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Der Tot und neue Wunden...

Verfasst: Mittwoch 25. Oktober 2006, 01:22
von Malachai Schwarzmourne
Es war eher ein überraschender Besuch, der sich Malachai da bot, als Halungar an seine Tür kloppfte.
Malachai gebot ihm Einlass, sein Blick schien ihn jedoch zu durchbohren und nur zu genau musterte er seinen alten Freund.
Er schien in einer schlimmen Verfassung zu sein. Zwar humpelte er von einer Verletzung, doch jene Schwäche, die Halungar zusetzte, war ein innerlicher Schmerz. Eine Wunde, die Malachai nur zu gut kannte.
Es bedarfte kaum einiger Worte, als Malachai begriff, dass Halungar da war, um ihn von einer toten Person zu erzählen.
Doch wer könnte jene sein?
Keiner seiner Bekannten stand mit Halungar in Kontakt.
Also was wollte sein Freund nun hier, nachdem jene sich solange nicht gesehen haben.
"Du bist doch Mitglied der Burg Eisenwart oder Malachai?"
Da kam der erste Hinweis. Ein Burgmitglied schien es erwischt zu haben.
Malachai atmete innerlich doch leicht auf. Würde es Inara sein, würde Halungar nicht so beginnen und bei Khazkal oder Estin, da würde nicht Halungar vor seinen Türen stehen und nun gegenüber von ihm sitztend ihm die schlechte Nachricht überbringen.
Malachai stützte seinen Kopf auf seine Hand. Den Elbogen auf der Lehne vom Tron und lauschte jenen Worten, die nach und nach in erschöpftem Tone in sein Ohr drangen.
Dann fiel der Name. An jenen hatte Malachai nicht gedacht. Es gäbe auch keinen Grund, sah jener ihn nur einmal und das für kurze Zeit:
Farbiano Tohries.
Er war ein eher junges Mitglied der Burg. Fit in seiner Kraft und wohl gut im Umgang mit der Waffe.
Doch was war geschehen?
Mitgefühl konnte Malachai seinem Freund nicht schenken. Sicher ist ein Tot meist ein Übel, doch zuviele Lasten lagen noch auf des Schattens Schultern, zu frisch war der Verlust seines Bruders.
Halungar sprach weiter.
Farbiano war in eisigen Gelände gefangen, wartete auf seine Rettung und als man ihn fand, war die Kraft in ihm schon zu erschöpft.
Die Krankheit gewan die Oberhand und so starb er.
Malachai bemerkte, dass Farbiano ein guter Freund von ihm gewesen sein musste.
Mehr schmerzte es ihn, seinen Bekannten in einer ähnlichen Lage zu sehen, wie er selbst sie gerade durchlebt und er wünschte, er könnte ihm Trost spenden.
Halungar sprach weiter.
Er bat Malachai, es Khazkal, dem Burgherren Eisenwarts, auszurichten, da er selber als Anhänger der Allianz des Lichtes kaum einen Fuß in die Burg setzen könnte.
Malachai versicherte ihm, dass er als Botschafter einer Nachricht Schutz bekommen würde, versprach ihm aber dennoch, die Nachricht weiter zu leiten.
So geleitete er ihn hinaus. Er hinkte weiterhin und draussen verabschiedeten sie sich.
"Wenn ich die Zeit finde, Halungar, so werde ich auch um euren Freund trauern."
Mit jenen Worten trennten sich ihre Wege und Malachai würde sein Versprechen halten und die Nachricht an Khazkal weiterleiten.

Verfasst: Mittwoch 25. Oktober 2006, 01:57
von Malachai Schwarzmourne
Malachai hielt sein Wort und reitete geschwind gen der Burg. Die Schiffsüberfahrt dauerte wieder eine Weile, doch der Seegang war wenigstens ruhig.
Sein Pferd kannte die Wege schon auswendig und selbst in der dunkelsten Nacht fand er den Pfad, der zur Burg führte.
Ein Licht brannte, es kam aus dem Zimmer Khazkals, was Malachai vermuten liess, dass jener, wie immer, des Nachtes noch arbeiten würde.
Die Torwache hielt ein Nickerchen. Nachtwache schieben ist auch anstrengend, er denkt wohl, das bei einem Angriff schon genug lärm gemacht wird.
Nicht aufwecken, dass muss ja nicht sein, dachte sich Malachai und schlich unbemerkt im Schutze der Dunkelheit an ihm vorbei.
Die Sicherheitsvorkehrungen müssen verbessert werden, dachte der Schatten, als er an der nächstenWache vorbei schlich, die Treppe in den großen Saal eintrat.
Er hielt sich direkt bei der Abbiegung fest. Er hörte nichts aus Khazkals Büro, doch war er sich sicher, er würde, wenn er nicht hier oben ist, die Treppe nutzen und an ihm vorbei müssen.
Es dauerte nicht lange, nur wenige Sekunden, da kam Licht aus dem unteren Stockwerk, einige Schritte die Treppe hinauf und ein leichter Schreck für den Burgherren, als er beinahe gegen seinen Schatten rannte.
"Wegen dir mein Schatten werd ich irgendwann vor Schreck sterben."
Sterben. Ein fantastisches Stichwort um ihn nun die Nachricht zu überbringen.
"Setz dich, Khazkal, mein Freund.", entgegnete ihm Malachai, ging voran und nahm an dem großen Steintisch platz.
Khazkal tat es ihm gleich und ehe er Platz fand, geschah etwas, was Khazkal lange nicht mehr an seinem Freund sah.
Malachai zog die Kaputze zurück und im Schein des Kerzenlichtes war ein blasses Gesicht zu erkennen, welches leichte Augenringe besaß, sodass seine Schwertstreichnarbe an einem Auge einen leichten Knick bekam.
Malachai schaute ihn ernst an.
"Was gibt es zu Berichten mein Schatten?"
"Es geht um den Soldaten Farbiano Thories"

Malachai stockte kurz, ehe er weiter sprach.
"Es tut mir leid dir abermals solch eine Nachricht überbringen zu müssen. Aber...
Farbiano Thories ist Tot."
Khazkal starrte ihn einen Moment an, kaum eine Zuckung oder eine Regung war zu erkennen, ehe er seinen Kopf gegen die Stuhllehne legte und leise sprach:
"Der Herr möge seinen Diener in seinem Reiche begrüßen und aufnehmen."
Er schloss kurz die Augen, öffnet sie dann nach wenigen Sekunden.
"Wo soll das bloss hinführen?"
Er schaute zu Malachai, wohl kaum glaubend, was er da hörte.
"Sag mir, wie ist es geschehen?"
Malachai erklärte ihm, dass er an einer Krankheit gestorben seie, die er sich in eisigen Gefilden geholt hatte, nachdem er auf Rettung wartete.
Stille herrschte im Raume. Nur der Wind, der von draußen durch die Bäume bliess, war leise zu hören.
"VERDAMMT.",polterte Khazkal auf den Tisch.
"Das muss das Werk dieser Hure sein."
Ehe er dann den Kopf schüttelt, zur Decke blickt und mit fester Stimme spricht:
"Ihm wird ein Denkmal errichtet. Einen so tapferen Recken wie Thories steht es zu, in den Hallen verewiegt zu werden. Einst Söldner, hat er sich gut gemacht als Diener."
Dann seufzt er, sein Blick fällt auf den Tisch wieder.
"Diese Tage sind schlimm für mich mein Freund. Farbiano stirbt, Theradil weg...Dieser NARR....wohl von einem Wahn besessen.Wegen seiner Freundin...weil jene sich in micht verliebte."
Er seufzte.
Malachai selbst saß ruhig da.
"Es war also richtig von mir, ihn zu misstrauen."
"Ja, war es. Das letzte mal, als wir ihn sahen, wollten wir ihn holen gehen, doch er war in der Uniform der Bajarder Bürgerwehr gekleidet.
Wir wollten ihn schnappen, 2 Wachen kamen und Armoran und ich besiegten jene und Theradil...doch dann...diese Magier.,...sie wollten ihn reinigen behaupteten sie. Doch er liess es nicht zu."

Khazkals Blick fällt nun auf Malachai.
"Wahrlich, hatte der Schatten recht. Selbstmord wollte er begehen. Ich stürzte mich auf ihn, dabei ritzte er sich seinen halben Hals auf. Soweit ich erfuhr, ist er nun in der Obhut der Gefährtinnen, welche ihn gesund pflegen. Schändlich..."
Beide starrten aneinander zu, ehe Khazkal weiter sprach.
"Und mir rief er zu, dass der Herr mich bestrafen wird. Malachai, du selbst dienst nicht jenem Herren, aber du musst doch erkennen, wie absurd dies ist. Er verlor seine Freundin, seine Ehre und scheiterte dabei, sein Leben zu nehmen."
Malachai nickte und liess nur knapp folgende Worte von sich:
"Er ist ein Seelenloses Wrack von seiner selbst."
Khazkal nickte und schnaufte, lehnte sich zurück und sprach daraufhin.
"Ich glaube, wenn er geheilt ist, werde ich ihn zu einem Gespräch auffordern."
Daraufhin wechselte das Thema. Khazkal erfragte nun, wie es seinen Schatten ergeht. Er gestand, sich Sorgen zu machen, war jener geschwächter Körper kaum zu übersehen.
Doch Malachai beruhigte ihn mit den Worten, dass es von jeden Tag her besser wird, er zwar geschwächt ist, aber merke, wie seine Kraft wiederkommt. So bot ihm Khazkal nur noch zuletzt an, dass er es sagen solle, wenn er etwas brauche, seie es auch nur ein Ohr zum zuhören.
Malachai erhebte sich. Die Nacht war Pechschwarz, die richtige Zeit, um weiter seinen Tätigkeiten nachzugehen.
Er ging einige Schritte, als Khazkal ihm nachrief, er solle sich auch um Inara kümmern.
Malachai vermisste Sie. Mehr als alles andere. Doch er wollte ihr den Kummer, den er durchlitt durch Valions Tot, solange aufsparen, wie er nur konnte. Doch es war nun Zeit, sie musste es erfahren. Sie musste Wissen, warum ihr Geliebter solange auf Reisen ist, sie kaum noch besucht.
Es wird schmerzlich für Sie. Schliesslich war er auch ein Freund ihrerseits. Doch sicher wird sie auch mit Malachai Trauern und versuchen, ihm die Lasten abzunehmen, die er trug.
Er würde jenes nicht zulassen, doch gab es ihm immer wieder ein gutes Gefühl, wenn er wusste, dass es jemanden gibt, der bei ihm ist und zu ihm steht und ebenso trauern würde, wie er.
Er ging hinaus. Dieses male trat er gegen den Stuhl der schlafenden Wache, die scheppernd zu Boden krachte und aufwachte und verschwand, ehe jene Realisierte, wer es war, in der Dunkelheit der Nacht.
Er bestieg sein Pferd und ritt gen des Waldes. In Richtung des Dorfes am Hafen...in Richtung des Hofes Tiefenbach...in Richtung jener Frau, die sein Herz besaß: Inara.

Verfasst: Mittwoch 25. Oktober 2006, 02:19
von Khazkal Deslon
Khazkal führ sich mit der Hand über das Gesicht.
Farbiano war von ihm gegangen? Er war doch erst Rekrut gewesen, aber doch so eifrig und wagemutig für seine Kameraden gewesen. Söldner war er gewesen, doch das war Khazkal egal. Er hatte sich verändert. Er war für ihn ein Held, der zwar von Eisenwart ging, aber von Alatar in seinem Reich empfangen würde. Er nickte sacht. Eine Statue sollte von ihm errichtet sein. Solch Leuten zollte er auf diese Weise Respekt und Anerkennung.
All dies bereitete ihm Sorgen. Theradil war von einem Wahn besessen, der sich Liebe nannte. Dummerweise war Khazkal zu oft Opfer dieses Wahns. Er selbst liebte seine Frauen nicht, doch sie verliebten sich immer wieder in ihn. Diesmal war es die Freundin Theradils, die sich Khazkal nahm. Er liebte sie nicht, doch sie liebte ihn und er gab ihr das, wozu Theradil nicht im Stande war. Manchmal musste Khazkal dabei Leacheln. Es war zwar sein Kamerad, und doch machte er es ihm so einfach. Khazkal gab ihr nur das, was sie wollte. Und da hatte er sie, seine Koenigin. Khazkal wusste selbst nicht, woher er diesen Gedanken nahm.. doch sie war die richtige, auch wenn er nicht zu Lieben im Stande war. Sie war seine Zierfigur. Und ab und zu auch seine Dienerin.

An diesem Abend dachte er an Valion. An diesen verdammten Bastard. An den Bastard den er so oft vor dem Unheil bewarte und welcher ihn am Ende selbst in die Tiefe ritt. Schade, so dachte Khazkal, Schade um ihn. Wäre er nicht vor dem Leben geflohen, hätten sie sich wieder versöhnt. Sie waren kurz davor gewesen. Er vermisste es, sich mit ihm zu schlagen und ihn auf derbste Art und Weise zu beleidigen.

Verfasst: Mittwoch 25. Oktober 2006, 10:34
von Malachai Schwarzmourne
Malachai gab seinem Pferd die Sporren. Es schnaufte vor sich hin, während es dennoch elegant durch den dichten Walde lief. Die Kaputze tief in sein Gesicht gezogen, schnitt die eisige Luft an seine freien Körperstellen wie ein Messer in jene.
Seine Gedanken kreisten nur darin, Inara gleich zu sehen, sie in den Arm zu nehmen und ihre Liebe zu spüren.
Das war es, was ihn stärker machte. Das war es, was ihm die Kraft zum Leben gab.
Er sehnte sich nach ihr. Ihren agilen wie perfekten Körper. Ihre geschmeidige und sanfte Haut. Ihre zarten Lippen, die ihn in ewige Träume und Glück brachten, wenn jene die seine küssten.
Er musste zu ihr. Er wollte ihr sagen, wie sehr er sie liebte und das er sie niemals verlieren will.
Er würde ihr....
Schmerz riss ihn aus den Gedanken, als er mit aller Wucht zu Boden fiel.
Das Pferd stoppte und bäumte sich auf, ehe es vor Schreck weiter lief.
Benommen, versuchte Malachai etwas zu erkennen, als er einen Tritt ins Gesicht bekam, stärker als jener in die Seite, die ihn vom Pferd riss.
Er sah im schimmern des Mondlichtes eine Klinge, getragen von einer Person, die sich ihm nur als schwarzer Umriss offenbarte.
Jener hob die Klinge, ein leises Lachen ging von ihm aus.
"Du bist also jener Schatten, von dem man so hört."
Seine Stimme klang kühl, ähnlich die von Malachai, wenn er sich verdeckt hielt. Doch was ihn mehr verwunderte war, dass jener wusste, wer er war. Er trug Zivilkleidung. Er trug sie schon die ganze Zeit. Woher wusste jener es.
Selbst wenn er ihm gefolgt wäre, beobachtet hätte, dass er in der Burg war, könnte er nur vermuten und nicht so sicher jene Behauptung aussprechen.
Er trat einen weiteren Schritt näher.
Der Schmerz durchströmte seine Knochen, doch von einem schäbigen Lump, der womöglich nur ein Dieb ist, lässt er sich wohl nicht niederstrecken.
Die dunkle Gestalt hob nun das Schwert in die Höhe, bereit um auszuholen und zuzuschlagen.
NEIN...pochte es in Malachai´s Kopf.
Seine Hand glitt schnell hinter seinen Umhang, wo er 4 Schwerter führte, zog eines und blockte den Schlag ab.
Die Klingen kreuzten sich, das aufschlagen von Metall schallte durch den Wald.
Seine Kraft war stark. Er drückte nur mit einer Hand gegen die Klinge von Malachai und jener hatte mühe, dieses mit zu halten.
Es kann auch an der Schwäche von Malachai liegen, die er Momentan besitzt. Er spürt, wie sein Körper die letzten Kraftreserven mobilisiert, um nun nicht niedergestreckt zu werden.
"Was willst du von mir.", sprach Malachai, die Erschöpfung in seiner Stimme war klar erkennbar.
"Das du stirbst.", ein höhnisches Lachen ging von ihm aus, als er diese Worte sprach. Siegessicher schien er auf sich und seine Fähigkeiten zu vertrauen.
"Tut mir Leid, ich bestimme selber die Zeit und Art meines Sterbens."
Nach jenen Satz streckte Malachai sein Fuß aus und trat in die Seite. Er zog seinem Gegenüber das Bein weg, er fiel doch stand gleich wieder auf.
Malachai nutzte jenen Fußschlag und drehte sich selbst schnell, damit er in jener Drehung aufstehen konnte.
Malachai fasste sich an seine Rippe. Sie schmerzte und schien gebrochen zu sein. Er war ausser Puste, obwohl er sich kaum bewegte und schweiß ran ihm die Stirn runter. Trotz der kalten Nacht, war er am schwitzen, so sehr setzte es ihm zu.
Sein Gegenüber, sicherlich auch überrascht von seinem Fall, stand dennoch weiter geradlinig vor ihm, die Waffe im Anschlag.
So erhoben sie gleichzeitig ihre Waffen und griffen an.
Worte, so wussten sie, nützten nichts, nun würde die Klinge für sie sprechen.
Sie blockten, parrierten und konterten so oft es ging. Stichangriffe, Seitenhiebe, das ganze Repertoire war vorhanden und Malachai merkte schnell, dass sein Gegner kein Anfänger sei.
Die Kraft liess nach, er merkte, wie seine Beine zitterten und mühen hatten, den darauf liegenden Körper zu tragen.
Sie kämpften lange, immer tiefer in den Wald hinein, bis sie eine Lichtung zu ihrer Arena machten.
Und dort geschah es.
Malachai griff an, sein Gegenüber entwich diesem Angriff und zog dabei ein Messer aus der Tasche. Er steppte einen Schritt vor und stach zu.
Jener Dolch bohrte sich wie durch Papier in Malachais Körper. Er traf seinen Bauch, Blut strömte heraus, als sein Gegenüber ihn herauszog.
Malachai sank auf seine Knie.
Der Schmerz war nun deutlicher zu spüren als alles andere.
Ihm wurde schwindelig, es wurde Schwarz vor seinen Augen und er spürte, dass er nun sterben würde.
Ein lachen vernahm er noch...ein höhnisches Lachen und eine Person, die sich vor ihm aufstellte. Eine Klinge bemerkte er an der Schlefe seines Halses. Lang und Kalt. Das Schwert seines Kontrahenten.
Er sprach, doch Malachai realisierte jene Worte nicht mehr. Tot...Aufgabe...Sieger...Vermächtniss....waren jene Wortfetzen, die Malachai aufnahm.
Tot... viele Gedanken kreisten ihm nun durch den Kopf...viele Gestalten erschienen ihm vor seinen Augen.
Sein Bruder Valion....Cyrion....Khazkal....Halungar....Fiona....alle möglichen....Falk....Lairja....Inara....Inara.....INARA....
NEIN...sterben ist heute nicht.
Er kann sie nicht alleine lassen.
ER WILL SIE NICHT ALLEINE LASSEN.
Kraft...gib mir Kraft...es muss sein....ich Liebe sie....es darf nicht....
Mit einem lauten Schrei hob Malachai sein Schwert, schlug es wie der Blitz so schnell gegen jenes an seiner Schlefe und stand auf.
Er zückte ein zweites Schwert und wie ein wildgewordenes Tier prügelte er auf seinen Gegner ein.
Nur mit mühen und sehr überrascht konnte er kontern, doch mit jedem Schlag, den er abwehrte, verlor er an Kraft...Kraft, die Malachai in seiner Rage bei jedem Schlag bekam.
Ausser sich, den Schmerz nicht fühlend und nur Inara im Kopf, hämmerte er auf seinen Gegner ein. Festen Schrittes auf ihn zu, mit beiden Schwertern bewaffnet, bis es geschah.
Sein Schwert durchbohrte seinen Gegner...
Geschockt von dem, was gerade passiert, taumelte er zurück.
"Wie...wie hast du...."
Er spuckte....Blut bedeckte den grünen Rasen der Lichtung.
Weitere Schritte taumelte er zurück. Malachai stand fest auf beiden Beinen, eine Klinge gen seines Gegners haltend.
Er war schwach, es hat ihn zuviel Kraft gekostet. Doch zeige deinem Gegner nicht diese Schwäche...halte aus...du kannst dich nicht mehr bewegen...du musst dich nicht mehr bewegen...bleib einfach stehen und warte, bis er entweder umkippt oder die Flucht antritt.
Es dauerte nur Sekunden, doch vor kam es ihm wie Stunden, ehe der überraschte dunkle Mann seine Chance riechte und taumelt, stolpernd und schmerzentbrannt die Flucht gen des Waldes antrat.
Malachai atmete schwer. Der Schweiß tropfte an ihm hinab und vermischte sich mit dem Blut am Boden.
Inara...Inara ging ihm durch den Kopf. Inara...ich werde zu dir kommen.
Ein letzter Blick, ob sein Pferd hier seie. Natürlich nicht.
Es hat sicher vor Schreck die Reise fortgeführt und ist zu Inaras Hof gerannt.
Dann sank Malachai zur Seite auf den Boden.
Blut kam aus seinem Bauch, die Rippen schmerzten ebenso wie sein Gesicht.
Er war Kraftlos...er war schwer verwundet.
Jener Kampf, hat ihn alle seine Kraft gekostet...nun war er nicht mehr im Stande irgendetwas tun zu können.

Verfasst: Donnerstag 26. Oktober 2006, 00:05
von Eldir
Tief die Kapuze ins Gesicht gezogen striff Eldir durch den Nächtlichen Wald,
seine Augen klar der Blick geschärft, jedes Glied seines Körpers angespannt lauschte er der nächtlichen Stille.
Als die Stille von dem klirren der Schwerter zerfetzt wurde und Eldir augenblicklich in einen Zustand der Jagt versetzte,
den Bogen von der Schulter, den Pfeil an die Sehne und los...
Er huscht durch den Wald auf der suche nach den lauter werdenden Klängen von Blech,
als er schließlich durch das Dickicht die zwei Gestallten sah, die sich fortlaufend mit den Klingen bekämpften.
Still setzte er den Bogen in Spannung und beobachtete weiter den Kampf der sich ihm bot,
der eine fiel, sprang auf... dann setzte der zweite plötzlich die Flucht nach hinten an...
Langsam und vorsichtig näherte sich Eldir dem Mann am Boden, den Bogen langsam entspannend.
Sein Blick wanderte über die Gestallt und die Wunden, gezielt ging der Griff zu den Taschen an seinem Gürtel.
Er Schob die Waffen von ihm fort und machte sich still daran die Wunden zu versorgen,
ihn zu Bandagieren und mit Kräutern die Blutung zu stillen, die Verletzungen waren schwer, der Stich ging tief, der Mann hatte viel Blut verloren.
„Wohin bring ich ihn... wohin bring ich ihn ... er muss ruhig liegen“, dachte Eldir bei sich.
Schließlich begann er die Sachen zu durchsuchen, die der Mann bei sich führte,
mit einem mal war es beschlossen... zur Blechburg also... jenem verhassten Ort im Wald,
dem er mehr als nur eine Nacht der Wache geopfert hatte...
Mit einem tiefen Durchatmen griff Eldir unter die Arme des Mannes und setzte sich in Bewegung,
er war zu schwer ihn zu tragen ohne den Bauch zu sehr zu beanspruchen, also schliff er ihn über den nassen moosbedeckten Waldboden.
Etwa zwanzig Schritt vor dem Tor der Burg stoppte Eldir, ließ den Mann ins Moos gleiten.
Leise legte er dem Mann noch einen Beutel Kräuter und einige frische Bandagen auf die Brust,
dazu ein Blatt der Eiche auf dem er mit einer Tinktur das Bildnis eines Baumes und einen Bogen einätzte.
Schließlich schlich er zu dem Wachmann am Tor, der schlief wie immer... tiefer als ein Bär im Winterschlaf,
ein kleiner Kiesel an den Blechhelm vermag jedoch ihn zu wecken.
Durch gezielte akustische Zeichen... ließ der Wachmann sich zu dem Mann im Moos locken,
Eldir’s Pflicht war erfüllt, er würde niemanden im Wald alleine sterben lassen, nicht mal einen Blechburgler...

Verfasst: Freitag 27. Oktober 2006, 11:49
von Inara Schwarzmourne
Es war eine dunkle Nacht. Der Mond war von Wolken verhüllt worden und der baldige Rabenmond lies die Nächte kühl werden.

Inara schlief unruhig in ihrem Bett. Dunkle Träume suchten sie heim, wie schon so oft in letzter Zeit. Wachte sie auf, so konnte sie sich an nichts erinnern, nur ein Gefühl blieb ihr, das Gefühl von drohendem Unheil. Die Arbeit des Tages vertrieben die Gedanken normalerweise schnell, doch heute war es anders.

Mit einem Ruck sass sie plötzlich wach im Bett. Ihr war, als hätte sie jemand an der Schulter gepackt und ihren Namen gerufen. Still lauschte sie ins Zimmer. Sie wagte kaum zu atmen, doch ihr Herz klopfte wild ob des Schreckens, den sie bekommen hatte.

Sie runzelte die Stirn. Irgendetwas war anders, sie konnte nur nicht sagen was....
Dann hörte sie das aufgeregte Wiehern der Pferde am Hof. Was hatte sie so erschreckt? Ein Dieb vielleicht, oder kam Malachai endlich nach hause? Nein, bei Malachai würden sie kaum so erschrocken wiehern. Sie kannten ihn und ausserdem war er meisterlich im schleichen.

Mit einem Satz stieg sie aus ihrem Bett und zog sich einen Umhang über ihr Nachthemd und ging barfuss wie sie war hinaus auf den Hof und sah sich angestrengt um. Zunächst musterte sie die Umgebung so gut es ging. Bei all den Scherereien in letzter Zeit mit Krieg und doch kein Krieg war sie vorsichtig geworden. Wie abscheulich sie das alles fand! Doch dann besann sie sich wieder auf die Pferde und nachdem sie niemanden sah ging sie richtung Anbindepfosten, wo die Tiere aufgeregt schnaubten und mit den Hufen in der Erde scharrten.
Das kalte, mit Tau überzogene Grass stach in ihre nackten Füssen wie Nadeln, doch das beachtete sie kaum, als sie den Grund für die Aufregung der Pferde sag. Ein anderes Pferd stand hinter dem Zaun und schnaufte erschöpft, doch vom Reiter sah sie keine Spur.
Schnell lief sie hinaus um sich nochmals vorsichtig umzusehen nach dem Reiter, doch dann rissen die Wolken auf und der Mond beschien das Tier vor ihr und plötzlich wurde Inara heiss und kalt zugleich.

Das war eindeutig Frostschatten, Malachai´s Tier! Der kalte Wind zerrte an ihrem dünnen Umhang doch sie starrte nur fassungslos auf das Tier. Es schwitzte und seine Flanken zitterten. Es musste in schnellem Galopp hier her gelaufen sein, doch von seinem Reiter keine Spur.
Etwas unsicher, die Stimme zittrig, fragte sie leise in die Dunkelheit "Malachai? Geliebter? Bist du hier?"
Doch nur das rauschen der Bäume im kalten Wind kam als Antwort.

Etwas stimmte nicht, das Pferd war aufgeregt, in seinen Augen konnte sie die Angst sehen, ebenso wie an den zurück gedrehten Ohren. Etwas schlimmes musste passiert sein. Malachais Pferd war sonst nicht so schreckhaft. Sie versuchte ihre Aufregung zu unterdrücken und sprach beruhigend auf das Pferd ein bis sie seine Zügel zu fassen bekam. Ruhig brachte sie es auf den Hof, nahm ihm Sattel und Zaumzeug ab und gab ihm etwas zu fressen und zu saufen.

Doch innerlich tobte ein Sturm in ihr. Wo war er? Seit Wochen schon bekam sie ihn kaum zu sehen. Nur ab und an eine Nachricht, dass er da war, fand sie an ihrem Küchentisch vor. Und nun das? Es musste etwas geschehen sein. Vielleicht war er verwundet, brauchte Hilfe? Dieser Gedanke lies ihr keine Ruhe mehr, sie musste sicher gehen.

Schnell eilte sie ins Haus und zog sich ihre lederne Rüstung über. Sollte wirklich etwas geschehen sein, so wollte sie nicht ganz unvorbereitet sein, wenn eventuelle Feinde noch in der Nähe waren.

Sie würde zur Burg reiten, vielleicht wusste man dort mehr über seinen Verbleib.
Hastig band sie ihr Pferd Sune los. Sie machte sich nicht die Mühe, es zu satteln, das brauchte sie auch nicht. Schnell stieg sie vor ihrem Hof auf den Rücken ihres Pferdes und ritt durch die schneidend kalte Nachtluft in Richtung Burg.

Hoffentlich wusste man dort, wo Malachai war. Hoffentlich war ihm nichts geschehen. Ja, bei allen Göttern, hoffentlich war ihm nichts geschehen!!

Doch sie fühlte bereits, dass es für ihr hoffen zu spät war...

Verfasst: Freitag 27. Oktober 2006, 20:03
von Malachai Schwarzmourne
Malachai spürte, dass man ihn weg zog. Wer war jene fremde Gestalt? Ein Freund? Ein Feind? Oder nur jemand, der zufällig durch den Wald streifte.
Doch was wollte er dann?
Er bemerkte, dass man ihn bandagierte und sich um die Wunde kümmerte.
Doch jemand, der seine Hilfe anbietet?
Oder will er nicht, dass sein neuestes Opfer stirbt?
Foltern könnten sie mich, doch sagen würde ich kein Wort.
Was überhaupt sagen...was wollen jene bloss von mir?
Ich muss meine Augen öffnen, ich muss sehen, wer der Fremde ist.
Es geht nicht...ich bin zu schwach.
Lebe ich überhaupt noch? Oder reise ich gerade in meine für mich ausgesuchte Welt des Friedens.
Autsch....ein Stein...
Schmerz...
also Lebe ich noch....autsch....definitiv...
Doch wohin bringt mich jener.
Ich darf nicht so hilflos sein...ich muss von eigener Kraft aufstehen, jenen Fremden, ob Freund oder Feind, entkommen.
Wer weiß, was er vor hat...ich muss hier weg....zu Inara....ehe sie sich sorgt...
Doch...mein Körper...er reagiert nicht mehr...ich bin zu schwach...
Er stoppt...er....bewegt sich weg....leise...laum hörbar...er muss ein Waldläufer sein...
So ist es kein Wunder, dass er weiß, wohin er mich bringen muss.
Geräusche...undefinierbare Geräusche...wie....Steine die gegen Metal fliegen...Schritte...laute scheppernde Schritte....der Waldläufer...er schleicht an mir vorbei...
etwas liegt auf meiner Brust...was leichtes...ein Zettel...
die scheppernden Schritte...sie kommen näher....Stimmen....die ins dunkle Fragen, wer dort seie.
Melde dich, mach dich erkennbar für den Soldaten der Burg...doch dies war nicht nötig.
Die Schritte kamen näher und stoppten neben ihn.
Endlich in Sicherheit...doch nicht ausser Gefahr...mit diesem Wissen, verlor Malachai das Bewusstsein.

Verfasst: Freitag 27. Oktober 2006, 20:26
von Khazkal Deslon
Khazkal stapfte gerade mit seiner Axt durch den Wald, als er die Gestalt wahrnahm. Am Boden lag er, der Schatten. Er umschloss die Waffe fester.
"Wer ist da?!", sprach er laut, die Augen verängend.
Er holte tief luft und begann laut und schallend zu Brüllen..
"Wachen! Waaaaaaaachen!"

Sofort hörte man, wie das Tor weit machen und die Soldaten scheppernd herauslaufend.
Khazkal hatte die Axt von sich geworfen und sich zu dem Kameraden herunter gebeugt.

"Burgherr?!", Fragte einer der Soldaten, die ausser Atem vor ihm salutierte.
"Bringt ihn ins Quartier. Sofort.", sprach Khazkal, während er sich forschend im Wald umsah.
Eilig kamen die Soldaten seinem Order nach und brachten den Schatten davon.

Khazkal jedoch verharrte noch einige Momente im Wald.. beobachtete seine Umgebung. Doch er fand nichts, so machte er kehrt und stapfte auf die Burg zu.

Die Tore der Burg schlossen sich langsam und der Schatten kehrte wieder in der Burg ein.

Verfasst: Samstag 28. Oktober 2006, 00:38
von Eldir
Ruhig saß Eldir da, in den Ästen des Baumes, den er zu seinem Versteck gemacht hatte,
der Wind ließ ihn mit den Ästen wiegen.
Lautlos beobachtete er wie der Mann gefunden wurde, er hatte wohl richtig gehandelt.
Langsam kehrte wieder ruhe ein, die Jagt war vor rüber,
aber was hatte er erbeutet?
Langsam stieg Eldir vom Baum der ihn behütet hatte vor jeglichen Blicken
und huschte weiter an den Ort an dem er den Mann gefunden hatte.
Dort angekommen schnupperte er... am Boden am Gras... am Blut ...
dann entschwand er in die Finsternis des Waldes, lautlos...

Verfasst: Samstag 28. Oktober 2006, 18:43
von Malachai Schwarzmourne
Malachai wurde umgehend von einigen Wachleuten in die Burg geschleppt.
Dort angelangt kümmerte man sich wohl noch einmal genau um seine Wunde, desinfizierte jene und verband jene vom neusten.
Einige wurden Wach in der Burg. Sie kamen hinunter und drängelten und versuchten aufgeregt, etwas erkennen zu dürfen, aber die beiden Wachen an der Tür liessen niemanden hinein.
Es wurde getuschelt und gemurmelt, was wohl geschehen sei, wer dort verwundet liegen mag und ob dies wieder ein Angriff war, der zum Krieg führen könnte.
Doch genaueres sagte man ihm nicht.
Malachai bekam nur wenig mit. Er spürte, wie man ihm die Kleider nahm, er merkte, wie man mit spitzen Gegenständen, die sehr heiß waren, seine Wunde bearbeitete.
Erst sah er ein helles Lichtschimmern, doch dann verschwand jenes.
Er sank wieder in die Bewusstlosigkeit.

Dort erwachte er, in einem dunklen Raum. Er trug seine normale Kleidung, er konnte nichts sehen.
Er ging weiter, Schritt für Schritt, doch nichts tat sich ihm. Es war nur weiter dunkel um ihn herum.
Er rief einmal mit fester Stimme ein Hallo hervor und erfragte, ob hier jemand seie.
Es kam keine Antwort.
Er fasste sich hinter dem Umhang...seine 4 Schwerter fehlten, doch an seiner Seite war eine Schwertscheide, dort war ein Schwert.
Er fühlte es, betastete es. Ihm war sofort klar, dass jenes nicht seines war.
Er zog es hervor und als das geschah, wurde es auf einmal hell um ihn herum.
Er stand vor der Burg. Er schaute die Mauern hinauf, erblickte die Schützen und Khazkal in der Mitte stehend.
Er rief, gab Befehle und jene Schützen spannten die Bogen.
Das Tor öffnete sich, Malachai wollte einlass haben, doch nach einem Schritt stockte er.
Es kamen Reiter und Krieger heraus gestürmt, wie zu einer Schlacht. Sie liefen und ritten auf ihn zu und je näher sie kamen, desto klarer wurden Malachais Augen.
Es waren nicht nur Krieger der Burg, die auf ihn zu rannten...nein...es waren auch Hinrahs dort...und Gefährtinnen...ja es war eine zusammen gemischte Gruppe.
Doch...warum kämpften sie zusammen, Seite an Seite...seit wann.
Malachai brauchte sich nur umdrehen, um die Antwort auf seine Frage zu bekommen.
Dort, auf der anderen Seite, war eine riesige Armee aufgebaut. Doch...
das waren keine Menschen.
Die Krieger und Reiter stürmten auf jene zu. Jene Feinde taten es ihnen gleich. Mit lautem Gebrülle beiderseits bekam die Schlacht ihren verdienten Anfang und je näher die unbekannte Armee kam, desto ungläubiger schaute Malachai.
Sie sahen von den Grundrissen aus wie Menschen, doch sie waren Schwarz....eine pechscharz Umhüllung....sie sah flüssig aus...dickflüssig...wie ein Teerüberzug. Ihre Schrei waren eine Mischung aus Verzweiflung und Hass....ja gar, als wären es zwei Schreie, die sie von sich geben würden.
Einerseits klang es wie Menschen, die verbrennen würden, andererseits waren es schrille, hohe Schreie, wie die von Vögeln, gar Harpyen, sodass es in den Ohren weh tat.
Die Kontrahenten trafen direkt auf Malachais Höhe aufeinander.
Wie eine Welle gegen die Steilküste und der Kampf entfachte.
Keiner nahm Notiz von Malachai...was zum Himmel ging hier vor sich.
Ein großer Hinrahkämpfer schlug mit seinem riesigen Schwerte einen dieser schwarzen Gestallten in zwei...es sah, als wäre jener Recke des Feindes tot. Doch dem war so nicht.
Dieses flüssige Teer, was jene umgab....ja es hatte ein eigenes Leben..ein eigenes denken. Es fügte sich wieder zu einem Ganzen zusammen und setzte den Kampf weiter fort.
Pfeile flogen von den Schützen der Burg und jenen der Gefährtinnen Zielgenau in die Feinde und blieben stecken. Doch anstatt sich vor Schmerz zu krümmen und langsam zu sterben, bewegten sich diese schwarzen Gestallten einfach weiter.
Einer stand nun direkt vor Malachai. Er riss sein riesiges Maul auf und da stockte Malachai der Atem.
Es waren wirklich 2 Schreie, die er hörte, denn in jenem riesigen Maul entpuppte sich ein mit dieser schwarzen Flüßigkeit überzogenes Gesicht, was schrie und definitiv die Gestik eines verzweifelten Mannes hatte....eines Mannes...die Umrisse...er kannte sie...es waren die Umrisse von Falk Hinrah, die sich ihm schreiend offenbarten.
Malachai schaute sich hektisch um und da, auf dem Boden, direkt vor ihm, breitete sich diese schwarze, dickflüssige Masse auf.
Der Schrei eines Reites lenkte Malachais blick auf ihn. Er sah, wie diese Flüssigkeit wie eine Welle ihm von Pferd riss, ihn bedecktem während er flehte und dann umhüllte. Dann kam aus dieser Pfütze eine dieser schwarzen Gestalten empor wie neugeboren. Sie erhebte sich und riss auch diese Art von Maul auf, woher dieser merkwürdig hohe und schrille Schrei kam und dort offenbarte sich das Gesicht von jenem Reiter.
Parasiten, schoß es Malachai durch den Kopf.
Sie nehmen sich den Körper der anderen als Wirte. Doch...warum...woher kommen sie...was machen sie...wie ist dies geschehen und warum sehe ich dies. Warum nimmt keiner Notiz von mir.
Ein Alptraum, sicher, es ist ein Alptraum.
Ich wurde niedergestochen...genau...von diesem fremden Mann.
Ich konnte ihn verjagen...kippte um....jemand hat mich zur Burg gebracht...jemand fand mich und brachte mich rein.
Das ist nicht die Realität.
Malachai schaute auf sein Schwert, welches er in der Hand hielt. Er hat es sich nicht genauer, seit er es heraus zog, angeschaut.
Es war Schwarz...Pechschwarz...ebenso wie diese Parasiten. Es sah...ja es sah aus, als wäre es mit jenem Überzogen, was diese fremden Wesen bildeten.


Weiter liegt Malachai ruhig und bewusstlos auf dem Bette in der Burg. Kaum zu wissen, wann und ob er jemals wieder zu Bewusstsein kommen würde.

Verfasst: Sonntag 29. Oktober 2006, 19:42
von Malachai Schwarzmourne
Malachai welzte sich in seinem Bett, während einige um ihn herum standen.
Blut drückte sich aus der Wunde am Bauch trotz Bandage heraus, sein Körper zitterte und seine Hände ballten sich so sehr zu Fäusten, dass seine Arme anfingen sich zu verkrampfen.
Man versuchte verzweifelt, die Wunden zu heilen, doch schien jenes schwerer als man dachte.
Es war Mikhail, der sich um die Verwundeten kümmerte, doch jener war nicht mehr in der Burg.
Andere nahm Malachai selbst in die Hand, als des Tages Khazkal nieder gestreckt wurde von einem Hinrah, operierte Malachai jene Wunde, doch nun brauchte er Hilfe.
Doch Malachai war in seinem Geiste woanders.

Er schaute sich das Schwert genau an. Die Schlacht tobbte noch, doch während mehr Mannen fielen, wuchs diese Legion aus Schwarzen Kreaturen immer mehr.
Es war ein Hoffnungsloser Kampf, ein reines Massaker könnte man behaupten und die Krieger schlossen wohl schon mit der Niederlage ab.
Malachai selbst schaute nur voller Greul gegen jenes Treiben und stetig fragend, was hier geschehen mag, wer jene fremden Parasiten waren und warum sie kämpften.
Doch Malachai wusste eines. Egal ob es ein Traum, eine Vision oder sonst etwas war, er stand hier, sein Schwert in der Hand und würde kaum nur zu sehen, selbst wenn man ihn nicht beachtete.
Er hielt seine Waffe fest in der Hand, stürmte auf eines dieser Wesen zu und wollte gerade ausholen, als ihn etwas zur Seite gerissen hatte.
Er drehte sich, um zu sehen, was es war und vor ihm offenbarte sich eine riesige, dämonische Kreatur.
Doch jene, schien ein Gesicht zu haben, ja auch Körpermerkmale. Sie sahen bloss verschwommen aus, wie seine Stimme verzerrt klang.
Jenes Wesen drückte seinen Fuß auf Malachais Brust, als jener sein Schwert greifen wollte, beugte sich vor und sprach mit toter Stimme.
"Versuche dich nicht Seele. Du stehst zwischen Leben und Tot und denkst zu sehen, was gesehen wird. Zufällig reist du durch die Zeit, doch sagen wird sie dir nichts. So fürchte jene, denn die Schreckensherschaft hat begonnen, wenn ich wieder auferstehe als ein neuer Diener."
Die Schlacht schien vorbei, nur noch schwarze Gestallten umkreisten Malachai und jenen, der ihn zu Boden hielt, während diese Legion der Verdammten einen Namen im Chor riefen:
"Gabriel....Gabriel....Gabriel..."
Malachai versuchte, jenen Namen nachzusprechen.
"Ga....ga...."

Die Menschen der Burg waren Ratlos. Inara schaute fragend zu Khazkal, was ihr Schatten wohl sagen wollte.
Das Zittern war schlimmer geworden, ebenso auch die Verkrampfung. Inara streichelte ihn, in der Hoffnung, ihren Liebsten zu beruhigen, als er plötzlich die Augen aufriss, welche sich Glasig empor ziegten, den Blick zur Decke und er einen Markerfüllenden Schrei von sich gab,gefolgt von jenen Namen, den er versuchte zu sprechen:
"Gabriel."
Dann sank er zurück, ins Bewusstlose.

Verfasst: Mittwoch 1. November 2006, 21:41
von Cyrion Sha´Ar
Rasch trommelten die Hufe des Pferdes über das weite offene Land Lameriast's. Die schlanke hochgewachsene Gestalt beugte sich tief über den Hals, der schwarze Umhang wehte flattern hinter ihm her, während ihm ein kühler Wind entgegenpfiff.
Er wollte nicht noch mehr Zeit verlieren... Zuviele Tage ohne Nachricht, wie es seinem Freund ergangen war. Bisher hatte er keine Zeit gefunden, tatsächlich die Reise zu dieser Insel anzutreten und seinem verletztem Freund einen Besuch abzustatten. Die Arbeiten an seinem Turm hatten ihm die Zeit geraubt, doch nun war er hier, auf dem direkten Weg nach Burg Eisenwart, wo er sich laut Khazkal erholte. Khazkal hatte sorgenvoll geklungen, als er ihm vor einigen Tagen von Malachais Verletzung erzählt hatte. Niemand wusste, wer ihn angegriffen hatte. Es war nicht sicher, ob er sich vollständig erholen würde. Nicht Ansprechbar...
Die Finger fasste das Leder der Zügel fester und die Lippen bildeten eine dünne weisse Linie. Er hoffte, dass sein Zustand sich gebessert hatte.
Keine Freunde mehr begraben! Ich will keine Freunde mehr begraben!
Der Wald kam in der Ferne in sicht... Die Bäume mehrten sich und als er einen weiteren Hügel hinter sich brachte, war die Waldgrenze sichtbar. Nicht mehr lange und er würde sich endlich überzeugen können.
Wer mochte dahinter stecken? Albea hatte er inzwischen ausgeschlossen. Malachai hatte sie beschattet oder auch beschatten wollen, doch hätte diese ihn entdeckt, sie hätte anders gehandelt. Waffengewalt war nicht ihr Stil.
Doch wer dann..? Vielleicht konnte ihm Malachai etwas sagen, sobald es ihm besser ging... wenn es ihm besser gehen würde.
Das Anlitz des jungen Mannes war scharf und hart, als er samt Pferd zwischen die Bäume des Waldes tauchte. Er würde es bald wissen.

Verfasst: Donnerstag 2. November 2006, 19:00
von Malachai Schwarzmourne
Wieviele Tage wohl vergangen sind...
Langsam besinnt sich Malachai seines Bewusstseines wieder.
Die Alpträume waren zuende seit seinem ersten Erwachen.
Die Wunde schmerzte, doch tat Inara ihre Arbeit gut, als er Sie darum bat, jene zu nähen.
Sein Magen grummelte. Er hatte Hunger. Er hat ja seit Tagen wohl nichts mehr gegessen. Die Wache an der Tür schaute auf, mit einem kurzen Befehlston in seiner schwachen und kränklichen Stimme befahl er jenen, er solle ihn etwas zu essen holen.
Die Wache nickte und rannte los.
Das, so dachte sich Malachai, würde sicher die Aufmerksamkeit der anderen auf ihn ziehen und er behielt recht.
Es war wohl Kazkal, der die Wache fragte, warum jene ihren Posten verliess. Eine kurze Erklärung, dann kam er auch ins Krankenzimmer, gefolgt von Saldor Falkenau.
Sie schienen doch erfreut von der Genesung des Schattens und ein Gespräch began.
Klar wollten sie wissen, was geschehen seie und Malachai erklärte es ihnen, bis sie unterbrochen wurden.
Ein für des Schattens unbekanntes Gesicht, was die Kleidung eines Rekruten trug, führte jemand anderes hinein: Cyrion, ein Krankenbesuch.
Khazkal erzählte ihm von den Angriff gegen Malachai und machte sich, sobald er konnte, auf den Weg zu ihn.
Malachai war froh, ihn zu sehen und als der Rest die beiden alleine liess, sprachen Sie offen über alles.
Sie dachten darüber nach,wer der Angreifer sein möge, warum er ihn agegriffen hat und vorallem, woher er soviel wüsste.
Man grübbelte, wer gegen Malachai und wer gegen den Schatten Greul hegen könnte, doch dafür gab es nur wenige Leute.
Sie sprachen lange Zeit, Cyrion stellte einen Verdacht auf, doch war an einem Schwur gebunden, keinen Namen nennen zu dürfen.
Malachai verstand jenes und akzeptierte es, zufrieden zumindest darüber, dass Cyrion sich dessen annehmen würde.
Es kamen noch viele Themen zum Vorschein, Malachai merkte schnell, dass die verlorenen Tage somit auch verlorenes Wissen war und er versuchte, trotz aller Schmerzen, jenes Wissen so gut es geht nachzuholen.
Die Dämmerung wurde zur Nacht, der Schatten brauchte Ruhe, um seine Wunden in Ruhe heilen zu lassen, so verabschiedeten sich beide, vereinbart, sich bald wieder zu sehen.

Verfasst: Samstag 4. November 2006, 04:07
von Tander Mandris
*vom Unteroffizier Tander Mandris sagte man in der letzten Woche... er ginge des Nachts in der Burg auf und ab... auch am Tage sei er oft mit den Gedanken woanders und sehe krank aus... oft sässe er auf der Bank vor dem Schlafsaal...
nun ist des Nachts wieder etwas mehr Ruhe auf der Eisenwart...*

Verfasst: Samstag 4. November 2006, 12:13
von Malachai Schwarzmourne
Das Fest der Toten war nicht das an Erholung, was Malachai wohl brauchte. Doch er war halt nicht einer jener Menschen, die gerne lange in einem Krankenbett verbrachten und er war sich sicher, dass er weitaus schlimmere Wunden überstand.
An den Wachen vorbei, hinauszukommen aus der Burg, ohne Bemerkt zu werden, war keine große Kunst. Und selbst wenn Sie ihn gesehen hätten, was hätten sie tun sollen, sich gegen ihn stellen, selbst wenn er es ihnen befehlt ihn hinaus zu lassen?
Das Fest selber war eine eher unheimliche Veranstaltung.
Der Kontrast, dass man die Toten bedachte, indem man ausgelassen feiert und sich mit Alkohol besäuft war dabei nicht das erschreckenste.
Glücklicherweise, wie Malachai sah, war Cyrion keiner jener feiernden. Im Gegenteil war er mehr als bleich im Gesicht und wirkte um einiges nervöser.
Sie sprachen wieder lange, bedachten die Toten und hofften, dass jene Feier nicht jene rufen möge, die wegen ihnen im Reich der Toten verweilen würden.
Sie gingen einige Schritte, Cyrion fand einen, wie er fand, perfekten Platz und kniete sich zwischen Baum und seh hin, sein Schwert mit der Spitze in den Boden steckend, sprach er wohl ein leises Gebet vor sich hin.
Nebel zog auf und umschleierte Sie. Ein kalter Schauer lief Malachai über den Rücken, er hatte jenes beim Feste schon gespürt, doch war dieses eher ein wohltuendes Gefühl, ein Gefühl, als wären Freunde um ihn herum.
Warm wurde es ihn, und er spürte, dass er nicht mehr alleine war.
Er wusste, jene, die er missen tut, sind bei ihm.
Leise sprach er zu ihnen, dass es ihm Leid täte, dass er nicht aufgepasst habe und er merkte, wie Valion selbst ihn alle Last von seinen Schultern nahm. Malachai wusste nun, wo Valion auch war, es ginge ihm besser und er war sich sicher, dass Valion und Malachai, wenn der Tag gekommen ist, wieder als Brüder vereint wären.
Während Cyrion noch in seinem Gebet seine Verstorbenen wieder sah, wusste Malachai, dass der Abend seinen Zweck erfüllt hatte.
Er sagte zu Cyrion, dies sei nun sein Moment, denn er ist nicht mehr alleine, ehe er sich abwand und ging.
Er fühlte sich seit Valions Tot nicht mehr so erleichtert. Die Last, die auf seinen Schultern lag und ihn all seine Kraft gekostet hatte, war hinfort.
Die Wunde schmerzte zwar, doch es war ein Schmerz, der mit der Zeit vergehen wird.
Er ging durch das Tor, bestieg sein Pferd und ritt los, zur Burg.
Er besann sich an dem, was er nun habe: Inara.
Sie alleine ist der Grund, warum das Leben so lebenswert ist.
Es schoss ihm durch den Kopf.
Inara wachte über ihn, nachdem er wieder ins Bewusstlose fiel.
Sie blieb die ganze Zeit an seiner Seite im Bette, wohl in Sorge.
Doch war gerade ihre Nähe und Wärme es, die Malachai von Alpträumen befreite und seine Wunden schnell heilen liess.
Ihre Anwesenheit besan Malachai, zu kämpfen und nicht einfach zu sterben.
Er liebte sie, wie er nichts anderes lieben würde und könnte.
Ihr alleine gehörte sein Herz und sie könne jenes niemals verlieren.
Er gab ein Galopp an sein Pferd, er wolle zur Burg.
Es tat ihm dennoch Leid, dass er erwachte und verschwand, als sie für kurze Zeit wohl, ihn verliess um etwas zu erledigen.
Die Wache erzählte es ihm.
Er wollte nur schnell zurück, zurück zu ihr, sie in seine Arme nehmen und ihre weichen Lippen zärtlich küssen.
Inara half ihm, gegen den Tot zu kämpfen, das Fest der Toten half ihm, seine Last abzunehmen.
Die Wunde brannte weiter an seinem Bauch, doch Malachai fühlte sich stärker als jemals zuvor.
Die Nacht war in der tiefsten Dunkelheit seit langem Gehüllt. Doch endlich sah Malachai die Burg Eisenwart.
Endlich würde er gleich Inara wieder sehen.
Endlich...wieder bei ihr sein.