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Schreiben an den Hauptmann der königlichen Garde

Verfasst: Dienstag 26. April 2005, 00:15
von Calor von Gryffenhorst
Ein etwas steifer, auch nicht mehr gerade junger Diener in sehr ordentlichen Kleidern fand sich am Morgen bei der Garnison der Wache von Varuna ein und überreichte dem diensthabenden Gefreiten ein gesiegeltes Schreiben - für den Hauptmann bestimmt. Darin steht dann zu lesen:


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In der Nacht vom 26. auf den 27. Wechselwind des Jahres 248
Zu Varuna

Hochverehrter Hauptmann Dantien,

ich habe Euch eine erfreuliche Mitteilung zu machen. Am heutigen Abend befand ich mich auf einer der wissenschaftlichen Erkenntnis dienenden Exkursion nach Berchgard. Über die Studien war es dunkel geworden, doch ohne größere Sorge schritt ich frohen Mutes den Weg nach Varuna entlang. Da kam ein Reiter des Weges, der an mir vorüberzog, dann sein Pferd wendete und mich ansprach. Nachdem ich den guten Mann wohl durch mein Verhalten und meine Worte überzeugen konnte, kein Wegelagerer und auch kein Jünger der Irrlehren aus Rahal zu sein, wurde ich durch ihn gewarnt vor den Gefahren des Weges und der umherstreifenden Rahaler. Der Mann erbot sich, seiner Dienstpflicht nachzukommen und mich nach Varuna zu eskortieren, damit ich sicher mein Ziel erreiche. Diese Operation hat er dann auch korrekt und erfolgreich ausgeführt.

Der Name des Mannes ist Quarius de Lore, Gefreiter der königlichen Garde.

Ich darf Euch meine Gratulation zu einem derart gut ausgebildeten und höflichen Gardisten aussprechen. Zugleich möchte ich nicht unerwähnt lassen, daß eine Belobigung des Herrn de Lore gern gehört werden würde - sofern es die Ohren der freiherrlichen Familie von Gryffenhorst zu Ridmannsfluren und Wetterbruch betrifft.

Möge Temora allzeit an der Seite der Garde streiten,
so wie diese an der Seite der Königin streitet.
Die Götter mögen unsere Königin und das Haus Hohenfels erhalten!

Mit militärischen Grüßen,

Calor Victor Iustus Ilex Freiherr von Gryffenhorst zu Ridmannsfluren und Wetterbruch

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Das Schreben wird durch das um das persönliche Zeichen des Freiherrn (eine Flamme) erweiterte Familienwappen in Wachs geziert (eine Säule, darauf ein Nest und darin ein Greif mit ausgebreiteten Schwingen).