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Sein Schicksal suchen

Verfasst: Sonntag 8. Oktober 2006, 19:47
von Rafael de Arganta
Er fühlte sich warm glücklich wenn er bei ihr war, und kalt verlassen wenn er seine Arbeit am Hof machte.
Wo war die Hoffnung?
Fort.
Er vermisste seinen Vater ... es war zum schreien Komisch.
Er vermisste die Anerkennung von ihm. Er vermisste sein Ritterdasein und seine Ehre.
Wo war sie wenn Felicitas schwanger war und er sie nicht heiraten konnte.
Sein Kind ... ein Bastard!!!
Sie brauchte einen Erben für Stolzenfels.
Würde sie wen anderen heiraten und sein Kind mit ihm großziehen?
Vor Wut alleine über diesen Gedanken hätte er beinahe den nächsten Stuhl gegen die Wand geschmissen.

Er konnte sie nirgends vorstellen, sich nicht wirklich offen mit ihr zeigen. Wie lange würde sie das noch mit ihm aushalten?
Er seufzte, sehr lange. Sie liebte ihn. Liebte ihn auch wenn er nur Knecht wäre und hätte ihn geheiratet. All das über das er sich Gedanken machte, machte ihr nicht wirklich etwas aus.
Ihr Kind würde bei ihren Eltern aufwachsen können, ihr Bruder gerade selber mal ein Jahr alt.
Sie hatte für alles eine Lösung... Hatte sie?
Er lächelte gequält.
Aber er nicht.
Er wollte eine Familie... Tari.. er vermisste auch ihn, und er war so enttäuscht von ihm, mied ihn.
Er fühlte sich hin und her gerissen. Zwischen den Welten, zwischen seiner Liebe und seiner Familie.
Einfach zu Angelina zurückkehren und alles wieder erhalten? Für welchen Preis...
Es würde Felicitas das Herz brechen und ihm? Es würde ihm aus seiner Sicht wirklich alle Ehre nehmen.
Das war nicht wirklich was er wollte. Falschheit... war nicht sein Weg. Er war immer ehrlich gewesen.
Was wollte er also.
Er wollte Felicitas Glücklich sehen... er wollte seine Ritterschaft zurück...
Beides... unmöglich.
Eine Familie gründen ... im Moment undenkbar.
Was erwartete ihn.
Ihn selber wohl nichts. Ein Kind das nicht seinen Namen tragen würde ... vielleicht. Das Kind eines Knechtes... oder vielleicht eines Edlen und er dürfte zusehen wie dieser ... Nichts sein Kind großziehen würde.
Nein er durfte Felicitas nicht weiter mit seinen Sorgen belasten.
Einfach weggehen? Weiter kämpfen?
Jetzt erst Recht ! Hatte er gedacht und sich einen Bauernhof gesucht ... was schwerer war als gedacht.
Viele lehnten ihn ab, weil sie ihn kannte, aus Respekt vor dem was er war, oder gewesen war.
Der Andere Hof lag zu nah an Rahal, der andere in Bajard war auch nicht zu wählen da zu viele Rahaler dort wahren.
Wie froh war er mit dem Rotenbachhof gewesen und wie sehr musste er erkennen das ihm die Arbeit nicht wirklich lag.
Dennoch hatte er sie getan, Tag für Tag.
Um irgendwann zu erkennen das alles ins Nichts führte.
Gab es eine Lösung?
Gab es einen Weg?
Eine Entscheidung musste getroffen werden. Aber welche.
Er wusste nur das er nicht weiter so in den Tag hineinleben wollte. Geheim, wie ein Tagedieb, ohne Hoffnung das es sich bessern würde.
Angelina, glaubt ihn verzaubert, würde nicht in eine Scheidung einlenken.
Sein Schicksal suchen... Kämpfen oder ... verlieren....
Wie oft hatte er eine Entscheidung so gefällt.

Seine Ehre wiederherstellen.
Was war ehrharter als in einem Kampf gegen einen Drachen zu stehen, ob zu siegen oder zu sterben.
Während Felicitas sich noch anzog begann er einen Brief zu schreiben.

Geliebte,

Es ist schwer für mich im Leben stehen mit dem Wissen das mein Sohn oder meine Tochter ein Bastard sein würde.
Ich wünschte, ich könnte meine Gefühle gedanklich erfassen und würde dann noch
die passenden Worte dafür finden, in denen ich dir vieles erklären könnte.
Möge kommen was wolle, magst du denken von mir, was immer du möchtest... ich möchte dir einfach nur sagen, dass du etwas ganz Besonderes für mich bist und das meine Liebe zu dir immer bestehen bleibt.
Ich muss mich mir selber beweisen, ich werde mein Schicksal suchen gehen und vielleicht sehen wir uns morgen wieder, und ich weiß das alles einen guten Weg nehmen wird.

Dein
Rafael


Er ging.. er war gegangen und nicht mal sicher ob Felicitas nicht doch etwas bemerkt haben würde.
Wenn... es war zu spät.
Er hatte seine Entscheidung getroffen.
Noch bevor er am alten Tunnel angekommen war, hatte er seine Rüstung angezogen. Den Wappenrock der Ritterschaft übergestreift, ein letztes Mal, dann war er hinabgestiegen.
Er kannte den Weg genau, und so ließ er sich kaum aufhalten.
Wie gut es doch tat das Schwert wirbeln zu lassen, statt mit dem Hammer einen Nagel in das Holz zu treiben.
Er hatte nichts verlernt, es tat ihm gut.
Das Adrenalin in sich zu spüren, den Rausch und weiter und weiter ein zu dringen.
Sicherlich hatte er schon die ein oder andere Blessur als er bis zum Drachen vorgedrungen war, und hier hielt er zum ersten Male inne.

Er erinnerte sich an seinen ersten Drachenkampf.
Damals waren sie zu sechst gewesen und hatten fast vier Stunden gebraucht.
Er lächelte versonnen. Die Schuppe hatte er extra für Tari aufgehoben gehabt.
Doch jetzt hier das war sein Kampf, und es ging nicht um eine Drachenschuppe.
Zum Ersten mal seid langer Zeit, betete er still zu Temora, öffnete sich wieder, dem Gefühl des Glaubens, dann nahm er sein Schwert in die Hand, und stellte sich dem Ungetüm.
Es war wohl kein großer Drache, wie damals, doch für Rafael sicherlich genügend.
Er hatte eine Chance. Glück und Können jedoch mussten auf seiner Seite sein.
Den ersten Hieb in die riesige Tatze des Drachen ließen diesen aufbrüllen, jedoch um so gefährlicher machend.
Irrsinnig vor Wut schlug er um sich, und als Rafael nicht richtig auswich schlugen die Zähne des Ungetüms in sein Linkes Bein ein. Die Rüstung zerbarst wie Spielzeug unter den Zähnen.
Rafael schrie seinen Schmerz und seine Wut heraus, hieb nach dem Drachen, der ihn losließ aber sofort nachsetze.

„Welch irrsinnige Idee sich alleine mit so einem Monster an zu legen.“ Schoss es Rafael durch den Kopf. Dieses mal würde es keine Dalana geben die ihn nach Hause schleppte.. .er vermisste sie, vermisste ihre Freundschaft.
Er vermisste Tari... er würde Feli vermissen.. und er hoffte das Angelina ihr Glück finden würde.
Feli ... er stand auf, das Blut lief ihm am Bein hinab. Er musste gewinnen um ihretwillen. Er wollte zurück. Wollte jene wiedersehen die ihm was bedeuteten.
Mit dem Gedanken konnte er gerade noch einem Hieb des Drachen ausweichen,
Mit hilfloser Wut eines Mannes der wusste das er nicht gewinnen konnte, versuchte er ein letztes Mal den Drachen weh zu tun.
Er schlug einen Angriff, sein Schwert sank tief ein in die Seite des Ungetüms, im selben Moment sah er jedoch den Hornigen schwanz auf sich zukommen. Er spürte wie er davon erfasst, und gen Höhlenwand geschleudert wurde. Den Aufprall nahm er nur noch unbewusst wahr, ebenso wie das Gebrüll des Drachen, dann wurde es dunkel um ihn.

#OOC Um Spekulationen vor zu beugen, es wird Kein Chartod. Bin im Urlaub *wink*

Verfasst: Sonntag 8. Oktober 2006, 20:55
von Felicitas de Arganta
Feli hatte die Bücher ruhen lassen. Sie fand heute eh keine Konzentration um die Arbeit bewältigt zu bekommen.
Kurz entschlossen war sie hinab gegangen ins Bad.
Ein heißes Bad würde ihr jetzt gut tun. Bewaffnet mit einem Weinkelch und einer Flasche Wein, einer von jenen die Adrian ihr geschenkt hatte, stieg sie in das dampfend heiße Wasser.
Wohlig seufzte sie, als der Dampf und der wohlige Geruch von Wildblumen ihre Sinne klärten.

Genüsslich goß sie sich ein Glas Wein ein und trank davon. Natürlich wusste sie, das der Wein ihrem Kopf in dem heißen Wasser nicht gut tun würde, aber was sollte es schon groß ausmachen. Es erwartete sie keiner.

Nachdem sie das Glas fast leer hatte, kam Rafael hinab. Er vergewissterte sich tatsächlich ob sonst niemand im Bad war bevor er zu ihr kam.
Er hatte sich hinter sie gesetzt und ihr den Nacken massiert...das war garnicht schlecht. Sie konnte etwas Entspannung gebrauchen.

In ihrem Kopf jedoch machten immernoch jene schwere Gedanken die Runde. Rafael ging es nicht gut und heute benahm er sich besonders seltsam.
Was war nur mit ihm los?

Ich will das du mir sagst was in dir vorgeht...wie soll ich dir sonst helfen?, hatte sie ihm gesagt.

Ich will nicht das du dich mit meinen Sorgen belastest....

Ich will nicht das du dir dein Köpfchen desswegen zerbrichst...

Sie seufzte. Vertraute er ihr nicht? Meinte er wirklich was er da sagte?
Wie sollte sie denn an seinem Leben teilhaben, ihm beistehen, wenn er ihr nicht sagen wollte was ihm fehlte.

Ich fühle mich geschlagen... sagte er dann irgendwann.
Es war klar was er meinte. Sein Vater hatte ihm jede Hoffnung auf sein Leben genommen.
Das einzige das ihm geblieben war, war Feli gewesen. Würde sie reichen?..

Wenn ich nicht mehr weiter weiss...werde ich mein Schicksal suchen.

Feli verstand nicht. Er erklärte nicht. Stattdessen sagte er das sie langsam aufstehen sollten. Er müsse bald los.
Er wollte ja verreisen. Zumindest hatte Feli das geglaubt.
Er war vorgegangen. Sie hatte sich abgetrocknet und angezogen.
Dann war sie ihm gefolgt.

Er hatte einen seltsamen Blick. Er lächelte nicht mehr. Was war los? Er wirkte seltsam, unheilsvoll entschlossen. Feli entging das nicht. Sie kannte ihn viel zu gut.
Aber sie kam nicht dazu zu fragen. Er hatte sie geküsst. Lange, sehr lange und innig. Als währe es das Erste mal...oder das Letzte.

Egal was passiert, du hast meine Liebe.
Möge Temora dich Segnen, Feli.
, waren seine letzten Worte gewesen und er war gegangen. Ohne das sie etwas erwiedern konnte.
Die Türen hatten sich geschlossen und sie hörte sich noch sagen:

Ich...liebe dich...

Dann war er fort. Das Haus seltsam leer lassend.
Feli wollte sich den Büchern wieder zuwenden, als ihr der Brief auffiel.
Sie runzelte die Stirn. Sie hatte kein Pergament da liegen lassen.
Von Rafael?
Vielleicht wieder eins seiner Gedichte! Kurz stieg ein Lächeln in ihrem Gesicht auf.
Doch es starb plötzlich als sie die Zeilen las.

Vielleicht sehen wir uns Morgen wieder....mein Schicksal suchen...

Was hieß das?...Sie hatte ein seltsames Gefühl im Magen. Als würde jemand lustig darin rumrühren. Adrian würde vielleicht wissen...sie hatte einfach ein so schlechtes Gefühl.

Sie nahm ihre Rüstung und schnallte sie an den Körper. Das Diamant-Rapier an die Hüfte legend. Dann befüllte sie ihren Köcher. Jener kam unter den Umhang. Den Schellenkranz befästigte sie an der anderen Seite der Hüfte. Aus einem Schublad nahm sie Phiolen herraus.
Heiltränke, Erfrischung, Nachtsicht....sie nickte. Auf den Rücken schnallte sie noch das Schild.
Sie sah aus als wolle sie gleich in den Krieg ziehen. Aber wer wusste was auf sie zukommen würde. Und so ungewohnt war es auch nicht. Es war die Ausrüstung die sie auf die großen Jagten mitnahm.

So bewaffnet schwang sie sich auf Angeloi und preschte Richtung Varuna.
Die Wachen in Berchgard sahen kaum mehr als eine Reiterin in Eile.
Sicherlich musste sie einige Verwirrung hinterlassen, als sie durch das Bergmannsdorf gepeitscht war.
An den bläulichen Nieten ihrer Rüstung klirrten ab und an die Goldringe im Zopf.
Die Torwachen hatten kaum Zeit sie zu beäugen als sie am Östtor Varuna`s ankam, nur kurz ihren Rang entgegen bracht und das Tor sofort geöffnet wurde.

Adrian würde im Schloss sein. Ihr Weg führte sie ohne Umschweife dorthin.
Am Schlosstor angekommen verlangte sie auch hier sofort Einlass.
Die Wachen kannten Feli bereits. Wussten das sie ein und aus ging wie die Ritter oder der Graf selbst.
Was sie nur stutzig werden lies war die volle Bewaffnung der eigendlich anmutigen Harfnerin.
Sie wirkte wohl nicht mehr wie die edle Baronin die sie sonst darstellte.

An den Stallungen sprang sie von dem Wallach, gab einem Stallburschen die Zügel in die Hand und war schon in zügigen Schritten auf dem Weg ins Schloss. Allerdings ohne zu laufen.
Wenn sie sich täuschte und ihr Gefühl sie trügen würde, wollte sie sich nicht zum Gespött machen.

Im großen Korridor des Schlossen angekommen , erklang schon ihre Stimme durchs Schloss: Adrian!

Die Wachen schauten kurz etwas verwundert, kümmerten sich dann aber nicht weiter um sie.
Ein wohl irritierter Adrian kam nach kurzen Momenten auf sie zu. Er kam aus seinem Arbeitszimmer. Das hätte sie auch ahnen können.

Dem Kronprinz und Reich zur Ehr, Baronin., erbot er ihr seinen Gruss.
Feli ging sofort auf ihn zu.

Hast du meinen Brief bekommen? Wir müssen reden. Jetzt!
So gingen die Zwei wieder ins Arbeitszimmer zurück. Adrian war sicherlich Feli`s Aufmachung aufgefallen aber er sagte natürlich noch nichts dazu. Hätte er das getan währe er ja nicht Adrian gewesen.

Hat mein Doppelgänger doch noch irgendwo einen Krieg angezettelt?
Hörte Feli seinen üblichen Humor.
Sie war nicht wirklich zu scherzen aufgelegt, immernoch jenes Bohren im Magen.

Rafael ist fort gegangen. Ich dachte eigendlich er wolle nachhause fahren zu seiner Mutter...aber er hat sich heute ziemlich komisch benommen. Und..er hat das hier da gelassen.
Sie gab ihm den Brief.

Erst wirkte Adrian ruhig als er die ersten Zeilen gelesen hatte, doch schnell erkannte Feli Sorge in seinem Blick.
Er hat nicht..er wird nicht.. hörte sie ihn sinnen.

Dieses sture alte Eheweib!entfuhr es ihm dann und schon war er an Feli vorbei und öffnete die Türen des Arbeitszimmers.

Bringt mir meine beste Rüstung, mein Schwert und mein Schild! Sofort! Hörte sie ihn einen Diener anweisen.

Feli rannte ihm hinterher.
Adrian! Was hat das zu bedeuten?!

Adrian wirkte ernst. Sehr ernst.

Sein Schicksal suchen. Das macht er nicht zum ersten Mal. Ich fürchte nur diesmal wird es kein Ettin sein. erklang es besorgt, während die Dienerschaft schonwieder zurück eilte, die Rüstung in den Händen.

Der Drache... Sann er laut. Feli wurde kreide bleich. Rafael hatte davon gesprochen als er seinem Vater begegnet war.
Was dachte er sich nur dabei?!
Was würde das beweisen?!
Sie bangte um sein Leben. Er alleine gegen einen Drachen?

Wir müssen ihm hinterher! fuhr sie Adrian an, der längst in die strahlende Rüstung gekleidet wurde.
Adrian nickte nur, liess sich sein Schwert umbinden, den Schild reichen und ging schon vor.
Die Wachen die protestierten völlig ignorierend.

Von Bruder zu Bruder, der Deine, Bis in den Tod. hörte Feli ihn sprechen und dann waren sie schon im Schlossgarten.

Der alte Tunnel? Meinst du er ist dahin? fragte sie ihn, während sie schnellen Schrittes den Stallungen entgegen gingen.
Adrian nickte wieder und liess sich vom Stallburschen seinen Mustang geben.
Feli schwang sich auf Angeloi. So verliessen die Beiden das Schloss um sich auf den Weg zum Alten Tunnel zu machen.
Den Weg über waren sie beide Still. Gingen ihren eigenen Gedanken nach.

Wie konnte er nur? Er liebte sie doch! Wie konnte er sein Leben nur so aufs Spiel setzen? Würden sie noch rechtzeitig sein ihn aufzuhalten?
Sie betete...betete inständig zu Temora sie möge ihren Geliebten beschützen.

Etwas abseits der Katakomben die sie passieren mussten, banden die beiden die Pferde an und gingen los.
Die Untoten der Katakomben waren keine Gegner für den schwertgeübten Grafen. Sie fielen als währen sie einfach nur lästiges Gestrüpp im Dickicht.
Und bald schon standen sie beide vor dem Eingang zum Alten Tunnel.

Feli hatte ihr Rapier in der Hand, das Schild in der anderen. Doch ihre Mächtigste Waffe ruhte immernoch am Gurt. Der Schellenkranz den sie im Kampf benutze um ihre Musik zu wirken. Gesang und Klang würden ab nun ihre Waffe sein....

Verfasst: Montag 9. Oktober 2006, 06:05
von Adrian von Hohenfels
Seine beste Rüstung... dies würde wohl gewiss ihr erster Einsatz werden. War es klug, sie im alten Tunnel zu verwenden? Das hervorprangende edel gearbeitete Wappen würde selbst einem kurzsichtigen eröffnen, wen er vor sich hatte. Indess es würde gegen einen Drachen selbst gehen. Allein schon dieser Gedanke schmerzte ihn wieder. Jene Schuppe eines verstorbenen Silberdrachen, welche einst sein Herz durchstossen hatte um dort zu verweilen und sein Schicksal nun bestimmte, durchzog seine Gedanken. Keinen Drachen hatte er mehr getötet seit diesem Erlebnis. Es war keine Feigheit, kein sich wirklich zurückziehen. Bewunderung war es die seit diesem denkwürdigen Tage seine Gedanken durchstriff. Er konnte nur hoffen, dass es kein Silberdrache sein würde, dem sich dieser... NARR !! stellen wollte.

Ohnehin war es schwer genug, doch letztlich stand die Wahl klar für den Waffenbruder. Wie hätte er Rafael.. *erneut schrie er das Wort NARR in seinem Geist* jetzt einfach sich selbst überlassen können. Von Bruder zu Bruder der deine bis in den Tod. Es war zu hoffen, dass er nicht zu spät kam. Nicht nach allem was Rafael so oft geleistet hatte, ihn in letzter Sekunde aus der Gefahr herauszuholen. Endlich, die Rüstung angelegt. Gut saß sie, nein perfekt, ebenso wie sie gearbeitet war. "Grim heut wird dein Name wirklich geehrt! Wenn uns etwas rettet dann diese Rüstung!" hauchte er leise, den fragenden Blick Felicitas übergehend.

Garvagh sprühte vor Energie, Himmel schlief dieses Pferd auch einmal oder war sein Feuer so dauerhaft? Hatte er gar doch gespürt, dass es um wichtiges ging. Um das wichtigste überhaupt? Das Retten eines Freundes!
Hastig aufgesessen den schnaubenden Wildfang unter sich bändigend und vorantreibend. Es war deutlich, jedesmal wenn er aufstieg. Es gab ein alles verglühendes Feuer selbst auf Fuachtero.. Das Temperament der Mustangs hatte es in sich. Wieder einmal konnte er sich dieses Feuers erfreuen. Schnell war er, selten überhaupt, dass irgendein Tier auf Gerimor ihm mithalten konnte. Und zumeist ohnehin nur weil Herr und Tier den ewigen Kampf fochten, wer hier eigentlich mit wem ausritt.

Schnaufend waren die Tiere zum Stehen gekommen nahe des Zugangs zu den alten Tunneln. Behutsam klopfte Adrian noch Garvaghs Hals, wissend er würde hier sicher sein, band er ihn an und eilte mit Felicitas im Gefolge durch die Gänge. Es mochte noch nicht lang her sein, dass jemand .. Rafael? ... hier durchgekommen war. Horden des Widerstandes formierten sich zwar erneut, doch deutlich noch zu sehen die Überreste jener die ihren Widerstand nicht überlebt hatten.

Wenige Ettins, waren es noch die ihnen entgegenstanden, hier und dort einige Raubkatzen der Düsternis. Kiefer und Krallen die an der Rüstung förmlich abprallten, besiegt durch die glänzend diamantene Klinge derer von Hohenfels, Erbstück der Familie seit jeher und stets von bester Pflege geprägt. Stolz der Familie .. es brachte sie voran. Das Gebrüll eines wütenden Drachen, brach durch die Gänge und trieb sie noch schneller voran. Sie spürten sie waren richtig. Er... "NARR" war hier, hatte sich dem Drachen gestellt.

So eilten sie hinein in die Kammer. Erschrecken in ihrer beider Blicke, erkennend wie Rafael in diesem Moment hart gegen die Wand geschleudert wurde, der Drache zum sicherlich finalen Schlag ausholte. Laut schlug Adrian das Schwert gegen das Schild. Das Gehör des Drachen, der Drache selbst, er reagierte und wandte sich glühend wütenden Blickes um, wohl wissend, dass jener verletze an der Höhlenwand ihm ohnehin sicher war, jene dort in schimmernder Rüstung und leichtem Leder eher zur erneuten Bedrohung erwachsen mochten. Das riesige Haupt des dunkelhäutigen Drachens wurde ebenso gehoben wie Schild und Schwert Adrians. Kurzzeitiges Stutzen und Mustern Adrians seitens des Drachens. Er sah es, er spürte es gewiss. Die ursprüngliche die starke Magie der Drachen selbst, wenn auch nur eines kleinen Teils, durchdrang Adrians Herz und hatte ihn verändert. Auch Adrian hielt inne. Sollte es Kampf geben, musste es ihn geben oder gab es über das Zeichen des Silberdrachengeschlechtes hier einen anderen Weg? Zögern.....

Dann veränderte sich alles. Veränderte sich durch eine feine liebliche Melodie die ihrer beider Ohren striff... Sein Blick wanderte gen Felicitas, ebenso jener des Drachens... Lauschen...

Verfasst: Montag 9. Oktober 2006, 15:07
von Felicitas de Arganta
Adrian`s Klinge durchfuhr Gegner nach Gegner. Felicitas leises Summen in den Ohren, das ihm Kraft zu geben vermochte. Ihn Mutigte und Stärke.
Sie erinnerte sich an die Alten Lieder.

Kurz aber präzise stach sie mit der diamantenen Klinge des Wappengezierten Rapiers zu und brachte eine der Raubkatzen zufall die aus einem Schatten gesprungen war, der Schild in ihrer Hand war ihr fast weggerissen worden als die Katze mit voller Wucht dagegen gesprungen war und nur der Wand hinter sich verdankte sie, nicht den Stand verloren zu haben.
Adrian vorraus in einen kurzen Kampf mit einem Ettin verwickelt.

Krachend ging der Ettin zuboden und sie passierten schon die Brücke.

Nicht mehr weit! Halte durch! Mein Geliebter! Hallte es in ihren Gedanken und ihr Summen erstarb als sie das donnernde Brüllen durch den Gang hämmert hörte.
Ohrenbetäubend. Eine Qual für das feine Gehör der Harfnerin.

Adrian und sie beschleunigten ihre Schritte. Fast nebensächlich traf Adrians Klinge den Höllenhund der vor der Tür gewartet hatte und ein schneller Pfeil von Feli`s Bogen brachte ihn entgültig zuboden.
Das Rapier hatte sie gescheidet und den Schild umgebunden.
Hier würde ihr das nicht mehr helfen!

Wieder das Brüllen. Adrian stiess die Tür auf und sie zwei rannten hinein.
Ihr Magen war in aufruhe, Adrenalin kochte in ihren Adern, zusammen mit der grausigen Gewissheit, dass Adrian Recht behalten sollte.

Als sie endlich etwas sehen konnten, krachte Rafael gerade gegen die Wand. Ihr Herz blieb für einen Moment stehen. Sie hätte schreien wollen, doch es ging nicht.
Blutend lag er an der Wand und rührte sich nicht mehr. Die Rüstung am Bein nurnoch zerborstenes Altmetall.

Der Drache wand den Kopf Adrian zu. Der gefähliche Schwanz peitschte über den Höhlenboden, zermahlmte ein paar Steine und wirbelte Staub auf.
Doch für den Moment passierte...nichts.
Adrian und der Drache sahen einander einfach in die Augen. Feli verstand nicht doch ihre Gedanken überschlugen sich eh und sie hätte am liebsten Schreien, Weinen wollen so groß war ihr Zorn, ihre Sorge, ihre Verzweiflung ob jener Situation.

Dann jedoch besann sie sich, gerade als Adrian den Schild anhob, das Schwert hinter dem Kopf zum Schlag bereit. Der Drache blickte weiter zu ihnen, Rauch qualm aus seinen Nüstern. Er würde sie beide einfach zerschmettern. Dieses Ungetüm war sicher nicht einfach zu bezwingen. Selbst nicht für den geübten Ritter, Adrian von Hohenfels und die kampferprobte Harfnerin.

Sammeln....Beruhigen...höre auf die Stimme in dir Felicitas. Nutze das was ihn immer erreicht hat. Nutze die mächtige Waffe die du dein eigen nennst. Verzag jetzt nicht. Sein Leben und eures mag davon abhängen.

Gingen die Gedanken durch ihren Kopf ehe sie tief Luft holte und zu singen begann. Der Schellenkranz in ihrer Hand, der leises Plingen und Klirren im Takt der Musik durch die gewaltige Höhle klingen liess.
Sanft und langsam erklang ihr Gesang durch die Gemäuer.
Der Drache kam zur Ruhe. Ganz langsam.
Das Peitschen seines Schwanzes wurde ruhiger, während Feli einfach da stand, konzentiert auf die Verse und Noten des Alten Liedes der Sänftigung.

Adrian brauchte wohl einen Moment. Er hatte Felicitas noch niemals im Kampf gesehen und vermutlich auch noch nie sonst eine ihrer Zunft. Vermutlich wusste er nichtmal, dass die Harfnerin jene Fähigkeiten besass.
Dann jedoch kam endlich wieder Leben in den Körper des Grafen und er eilte zu seinem Waffenbruder.

Rafael lag ohnmächtig am Boden. Vielleicht lebte er noch. Das Bein war durch einen Biss ziemlich zugerichtet und das viele Blut liess es sehr schlimm aussehen, zusammen mit der gesplitterten Rüstung.
Der Schwanzhieb des Drachens musste ihm die Sinne geraubt habten.

Schnell verschwand Schwert und Schild um seinen Freund aufzunehmen.
Sie würden jetzt Wehrlos sein.

Feli unterdess stand wenige Meter von dem Drachen entfernt und sang.
Sie war völlig ungeschützt. Das nietenbeschlagene Leder würde einen Witz für die Klauen und die Kiefer des Drachen darstellen. Doch die Wirkung des Liedes liess ihn besänftigt und so verharrte er einfach dort.

Wir sollten gehen. Sofort!, befahl Adrian und war schon auf dem Rückweg.

Feli rannte kurz zu der Wand an der Adrian Rafael aufgehoben hatte, griff das Schwert das er durch den Sturz hatte fallen lassen, drückte es an sich und begann sich in bewegung zu setzen, immernoch den Gesang aufrecht erhaltend. Das Schwert fand seinen Weg an ihren Gurt. Sie spührte wie das Lied an ihren Kräften zog.
Die Alten Lieder zu singen kostete starke Konzentration und allzulange würde sie das nicht können. Zumal sie nichtmal eine Waffe führen konnte währenddessen....

Verfasst: Dienstag 10. Oktober 2006, 06:06
von Adrian von Hohenfels
Das Ende...? Worte und Bilder gingen ihm durch den Kopf als er erhobenen Schwertes vor dem Drachen stand, den Freund hinter sich zu schützen suchend und doch erahnend möglicherweise gleich neben ihm zu liegen. Drachen! Würdevoll, mächtig, einnehmend schön... Seit er vor Slain getreten war, den Wandel im Herzen vollzogen hatte, ihm die Aufgabe auferlegt war, sah er sie anders. Dieser war nicht silbern, wäre er es, würde sein Schaffen keine Frage sein. Vor Gefahr zu bewahren, nicht zur Gefahr zu werden, war ihm auferlegt. Dieser war dunkelhäutig, doch deshalb von geringerer Würde? Nein er brauchte ihn nur anzusehen. Einige Drachen hatte er bereits kennenlernen dürfen, doch niemals war er seit der Veränderung einem wütenden so nah. Wie sollte er entscheiden? Der Freund, sie alle drei, mussten hier heraus! Aber einen Drachen bekämpfen?

Felicitas Melodie brachte die Wendung. Ruhe... feiner Gesang der die Stille durchbrach, sein Herz berührte.. Adrian wurde ruhiger. Die Aufwallung der Sorge, das klopfende Herz, das Adrenalin, es legte sich. Ein Blick genügte zu erkennen, dass dies offenbar nicht nur bei ihm der Fall war. Der Drache beruhigte sich? Ein Trugschluss oder wirkliche Beobachtung? Adrian blinzelte, senkte langsam die Klinge, das riesenhafte Geschöpf im Auge behaltend. Tatsächlich schien auch der Drache zu lauschen, ruhiger zu werden. Ein kurzes Stirnrunzeln, ein Blick gen Felicitas. Rafael hatte es einmal erwähnt, es selbst zu erleben war weit mehr. Beeindruckend ohne jede Frage, doch sie hatten jetzt mehr Probleme, mussten hier heraus!

Ein leises Stoßgebet gen Temora sendend, scheidete er die Klinge und hängte das Schild über. Vertrauen, wenn etwas sie hier herausbrachte dann nur dies, der Kampf würde sie umbringen. Er hastete gen Rafael. Ein kurzer Blick brachte eine Übersicht seiner Wunden. Notdürftig versorgte er die Wunden soweit es möglich war und nahm ihn auf, um ihn hinauszutragen. "Wir sollten gehen. Sofort!" Sein Befehl war klar und er eilte gen Tür. Fatal... Felicitas beendete ihre Melodie, mühte sich hinauszukommen und der Drache reagierte. Ein Satz allein war es wohl und er versperrte die Tür. Der riesige Kopf senkte sich ihnen entgegen. Rauchwolken aus den Nüstern. Nur ein Gedanke durchstriff Adrians Geist..."Vorbei, kein Weg hinaus. Du hast dein Schicksal gesucht Rafael und es für uns alle drei gefunden!"

Behutsam legte er Rafael hinter sich ab. Machte es noch Sinn was er hier tat, sich vor ihm aufzubauen ihn als lang als möglich zu bewahren? Felicitas schob sich hinter ihn, ein langsamer Griff zu ihrem Schellenkranz. Nicht nur Adrian war es aufgefallen, selbst der Drache hatte es bemerkt und... er sprach... ! "Wage es nicht erneut Menschenweib, deine Melodie hat euch das Leben bis zu diesem Moment gerettet, doch heraushelfen wird es euch nicht!" Er sah wie Felicitas zögerte. Doch sie beliess es dabei, sich wohl gewiss, ein beherzterer Griff zum Schellenkranz würde die Wut des Drachens eher über sie bringen als beruhigen.

Adrians Gedanken rotierten, was tun? Der Griff zum Schwert? Dies wäre sicher das Ende, doch war es nicht ohnehin gekommen und einzig eine Frage wie teuer das Ende verkauft würde? Er bemerkte wohl, wie der Drache sich ihm zuwandt. Erneut donnerte die gewaltige Stimme des Drachen ihnen entgegen, dieses mal deutlich Adrian gewidmet. "Wahr ist es, zieh das Schwert und euer aller Schicksal ist geschrieben!" Adrian runzelte die Stirn. Hatte er unbewusst die Hand dem Schwert genähert oder war hier grössere Macht am Werk? Er wusste es nicht einmal zu sagen, stand abwartend und hinaufblickend einfach vor dem Geschöpf, das sowohl bewundernswert als auch gefahrbringend war. Erneut senkte sich der Kopf des Wesens. Drachenaugen blickten in Menschenaugen, Blicke die sich trafen. Adrian fühlte sich durchdrungen. Als würde dieses Wesen bis tief in seine Seele blicken.

Der warme Atem der Kreatur striff ihn als die Stimme erneut ansetzte. Gewaltig wohl doch gedämpft, offenbar wissend, wieviel ein Menschenohr ertragen konnte. "In dir fühle ich, fühlte ich schon vorhin, etwas altes. Vergangen und doch stark, winzig und doch erfüllend. Wer bist du Mensch? Viele kamen zu mir doch bist du der erste, bei dem ich dieses fühle. Lausche besser dem was in dir ist und antworte mir klug Menschensohn. Adrian besann sich, es war als wäre ein klares Licht ein sanftes weisendes Hauchen ihm in diesem Moment inne, erkennen lassend welch Weg sie hier herausbrachte. Unter Felicitas Verwunderung kniete Adrian in diesem Moment nieder und sprach für alle vernehmlich. "Auferlegt ist mir die Aufgabe des Schutzes der Silberdrachen. Drei waren wir, ehrwürdiges Wesen. Strafe für Verfehlung und Pflicht für das Leben. Es ist mir Ehre und Aufgabe, diese würdige Pflicht mein Lebtag auf mich zu nehmen. Seit jenem Tage behaupte ich gewiss nicht zu verstehen doch spüre Bewunderung und Demut vor dem Geschlecht der Drachen, gewiss im besonderen vor den Silberdrachen, doch tötete ich nicht einen Drachen mehr seit jener Stunde und erhoffe zu dieser mein Schwert nicht zu unser aller Ableben erheben zu müssen." Er verstummte unter dem durchdringenden Blick des Drachen.

"Dein Herz weisst dich recht, vor uns zu sprechen Menschensohn und eine Trägerin alter Melodien will ich ebenso gehen lassen, doch warum wagte es jener sich mir zu stellen und welch Grund soll es geben ihn gehen zu lassen?" Adrian hob den Blick vorsichtig. "Einzig mein Bitten um Vergebung, so es genügt vor deinem Willen Ehrwürdiger. Er fand Leid durch Taten der Menschen und glaubte sein Schicksal suchen zu müssen. Er fand es gewiss, doch ist er uns Freund, Partner im Leben und unersetzlich. Zeige Gnade mit ihm und er wird erkennen, wie dumm sein Streben war, hierfür verbürge ich mich durch Ehre und durch die Kraft die mein Herz verändert hat."

Adrian konnte es kaum fassen, als der Drache tatsächlich ein Nicken aufzeigte. "Wisse Menschensohn, dass du den Silberdrachen viel verdankst, vor allem Weisheit und am heutigen Tage euer aller Leben. Lernt alle drei hieraus!" Der Drache, er zog sich tatsächlich zurück, offenbarte ihnen den Ausgang. Adrian entrang ein deutlich angefasstes "Danke Ehrwürdiger!" Beinah hastig nahm er Rafael auf die Schultern. Raus, nur hinaus, er würde einen Heiler brauchen, hier gab es nur eine Wahl, eine Heilerin vielmehr. Eiligst durchstriffen sie die Gänge, endlich zu den Pferden gelangen und einfach nur endlich heimreiten. Die Zeit drängte!

Verfasst: Dienstag 10. Oktober 2006, 13:42
von Felicitas de Arganta
Flucht!

Felicitas verstand immernoch nicht, wie Adrian den wütenden Drache dazu gebracht hatte sie gehen zu lassen, doch es war auch erstmal egal.
Sie hatten ihrem Tod so deutlich in die Augen sehen, wie es sich die wenigsten wünschten.

Schnell fanden sie ihren Weg zurück zu den Pferden. Adrian schnaufte unter dem Gewicht das er zu tragen hatte. Rafael, seine Plattenrüstung und Adrian`s eigene Rüstung.
Der Verletzte fand seinen Weg auf Angeloi`s Rücken. Auf Adrian`s Mustang war es einfach zu gefährlich für Rafael. Das Temperament des Mustangs war im Vergleich zu dem ausgeglichenen Gemüt des Wallachs der Vergleich zwischen Tag und Nacht.
Feli fand hinter Rafael platz um ihn zu halten. Das Bein blutete immernoch und was unter dem Plattenharnisch sein würde, vermochten sie noch nicht zu sagen.
Er war ziemlich hart gegen die Wand geprallt und seine Rüstung zeugte davon.

Mit gemässigterem Tempo traten sie den Rückzug an.

Ich werde nach Angelina schicken lassen. Sie muss sich Rafael ansehen., hörte sie Adrian sagen.

Kurz zuckte etwas in Felicitas, doch sie wusste: Angelina de Arganta war eine der besten Heilerinen der Grafschaft. Wollte sie das Rafael die bestmögliche Behandlung bekam, war das unausweichlich, völlig ungeachtet der Verbindung der beiden Frauen mit jenem Mann.

Als Antwort nickte sie Adrian zu. Die Kämpfe, die Lieder hatten sie ausgelaugt und die Angst um ihren Geliebten half nicht minder.
Wie hatte er das nur tun können?
Wieso hatte er denn nicht einen anderen Weg gesucht?
Warum verlor er so seinen Glauben?
Wie konnte ein Vater, Arthur de Arganta, seinen Sohn in den Tod treiben?

Sie verstand es nicht! Sie konnte es nicht begreifen.
Rafael hatte gesagt, sein Vater habe ihn gebrochen. Er fühle sich bezwungen.
Die Arbeit auf dem Hof war für ihn eine Qual. Er mochte sie nicht, war nicht gut darin. Und er vermisste seine Aufgaben im Reich. Jene Verantwortung. Nicht das Ansehen. Nein Feli glaubte nicht das es darum ging. Denn das besaß er nach wie vor. Das war keine Prestigefrage.
Es war eine Frage von Handlungsmöglichkeiten. Von Pflichterfüllung.

Den Weg über zurück zum Schloss waren sie beide Still.
Erst als sie am Westtor ankamen waren sie dazu gezwungen, sprechen zu müssen.
Die Gardisten am Tor hatten sie schon von Weitem kommen sehen und zwei waren auf sie zugestürmt, fragten ob sie helfen konnten.

Adrian gab seine knappen Befehle und flankiert von den Gardisten ritten sie durch Varuna und ins Gräfliche Schloss.

Bringt mir Freiherrin Angelina de Arganta her! Sagt ihr es ist Dringend!, hatte er einem der Gardisten befohlen, jener war sofort dem Auftrag nachgegangen.

Am Schloss kamen ihnen gleich einige Diener zur Hilfe um den schwer verletzten Rafael in die Mauern des Schlosses zu bringen.
Die Rüstung musste ihm, so gut es ging, abgelegt werden, seine Wunden vorsorglich versorgt und die Kampfblessuren des Grafen und der Baronin verbunden.

Feli war nicht wirklich verletzt. Ein paar Kratzer die geblutet hatten, aber sie war dank ihrem glänzenden Schild namens Adrian von weiterem Schaden bewahrt worden.
Und Adrian hatte seine prunkvolle Rüstung gehabt um ihn zu schützen.
Eine meisterliche Fertigung. Egal wer der Schmied war, ihm gebührte ebenso ihr Dank wie Adrian für das schnelle Handeln.

Kurze Zeit später standen Felicitas und Adrian in Rafael`s Quartier.
Die Rüstung hatte man ihm soweit entfernt. Nur am Bein hielten es die Diener für besser, das ein Heiler zuerst darauf sah.
Kraftlos lehnte sich Feli an den Grafen, ihren Freund.
Rafael rührte sich nicht, wenngleich er atmete.

Er lebt! - Schoss es durch ihre Gedanken.

Doch würde er auch überleben? Hilflosigkeit machte sich in ihrem Inneren breit. Gepaart mit der Fassungslosigkeit jener Ereignisse.
Sich jenem hingebet, nutze sie die Schulter des Freundes um sich endlich der Schwäche zu ergeben, die sie so eisern unterdrückt hatte und weinte bitterlich....

Verfasst: Mittwoch 11. Oktober 2006, 11:04
von Angelina de Arganta
Ein aufgeregter Gardist passte Angelina gerade ab, als sie dabei war, ihr Pferd durchs Tor zu führen. Sie wollte das Kloster aufsuchen und mit Hochwürden Sanjana Valeth sprechen, um dann mit der Einrichtung des Krankenzimmers beginnen zu können.
Doch stattdessen spornte sie dann ihren Aris an und galoppierte durch die Stadt.
„Der Graf schickt mich… Ihr sollt sofort kommen!“ hatte der Mann die Heilerin informiert. Sie hatte nichts nachgefragt, die Stimme des Mannes hatte so alarmiert geklungen, dass sie unverzüglich ihre Tasche an den Sattel gebunden hatte und aufgesessen war.
Was mochte geschehen sein? War Adrian verletzt? Oder wieder Rafael?
In Gedanken ging sie den Inhalt ihrer Arzneitasche durch.
Sie musste alles dabei haben.
Hoffentlich war es nicht so schlimm, wie es geklungen hatte!

Außer Atem betrat sie das Schloss und sofort wurde sie von einer der Wachen, die sie offenbar schon gut kannten, zu Adrian geführt.
Dieser ging mit auf dem Rücken zusammengelegten Händen im Besprechungssaal, von dem es zu den Ritterunterkünften abging, unruhig auf und ab. Die junge Baronin saß auf einem Stuhl und sah verweint aus.
„Ich grüße die Herrschaften“ ließ sich Angelina vernehmen.
Als der Graf sie erblickte, kam er sofort mit ernster Miene auf sie zu.
Also.. Adrian ist es nicht, der meine Hilfe benötigt, ging es ihr durch den Sinn.
„Wie gut, dass Ihr sofort kommen konntet, Frau de Arganta. Bitte hier entlang… Rafael liegt hier.“
Angelina folgte ihm in Rafael’s Unterkunft.
Sie hatte das Gefühl, dass sich ihr der Hals zuschnürte. Der Graf hatte so ernst geklungen.
Rafael! Wieder war er verletzt… oder krank!
Während Graf Adrian kurz erklärte, was geschehen war, trat Angelina an das Bett.
„Der Narr hat sein Schicksal gesucht…“
Ein Aufstöhnen entrang sich der Kehle der Heilerin. Sie wusste nur zu genau, was das bedeutete.
Felicitas hatte sich still dazu gestellt.
„Ich brauche warmes Wasser, saubere Tücher und Handtücher“ sagte Angelina leise, aber im bestimmten Ton und sah zu Felicitas. Diese wandte sich sofort zum Gehen und verschwand hinter dem Vorhang.

Rafe… war er dem Tode nahe?
Angelinas Herz schlug so laut, dass sie meinte, der Graf müsse es hören. Angst um ihren Gatten schnürte ihr die Brust zusammen, als sie seine kühle, etwas feuchte Stirn unter ihrer Hand fühlte.
Doch das durfte nicht sein. Sie wehrte sich gegen die Gefühle, die übermächtig zu werden drohten.
Bleib ruhig… du musst jetzt ganz ruhig bleiben, redete sie sich zu. Angst macht dich schwach… Du kannst ihm helfen.

Sein Gesicht war fahl, seine Atmung flach.
Bewusstlosigkeit hielt ihn gefangen… und ersparte ihm große Schmerzen.
Sie untersuchte ihren Gemahl vorsichtig und professionell. Die provisorisch angelegten Verbände schnitt sie auf, um die darunter liegenden Wunden zu inspizieren.
Das Bein sah grausig aus. Dünne Blutrinnsale sickerten immer noch aus der großen Fleischwunde.
„Hoffentlich kann ich die Muskeln wieder zusammenführen und es sind keine Sehnen durchtrennt“ wisperte sie wie zu sich selbst.
Mindestens zwei Rippen waren gebrochen, das konnte sie ertasten.

Als die junge Baronin mit der Schüssel warmen Wassers und den Tüchern zurückkehrte, bat Angelina Adrian und die junge Frau, den Raum zu verlassen.
Sie musste sich konzentrieren und das fiel ihr schwer, wenn sie die Gegenwart Felicitas’ hinnehmen musste. Das sagte sie zwar nicht, aber sie wusste es vom letzten Mal.
„Bitte lasst eine Magd vor dem Vorhang warten, damit sie mir holen kann, was ich brauche, Graf Adrian. Ich werde dann auch noch kochendes Wasser benötigen… “
Sie sah den Grafen Hilfe suchend an.
Doch er schien sofort zu verstehen und nickte ihr zu. „Das veranlasse ich. Und wenn ihr Hilfe braucht…“ Er deutete auf den still auf dem Bett liegenden Freund. „ Dann ruft einfach.. ich bleibe in der Nähe.“
Er geleitete Felicitas durch den Vorhang hinaus.

Angelina nickte nur und wandte sich der Waschschüssel zu, um sie auf dem Bett abzustellen. Dann legte sie Tücher unter das verletzte Bein. Wenn sie es abwaschen würde, sollte nicht zuviel von dem blutigen Wasser auf die Laken und die Matratze fließen.

Nachdem Angelina nun mit Rafael allein war, setzte sie ihre Untersuchung fort.
Einen fast faustgroßen Bluterguss fand sie verdeckt durch sein Haar an seinem Hinterkopf. Sie stieß hörbar die Luft aus…
Oh Himmel! Hoffentlich war sein Dickschädel heil geblieben.
Rührte seine Ohnmacht daher?
Sie sah in das bleiche Gesicht ihres Gatten und spürte einen Stich in ihrem Herzen.
Wie oft hatte sie ihn nun schon zusammengeflickt?
Wie viele Narben waren ihm nun schon von all den Kämpfen geblieben?
Und dann ging er aus freien Stücken zu dem Drachen… um sein Schicksal zu suchen!?
Wollte er denn wirklich sterben?
Hatte er nicht gesagt, er liebe Felicitas? Warum hatte er das dann getan?
Angelina seufzte tief durch und schüttelte die Gedanken ab.
Sie war hier als Heilerin, rief sie sich zur Ordnung.
Sie durfte ihre Gefühle nicht zulassen.
Sie sollte sich nicht um das Glück ihres Gatten sorgen, sondern um ihres.. so hatte die Heiligkeit zu ihr gesagt.
Und jetzt ging es nicht um sein Glück.. jetzt ging es um sein Leben.

Nachdem sie die Wunden und die blutverschmierten Körperregionen gereinigt hatte, wusch die ihre Nadeln, Scheren und Zangen in dem kochenden Wasser, das inzwischen gebracht worden war.
Einige Tropfen einer Lösung, die den Wundbrand verhindern sollten, brachte sie in die Wunden ein. Wie gut, dass Rafe nicht bei Bewusstsein war… es sollte höllisch brennen.
Dann arbeitete Angelina konzentriert an der schrecklichen Bisswunde, entfernte mit einer kleinen Schere zerfetzte Haut und brachte mit einer Tinktur die Blutung zum Stillstand. Sehnen schienen nicht durchtrennt, doch die Muskeln waren durch die starken Zähne des Drachen schon arg in Mitleidenschaft gezogen. Sie versuchte zu richten, was möglich war und nähte dann mit präzisen Stichen die lange Wunde am Bein zu.
Angelina legte sterile Verbände am Bein und Kopf an, doch für den Stützverband um den Corpus anzulegen, damit die Rippen sich möglichst wenig bewegen konnten, brauchte sie dann doch Hilfe. Der Graf hielt den schlaffen Körper Rafaels in Sitzposition und Angelina hatte sich dazu hinter Rafael gekniet. Schnell und fest wickelte sie die Bandagen um seinen Köper, nachdem sie die Blutergüsse mit einer Salbe vorsichtig dick bestrichen hatte.
Zu guter Letzt wechselte sie zusammen mit Graf Adrian noch das Laken unter dem Bewusstlosen, das doch deutliche Spuren seiner Verwundung trug. Geduldig ließ sich der Graf von Angelina Anweisungen geben, wie er Rafael rollen sollte, wo er das Laken ziehen musste, bis es faltenlos unter dem Patienten lag. Obwohl sie sehr vorsichtig mit Rafe waren, stöhnte er leise. Er hatte sicher große Schmerzen.
Ganz sacht zog Angelina eine weiche Decke über den nackten Körper ihres Gatten und strich ihm sanft das verklebte Haar aus der Stirn.

Nach all den Anstrengungen für den Patienten und die Heilerin, flößte Angelina Rafael dann eine Mixtur aus ihren Tränken ein, die sie immer in ihrer Medizintasche dabei hatte.
Heilung, Stärkung und ein starkes Schmerzmittel mussten vorerst genügen.
Angelina wollte ihren Gatten beobachten und pflegen…
Sie würde bis zum Abend bei ihm bleiben, denn dann würde sie auch schon wissen, ob er Fieber bekommt. Falls es ausbliebe, konnte Felicitas einen Teil der Nachtwache übernehmen.
Angelina setzte voraus, dass die junge Baronin das sicher übernehmen würde.

Verfasst: Mittwoch 11. Oktober 2006, 12:58
von Felicitas de Arganta
Adrian hatte sie aus dem Raum geführt, als Angelina um Ruhe gebeten hatte. Alles in ihr hatte geschrien bei ihm bleiben zu wollen, doch sie ergab sich ihrem Schicksal. Adrian führte sie sanft aber sehr bestimmt wieder hinaus. Sie konnte sich nicht dagegen wehren.

Er wird wieder oder...?, hatte sie Adrian gefragt.

Kurz hatte der Freund geschwiegen. Er war sich wohl ob der schwere der Wunden selbst nicht sicher.

Bestimmt. Er kann sein altes Eheweib doch nicht ungeschützt lassen.
Versuchte er sie wohl aufzumuntern.
Es trieb ein kurzes Schmunzeln auf ihre Lippen, das sehr schnell wieder starb.

Sie selbst hatten dem Tod heute ins Auge gesehen.
Der Schrecken darüber saß ihr immernoch genauso präsent in den Gliedern wie die Tatsache das Rafael einen Raum weiter schwer verletzt verarztet wurde.
Angelina würde sicherlich ihr Bestes tun. Es beruhigte sie zumindest ein bisschen, auch wenn die Unruhe und Ungewissheit sie dazu trieb,
Wie eine gefange Raubkatze im Raum auf und ab zu laufen.

Als Angelina nach Adrian rief wollte sie schon durch den Vorhang stürzen, doch er hielt sie zurück, schüttelte sachte den Kopf.

Lass dir etwas zutrinken bringen, Felicitas. Du brauchst selbst etwas ruhe. , sprach er besonnen und ging hindurch, Feli alleine lassend.

Er hatte Recht. Sie hatte Durst, ja Brand schon.
Kurzerhand rief sie einen Diener ihr reichlich Wasser, Wein und etwas zum Abendbrot zu bringen. Auch für den Grafen und Angelina.
Jenes wurde umgehend gebracht und im Konferenzsaal aufgetafelt.

Sie aß mit wenig Appetiet aber trank mit großem Durst.
Nach einer Kanne Wasser und einer halben Flasche Wein ging es ihr etwas besser. Sie hatte die Flüssigkeit einfach in sich hinein gekippt, in der Hoffnung der Alkohol würde ein wenig Ruhe bringen.
Noch immer, nein viel stärker noch als vorher, spührte sie die Nachwirkungen der Alten Lieder. Sie hatte sich extrem Konzentrieren müssen um selbst einen Drachen besänftigen zu können.
Hatte sie sich übernommen?

Adrian kam wieder. Kurz ging sein müder Blick skeptisch über die Dinge die Feli vor sich stehen hatte.
Sie jedoch war aufgesprungen um sich gleich am Stuhl festzuhalten. Ihr Kreislauf versagte langsam mit ihren Beinen den Dienst.

Setz dich bitte. Er ist versorgt. Angelina wird bis zur Nacht bei ihm bleiben um zu sehen ob er Fieber bekommt. Dann kannst du zu ihm.

Seine Worte hallten in ihrem Kopf und sie liess sich wieder auf den steinernen Stuhl sinken. Sie war selbst müde. Aber sie wollte bei Rafael sein.

DER NARR!! grollte es in Adrian`s Stimme durch ihre Gedanken.

Wie...wie konnte er nur?, fragte sie ihren Freund fassungslos.

Adrian schwieg eine ganze weile. Vielleicht kannte er die Antwort, vielleicht auch nicht...

Verfasst: Donnerstag 12. Oktober 2006, 10:20
von Adrian von Hohenfels
Minuten.. Stunden.. sie zogen sich dahin. Er mußte Ruhe ausstrahlen, sorgten sich nun schon zwei Frauen um das Leben Rafael's. Er nicht minder, er wünschte er hätte mehr tun können, als hier und dort Angelina in ihren Bemühungen um Rafael's Leben zur Hand zu gehen. Einzig sonst blieb wohl gewiss noch das beten.

"Vielleicht erkennst du jetzt, dass Temora mit dir ist. Sie muss es sein, wenn du das hier überstehst alter Wirrkopf!" leise sprach er dies seinem Freund zu, als er eine Patientenwache übernahm. Es war schwer genug die Frauen deren Herzen beide für Rafael schlugen, einmal von seinem Bette fortzubringen. Auch sie brauchten Ruhe, grad jetzt da die Sorge sie zusätzlich schwächte. Konnte er es verdenken? Fand er doch selbst nicht wirklich die Ruhe und den möglicherweise nötigen Schlaf. Zu tief die Vermischung aus Sorge und Nachwirken der Geschehnisse und Erinnerungen an die Momente beim Drachen selbst. Sollte er je vor Slain treten, würde er wohl einen Dank ausdrücken müssen und diesen deutlich erklären.

Nachrichten an den Hof auf dem Rafael sich als Knecht verdingte sowie an die Allianz des Lichts hatte er bereits aufgesetzt und auf den Weg gebracht, in einer der wenigen Augenblicke, da er sich zu sammeln vermochte. Trost spenden hier und dort war zudem nötig. Trost... er konnte es nur versuchen, doch ein Blick in Rafaels bleiches Gesicht, vermochte kaum wirklich Hoffnung zu verbreiten. Noch immer war er deutlich geschwächt. Angelinas Fähigkeiten und Rafael' Sturheit sollte man dennoch nicht übersehen. Ein sorgenvoller Gedanke durchzog ihn über dieses Vertrauen in Rafael's Sturheit. Er hatte das Schicksal suchen wollen. Durchaus war er diesem sehr nah gekommen. Wollte er denn Leben oder würde der Kampf um dieses möglicherweise an Rafael's Unwillen hieran scheitern?

Entschlossen schüttelte er den Kopf. Unmöglich, er würde wissen, was er zurückliess, vor allem wen. Er würde kämpfen, ganz gewiss. Dies war nicht sein Schicksal, weder wirklich durch ihn gewollt noch durch Temora. An diesem Glauben musste man festhalten! Weiterhin blickte er aufmerksam auf jede mögliche Regung Rafael's. Doch einzig wahrzunehmen war hin und wieder ein Verziehen des Gesichts unter den offensichtlichen Schmerzen. Man konnte nur hoffen, dass das Bein wieder völlig gesunden würde. Von den zahlreichen anderen Verletzungen garnicht erst zu sprechen. Angelina hatte von einem heftigen Stoß des Kopfes gesprochen. Welche Folgen dies haben mochte, würde man sicher auch erst finden, sobald Rafael zu sich kam.

Nachdenkend über die Geschehnisse um diese neue Verwundung, über die erneute Sorge erst so kurz nach der glücklichen Fügung, dass Rafael den Überfall auf das Schloss überlebt hatte, erwuchs eine Entscheidung in Adrian. Sollte Rafael genesen und baldig wieder zu sich kommen, so würde es letztlich doch zu alten Problemen führen, er sich weiterhin verrennen in seine Sorgen, die überhaupt zu allem geführt hatten. Seine Entscheidung festigte sich. Es musste es würde einen Weg geben. Man musste ihn nur endlich beschreiten.

Viele Gespräche würden gewiss nötig. So ging es jedenfalls nicht weiter und das letzte, das er zulassen würde war, zuzusehen wie sein Freund sich weiter zerfleischte. Behutsam legte er die Hand auf die seines Freundes. "Wage ja nicht, etwas anderes zu tun als bald aufzuwachen, es warten Pflichten auf dich altes Eheweib! Du wirst doch kaum wollen, dass ich sie einzig Darna auferleg?" Kurz huschte doch ein Schmunzeln trotz aller Sorge über seine Lippen. Wenn es Hoffnung für Rafael geben mochte, er würde sie schon finden.

Verfasst: Donnerstag 12. Oktober 2006, 10:42
von Angelina de Arganta
Die Zeit schlich dahin.
Mehrmals flößte Angelina im Laufe des Tages Rafael ein Schmerzmittel ein. Sie war froh und dankbar dafür, dass seine Reflexe funktionierten und er schluckte.
Mit einem kühlen, feuchten Tuch erfrischte sie ihn immer wieder und überwachte seinen Puls und seine Temperatur. Leise sprach sie dann mit ihm. Rief ihn, er möge aufwachen… die Augen öffnen. Streichelte über sein Gesicht und seine Hände.
Manchmal hatte sie das Gefühl, dass sich seine Augen unter den geschlossenen Lidern bewegten, wenn sie ihn ansprach. Doch dann war es wieder vorbei. Wenn er leise stöhnte, gab sie ihm erneut von dem Schmerzmittel.
Ansonsten blieb ihr viel Zeit zum Nachdenken, während Rafael still und bleich in seinem Bett lag.
Hatte er wirklich sterben wollen?
War er doch nicht so glücklich, wie er ihr gegenüber behauptet hatte?
Oder war er nicht so stark, wie sie immer gedacht hatte?
Es wollte sein Schicksal zwingen. Zwingen… ob Tod oder Leben.
Warum nur wandte er sich nicht wieder an Temora… die Göttin, die ihn segnete… die über ihn so offensichtlich wachte?
Wusste er, dass sein Leben, so… wie er es jetzt lebte, vor ihr nicht bestehen konnte?
Er hatte seine Familie ins Unglück gestürzt und würde auch die junge Frau, die er nun liebte nicht wirklich glücklich machen können.
Wen wollte er zwingen?
Wollte er seiner Gattin, seinem Vater Schuld an seinem Handeln aufzwingen?
Sollten sie ein schlechtes Gewissen haben, wenn er sterben würde, weil sie nicht so dachten und handelten, wie er es wollte?
Angelina seufzte unter solchen Gedanken schwer auf.
Sie betete still für das Leben ihres Mannes.
Von ganzem Herzen wünschte sie, dass er aufwachte und wieder gesund werden würde.

Am Abend überließ sie die Krankenwache Felicitas. Rafael hatte kein Fieber bekommen. Sie erklärte der jungen Frau, dass sie Rafael von den Tropfen gegen die Schmerzen mit etwas Wasser geben müsse, wenn er unruhig werden sollte. Er dürfe sein Bein nicht bewegen.

Sie selber wollte dann in der Morgendämmerung zurückkehren.

Verfasst: Donnerstag 12. Oktober 2006, 11:41
von Felicitas de Arganta
Die Stunden schlichen und sie war wohl eine Weile auf dem Steinstuhl eingeschlafen als Adrian sie weckte.

Angelina geht jetzt. Du kannst zu ihm., erklärte er in ruhigem Tonfall.

Sie nickte müde und erhob sich. Die Knochen taten ihr weh und sie spührte noch immer jene Mattheit die die Kämpfe und der Horror der vergangenen Stunden in ihr hinterlassen hatten.

Langsam trat sie in Rafael`s Quartier. Er lag immernoch reglos dar. Angelina hatte ihn versorgt. Er sah nicht mehr so schlimm aus, wie zu dem Zeitpunkt als sie ihn gefunden hatten.
Angelina war aufgestanden und hatte ihr erklärt was sie tun sollte.
Es schien als wenn die Sorge um den Mann die beiden Frauen zumindest für den Augenblick befriedete.
Sie wollten beide das gleiche: Das Rafael wach würde. Lebte. Gesundete.

Die Medikamente am Bett lassend, verschwanden Adrian und Angelina aus dem Raum und sie sank am Bett neben ihn.
Zärtlich strich sie ihm eine Strähne aus der Stirn und sah ihn besorgt an.
Kurz fiel ihr Blick auf das Armband an seinem Handgelenk.
Er trug es immernoch. Er hatte ihr versprochen es nie abzulegen.

"Deine Felja."
Sie las die Inschrift viele Male während sie an seinem Bett saß.
Warme Tränen rannen ihr die Wangen hinab während sie ihn beobachtete.
Immer wieder glaubte er würde sich bewegen.
Sein Schicksal suchen. Suchen...sie dachte darüber nach.
Wusste er denn nicht mehr wo er hin gehörte?..
Er sagte, das einzige an dem er nicht zweifelte war ihre Liebe. Doch was sagten seine Taten aus? Hatte er nicht alles aufs Spiel gesetzt?

Sich selbst.
Adrian.
Felicitas.
Ihre Liebe.
Ihr neues Leben?

Das Rascheln des Vorhangs brachte sie wieder in die Realität zurück.
Adrian war wiedergekommen. Er hatte Angelina zum Schlosstor gebracht.

Geh ein wenig schlafen, Adrian., schlug sie ihm vor und wante den Blick nicht von ihrem Geliebten.
Mit ruhigen Schritten trat er zu ihr und bettete die Hand auf ihrer Schulter.

Sie trug noch immer die Rüstung. Ihre Waffen lagen im Konferenzraum. Sie waren nebensächlich, ja nichtig. Doch die Rüstung wurde nach all der Zeit unangenehm. Sie war es zwar gewohnt das Leder zu tragen, doch sie fühlte sich einfach schlecht.

Ich lasse dir etwas zum umziehen bringen, Felicitas., meinte er nach einem Moment als hätte er ihre Gedanken gelesen.
Sie nickte nur.

Wenn etwas sein sollte, er aufwacht, rufst du mich, bitte.

Sie nickte wieder und er verschwand. Ein wenig Ruhen wie sie hoffte.
Ein paar Minuten später brachte ihr ein Diener ein Kleid und etwas zu trinken. Sie bedankte sich nur knapp und zog sich um. Stets in Rafael`s Nähe.
Er hatte ihre Nähe in Gefangenschaft gespührt, er würde sie auch jetzt spühren.

Viele Stunden saß sie an seinem Bett, fast bis der Morgen graute.

Temora hilf.
Hilf ihm.
So darf es doch nicht enden.
Das kann doch nicht dein Wille sein.
Bitte, bitte bring ihn zurück zu mir.

Betete sie lautlos immer wieder und hielt Rafael`s Hand.
Ein paar mal verabreichte sie ihm die Tropfen die Angelina da gelassen hatte. Sie wollte alles tun damit es ihm besser ging.

Als die Tiere aus der Nacht erwachten und die Sonne langsam das schwarz der Nacht durchbrach, saß Feli halb sitzend, halb liegend an Rafael`s Bett, hielt seine Hand. Der Schlaf und die Müdigkeit hatten sie über die langen Stunden fortgerissen und es würde wohl den Anschein gemacht haben, als habe sie sich ihm nicht freiwillig ergeben.
Doch Adrian und Angelina sollten sie schlafend vorfinden...

Verfasst: Freitag 13. Oktober 2006, 14:58
von Rafael de Arganta
Dunkelheit ....
Es war als würde etwas helles an sein Auge, dringen, sein Bewusstsein, dann der Schmerz der durch seinen Körper zuckte und sein Bein.
Er versuchte die Augen zu öffnen langsam, zu blinzeln, aber er war zu müde.
Er spürte er war nicht alleine... jemand war bei ihm.
Wo war er ... wann war er ... wieso war er?
All diese Gedanken verursachten nur das seine Kopfschmerz noch zunahm.
Pochend, als würden 10 Zwerge darin herumhämmern.

Er nahm sich zusammen, versuchte sich zu erinnern.
Der Drache... der Gedanke das er zurückwollte... dann das Aus.
Wieso hatte er überlebt?
Jetzt würden es noch mehr Probleme als vorher geben.
Er stöhnte auf.
Ob des Schicksals und auch der Schmerzen wegen. Vielleicht hatte sein Vater noch nicht davon erfahren... vielleicht kein anderer.
Er könnte aufstehen, auf den Hof zurückkehren und dort arbeiten.
Aber vorher... sollte er herausfinden wo er war.
Mühsam arbeitete er daran seine Schwäche zu überwinden, seine Augenlider zuckten, dann öffnete er sie versuchsweise.
Den Kopf nicht bewegend, schaute er sich um und erblickte die Schlafende Felicitas neben sich.
Ein Stich durchfuhr seine Brust.
Was hatte er ihr angetan.
Vorsichtig , drückte er ihre Hand die die seine hielt, zu keiner anderen Handlung fähig, wollte nur die Augen wieder schließen um weiter zu schlafen.

Verfasst: Freitag 13. Oktober 2006, 15:37
von Angelina de Arganta
Antares war schon längst im Bett und schlief, als Angelina heim kam.
Erschöpft ließ sie ihre Tasche bei ihrem Schreibtisch fallen und sah
ihrem Schwiegervater entgegen, der auf sie zukam. Ihr Kleid war leicht
verschmutzt und sie ließ die Schultern hängen.
In solchem Zustand hatte er sie noch nie gesehen. Arthur de Arganta
musterte die junge Frau, trat dann an sie heran und zog sie in seine
Arme.
“Was ist geschehen?“ fragte er knapp.
Nun war es um Angelina’s Fassung geschehen.
Sie lehnte sich an den großen, kräftigen Mann und ließ all ihre
Sorgen, ihre Tränen zu.
“Es ist Rafael“ brachte sie erstickt hervor. „Er ist schwer verletzt
und ich weiß nicht, ob er eine schwere Kopfverletzung hat oder nicht.
Er könnte vielleicht daran sterben.“
Sie erzählte wie es dazu gekommen war und bemerkte, dass der Graf wie
versteinert war. Dann fasste er sie bei den Schultern und sah sie mit
gerötetem Gesicht eindringlich an.
“Du tust alles, damit er lebt, ja?“
Seine Stimme klang, als müßte er aufwallenden Zorn zurück halten.
Angelina konnte nur nicken.
Ihr Schwiegervater führte sie zu einem Stahl beim Tisch und drückte
sie sanft darauf.
“Was hat der närrische Kindskopf sich dabei gedacht, allein zum
Drachen zu gehen?“
“Er wollte, so wurde mir gesagt, sein Schicksal suchen.“
Die Röte im Gesicht des Grafen stieg an und er ließ sich schwer auf
den Stuhl ihr gegenüber fallen.
Er regt sich wieder viel zu sehr auf, dachte Angelina, als sie
bemerkte, dass der alte Graf nach Luft rang, ihm das Blut zu Kopfe
stieg.
“Er wird es bestimmt schaffen“ versuchte sie ihn zu beruhigen. „Bitte,
Vater, regt Euch nicht so auf. Sonst muss ich mich um Euch auch noch
sorgen.“
Unwirsch winkte der Graf ab.
“Sobald er wach wird, möchte ich mit ihm sprechen. Er kann sich seiner
Verantwortung nicht so leichtfertig entziehen. Denkt er denn nur an
sich?“
Schwerfällig erhob sich der alte Mann.
Es schien Angelina, als wäre er in wenigen Minuten um Jahre gealtert.
Ihr war bewusst, wie sehr Rafael von seinem Vater geliebt wurde und
wie tief ihn diese Nachricht getroffen haben musste. Auch verstand
sie, dass der alte Graf einfach nicht aus seiner Haut konnte. Nie
würde er die Handlungsweise seines Sohnes billigen. Viel zu fest war
sein Denken an die Ehre gebunden, viel zu groß war die Schmach, die
Rafael über seine gesamte Familie gebracht hatte. Aber lieben würde er
seinen Sohn dennoch… immer.

Arthur de Arganta zog sich zurück.
Er brauche Ruhe, murmelte er und zog sich schwerfällig die Treppe zum
Schlafgemach hinauf.
Angelina holte sich etwas zu Essen und zu Trinken aus der Küche und
setzte sich damit vor den Kamin auf das dicke Fell. Nachdem sie sich
ein wenig gestärkt hatte, ging ihr noch einmal durch den Kopf, was sie
für ihren Gatten tun konnte.. tun könnte.
Wenn er bis morgen nicht aufgewacht ist, werde ich versuchen, seine
Wunden durch die Heilkraft meiner Hände zu heilen. Es wird die
Schmerzen verringern… und seinem Körper neue Kraft zuführen.

Sie wusste um ihre besondere Fähigkeit, doch nutzte sie diese nur im
äußersten Notfall. Immer schon beherrschte sie das Gefühl, seit sie
diese Gabe erkannt hatte, dass sie damit nicht wuchern dürfe, sondern
nur in ganz besonderen Fällen davon Gebrauch machen.

Für ein paar Stunden schlief Angelina vor dem Kamin ein. Als sie die
Augen öffnete, begann gerade der Tag zu erwachen. Die Stimmen der
Vögel klangen vom nahen Wald noch sehr zögerlich und die Sonne war
noch nicht aufgegangen.
Frisch gemacht und in ein anderes Kleid aus feiner Wolle gehüllt, machte sie sich auf den Weg ins Schloss.

Verfasst: Samstag 14. Oktober 2006, 14:54
von Rafael de Arganta
Die Schmerzen waren nichts im Gegensatz zu dem Gefühl das er bekam als Adrian hin zu trat.
Er bekam seinen Zynismus ab wie Boxhiebe.... rechts links grader Hacken, und er wusste nichts zu erwidern, Wusste er doch wie recht der Freund hatte.
Er minderte sich nicht einmal als Felicitas erwachte, und Rafael fühlte sich wie in einer Falle gefangen.
Felicitas war froh gewesen das er lebte aber auch sie machte ihm vorbehalte.
Und er verstand. Verstand nur zu gut.
Wie dumm war er gewesen. Wie leichtsinnig.
Nicht nur das er sein eigenes Leben fortwerfen wollte, fast hätten die Zwei ihr Leben dafür gegeben.

Ja... Sein Schicksal suchen ... so viele Jahre war es ein Begriff für ihn gewesen und heute hatte Feli ihm endlich eines klar gemacht.
Es war nicht sein Schicksal das er damit entscheiden wollte, sondern er nahm damit Einfluss auf vielerlei Schicksal. Auf das der Menschen die er Liebte und auf das Schicksal seiner Freunde.

Obwohl er kaum fähig war zu sprechen, es ihm die Luft kostete, die er kaum hatte, der Kopf ihm fast berstete, versuchte er sich zu erklären.
Versuchte ein wenig von dem Schuldgefühl der großen Dummheit zu mindern.
Ich wollte keine Bastarde, ich wollte dein Glück...
Hörte er sich gen Felicitas sagen.
Doch sie schüttelte den kopf. „Was soll ich denn ohne dich tun? Du bist mein Glück Rafael, Lieber bekomme ich Bastarde als gar keine Kinder“ hatte sie geantwortet und ihm damit fast die Tränen in die Augen getrieben.
Wie gerne hätte er sie einfach in die Arme genommen einfach ihre Nähe gespürt und all das drum herum vergessen.
Doch die Schmerzen holten ihn schnell in die Realität zurück.

Genauso das Eintreten von der Ritterin Darna, die sich nach seinem Befinden erkundete und ihm vom Kargosch Hammergrund Genesungswünsche überbrachte, sowie etwas Medizin das ihm helfen sollte wieder gesund zu werden ...
Gesund mit dem Nebeneffekt eines langen Bartes.
Zwergenbier!
Was auch sonst.
Rafael musste trotz allem lächeln.
Wie aufmerksam von ihm.
Dennoch wollte er nicht unbedingt einen Langen Bart, mit dem man ihn auch noch ans Bett würde fesseln können.
Er würde es jedenfalls meiden.

Nachdem Darna und Adrian gegangen waren, wusch Felicitas ihn und rasierte ihn.
Er sah sicherlich schlimm aus.
Doch bekam er es eh kaum mehr mit da er wieder einschlief.

Verfasst: Sonntag 15. Oktober 2006, 16:17
von Rafael de Arganta
Erneut war es Angelina die half.
Wie so oft, zeigte sich ihre Gabe die sie einsetzte in dem sie Menschen half.
Auch wenn sie beide die gesamte Zeit über diskutierten, sie ihm aufzeigte wie ehrlos egoistisch er war, war sie doch da um ihm zu helfen.
Warum hasste sie ihn nicht einfach wenn sie ihm dies alles um die Ohren haute.
Er hatte immer gehofft, sie konnten zu einer freundschaftlichen Ebene, Verbindung zurückfinden, aber was sollte er tun wenn sie eh nur auf seiner Tat herumtrat.
Er konnte es nicht ändern. Es war geschehen, und er hoffte nur das die Zeit ihr irgendwann die Ruhe schenken konnte ihm vielleicht zu vergeben.

Sie erzählte ihm was er für Verletzungen hatte, und das sie ihm helfen konnte. Mehr helfen.
Dazu musste sie sich konzentrieren.
Sie begann eine leise Musik zu summen dann begann sie mit der Hand seine Verletzungen zu berühren.
Er konnte spüren wie es zu kribbeln begann, sie Schmerzen gingen wie die Lungen sich endlich ohne Mühe mit Luft füllen konnten.

Als Angelina fertig war, sah man ihr die Mühe an.
Im Moment vermochte Rafael sich nur zu bedanken.
Was hätte er auch anderes tun sollen.
Als Felicitas und Adrian hin zu traten, verabschiedete sich Angelina, und Rafael hoffte das sie gut heim kommen würde.
So Geschwächt wie sie war.
Man verbot ihm das Bein zu sehr zu belasten und so stellte Adrian einen Gardisten am Eingang des Rittersaales ab.
Bis hierhin sollte er sich bewegen dürfen, nicht weiter.
Man vertraute ihm nicht das er sich an die Anweisung halten würde.

Morgen schon würde er wieder hinaus können, so hoffte er.
Wenn auch noch auf einen Gehstock angewiesen, aber lange Liegen lag ihm nicht.