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Eine Steintafel wird am Rathaus abgegeben
Verfasst: Montag 1. Juni 2026, 00:07
von Grim Goldspalter
An dar Stadt Adoran, dar Schreiber und dar Verwalter
Cirmias Mahal dar,
Bei dos Unternehmung in Varuna wurde in einer Verschlusskiste kalurischer Machart ein Schuldschein gefunden. Dar Schein nennt einen Burschen aus dos Hause Hohenfels und bezeugt eine Schuld gegen dar Kaluren.
Dos Hauptschuld beträgt
100.000 Münzen. Da dos Schein mindestens siebzehn Jahre alt ist, steht mit kalurischem Stein-Zins nun mindestens
315.000 Münzen aus, ohne weitere Gebühren für Kistenwacht, Lagerung und Schreibkram.
Dos Stadt Adoran wird ersucht, in dos Registern, Listen und Erinnerungen nachzusehen, ob ein Hohenfels bekannt ist, dort lebt, Besitz hält oder sonst wie aufzufinden ist.
Sollte so ein Hohenfels gefunden werden, wird dar Bursche oder Zopf, dar Nachkomme oder wer immer dos Schuld an dar Bart hängen hat, zur Klärung in dos Berg vorgeladen.
Dos ist nor eine Bitte, dos ist eine ordentliche kalurische Forderung.
Kaluren vergessen keine Schulden.
Gezeichnet,

Verfasst: Montag 1. Juni 2026, 00:22
von Cecilia Zola
Das Schreiben wurde entgegen genommen und mit einer weiteren Notiz auf den Schreibtisch der Vogtin abgelegt.
Das Schreiben wurde von seiner Eminenz von Salberg vorgelesen, da hieß es nur Schuldschein. Es wurde nichts von einer Schuld gegenüber der Kaluren gesagt. Dies scheint ein Rückschluss der anwesenden Kaluren durch die Truhenherkunft zu sein, wenn ich es richtig verstand.
Das Pergament zerfiel anschließend zu Staub.
Soll ich den Hochedlen von Hohenfels dafür einladen zur Klärung?
Soll ich den Kaluren antworten, dass wir dies besprechen?
Cecilia
Verfasst: Montag 1. Juni 2026, 20:39
von Cecilia Zola
Nach Absprache mit der Vogtin wurde die Steintafel inklusive der Notiz in die Amtsstube der Gräfin von Meerswacht gebracht und alles weitere in ihre Hände gelegt.
Re: Eine Steintafel wird am Rathaus abgegeben
Verfasst: Montag 1. Juni 2026, 23:27
von Nyome von Meerswacht
Ein Bote überbringt das Schreiben an Grim Goldspalter, eine Abschrift des Schriftverkehrs ergeht an, das Rathaus von Adoran, den Rat der Kaluren und ebenso an Aaryon von Hohenfels.
Meerswacht – Anwesen von Meerswacht, Adoran
01. Schwalbenkunft 269
Dem Reiche Alumenas
und seiner Majestät Ador I. zur Ehr.
Werter Herr Grim Goldspalter,
Euer Schreiben ist empfangen worden, und die darin kundgetragene Auffindung des besagten Schuldscheins in einer kalurischen Verschlusskiste wurde mit besonderer Aufmerksamkeit zur Kenntnis genommen.
Es ist wohlbekannt, dass die Kunstfertigkeit der Kaluren seit jeher hoch geschätzt wird, insbesondere wenn es um die sichere Verwahrung empfindlicher oder bedeutender Schriftstücke geht. Das für ein solches Gut auf eine derartige Verwahrung zurückgegriffen wurde, ist daher nicht ungewöhnlich und spricht vielmehr für die Sorgfalt der damaligen Verwahrer.
Die Bank zu Varuna wie auch die heutigen Bankhäuser des Herzogtums stehen entweder unter königlicher Aufsicht oder befinden sich im Besitz wohlhabender Investoren des Königreichs. Sollte sich der genannte Schuldschein innerhalb eines solchen Bestandes befunden haben, ist zunächst davon auszugehen, dass derselbe dem Eigentum der jeweiligen Bank zuzurechnen war.
Ob es sich hierbei um eine offene Forderung oder eine hinterlegte Einlage handelt, lässt sich ohne Vorlage der zugehörigen Urkunden nicht zweifelsfrei bestimmen. Ebenso bleibt ohne entsprechende Register oder beglaubigte Aufzeichnungen die Frage nach Schuldner und Gläubiger ungeklärt.
Nach allgemein geltender Handels- und Rechtspraxis bedarf die Geltendmachung einer Forderung eines klaren, nachprüfbaren und beglaubigten Nachweises der Anspruchsgrundlage. Ohne einen solchen Nachweis ist weder eine Einziehung noch eine Auszahlung zu veranlassen.
Ich bedauere daher Euch mitteilen zu müssen, dass bis zum Erhalt entsprechender Dokumente oder gesicherter Registereinträge von einer weiteren Verfolgung der Angelegenheit Abstand genommen wird.
Mit vorzüglicher Hochachtung verbleibe ich,

Gräfin von Meerswacht