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Allein..

Verfasst: Samstag 28. Oktober 2006, 18:45
von Marye Larou
vor ein paar Tagen schon war Marye gegangen. Sie mußte einfach gehen, obwohl es ihr in der Seele weh tat. Das war ihr Zuhause, ihre Schwestern lebten hier. Sie wußte keine würde sie verstehen, sie wußte aber auch daß sie nicht bleiben konnte. Zu groß war die Demütigung und zu frisch waren ihr Alasseas giftigen Bemerkungen, daß sie ja lieber mit dem Hochadel unterwegs wäre, in Erinnerung.
Sie streifte ihren Ring ab und legte ihn auf den Tisch. Die Armbrust legte sie dazu. Sie würde mit weniger weg gehen, als sie hatte bevor sie von der Gemeinschaft aufgenommen wurde. Ein letztes mal sah sich um, dann verschwand sie im Wald. Nach einer weile setzte sie sich auf einen Baumstumpf und fing leise an zu schluchzen. Schon jetzt fühlte sie sich einsam und vermisste ihre Schwestern.

Sie starrte eine Blume an, fixierte diese und schaute ins Leere. Lange saß sie so da, ganz in ihren finsteren und trüben Gedanken verloren. Es wurde schon dunkel. Seit Stunden saß sie bewegungslos da und registrierte nicht was um sie herum geschah. Die Nacht kam und ein Rudel Wölfe näherte sich ihr. Aber davon bekam sie nichts mit. Sie hatte die Verbindung zur Außenwelt gekappt, sah und hörte nicht was geschah. Die Wölfe hatten Hunger, waren aber auch mißtrauisch und umkreisten Marye einige male bevor sie sich weiter näherten. Ein paar rasche Schüsse mit dem Bogen hätten sie sicher vertrieben, doch da sie gar nicht reagierte, ermutigte dies die Wölfe und sie zogen ihren Kreis immer enger. Der Leitwolf knurrte und fletschte die Zähne.. immer mutiger wurden sie und schon wagte der erste Wolf einen Versuch und schnappte nach ihr..

Verfasst: Montag 30. Oktober 2006, 03:52
von Zera Asira
Noch während des sprungs wurde der Wolf von einem Bolzen welcher seinen Kopf durchbohrte zu Boden gerissen. Das grausige Geräusch als der Schädel nachgab und die metallene Spitze sich durch das Gehirn bohrte hatte wohl gereicht, dass der rest des Rudels davon zu laufen versuchte. Sie kamen nicht weit, anders als wie bei den Tiefländern war ihr ein Wolf nicht heilig und sonst auch nichts wert. Nichts erwies sich in ihrem Leben als heilig für sie ausser die Liebe zu ihren Schwestern welche trotz ihres Abschieds von der Gemeinschaft immer noch stark vertreten war wie eh und je. Diese Liebe sollte es sein welche sie dazu trieb den ganzen Rudel auszulöschen. Das Rudel welches sich an ihrer Schwester laben wollte, der sie stets heimlich gefolgt war und sich ihre Fähigkeiten und Taktiken abschaute um eine ebenbürtige Schützin zu werden. Die Repetierarmbrust in den moosigen Waldboden geworfen, kniete sie sich vor Marye nieder und packte sie an den Schultern.

Marye! Ist alles in Ordnung? Was sollte das, du kannst mich doch nicht allein lassen!

Verfasst: Mittwoch 1. November 2006, 18:44
von Marye Larou
Nur langsam kam Marye wieder zu sich, zu entrückt war sie gewesen. Doch dann plötzlich prasselten gleich mehrere Empfindungen auf sie ein. Zera's Stimme, der Schmerz in ihrem Arm der ziemlich blutetete, denn der Wolf hatte sie mit einem letzten Schnappen noch erwischt, bevor er starb. Der bohrende Hunger und der quälende Durst. Vor Schwäche konnte sie kaum aufstehen und prompt fiel sie auch in Zera's Arme beim Versuch. Sie fühlte sich sehr schwach und hatte ihren Körper kaum unter Kontrolle. Alles tat ihr weh, weil sie wohl sehr lange dort gesessen hatte.
Wie lange mochte sie wohl da gesessen haben? Stunden? Tage? Sie wußte es nicht.

Verfasst: Freitag 24. November 2006, 18:15
von Marye Larou
Zera verband Marye's blutenden Arm, dann hakte sie sich bei Marye unter und so gingen beide zu dem Fischerdorf.
Am nächsten Tag, mieteten sie sich ein kleines Häuschen um dort zusammen zu leben. Doch so recht glücklich waren beide nicht. Sie sehnten sich nach ihren Schwestern und vor allem Marye machte sich selbst Vorwürfe. Sie hätte ihre Schwestern nicht wortlos verlassen dürfen, im Nachhinein sah sie ein, daß es ein Fehler gewesen war.
Auch war der Anlaß aus dem sie gegangen war, aus der Distanz betrachtet eigentlich überhaupt nicht mehr relevant. So entschloß sie sich nach einigen Tagen und auch einem Gespräch mit Xin zu Ronya zu gehen und sich bei ihr zu entschuldigen. Zera willigte ein sie zu begleiten und so machten sie sich auf zum Lager der Gefährtinnen.
Dort angekommen war alles in Aufbruchstimmung, denn Ronya wurde vermisst. Sie wollte wohl in die Höhle in der Nähe, vor der die Ratten hausten, war davon aber nicht wieder zurück gekehrt.
Marye schaut kurz zu Zera und diese nickte leicht und so entschlossen sie sich die anderen bei der Suche nach Ronya zu begleiten. Es war für beide selbstverständlich einer Schwester in Not beizustehen und so machte man sich auf den Weg.