Das Pferd Muadib
Verfasst: Freitag 29. September 2006, 23:53
Freudig wieherte er, als er die kleine viel zu dünne Person aus dem Wald huschen sah. Er wusste ja, dass die junge Frau, die vom Körperbau eher einer langsam heranreifenden Frau, als noch Mädchen, her wirkte, ihm wieder Äpfel mitgebracht hatte. Auch wusste er das sie ihn wieder sanft striegeln würde und seinen heissen wunden Fesseln mit Gingsengbrei und anderen Kräutern eine Abkühlung verschaffen würde. Kaum noch erinnerte er sich an seinen voherigen Besitzer, der ihn dort angebunden hatte und nie wieder erschienen war. Damals war er lange alleine gewesen, denn auch die junge Frau mit den wundersamen blonden-silbringen Haaren war längere Zeit weg gewesen und als sie wiederkam erkannte Muadib auch den Grund. Sie war krank gewesen, fieberte stark und er selber konnte kaum noch stehen. Trotzdem es der jungen Frau so schlecht gegangen war hatte sie sich um ihn bemüht. Sie hatte sein Seil verlängert, ja eigendlich machte sie ihn jeden Tag einige Stunden los und liess ihn laufen, damit er Bewegung bekam. Jeden Tag kümmerte sie sich um seine Fesseln, die vom langen Stehen stark entzündet waren. Sie hatte sie ihm aufschneiden müssen, um den Eiter unter der Haut entfernen zu können. Zuerst war er beleidigt gewesen, zornig darüber noch mehr Schmerzen zugefügt bekommen, aber er verstand dann doch das es zu seinem Besten war. Ab dem Moment begann er ihr langsam zu vertrauen. Jeden Abend warf sie eine warme Decke aus Fellen über ihn, die ihn vor dem kalten Herbstregen und den Stürmen schuetzte. Sein alter Besitzer liess sich aber nie blicken. Oft schlief die junge Frau an ihn gekuschelt, nur wenn die andere Frau in der dunklen braunen Kleidung da war, dann schlief sie im Zelt, sonst immer an ihn gekuschelt.
Nachdem Wochen vergangen waren, schrieb sie entlich einen Brief, den sie von einem Jungen unter jede Türe eines jeden Hauses auf der Insel durchschieben liess und an jede Mauer und Palisade anschlagen liess ja sogar an das Fischerhäusschen liess sie es anschlagen.
besitzer von muadib
seit wochen schon lässt du dein pferd in grosser qual an meinem zelt stehen. keinen einzigen tag habe ich dich hier erblickt. keinen einzigen tag hast du dich auch nur um ein haar deines pferdes gekümmert. du hast dir eine grosse schande aufgeladen mit solchem verhalten eines tieres gegenüber, dass dir freund war. es hat dich getragen wo immer du hin wolltest und es hat die letzten wochen auf dich gewartet. binnen der nächsten zwei tage erwarte ich das du dich vor mich stellst und um dein pferd bittest. solltest du nicht erscheinen, werde ich um das vertrauen deines tieres kämpfen und ihn an meine seite als treuen freund bringen. es ist alleine schon eine schande das es überhaupt jemand wagt ein solches wertvolles tier, denn jedes tier ist wertvoll, als seinen besitz anzusehen. du hast es einzig mir und eluive zu verdanken, dass muadib noch lebt, denn ich bin es die jeden tag die kranken beine des tieres versorgt, die jeden tag das tier füttert und pflegt und die jeden tag die wilden tiere verjagt, ich tue es gerne, sehr gerne sogar, aber ich sehe mir nicht länger mit an, wie muadib sich zu tode quält an meinem zelt, vor meiner türe, nur weil du zu faul und verantwortungslos bist dich um das tier das dir freund war zu kümmern. wie gesagt du hast zwei tage, ansonsten werde ich mir die freundschaft des tieres erkämpfen !
waldkind
Nachdem Wochen vergangen waren, schrieb sie entlich einen Brief, den sie von einem Jungen unter jede Türe eines jeden Hauses auf der Insel durchschieben liess und an jede Mauer und Palisade anschlagen liess ja sogar an das Fischerhäusschen liess sie es anschlagen.
besitzer von muadib
seit wochen schon lässt du dein pferd in grosser qual an meinem zelt stehen. keinen einzigen tag habe ich dich hier erblickt. keinen einzigen tag hast du dich auch nur um ein haar deines pferdes gekümmert. du hast dir eine grosse schande aufgeladen mit solchem verhalten eines tieres gegenüber, dass dir freund war. es hat dich getragen wo immer du hin wolltest und es hat die letzten wochen auf dich gewartet. binnen der nächsten zwei tage erwarte ich das du dich vor mich stellst und um dein pferd bittest. solltest du nicht erscheinen, werde ich um das vertrauen deines tieres kämpfen und ihn an meine seite als treuen freund bringen. es ist alleine schon eine schande das es überhaupt jemand wagt ein solches wertvolles tier, denn jedes tier ist wertvoll, als seinen besitz anzusehen. du hast es einzig mir und eluive zu verdanken, dass muadib noch lebt, denn ich bin es die jeden tag die kranken beine des tieres versorgt, die jeden tag das tier füttert und pflegt und die jeden tag die wilden tiere verjagt, ich tue es gerne, sehr gerne sogar, aber ich sehe mir nicht länger mit an, wie muadib sich zu tode quält an meinem zelt, vor meiner türe, nur weil du zu faul und verantwortungslos bist dich um das tier das dir freund war zu kümmern. wie gesagt du hast zwei tage, ansonsten werde ich mir die freundschaft des tieres erkämpfen !
waldkind