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Eine gute Lethra?

Verfasst: Donnerstag 14. April 2005, 20:42
von Ari´derya
Ari’derya stapft langsam über den schlammigen Weg, der sie aus Rahal herausgeführt hat. Die Hände in den Taschen vergraben und den Blick auf den Boden gerichtet, stolpert sie dahin, ohne ihrer Umgebung nur einen Blick zu widmen. Sie scheint weder den sintflutartigen Regen zu bemerken, der schon seit Stunden auf das Land herabprasselt und ihre Kleidung völlig durchnässt hat, noch den scharfen, böigen Wind, der ihr entgegen pfeift. Sie hört weder das Knarren der alten Bäume, die sich im Wind biegen, noch das bedrohliche Grollen des Donners. Einige Zeit wandert sie so dahin, ohne einmal innezuhalten oder aufzublicken.
Erst, als sie die Kuppe eines kleinen, kaum mit Pflanzen bewachsenen Hügels erreicht hat, bleibt sie stehen. Ein leises, gequältes Stöhnen entfährt ihren Lippen , als sich auf den schlammigen Boden kniet. Ari’derya breitet ihre Arme aus und wendet den Blick zum Himmel. Leise und mit stockender Stimme beginnt sie zu sprechen: „Vater... Verzeih mir! Ich habe dich enttäuscht... ich habe zugelassen, das mein Zorn die Kontrolle über mein Handeln übernimmt.“ Tränen rinnen aus ihren Augen und vermischen sich mit dem kalten Regen, der immer noch vom Himmel fällt. „Und ich habe Kyr’laex in Gefahr gebracht...Nur meinetwegen wurde er niedergeschlagen! Nur meinetwegen ist das alles passiert... Ich bin es nicht wert, seine Lethra zu sein. Eine gute Lethra hätte ihm gehorcht, und nicht zugelassen, das ihr Starrkopf und ihre Wut über ihr Handeln bestimmen!“ Der starke Wind hat sich zu einem ausgewachsenen Sturm verstärkt, Blitze zucken über den Himmel. Doch Ari’derya verharrt immer noch regungslos. „Vater, ich bitte dich... leite mich! Ich weiß nicht was ich tun soll! Ich möchte dir und Kyr’laex Ehre bereiten und eine nützliche Lethra sein.. aber es ist so schwer! Wieso nur hat er von mir verlangt, meine Waffe abzulegen? Ich, eine Tochter Alatars, sollte mich widerstandslos von diesen MENSCHENFRAUEN niederschlagen lassen! Nur, weil ich es gewagt habe, ihnen keinen Respekt entgegen zu bringen...“ Ari’derya knurrt laut. „Und wieso hat er mich nicht verteidigt? Er sollte sein Eigentum schützen... doch das hat er nicht getan! Er hat nichts getan um mich zu schützen!“ Bei diesen Worten erhebt sich Ari’derya von ihren Knien. Ihre Tränen sind versiegt und in ihre Augen ist das Feuer zurückgekehrt. Lange Zeit steht sie einfach nur da, blickt in den Himmel und horcht in sich hinein. Endlich scheint sie zu einem Entschluss gekommen zu sein... nickt....wendet sich um und macht sich wieder auf den Weg zurück nach Rahal. „Ich werde mich bei ihm entschuldigen und ihm zeigen, dass auch ich eine gute Lethra sein kann..vorerst.“

Verfasst: Freitag 15. April 2005, 01:59
von Mory'tael
Die Lethra welche Mory’tael bisher traf hatten alle ihre Vorzüge und verborgenen Talent, doch schien Kyr nicht zu wissen was für ein Geschenk sein Eigentum war, als er sie gerade zu bestrafen versuchte. Eine Lethra ist mehr als diese kümmerlichen Menschenfrauen und um vieles gefährlicher. Doch Kyr seine Gedanken waren die eines Lethrixor und nur all zu gern übersah er welche Möglichkeiten sich ihm auftaten. Mory’tael stand es nicht zu Kyr, während er sein Eigentum bestrafte zu sagen was er mit ihr zu tun oder zu lassen hatte und doch musste er dem Lethrixor diesen Rat erteilen. Er solle wenn er sie bestrafe nicht für sichtbare Schäden sorgen, um sie nicht für Morys Pläne unbrauchbar zu machen. Jeder der anwesenden wusste nur zu gut welches Feuer im herzen dieser Lethra brannte, doch wusste auch jeder das sie noch nicht fähig war ihren Zorn restlos zu unterdrücken um den Schein des guten Volkes der Letharen aufrecht zu halten. Es galt nun Kyr davon zu überzeugen das er mit der Bestrafung und der Beschädigung seiner Lethra die Pläne welche Mory mit ihr hatte einen entscheidenden Schaden zufügen würde.

Es schien einfacher als erwartet die Erlaubnis zu erhalten sie in der Kunst der Lüge zu unterweisen und so übergab Kyr sein Eigentum für diesen Tag dem jungen Lethyr. Nun musste Ari`deria die mächtigste Kampftechnik der Letharen erlernen, das Gift der Lüge als Waffe, ihr harmloses und schönes Aussehen als Schild. Geschickt begann sie unter den Augen und der Anweisungen der Lethyren, Jaryan’dolor und Mory’tael mit ihrem zuckersüßen Lächeln einige der Menschen in ihren Bann zu ziehen. Sie öffnete mit Leichtigkeit die Ohren der Menschen für das Gift der Lüge welches Mory und Jary versprühten um neue Krieger für das Reich Alatars zu gewinnen. Sie hatte die Gabe die Männer des Menschenreiches zu verwirren und in ihnen den Beschützerinstinkt zu wecken, welcher immer mehr Mannen auf die Seite des einen locken würde. Kyr sollte erfahren das seine Lethra mit ein wenig Schulung dem Reich der Menschen ein Dorn im Auge sein könnte, welcher mit dem Schwert wie auch mit dem Gift der Lüge gleichermaßen gefährlich zu sein vermochte. Er sollte erfahren das Alatar ihm mit seinem Eigentum eine mächtige Waffe in den schoss legte welche er wie sein Lieblingsschwert zu hegen und zu pflegen hatte. Doch sollte auch eine jeder Letharf nicht vergessen das jene die ihre Kinder gebären, auch wenn sie nur Lethra seien, sie doch soviel mehr sind als das restliche Getier welches ein Letharf täglich anlächelt.