[MMT] verhängnisvolles Ende
Verfasst: Sonntag 11. Januar 2026, 15:52
Der Wald zwischen Bajard und Varuna lag still unter einer geschlossenen Schneedecke. Früh morgens, kurz nach der Dämmerung, war hier noch nicht viel los. Cebrail stapfte durch das kalte Weiß, denn er hatte eine Mission. Dem Untot in Varuna musste Einhalt geboten werden. Er hatte gerade das Korags hinter sich gelassen, als sich Unruhe in ihm breit machte. Diese Art Unruhe, die ein flaues Gefühl in der Magengegend erzeugte und einem sich die Nackenhaare aufstellen ließ. Der Prehaatim kam nicht dazu, es zu hinterfragen.
Ohne Vorwarnung schnitt etwas Scharfes durch von hinten in seine linke Schulter. Nicht tief, aber schmerzhaft. Er wirbelte herum. Eine maskierte Gestalt ging in Deckung. Schlank, etwa gleich groß wie er. Sofort kanalisierte Cebrail die ihm von Eluive gegebene Macht und erbat einen Schutzschild zwischen sich und dem Angreifer. Dann zog er seinen Säbel und parierte den nächsten Angriff. Der Kampf dauerte nur wenige Momente, war einer der seltenen Momente, in denen der Yazir-Sohn das Feuer seines Blutes durch die Adern rauschen spürte. Dann brach die maskierte Person zusammen und regte sich nicht mehr. Der Schnee unter ihr färbte sich blutrot. Cebrail schenkte dem Körper keine weitere Beachtung. Er war gereizt, angestrengt und absolut nicht in Forscherstimmung. Am Ende war es auch egal, wer da gerade leichtsinnig versucht hatte, sein Leben zu beenden. Eine Nachlässigkeit, die ihm später noch zum Verhängnis werden sollte …
Er umwickelte seine getroffene Schulter nur grob mit einer Bandage. Den Rest könnte Zhour oder eine der anderen Hakim in Menek’Ur später erledigen. So sehr blutete die Wunde nicht, dass er sich Sorgen machen müsste. Und so setzte er unbeirrt seinen Weg fort, den Blick nach Varuna gerichtet. Die gefallene Stadt und die dort umherwandelnden Untoten duldeten keinen Aufschub. Kaum jenseits des Waldes, die Südbrücke der untoten Stadt bereits im Visier, begann seine Schulter zu brennen. Nicht so, wie eine offene Wunde eben brannte, weil Luft und Stoff dran rieben. Es war, als würde sich ein Flächenbrand durch sein Gewebe bahnen. Wo er hinkam, da folgte Schwere, als entzöge das Phänomen seinen Muskeln die Kraft, weiterzumachen. Nun wurde Cebrail doch stutzig. Das war nicht normal. Sofort änderte er den Kurs. Das Ziel war nun Menek’Ur - so schnell wie möglich. Er rief in einem Stoßgebet den Wüstenwind herbei, bat die Weise der Oase um Lebensenergie und kehrte mit ihrer Hilfe zurück in die goldene Stadt.
Der Weg über den Tempelpfad am heiligen Cantar und über die Straßen der Stadt verlief schleppend. Mit jedem Schritt wurde ihm schwindeliger. Kalter Schweiß trat ihm auf die Stirn, sein Atem ging flacher, unregelmäßiger. Sein Herzschlag verlor an Kraft. Bereits jetzt bereute er es, seine Verletzung so belächelt zu haben. Er hätte es besser wissen müssen. Doch es war nur ein Bandit gewesen. Was für eine Gefahr hätte er schon sein sollen? Oder hatte er sich im unscheinbaren Erscheinungsbild des Fremden geirrt? War das eine Falle gewesen? Egal. Keine Zeit, darüber nachzudenken. Nicht jetzt jedenfalls.
Als er schließlich das Maristan erreichte, atmete er schwer, aber erleichtert auf. Er wollte seine Hand nach der Klinke der Eingangstür ausstrecken, aber sein Arm gehorchte ihm nicht. Das Brennen war verschwunden. Kein Schmerz mehr, aber eben auch keine Reaktion der Muskeln. Ein leiser Fluch kam ihm über die Lippen. Dann eben die andere Hand, dachte er sich noch, allerdings zu spät. Unwillkürlich verdrehte er die Augen, schwankte. Er versuchte noch, sich an der Hauswand abzustützen. Keine Chance. Stattdessen kippte er seitlich dagegen und sackte bewusstlos zu Boden. Cebrails Bewusstsein kehrte nicht zurück. Sein Herz versagte ihm den Dienst und auch seine Lungen gaben den Kampf kurz danach auf. Das Scheppern seiner Metallrüstung auf dem sandigen Untergrund war deutlich zu hören. Sowohl im Inneren des Maristans als auch bei Passanten in der Nähe.
Wer Erfahrung mit Giften besaß, würde bei einer Untersuchung des unnatürlich bleichen Wüstensohns zudem eine auffällige Verfärbung der Haut rund um die Wunde an der linken Schulter bemerken. Ein schnell wirkendes Toxin, das innerhalb kürzester Zeit Muskellähmungen verursachte. Dass der Schwerthieb ihn so nah dem Herzen getroffen hatte, war wohl sein Todesurteil. Die wenigen Momente, in denen man ihn hätte retten können, hatte er närrisch mit Hochmut verschwendet. Nun kam jede Hilfe zu spät und Gewissheit machte sich breit: Cebrail Deen Yazir war tot.
Ohne Vorwarnung schnitt etwas Scharfes durch von hinten in seine linke Schulter. Nicht tief, aber schmerzhaft. Er wirbelte herum. Eine maskierte Gestalt ging in Deckung. Schlank, etwa gleich groß wie er. Sofort kanalisierte Cebrail die ihm von Eluive gegebene Macht und erbat einen Schutzschild zwischen sich und dem Angreifer. Dann zog er seinen Säbel und parierte den nächsten Angriff. Der Kampf dauerte nur wenige Momente, war einer der seltenen Momente, in denen der Yazir-Sohn das Feuer seines Blutes durch die Adern rauschen spürte. Dann brach die maskierte Person zusammen und regte sich nicht mehr. Der Schnee unter ihr färbte sich blutrot. Cebrail schenkte dem Körper keine weitere Beachtung. Er war gereizt, angestrengt und absolut nicht in Forscherstimmung. Am Ende war es auch egal, wer da gerade leichtsinnig versucht hatte, sein Leben zu beenden. Eine Nachlässigkeit, die ihm später noch zum Verhängnis werden sollte …
Er umwickelte seine getroffene Schulter nur grob mit einer Bandage. Den Rest könnte Zhour oder eine der anderen Hakim in Menek’Ur später erledigen. So sehr blutete die Wunde nicht, dass er sich Sorgen machen müsste. Und so setzte er unbeirrt seinen Weg fort, den Blick nach Varuna gerichtet. Die gefallene Stadt und die dort umherwandelnden Untoten duldeten keinen Aufschub. Kaum jenseits des Waldes, die Südbrücke der untoten Stadt bereits im Visier, begann seine Schulter zu brennen. Nicht so, wie eine offene Wunde eben brannte, weil Luft und Stoff dran rieben. Es war, als würde sich ein Flächenbrand durch sein Gewebe bahnen. Wo er hinkam, da folgte Schwere, als entzöge das Phänomen seinen Muskeln die Kraft, weiterzumachen. Nun wurde Cebrail doch stutzig. Das war nicht normal. Sofort änderte er den Kurs. Das Ziel war nun Menek’Ur - so schnell wie möglich. Er rief in einem Stoßgebet den Wüstenwind herbei, bat die Weise der Oase um Lebensenergie und kehrte mit ihrer Hilfe zurück in die goldene Stadt.
Der Weg über den Tempelpfad am heiligen Cantar und über die Straßen der Stadt verlief schleppend. Mit jedem Schritt wurde ihm schwindeliger. Kalter Schweiß trat ihm auf die Stirn, sein Atem ging flacher, unregelmäßiger. Sein Herzschlag verlor an Kraft. Bereits jetzt bereute er es, seine Verletzung so belächelt zu haben. Er hätte es besser wissen müssen. Doch es war nur ein Bandit gewesen. Was für eine Gefahr hätte er schon sein sollen? Oder hatte er sich im unscheinbaren Erscheinungsbild des Fremden geirrt? War das eine Falle gewesen? Egal. Keine Zeit, darüber nachzudenken. Nicht jetzt jedenfalls.
Als er schließlich das Maristan erreichte, atmete er schwer, aber erleichtert auf. Er wollte seine Hand nach der Klinke der Eingangstür ausstrecken, aber sein Arm gehorchte ihm nicht. Das Brennen war verschwunden. Kein Schmerz mehr, aber eben auch keine Reaktion der Muskeln. Ein leiser Fluch kam ihm über die Lippen. Dann eben die andere Hand, dachte er sich noch, allerdings zu spät. Unwillkürlich verdrehte er die Augen, schwankte. Er versuchte noch, sich an der Hauswand abzustützen. Keine Chance. Stattdessen kippte er seitlich dagegen und sackte bewusstlos zu Boden. Cebrails Bewusstsein kehrte nicht zurück. Sein Herz versagte ihm den Dienst und auch seine Lungen gaben den Kampf kurz danach auf. Das Scheppern seiner Metallrüstung auf dem sandigen Untergrund war deutlich zu hören. Sowohl im Inneren des Maristans als auch bei Passanten in der Nähe.
Wer Erfahrung mit Giften besaß, würde bei einer Untersuchung des unnatürlich bleichen Wüstensohns zudem eine auffällige Verfärbung der Haut rund um die Wunde an der linken Schulter bemerken. Ein schnell wirkendes Toxin, das innerhalb kürzester Zeit Muskellähmungen verursachte. Dass der Schwerthieb ihn so nah dem Herzen getroffen hatte, war wohl sein Todesurteil. Die wenigen Momente, in denen man ihn hätte retten können, hatte er närrisch mit Hochmut verschwendet. Nun kam jede Hilfe zu spät und Gewissheit machte sich breit: Cebrail Deen Yazir war tot.

