Ein Brief für das Rathaus
Verfasst: Mittwoch 20. Mai 2026, 13:36
Der Schreiber saß mit gebeugter Haltung hinter seinem schweren Eichenschreibtisch in der Bank von Adoran und musterte die Frau eine geraume Weile, während ihre Worte an sein Ohr drangen. Das matte Licht der Öllampen spiegelte sich auf den Tintenfässern und ließ die Schatten über das Pergament tanzen.
„Ich habe nur selten Gelegenheit, die Feder zu führen, und mein Schriftbild ist von eher bescheidener Güte“, sprach sie mit ruhiger Stimme. „Doch benötige ich einen Termin im Rathaus, auf dass mir ein Bürgerbrief ausgestellt werde, sowie ein Erlaubnisschreiben, um eine kleine Parzelle vor den Mauern der Stadt bewirtschaften zu dürfen.“
Der Mann nickte bedächtig. Mit geübter Hand tauchte er den Federkiel in das dunkle Tintenfass, strich die überschüssige Tinte langsam am Rand ab und ließ die Spitze schließlich kratzend über das raue Pergament gleiten.
„Ich habe nur selten Gelegenheit, die Feder zu führen, und mein Schriftbild ist von eher bescheidener Güte“, sprach sie mit ruhiger Stimme. „Doch benötige ich einen Termin im Rathaus, auf dass mir ein Bürgerbrief ausgestellt werde, sowie ein Erlaubnisschreiben, um eine kleine Parzelle vor den Mauern der Stadt bewirtschaften zu dürfen.“
Der Mann nickte bedächtig. Mit geübter Hand tauchte er den Federkiel in das dunkle Tintenfass, strich die überschüssige Tinte langsam am Rand ab und ließ die Spitze schließlich kratzend über das raue Pergament gleiten.
Temoras Segen mit Euch, Vogtin von Winterwacht,
mein Name ist Karoline Silberfurth, und vor wenigen Tagen verließ ich gemeinsam mit meinem Ehemann das Schiff aus Aschenfeld, um in Lichtenthal eine neue Heimstatt zu finden.
Mit diesem Schreiben ersuche ich demütig darum, als Bürgerin Lichtenthals aufgenommen zu werden. Zugleich bitte ich um die Erlaubnis, eine kleine Parzelle vor den Toren Adorans bewirtschaften zu dürfen, auf dass wir mit ehrlicher Arbeit unseren Beitrag zum Wohl der Stadt und ihrer Lande leisten mögen.
Ebenso möchte ich höflich um einen Termin ersuchen, damit ich mein Anliegen persönlich vortragen und die notwendigen Schriftstücke für Bürgerbrief und Landbewirtschaftung erhalten kann.
Möge Temora über Euch und die Stadt wachen.
Hochachtungsvoll,


