Seite 1 von 1

Zeit des Dankes

Verfasst: Dienstag 3. Oktober 2006, 16:41
von Serendo Radil
Die Tage werden kürzer. Der Lebenshauch der Natur schwächer.
Das Korn wird eingeholt. Die Tiere verlassen langsam die Weiden. Der Wein des Vorjahres beginnt seinen Geschmack zu entfalten. Fleisch wird für den Winter gepöckelt und geräuchert. Obst wird in Kisten eingelagert. Und der Holzvorrat für die dunkle Jahreszeit aufgestockt.
So ist die Zeit des Dankes für all jene Gaben gekommen.

Angefangen hat es in den Tiefen des Nebelwaldes. Lichter von Fackeln beginnen sich zu erhellen. Und ein Zug von einigen unscheinbaren, blau berobten Gestalten beginnt sich in Richtung der Höfe und Städte, jener Welt, in Bewegung zu setzen.
Geleitet von fröhlich und ruhig klingenden Melodien, ziehen sie aus, um das Gedenken an Mutter, ihres Schaffens, ihrer Mühen und ihrer Liebe, zu all ihren Kindern, in den Herzen der Menschen aufleben zu lassen.


Dankende und bittende Verse erklingen hier und da. Ruhig, doch mit minder Kraft und Überzeugung, gesprochen.

Wir, deine Kinder, danken Dir.
Für Brot und Korn.
Mit Wasser und Wein gefüllt das Horn.
Gefüllt ist das Lager.
Das Vieh weder Krank noch Mager.
Wir, deine Kinder, danken Dir.

So nimm unsern Dank unsere Liebe.
Wir zerren von deinen Gaben.
So nimm unseren Dank unsere Liebe
und beginn auch dich zu laben.
Lege Dich nun zur Ruhe.
Und schöpf neue Kraft.
Auf das wir nächsten Jahr wieder können, zerren von deinem Saft.

Der Dank deiner Kinder sei Dir die Gewiss.
Wir helfen Dir zu tragen das Gleichgewicht.

So ruht nun Elemente des Liedes.

Erde: Das ganze Jahr von Dir gezerrt. Der Dank an dich sei Dir Gewähr. So ruhe nun und Schöpf wieder Kraft. So dass wir im kommendes Jahr erneut dankend, schöpfen von deinem Saft.

Feuer: Geschenkt hast du uns das Licht, deine Wärme. Gespendet hast du uns deine Macht. Die Ernte trägt es nun in sich, deine Kraft. So gönn dir nun Ruhe und Schöpf auch du neue Kraft.

Wasser: Hast die Erde getränkt mit Leben. Stets gelöscht den Durst. Ruhe auch du und schöpf neue Kraft. Auf das du im Kommenden Jahr, wieder beginnst zu weben neues Leben.

Luft: Verbreitet hast du den Keim für neues Leben. Wir danken dir für diesen Segen. Geschenkt hast du uns die Kühle Brise. Besänftigt das Feuer. So hast du den Kreislauf stehts erneuert.


Hier und da kehren jene Gestalten ein. Versuchen alte Werte wieder zusammen zu weben.
Auf das sich ihre Botschaft verbreiten wie ein Beben.

Re: Zeit des Dankes

Verfasst: Freitag 13. Oktober 2006, 13:49
von Serendo Radil
Höfe wurden besucht. Felder gesegnet und der Dank an die Mutter in manch Herzen erhellt.
Um Mitgiften wurde gebeten und jene wurden ihnen gewährt.
So zogen sich die Druiden wieder zurück in die Wälder des östlichen Gerimors.
Vorzubereiten galten einige Dinge. Zu verstauen die Mitgiften, welche der Mutter zum Geschenk gemacht würden.
Der Ort der Danksagung wurde gewält.
Kränze aus Herbstblumen, Weizen und Eichenaub, wurden geflochten.+
Weihrauchkerzen, aus Apfelextrakt und Kräutern wurden gegossen.
Ein Altar wurde errichtet. Beswchmückt mit bunten Blättern, Kräutern, Hagebutte, Pinienzapfenund Weinreben.
Kerzen wurden aufgestellt. In allen Himmelsrichtungen gewandt und groß genug eine ganze Nacht lang durchzubrennen.
Nun dauerte es nicht mehr lang. Die Vorbereitungen liefen am laufenden Band, geleitet vom letzten Gesang der Zugvögel und dem Rauchen, des zweischneidigen Flusses Vernementons.
Serendo dagegen zog sich zurück. Ihm wurde eine Besondere Aufgabe zu Teil. Jene Aufgabe das Ritual zu leiten. Die Aufgabe im Namen der Bruderschaft Mutters, vor ihr zu treten und den Dank, die Bitten und , jene Opfergaben, ihrer zu stärken, zu überbringen.
So sollten zwei Tage vergehen. In denen Serendo sein ganzes Vertrauen seienn Brüdern schenkte, welche dafür sorge trugen, dass alles an seinen vorgeschriebenen Platz stünde und gereinigt sei.
Zwei Tage in denen er in sich ging. Nur einen Wasserschlauch führte er mit sich. Keine Speiße würde er in jenen Tagen zu sich nehmen.
Einzig vom Wasser und dem Lied würde er sich nähren.
Und erst zum Ritual würde er seine Brüder wieder sehen. Um sich so voll und ganz auf seine Aufgabe und dem Lied Eluives zu konzentrieren.