra gab ihr bestes damit sie nicht ging, gleichzeitig spielte sie Seelsorge für Lynfair, die sich nutzlos fühlte, schlug sich die Nächte um die Ohren um das zu reparieren was andere beschädigt hatten und kein Interesse daran verspürten, das selbst wieder zu reparieren. Sie sprang ein und sprach, hörte zu, wo andere an ihrer Stelle sein sollten, die den Mumm dazu nicht hatten.
"Du gibst einem das Gefühl, wichtig zu sein" hatte Tajara kurz vor dem Einschlafen noch zu ihr gesagt. Wie wichtig war sie für die Schwestern? Wie wichtig war sie für Alassea, für Ronya? Sie wollte kein Lob für ihren Einsatz. Sie wollte keine Belohnung. Doch was sie sich wünschte war ein offeneres Miteinander. Dafür setzte sie sich ein. Doch es gelang immer wieder, dies zu stören. Wie Xinthra sich dabei fühlte, dass das was sie aufgebaut hatte, von anderen zerstört wurde damit sie es wieder neu aufbaute, da hatte niemand nach gefragt. Alasseas Verhalten war da wenig förderlich. Nein mehr noch. Es war erniedrigend.
Die Mauer um ihr Herz wuchs wieder an.
Verfasst: Donnerstag 2. November 2006, 22:32
von Alassea
Sie traute sich einfach nicht mehr. Sie brachte kaum noch eine Begrüssung heraus, aus Angst oder Sorge das das Gerede wieder anfing. Sie setzte sich von den Schwestern meistens weit entfernt und blickt gen Boden so tuend als würde sie gar nicht zuhören. Sie wusste, dass sie dabei war zwischen sich und Xinthra einiges zu zerstören, aber sie verstand auch nicht wieso Xinthra sie nicht verstand. Musste sie denn immer wenn sie sich zurückzog Rechenschaft darüber ablegen? Musste sie denn immer wie ein braver Hund an Xinthras Seite kleben? Bisher war das nicht nötig gewesen, und vielleicht tat beiden der Abstand auch gut. Vielleicht waren es aber auch die Worte die Alassea Ronya geschrieben hatte im zweiten Brief, an die sie immer wieder denken musste. Tat sie noch das richtige? Sie wollte einfach nur nachdenken und wenn das Tage dauerte dann tat es das eben. Sie wollte wie früher am Meer stehen und meditieren. Man hatte ihr mal vorgeworfen, dass es ihr immer nur um sich selber ginge. Das hatte gesessen und sie sagte sich
"Gut dann wird es mir jetzt mal wirklich nur um mich selber gehen, sollen die Mädels ihre Tränke selber kaufen, sollen sie sich wen anderes suchen dem sie die Ohren zujammern können, sollen sie Morgends dastehen und ungeputzte Pferde vorfinden, sollen sie am Tage dastehen und Hühner jagen die über das niedrige Gatter geflogen sind weil sie kein Futter mehr hatten, sollen sie vor einem knurrenden Wolf stehen der Hunger hat, sollen sie doch einfach mal alles alleine machen, ohne einen unsichtbaren lieben Geist der alles erledigt für sie wenn sie nicht hinsehen, denn JETZT , jetzt bin ICH mal dran. Ronya hat auch ihre Sorgen, hört ihr jemals ausser mir jemand zu? Ich habe meine Sorgen, hat jemals von den Mädels einmal mich gefragt wie es mir ginge, AUSSER Xinthra, Ronya, Taja und Laja? Ich kann nicht immer die Starke sein, die ruhige, die sanfte, die die immer einfach da ist. Ich kann nicht immer meine Maske aufsetzen, sobald es einer anderen schlecht geht und für sie da sein. Ich habe zwei Kinder um die ich mich kümmern muss, da muessen die verdammten Tränke mal warten und die verdammten Tiere ebenso und wenn sich die anderen nicht darum kümmern, dass es ihren eigenen Tieren gut geht, dann muessen sie halt damit rechnen das sie eingehen, mir soll es langsam egal sein. Ich möchte für mich, Leony, Marel, Xinthra und Ronya dasein können wenn sie jemanden brauchen, aber nicht mehr für Vierzehn Frauen die oftmals ein Benehmen an den Tag legen als wären sie noch Kinder die nichts ausser Dummheiten im Kopf haben."
So und so ähnlich dachte sie wenn sie in ihrem Zimmer sass und vor sich hergrübelte. Immer wieder stellte sie sich die Frage wie es Ronya und Xin ginge, sicher sie erkannte das es beiden nicht gut ging, blind war sie ja nunmal nicht. Stur ja, aber nicht blind. Jedoch wollte sie sich nicht aufdrängen und wartete einfach nur ab.
Verfasst: Freitag 3. November 2006, 15:42
von Alassea
Sie tat endlich mal das , was sie seit Monaten tun wollte. Meeresrauschen um sie herum, der Wind der sanft in ihren Haaren zog welche ausnahmsweise mal nicht in einem Zopf eingeschnürt waren, Schreie der Möven. Die kurzen und schlanken Beine zu einem Schneidersitz gebogen, die schmalen-kleinen Hände die die Farbe von Marmor hatten deren Finger schlank und graziel wirkten, waren auf den Knien abgelegt. Die dunklen tiefblauen Augen waren geschlossen, das feingeschnittene Gesicht, das dieselbe Farbe wie die Hände hatte, wirkte weich wie bei einer Puppe. Wer nicht wusste was sie tat würde denken sie würde im Sitzen schlafen, aber sie meditierte einfach nur und das schon seit Stunden. Neben ihr in warmen Fellen gewickelt lag Leony.
Sie wollte einfach nur wieder ihre Ruhe finden, die die sie sonst immer hatte, sie wollte wieder ausgeglichen sein, auf alles eine Antwort wissen und einfach nur wieder die alte sein. Sie dachte an die Zeit zurück in der sie im Waisenhaus gearbeitet hatte, eigendlich hatte schon dort ihr Inneres Schwankungen erhalten hatte. Der Stress mit den Kindern, Varuna, Bajard und noch anderen Neidern. Es war doch eigendlich schlimmer gewesen als die kleinen Plänkeleien mit den Schwestern und doch waren gerade jene die letzten fehlenden Tropfen im vollen Fass gewesen. Ihre Hormone spielten seit der Geburt verrückt und sie schwankte zwischen Tränen, Lachen, Depression und Ausgeglichenheit hin und her. Das wollte sie abschalten. Früher war sie lange Zeit die geheimnissvolle gewesen, die die nur dann sprach wenn es ein Ritual gab, oder wenn sie jemand brauchte. Vielleicht war auch einfach nur alles zuviel.
Ja sie musste zugeben, sie war überfordert.
Überfordert mit sich selber
Überfordert mit Leony
Überfordert mit den Schwestern
Überfordert mit allem.
Aber auch das würde sie wieder hinbekommen. Sie hatte mit jemandem gesprochen, die Person hatte ihr Mut und Vertrauen geschenkt in nur wenigen Sätzen. Kraft um alles wieder richtig zu rücken in ihrem Puzzle das ins Chaos geraten war. Ein sanftes Lächeln huschte über ihr schlafend wirkendes Gesicht ehe sie sich wieder darauf konzentriere nichts zu denken und einfach nur zu meditieren, so wie früher.
Verfasst: Sonntag 5. November 2006, 01:14
von Alassea
Noch vor dem Training, das verlegt wurde auf einen anderen Tag, stand sie wie den Tag zuvor am Meer. Langsam liess sie sich in den Schneidersitz gleiten, Leony dick in Felle gehuellt neben sich legend. Ruhig legte sie wieder ihre Hände auf ihre Knie und blickte zum Meer hin. Sie genoss die Stille, die Ruhe, den Wind und den Frieden, den sie hier beim Grab von Elias hatte. Sie hatte am Abend zuvor Ronya Bescheid gesagt wo man sie finden würde, mehr brauchte sie auch nicht zu sagen. Langsam schloss sie ihre kindlich grossen dunklen tiefblauen Augen, den Wind mit ihren offenen hüftlangen Haaren spielen lassend. Lange wärte diese Ruhe aber nicht, diesesmal wurde sie aber nicht von einer Schwester oder einem anderen sterblichen gestört, sondern von sich selber.
na? hast du es mal wieder geschafft?
sie runzelte die Stirn und schnell wurde aus den weichen Gesichtszügen wieder eine Maske.
Was habe ich wieder geschafft?
na du weist doch was im lager los ist
Leise seufzte sie
Ich bin ja nicht blöd. Ist aber nicht alleine meine Schuld. Ich gebe ja zu dass ich nicht unschuldig bin, aber ichwill und kann nicht und noch nicht darüber reden. Es ist zuviel kaputt gegangen und du weist das, du warst dabei.
oha die kleine alassea ist gekränkt und im stolz verletzt. du hast dich benommen wie eine hure schon als elias noch lebte und jetzt wunderst du dich das dir das mal wer gesagt hat?
Ja ich wundere mich, weil es sowas nicht geben darf, nicht bei uns. Nein ich werde vor dir niemanden anklagen, auch wenn du ich bist. Es gibt nichts dessen ich dir Rechenschaft schuldig bin.
du bist paranoid alassea, du leidest geradezu darunter und anstatt das offen zur sprache zu bringen versteckst du dich, wie immer hinter einer maske aus schein. aber sie sind nicht blind wie du es dir wünschen würdest. sie sehen genau das du leidest aber anstatt ihnen zuzuhören stösst du ihnen vor den kopf.
Ich sagte ich will darüber nicht reden! Rede ich denn neuerdings Elfisch?
du musst ja auch nicht reden, aber mal zuhören. wenn du schon nicht auf die anderen hören willst, dann solltest du es zumindes deinem gewissen tun.
Meinem Gewissen, wo warst du denn als ich die Dinge tat? Wo warst du als ich Elias betrog weil er mich alleine liess? Wo warst du? WO? Du kommst jetzt an mir Vorwürfe zu machen, wo ich dich viel eher gebraucht hätte?
ich war da, nur du hast mich ignoriert. gib nun nicht mir die schuld, so wie du immer gerne anderen die schuld geben willst. du hast fehler gemacht trotz meiner warnungen, du musst dafür gerade stehen und du leidest darunter unter dem was du tatst. doch damit musst du fertig werden. du musst, bevor du selber verrückt wirst und beginnst überall gerüchte zu erahnen wo keine sind, bevor du unter verfolgungswahn beginnst zu leiden. mach das was serendo vorschlug, ruf eine versammlung ein und rede.
Nein! Das werde ich nicht tun, ich habe schon einmal gesagt was mich störte und war danach im Grunde fällig. Ich werde nie wieder irgendwas ansprechen was mich stört.
dann wirst du verrückt werden irgendwann, es sei denn irgendjemand bei euch merkt was wirklich mit dir los ist und tut es an deiner stelle eine versammlung einberufen.
Langsam hob Alassea die Schultern und öffnete die Augen, auf das Meer blickend. Neben ihr wimmerte Leony. Erst jetzt bemerkte sie das sie viele Stunden schon da gesessen hatte und seufzte. Schweigend den Blick zum Meer stillte sie Leony und rollte sich neben ihr zusammen. Ihren Mantel breitete sie noch über Leony aus, damit ihr nicht kalt würde unter den 4 Fellen. Danach schlief sie fast sofort ein, als habe sie Tagelang nicht mehr richtig geschlafen.
Verfasst: Sonntag 5. November 2006, 14:12
von Tajara Nair
Es war zum Verzweifeln.
Es war genaugenommen traurig, dass sie sich mit Gedanken herumquälte und sie nun noch bedrückter war als zuvor.
Warum wollte Alassea ihr nicht zuhören? Sie wollte ihr nur helfen! Und dann kommen wieder nur Vorwürfe bezüglich ihrer Schwester!
Sie wollte Alassea sagen was sache ist und was sie tun sollte. Sie hätte das alles im Kopf ausgemalt, aber sie war über ihre Reaktion nicht überrascht. Aber nun gab sie es auf.
"Du bist dir selbst zuwider", wollte sie ihr sagen. "Du bist unglücklich damit was geschehen ist, du weißt dass du dir zuwider ist aber du findest dich damit nicht ab. Du hörst ja nichtmal zu, obwohl du wissen solltest, dass wir es gut meinen - aber wie willst du weitermachen wenn du nicht endlich mal zuhörst? Alle leiden darunter - ALLE - und wenn du nicht anfängst ldich langsam mal zu erheben wirst du ganz allein sein! Willst du das? Wenn a, dann bist du auf dem besten Weg dazu, aber wenn nicht, dann hör uns mal zu!"
Was Ronya letzten Abend sagte war noch erschütternder. Nicht mal sie vertraute ihnen noch? War es das? Tajara hatte den ganzen Tag nichts anderes gemacht als ihre Pflicht zu tun und jetzt sollte ihre Lojalität und die der anderen Schwestern in Frage gestellt werden?
Sie rang mit ihren Gedanken, aber wenn sie daran dachte, dass eine Lyn, eine Kyra, oder eine andere Schwester gehen müsste, raus in die Welt ohne Zuhause, ohne Ziel... - sie wusste was sie tun würde und das würde sie ronya unverblümt sagen.
"Ich werde nicht zulassen, dass eine von uns gehen muss, und ich werde nicht in einer Gemeinschaft leben wollen, mit dem Gewissen dass einige Schwestern d8e ihre Träume und ihre Ziele haben gehen müssen. Jeder ist sich bewusst was es heißt eine Schwester zu sein, aber wenn eine gehen muss, werde ich mitgehen! Ich lasse KEINE allein!"
Sie konnte nicht schlafen diese Nacht - es war zuviel - sie hatte gerade am letzten Tag keine Zeit gefunden, hatte das getan, was erwartet wurde - und dann würde man ihre Loalität ebenso in Frage stellen wie die der anderen Schwestern? Nein - sie fühlte sich belogen und betrogen.
Verfasst: Donnerstag 9. November 2006, 17:08
von Ronya Sotan
Seit Tagen war sie nun unterwegs.
Die höhle auf Lameriast welche sich vorne als recht erbaulich erwies, gab je sie tiefer sie vordrang mehr udn mehr ihrer dunkelsten geheimnisse preis.
Sie genoss es.
Jeder schwertstreich spritze ihr blut ins gesicht und auf die Rüste.
Sie traf auf eine räuberbande die dort unten lebte und kurze zeit später auf Oger und zweiköpfe.
Sie durchtrente die kehlen der Räuber, versetzte jenen wie in einem Blutrausch schon am boden liegend noch einen letzten schwerthieb.
Röchelnd und Blutend brachen ihre opfer zusammen.
Ronya befand sich wie im Rausch.
Euphorie durchzog ihren ganzen Körper und zum ersten mal seit Jahren wieder , genoss sie es zu töten.
Es war wie ein Aufschrei den sie lange unterdrückt hatte.
Sie legte irgendwann eine Rast ein und besah ihr eigenes Spiegelbild in einer kleinen Quelle.
Blut.
Wohin sie schaute Blut.
Ihr Gesicht ihr Körper, Ihre waffen - an allem klebte Blut oder tropfte herab.
Sie beschloss dieses nicht abzuwaschen.
Mehr noch sie schaute stolz und Euphorisch auf dieses Blut.
Endlich - Endlich war sie wieder das was sie so lange unterdrückte.
Sie beendete die Rast udn zog weiter.
Wiede rund wieder gingen ihr worte des Druiden Serendos durch den Kopf.
" Bleibt auf euren weg " Hatte er gesagt.
Ronya spuckte aus " Euer Weg " wiederholte sie .
" Dieser weg ist schwach " Fauchte sie und schlug einem herannahendem Zombie den kopf ab und trennte seinen leib in zwei hälften mit dem nächsten streich.
Töten und zerstören das war es was ihr blut in Wallung brachte.
Sie genoss jede sekunde dieser Freiheit die sie hier hatte.
Und doch, im hinterkopf wusste sie, das dieses ein ende haben würde wenn sie zu den Gefährtinnen zurück kehrte.
Aber was wenn nicht ?
Was wenn sie diesen weg fortsetzte ?
Würden die anderen ihr folgen ?
Sie hatte genug von diesem neutralen dasein udn friedensgefasel.
Was hatte es denn gebracht ?
Niemand nahm die Gemeinschaft wirklich ernst.
Sie redeten ohne zu kämpfen.
Wieder schlachtete , nein richtete sie einen der Diebe nahezu hin.
Sie durchbohrte ihn mit dem Schwert, rammte ihr schild vor und schlug dann erneut mit schwert zu.
Sein kopf flog einige meter und noch während der Rest des Körpers sich langsamm neigte, in begriff umzufallen, stiss sie das Schwert vor und drehte die klinge.
Blutrausch.
Sie war wieder was sie lange vergessen hatte, was im Friedensgefasel der Gemeinschaft fast gestorben wäre, eine Kriegerin.
Sie würde nicht mehr von diesem weg weichen wollen.
Die Gemeinschaft was würde sie dazu sagen ?
Es war ihr hier udn jetzt völlig egal.
Um die gemeinschaft würde sie sich später kümmern, doch sie wusste, diesen Weg hier würde sie nie wieder verlassen wollen.
Sie fühlte sich wohl dabei, jeden Muskel zu spüren und die welt durch einen blutroten schleier der ihr das Gesicht benetzte, dem Blut ihrer Feinde , zu betrachten.