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Der verlorene Bruder

Verfasst: Montag 2. Oktober 2006, 01:12
von Erinna Hinrah
Ruhig kniete sie am Pier, zu Atem ganz langsam kommend. Ihr Hals brannte wie Feuer, sie hatte sich oder besser ihre Stimme überanstrengt. Er hatte am Pier gestanden in Bajard und ging auf die Fähre. Schnell folgte sie ihm und sie meinte unter Decke nur

Reden!

Er blickte sie an und meinte

Siehst du, ich habe die Freiheit das nicht zu wollen.

Abgehackt meinte sie

Ich .... auch... das .... zu.... wollen!


Er lächelte nur mit Mitleid im Blick. Zorn überkam sie und sie musste sich zusammen nehmen ihm nicht dafür eine zu scheuern.

Sie schnappte ihn sich als er von Bord ging auf Lameriast.

Du... willst... mein... Bruder... sein? aber.... du... besuchst... mich... nie.... redest... nie... mit... mir.... aber... bedrohst... und knurst... freunde... an.

Er meinte etwas von Freunden und schuettelte den Kopf. Wütend schrie sie ihm förmlich entgegen.

Doch
FREUNDE
MEINE


Was danach kam erinnerte sie sich kaum noch, nur dass sie ihm klipp und klar sagte dass er für sie nicht mehr ihr Bruder war und ihm vor die Stirn geschlagen hatte und ihn dumm betitelt hatte, auch er nannte sie dumm und sie tippte ihm einen Vogel zeigend vor die Stirn, fliessend immer krächziger in der Stimme werdend meinte sie dann

Ich habe es satt dass du immer Leute die mir Gutes tun wollen hasst!

Immer... so

Meinte er. Sie baute sich vor ihm auf und nahm alle letzte Kraft ihrer Stimme zusammen und drohte ihm

Lass Ronya in Ruhe, sonst lernst du mich von der anderen Seite kennen!

Danach brach ihre Stimme gänzlich und sie drehte sich röchelnd hustend von ihm weg.

Ronya hat aus meiner Schwester ein Schosshündchen gemacht, dass werde ich ihr nie verzeihen.

Sie sank immer noch hustend auf die Knie und rang nach Luft, er hockte sich hinter sie und schlug ihr sanft auf den Rücken um den Husten zum abklingen zu bringen. Danach stellte er ihr eine Flasche neben die Knie und ging langsam weg, dabei sagte er

Versteh endlich... mein Zorn richtet sich nicht gegen die anderen Weibchen oder dich. Du bist mir wie eine Schwester, selbst wenn ich dir kein Bruder mehr bin, ist es einzig dein sein, dass mich davon abhält, die Nacht und die Wälder ihr zum Feind zu machen.

Sie hockte weiterhin da und schuettelte nur noch den Kopf. Sie hatte bisher immer geglaubt das sie ein wenig verrückt war, aber Eldir schoss in diesem Moment für sie da dann doch Tatsache ganz klar den Vogel ab. Sie hatte das getan was sie bei der Blutsweihe geschworen hatte

Mein Leben für das der Schwestern


Das hatte sie geschworen damals, würde Eldir Ronya bedrohen würde sie sich ganz klar an ihre Seite stellen, dass war für sie so klar wie Hühnerbrühe. Sie hatte diesmal ganz klar ihre Seite gezeigt auf der sie stand und wenn Eldir damit nicht klarkam konnte sie auch nichts mehr dafür. Sie hatte ihn verloren, denn sie wollte nicht jemandes Schwester sein, der eine Gefährtin bedrohte, denn in den Schwestern der Gefährtinnen sah sie ganz klar immer noch ihre Familie und daran würde nichts mehr sich ändern können

Verfasst: Montag 2. Oktober 2006, 12:52
von Xinthra
Was war nur in ihn gefahren?

Was war aus dem Eldir geworden mit dem Xinthra früher gern lange sprach? Was war aus dem Eldir geworden, der die Schwestern ab und an begleitet hatte, murrend zwar ob Ronyas befehlsträchtigen Ton und dennoch war er geblieben. Der Eldir gestern in Bajard am Tor war es jedenfalls nicht. Ein wütend knurrendes, bogenhaltendes Etwas war er geworden, sein Blick auf Ronya liegend. Xinthra hatte schon von Erinna gehört, dass er die Gefährtinnen wohl schlecht machte, und dies war wohl wieder eins der Beispiele.

Sie schritt auf ihn zu und forderte ihn auf, sein Verhalten zu erklären. Doch statt einer Antwort wich er aus, dies sei eine zu lange Geschichte und er würde sie später vielleicht einmal erzählen. Der alte Eldir hätte erzählt. Dies war nicht mehr der Mann, zu dem Xinthra eine Freundschaft gehalten hatte. Er war ein Fremder geworden, verhielt sich abartig. Xinthra gab ihn nicht ganz verloren. Eine Chance sollte er noch haben. Sie hoffte für ihn, dass er die richtig nutzte.