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Kundgebung des Reiches über Rafael de Arganta
Verfasst: Montag 18. September 2006, 06:46
von Adrian von Hohenfels
Herolde reiten aus, die Kunde überall im Reiche zu verkünden und entsprechende Aushänge anzubringen:
Unter dem Strahlen der gütigen Tugendbringerin Temora
und im Namen des Reiches unter Ador dem Ersten,
sei dem Volke und dem Adel verkündet, durch den Truchsess Adrian von Hohenfels!
Folgend dem Befehl des Familienoberhauptes der Grafschaft de Arganta sei verkündet, dass Rafael de Arganta fortan alle Titel und Posten des Reiches entzogen seien. Ritter de Arganta, welcher sich fortan Rafael Arganta nennen möge, fiel vor den Augen seines Vaters in Unehre und ist somit aus der Familie verstossen, bis dar er sich vor seines Vaters Augen in seiner Ehrhaftigkeit bewies.
So habe er sich, auf Order seines Vaters, fortan als Knecht eines Bauern seiner Wahl zu verdingen, bis sein Vater ihn hieraus durch Wort und Wille erlöst. So möge sein zukünftiger Weg entsprechend dieser Weisungen voranschreiten. Es sei weiterhin bekannt gegeben, dass ich ihn vor meinen Augen zu empfangen bereit bin, seinen ritterlichen Treueeid erneut zu empfangen, so er die Ehre vor seines Vaters Augen wiederherzustellen vermochte.
So möge das Volk erkennen Weisung und Stand des Rafael Arganta.
rechtmässig ernannter Truchsess des Reiches unter Ador dem Ersten
Oberhaupt der Grafschaft von Hohenfels
Verfasst: Montag 18. September 2006, 08:42
von Felicitas de Arganta
*Eine ganze Weile stand die Baronin vor dem Schreiben. Las es durch wie es schien. Ein wenig langsam für eine gebildete Frau wie sie. Ihre Miene dabei war völlig gefühlslos, fast schon eisig. Im Inneren wusste sie, die Leute würden es irgendwann erfahren müssen und besser so als anders.
Wie würde Rafael darauf reagieren?...Es half nichts. Mit der selben kalten Miene ging sie weiter, auch wenn sie das Bedrüfniss gehabt hatte das Pergament zu nehmen und in winzige Stückchen zu zerreißen.*
Verfasst: Montag 18. September 2006, 12:31
von Cathal Llastobhar
Wahrscheinlich wurde sein Verhalten langsam auffällig, denn der junge Bursche mit dem Bauchladen voller frischem Obst unterbrach seine Rufe um ihm ab und an gemischt verwirrte und amüsierte Blicke zuzuwerfen, während hinter seinem Rücken, am Marktstand des Kräuterweibleins, zwei Mägde kichernd und aufgeregt zu tuscheln begannen, doch konnte er den Blick nicht von dem Schreiben lösen und überflog es ein weiteres Mal, beinahe hoffend, dass sich die entsetzliche Nachricht plötzlich vor seinen Augen verändern würde.
Warum nur...? Wieso solch harte Beschlüsse?
Im Moment brauchte Varuna jeden Ritter, den es je zu Verfügung gehabt hatte! Irgendwo schienen sich laut Berichten und geheimen Boten einmal wieder die Rahaler zu sammeln um ein Ziel dem Erdboden gleich zu machen, ständig ereilten ihn dank Leith neue Schreckensmeldungen aus Bajard, plötzlich erwachten intrigante Sticheleien im Adel und rissen stark an einem nie ganz festen Zusammenhalt und dank Una und Feoras lebte er nun auch mit dem beängstigenden Wissen, dass die Arkorither vermutlich des Öfteren weiterhin in frecher Verkleidung durch die Straßen Varunas spazierten und sich ihre Opfer gezielt herauspickten.
Jetzt, genau jetzt brauchte die Stadt, der Graf, jeder gute Bürger die gesammelte Ritterschaft... und diese litt an einem grässlichen Schwund. Viele der Mannen, welche er gedanklich Brüder und Freunde nannte, hatten sich in anderen Problemen verfangen und kämpften ihren eigenen Kampf - tapfer und ohne Selbstaufgabe. Es blieb nun nur zu hoffen, dass sie diese Schlachten gewinnen konnten und alsbald zurückkehren würden.
Rafael... sein Lehrer, Leitfigur, Freund... wurde gerade jetzt gebraucht!
Die Verzweiflung in ihm tobte und er zwang sich an das vertrauliche Gespräch zu denken, welches sie doch erst vor kurzem geführt hatten.
Ja, auch er redete beinahe streng mit Rafael und erklärte er könne nicht alles hierbei gutheißen, gerade wenn er innerlich bedachte, dass der Ritter ihm einst auftrug Angelina zu behüten und schützen, ihr ein Freund zu sein, so verdrehte sich dieses Bild unschön schief in Cathals Augen und schmerzte den jungen Mann, welcher gerade selbst verstand was es hieß zu lieben und aber der Liebe die Treue zu halten. Er konnte sich nicht vorstellen das, was er in Ariana gefunden hatte je wieder freiwillig herzugeben.
Dennoch... Rafael war sein Freund, war ein dem Reich treu dienender Mensch und somit konnte er, Cathal, diesem mit gutem Gewissen antworten, dass sich das Band der beiden nicht gelöst hatte auch wenn er ihn nicht in seiner Entscheidung bejubeln konnte.
Kurz stach es etwas unschön in seiner Brust, als ihm bewusst wurde, dass der Ritter diese Aussage wohl irgendwie der Baronin kundgetan haben musste, denn da waren dieser etwas hämische Sätze, welche ihm fast flüsternd angetragen wurde...
"Ach, die Theatereinweihung ist da, Ihr habt Recht... woher wisst Ihr davon? Ahja, verstehe... das ist doch nett vom Herrn Richter, wenn man bedenkt dass ansonsten wohl alle Ritter und hohen Leute eine schriftliche Einladung der Baronin erhielten - außer Euch. Verzeiht diese indiskrete Frage aber habt Ihr Differenzen mit ihr zu klären?"
Er hatte nicht geantwortet, dem Sprecher nur einen kühlen Blick geschenkt und belustigt geschnaubt um die Vermutung ins Lächerliche zu ziehen. Sie hatten keine offenen Differenzen, nein... doch wie dachte sie wohl nun über ihn, da Rafael ihr vermutlich die Sicht des jungen Ritters mitgeteilt hatte?
Je länger er darüber grübelte, desto sicherer war er sich plötzlich, dass es die Höflichkeit und stets aufrichtige Warmherzigkeit Antarian de Dynals gewesen war, welche sein Erscheinen zur Vorführung gerechtfertigt hätte - sie hingegen wollte ihn scheinbar eher nicht sehen und diesen Wunsch respektierte er still. So verbrachte er den Abend in Ruhe mit Mairin, welche genauso wie Ariana, das kleine Kunststück vollbrachte ihm Sonne auch im Angesicht der ersten Abendschatten zu schenken. Nur wenige, doch treuherzige Menschen, wahre Freunde taten dies stets für ihn. Menschen wie...
Rafael!
Mit einem Ruck drehte er sich vom Aushang ab und eilte raschen Schrittes mit zusammengepressten Lippen und grimmig entschlossener Miene über den Marktplatz. Er war stets für ihn da gewesen und nun benötigte er Freunde, die ihn stützten und ihm beistanden in diesem dunklen Abschnitt. Noch war nicht alles verloren, wenn man die weise gewählten Worte des Grafen in Betracht zog und Cathal hatte nicht vor diesen Hoffnungsschimmer aus den Augen zu lassen. Seine Schritte beschleunigten sich... er musste Rafael finden!
Verfasst: Montag 18. September 2006, 14:06
von Cyrion Sha´Ar
Von da wo er war, konnte er gut alle Leute beobachten, die auf den Wegen einhergingen. Ruhig und entspannt lehnte er an dem Häusereck, zwischen den Fingern eine Münze balancierend und sie von Finger zu Finger schnippend. Das goldgelbe Funkeln spiegelte sich in den Augen seines Raben wieder, welcher auf seiner Schulter ruhte und fasziniert das Goldstück beäugte.
Er suchte nach bekannten Gesichtern, Darna, Cathal... Rafael selbst, wenn möglich. Er wollte mit ihm sprechen, ihn zu diesem Zwischenfall, 'die Sicherheit Varunas betreffend' befragen. Vielleicht konnte er helfen... wenn nicht grade sein Freund Khaz involviert war. Rahal... Bajard... beide Städte konnte er vom Turm aus im Auge behalten, konnte vielleicht sogar bei Nacht eine lose Feuerkette von Fakeln von seinem erhöhtem Standort ausmachen, wenn sich dort eine kleine Armee in Marsch setzte. Die breite offene Schneise, die sie in den Wald gesetzt hatten, war längst noch nicht zugewachsen - es war noch relativ leicht, sie zu durchqueren. Leicher als der Wald. Und weitaus leichter vom Turm aus zu sehen. Auch konnte er selbst losreiten und auskundschaften... Was auch immer er fand, ein kleines Feuer auf seinem Turm und Varuna konnte es sicher sehen... ob Rauch bei Tag oder Feuer bei Nacht.
Diese und ähnliche Gedanken gingen ihm durch den Kopf, als er die Leute beobachtete. Gedanken eines Kriegers, wie man eine Gefahr abwenden konnte. Doch lösten sich seine Gedanken in Wohlgefallen auf, als er Cathal ausmachte, wie dieser Steif wie ein Stock vor dem Nachrichtenbrett stand. Leute um ihn herum schienen amüsiert über sein Verhalten, tuschelten und deuteten verstohlen mit kleiner Geste zu ihm hin. Eine pechschwarze schlanke Augenbraue wanderte hoch und deutlich konnte man die Narbe ausmachen, die diese teilte und unter dem Auge ein kurzes Stück weiterging. Was konnte des Ritters Aufmerksamkeit dermassen einfangen, das er das Verhalten der einfachen Leute nicht massregelte, ja noch bemerkte?
Cyrions schlanke Gestalt stiess sich von der Wand ab und bewegte sich in gemessenen Schritten, geschmeidig wie ein Raubtier, zum Nachrichtenbrett hin. Der Rabe auf seiner Schulter fing wie üblich die Aufmerksamkeit der Leute ein, aber er störte sich nicht daran, ebenso wenig wie Cyrion selbst. Noch bevor er auch nur in die Nähe des Nachrichtenbrettes und Cathals kam, wandte sich dieser mit einem Ruck ab und bewegte sich energisch davon, Dringlichkeit in seinen Bewegungen und deutliche Anzeichen von sich gebend, das irgendetwas ihm erheblich missfiel. Die schwache Neugier, die Cyrion bisher empfunden hatte, wurde von einem Hauch Sorge durchzogen, so dass er Cathal ein paar Momente hinterher sah und schliesslich ans Brett herantrat. Sein kundiger Blick fand schon bald den Schrieb, Rafael betreffend. Nach nur wenigen Zeilen verdüsterte sich sein Blick und die Lippen verzogen sich grimmig zu einer dünnen farblosen Linie. "Was für ein egoistischer Trottel..." Kopfschüttelnd wandte er sich ab und ging im schnellen Schritt davon. Der Rabe hob protestierend die Flügel, ob seiner Geschwindigkeit und hob schliesslich ab. Wie können sie nur so dumm sein?! Rafael ist ein verdammt guter Ritter und in Zeiten wie diesen braucht Adrian einen jeden Gefolgsmann, den er hat. Wie konnten sie Rafael seines Standes entheben?! Wieder liess Cyrion sich dazu verleiten, leise zu fluchen.
Und das auch noch Offiziell... Wie dumm konnte man nur sein, sich offen eine Blösse zu geben? Offen eine Schwächung der eigenen Reihen darzulegen? Er musste mit Rafael reden und auch mit Adrian. Wer immer für dieses Schreiben verantwortlich war, hatte bar jeden Verstandes gehandelt. Rafaels Vater... Ein Mann, der hoch im Ansehen war. Was war dies für ein Mann, der den Stolz über die Sicherheit stellte? Er war doch sicher so hoch von Stand, das er um die aktuelle Situation bezüglich Varunas Sicherheit wusste? Cyrion konnte erahnen, warum Rafael als 'Ehrlos' hingestellt wurde. Eine Nichtigkeit sicherlich, verglichen mit der Bedrohung, von der die Rede gewesen war.
Mit fliessender Bewegung lösste Cyrion die Zügel seines Pferdes, sass auf und gallopierte schon bald darauf durch die Strassen Varunas. Er würde sehen, was er tun konnte, um den angerichteten Schaden zu begrenzen... Er würde sehen, ob er jemanden mit Verstand in dieser Stadt vorfinden würde.
Verfasst: Dienstag 19. September 2006, 16:42
von Zator A´kinar
Verwundert nahm Zator die Rufe der Herolde wahr. Rafael de Arganta sollte unehrenhaft gehandelt haben?! Nur schwer konnte sich Zator dies vorstellen, denn obwohl er Rafael erst einmal persönlich getroffen hatte, so schien er doch durch und durch ehrbar und ein treuer Diener der Allmächtigen zu sein. Der Adel mochte Rafael verstoßen haben, doch was war schon der Adel, die alleinige Richterin über einen jeden Menschen würde ihr eigenes Urteil fällen. Mit diesen Worten und einem kurzen, leisen Gebet für den in Ungnade gefallenen widmete sich Zator wieder seiner Arbeit, in der stillen Hoffnung, alles würde sich wieder in gerade Bahnen bewegen, so die dunklen Schwaden verzogen sind.
Verfasst: Mittwoch 20. September 2006, 11:42
von Quarius Lore
Es war schon ein erstaunliches Ansinnen, als er von der einzigen Taverne aus mitansah wie ein Dorf zu einer waehrenden Versammlung zusammenzog um nur 'ein' Schreiben zu lesen...
Nachdenklich mochte Quarius sich von weitem der Menschenschar beaeugen, welche wie ein Schwarm Ameisen um einen einzigen Schrieb sammelten, einige schienen entsetzt, andere wiederum grinsten schaelmisch, scheinbar war etwas passiert, was seine Aufmerksamkeit errungen hatte.
So schritt er naeher an den Schrieb und sah auch jenen Herold, der des Grafen Schriebe schon oft ausgeritten hatte. Ihre Blicke fanden sich und etwas schien der Herold aufzuzeigen...
[url]http://www.alathair.de/forum/viewtopic.php?p=76338#76338[/url]
Bei seines blickes, merkte er nicht einmal, dass er jedoch schon so nah an den Schrieb ankam um ihn endlich zu lesen zu koennen und da viel ihm schon mehr auf als er sich zu wuenschen glaubte...
Mit schnellen Schritten wendete er wieder um, erreichte die Taverne an der er noch seine Rechnung beglich, packte seine 7 Sachen zusammen und ritt sogleich los....
Ein gefallener Bruder ist sicherlich immernoch ein Bruder...er wuerde am Tag der Sonne endlich wieder in der Heimat sein...
Verfasst: Mittwoch 20. September 2006, 12:52
von Ronya Sotan
Schmunzelnd las Ronya einen der Aushänge.
" Nett ,jetzt reiben sie ihre Armee schon selber auf " Murmelte sie.
" So habe er sich, auf Order seines Vaters, fortan als Knecht eines Bauern seiner Wahl zu verdingen . . . " Las sie laut vor und grinste.
*Sie griff in die Tasche und schrieb eine Nachricht ,die sie anschliessend nochmal und nochmal schrieb.
Hiermit bieten wir Euch Herrn Rafael Arganta eine Stelle als Stallbursche auf der schönen Insel Lameriast im Lager der Gefährtinnen des Waldes an.
*unterzeichnet*
Sie lies die abschriften von einem noch in anderen Teilen der grafschaft verteilen und ritt lachend davon.
" So schnell kann man tief fallen " Murmelte sie noch.
Verfasst: Mittwoch 20. September 2006, 13:08
von Thrillom Samuas
Er konnte sich das Lachen kaum verkneifen als er den Aushang hinter dem ihm mürrisch musternden Gardisten las. Doch andrerseits konnte er es auch nicht Glauben.
Rafeal der Mann der als einizger Tag für Tag das Schild des Truchsess poliert und es von dem Staub des Volkes befreit. Man konnte es kaum Glauben, der einzige Mann den er in Varuna wohl noch zu Schätzen und zu Fürchten hatte, wurde unter einen Bauern gestellt.
Besser konnte es für die Unterwanderung Varunas nicht gehen, so eilte er nach einem Freundlichen lächeln zu dem Gardisten zu seinen Verbündeten die Frohe Kund ausrufend
Verfasst: Mittwoch 20. September 2006, 17:11
von Thelor von Reensdorf
*Langsam trat Thelor an die Nachricht ans Brette, während ihm wie so vielen anderen die Nachricht der Gefährtinnen ebenfalls in die Hand gedrückt wurde.
Nun lauschte er dem Herold, der ihm jedoch nichts Unbekanntes berichtete, nur das was er schon seit einigen Tagen von sich zu geben pflegte.
Nun wandte sich sein Blick auf den Zettel der Gefährtinnen..
Rot stieg die Wut in sein Gesicht, hier verlangten sie etwas, das nicht nur seinen Anführer der Allianz, nein einen Freund beleidigte und mit diesem Freund auch ihn.
Nun wandte er sich den Gemächern in der Feste zu während er an seinem Schreibtisch eiligst einen Brief verfasste.*
Sehr geehrte Miss Ronya
Euch als Bewohnern Lameriast, welches außerhalb des Reiches liegt, unterliegt es in keinster Weise, die Glaubwürdigkeit und Ehre des Herren Arganta in Frage zu stellen.
Sir Argante wurde vorm Reich seiner Ämter enthoben, jedoch habt Ihr ihn, als Außenstehende des Reiches,Ihn in keinster Weise unter euch zu sehen!
Rafael Arganta besitzt mehr Ehre und hat Ehrhaftehre Taten vollbracht, als Ihr es je tun werdet.
Hochachtungsvoll
*unterzeichnet*
Thelor Dravan
*Nachdem er diesen Brief verfast hatte , sendete er ihn per Boten zur Behausung der Gefährtinnen, wo er jenen Brief abgab*
Verfasst: Mittwoch 20. September 2006, 18:49
von Felicitas de Arganta
*ohne sich viel Anmerken lassen zu wollen riss Feli einen der Zettel ab, den man unter den Aushang gepinnt hatte und ging damit einfach davon.
In einem Moment wo sie sich unbeobachtet glaubte, zerriss sie den Zettel um ihrer Wut irgendwie kompensation zu verschaffen.
"Niemals wird mein Ritter zu so einer Ansammlung von wildstämmigen Frauen gehen, die in Varuna herrum laufen als wollen sie ganz andere Dinge in der Stadt!" murrte sie leise und ging weiter ihrer Wege.
Verfasst: Mittwoch 20. September 2006, 19:06
von Caillean Hinrah
trotz des trubel hoerte man auch beim Clan davon und Caillean ergriff es.
Sie selber hatte durch eine harte Schule gehen muessen, wenngleich mit ihrer Mutter, die sie ebenfalls enteignete, nachdem ihr liebster Papa gestorben war.
"mutter ich werde heiraten"
Dass er hart arbeitet und ihr jeden wunsch erfuellte war Desdemona Sorciel voellig gleichgueltig. Er war Miner und wuehlte im Dreck, ihrer Ansicht nach. Eine Sorciel wird sich sowas niederem nicht hingeben!
Liander? Mein lieber Liander? nicht gut genug in ihren augen?!
voller zwist und hader war Caillean in den wald gerannt....
Die junge Frau, die damals Liander heiraten wollte existierte nur noch in einer schleierhaften Erinnerung.
Jetzt war sie Caillean Hinrah, und sie hatte ihre Mutter seitdem nicht mehr wieder gesehen.
Nachdenklich ging sie zum Tisch. Hatte Falk Rafael eingeladen?
Eilig schrieb sie einen Brief.
Lieber Rafael,
ich schreibe dir persoenlich, um dich fuer den kommenden Samstag einzuladen zur dankesfeier, einweihung von unserem neuen Heim und der offiziellen Vorstellung von meinem Kind, als Falks Erben vor den fuehrenden Persoenlichkeiten, Ulfarr Hinrah.
Ich wuerde mich immens freuen, wenn du kommen koenntest, ich hoerte von dir und deinem Vater, und ich kann ein wenig verstehen wie du dich fuehlen musst, Meine Mutter verstiess mich als ich knapp 18 war, seitdem habe ich nicht mehr von ihr gehoert Wenn du nicht willens bist zu kommen wenn diese schillernde Gesellschaft bei uns eintrifft. Dann bitte ich dich ein andermal unser Gast zu sein.
mit ergebenem gruss
Deine Freundin
Caillean
Verfasst: Mittwoch 20. September 2006, 21:22
von Dalana D´Ron
Sie hatte sich bereit erklaert fuer das Kloster einige Besorgungen zu taetigen, nicht auch zu letzt deswegen weil sie in der Abgeschiedenheit so gut wie keine Nachrichten erhielt, was außerhalb der Mauern vor sich ging. Die Robe tief ins Gesicht gezogen und die weizenblonden Haare festgesteckt, eilte sie im Laufschritt zu den einzelnen Haendlern durch Varuna. Erst interessierte sie sich gar nicht fuer die Menschenmenge welche sich um den Aushang scharrte, jedoch als immer wieder unglaeubig der Name Rafael zu hoeren war, ging sie langsam nach vorne.
Viele bekannte Gesichter huschten an ihr vorbei und sie war froh in der schuetzenden Huelle der Robe verborgen zu bleiben. Dalana draengte sich an den Menschen vorbei, was ihr von vielen Seiten ein muerrischen Brummen entgegenbrachte. Eiligst folg ihr Blick ueber die Zeilen. Sie wusste nicht was sie davon halten sollte. Aber sie kam nicht ohnehin ein selbstgefaelliges Schmunzeln auf ihren Lippen erscheinen zu lassen.
Als die Schuetzin sich wieder von der Menge und von der Stadt entfernt hatte, dachte sie darueber nach. Jedoch je laenger sie nachdachte umso mehr viel ihr auf das sie kein bisschen Mitleid mit Rafael hatte. Er hatte sich das alles selbst zu zuschreiben. Ihre Wut und ihre Enttaeuschung ueber alles ist nach der langen Zeit im Kloster von ihr gewichen und doch konnte sie Rafael nicht verzeihen. Selbst nachdem er ihr einen Brief geschrieben hat, welcher auf einigen umstaendlichen Wegen zu ihr gelangt war.
Das Gefuehl des Verrates war noch tief in ihr Verwurzelt, man konnte sogar sagen sie fuehlte sich von ihm missbraucht. Nur weil diese Baronin nicht da war und Lina scheinbar keine Zeit hatte, war sie eben das naechst beste weibliche Wesen gewesen, dass ihm ja ein wenig Spass bereiten konnte. Der Griff ihrer Hand schloss sich staerker um den Henkel des Korbes.“ Ja, Rafael endlich spuerst du viele Dinge selbst einmal. Ich hoffe du erstinkst einmal an deine Begierde zu dieser Baronin“ Als wuerde sie einen Fluch aussprechen stieß sie die Worte vor sich her.
Verfasst: Donnerstag 21. September 2006, 09:59
von Rafael de Arganta
Etwas fassungslos stand er vor dem Anschlag und vor allem das was Ronja darunter geschrieben hatte.
Nur einen Moment lang schüttelt er den Kopf.
Das kam natürlich überhaupt nicht in Frage. Er lächelte schmal als er daran dachte was Felicitas dazu sagen würde.
Er würde schon noch einen Hof finden.
Er seufzte und ging gen Marktplatz, ließ sich einen Moment lang auf die Bank sinken, das Gesicht der Sonne zugewandt.
Welch Schicksal, welch verdrehte Welt.
Konnte der Sturm noch schlimmer werden?
Er konnte.
Wenn er an das Gespräch mit Tari dachte wurde ihm fast übel.
Sein Magen drehte sich herum.
Wenn er daran dachte das der Junge die Anschläge längst gesehen haben könnte... noch mehr.
Er wusste noch immer nicht genau wie er es ihm erklären sollte.
Wusste nicht was er sagen sollte, denn Angelina hatte recht.
Wie konnte der Junge ihm vertrauen? Wie weiter zu ihm halten, wo er doch seiner Mutter so weh tat.
Er hatte Angelina versprochen das er nicht aufhören würde für Tari da zu sein, und das wollte er halten, so der Junge es noch wollte.
Er hatte versprochen für dessen Zukunft zu sorgen, und sie nicht mit hin zu Felicitas zu nehmen.
Er hatte mit Cathal gesprochen, einen Platz für Tari dort gefunden als Page. Damit er erst einmal begann zu lernen.
Angelina war angetan gewesen von dem Gedanken, als er ihn ihr offenbarte. Jetzt hieß es nur zu warten was Tari dazu sagen würde.
Er würde den Jungen jedenfalls nicht ohne dessen Einverständnis dahin bringen.
Aber es würde ihm sicher Spaß machen. Er würde einem Ritter dienen.
Rafael war sich eher sicher das sein... Sohn nichts mehr von ihm wissen wollte. Das er ihn verachten würde, und alles in ihm schrie vor Schmerz deswegen.
Wie sollte Tari auch verstehen.
Verstehen das er niemals ihm oder Angelina hatte weh tun wollen.
Es war einfach so geschehen.
Und Tari jetzt ... er musste endlich die Wahrheit erfahren, auch wenn er ihn dann hassen würde.
Und das war mit das Letzte was er gut ertragen konnte.