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Gefühlswirrwarr und böse Geister

Verfasst: Dienstag 29. August 2006, 22:14
von Hailey MacCaron
Es traff sie wie ein böser Schlag.
Calan sass vor ihr und sie hatte gedacht; er würde ihr etwas erfreuliches über ihre Heimat erzählen.
Doch stattdessen hatte er ihr erzählt, dass Jamie beim Hortbau aufgespiesst worden sei und Leary
ebenfasl verstorben sei. Hailey wusste nicht was sie tun sollte. Sie versuchte krampfhaft sich zusammen
zureissen. Sie wollte vor Calan nicht einfach losheulen wie ein kleines Kind. Sie war wie vor den Kopf
geschlagen und konnte es nicht fassen. Fast hätte sie Calan einen bösen Streich unterstellt. Oh wie
sie hoffte, das es wirklich nur ein Solcher war. Doch es war keiner, Calan meinte es bitterernst.
Als Leif die Taverne betratt hoffte sie, er würde bleiben, so das sie sich entfernen konnte. Doch verliess
er die Taverne na einem kurzen Plausch mit Calan wieder. Hailey, immernoch im Kampf mit sich selbst,
rief nur noch verzweifelt seinen Namen. Als er dann doch zurück kam stammelte sie eine Entschuldigung
in Calans Richtung und bat Leif das er sich um den Gast kümmere. Danach verliess sie den Raum fast
fluchtartig in Richtung der Stallungen.
Schon immer hielt sie sich in der Näher der Pferde auf, wenn es ihr schlecht ging. Irgendwie hatten die
Tiere eine beruhigende Wirkung auf sie.
Langsam nun sackten die eben genannten Worte und plötzlich übermannten sie die Gefühle.
Jamie und Laery tot.
Was war mit den anderen? Ging es ihnen gut? Wo waren sie? Warum hatte Calan sie so lange
nicht mehr gesehen?
Wirr kamen alle diese Fragen und dazu fing sie an sich selbst Vorwürfe zumachen. Sie sei selbst schuld,
dass sie nicht nach Ihnen suchen konnte und Ihnen nicht beistehen konnte. Schliesslich hatte sie ihr Volk
verraten. Sie war hin und her gerissen. Zwei Familien die sie beide liebte, nur wo war nun ihr Platz?
Sie konnte nicht zu Anghus und Aimee, um die sie sich so sorgte. War ihre damalige Entscheidung die
Richtige gewesen? War es das wert gewesen?
Nie wären ihr solche Gedanken in den Kopf gekommen, wäre sie ganz bei Sinnen gewesen. Doch die
ganze Trauer, die Sorge und die Verzweiflung schienen böse Spielchen mit ihr zu treiben.
Bjoern kam und versuchte sie zu beruhigen, ja überhaupt auch herauszufinden was Hailey denn
passiert sei. Doch Hailey nahm ihn nicht wahr. Immerwieder schluchste sie unzusammenhängede Worte
in ihrer Muttersprache und sie wimmerte vor sich hin. Nach einer Weile nahm sie ihn dann doch wahr.
Sie versuchte ihm zu erklären was passiert war und was sie fühlte, doch war das was sie herraus
brachte nicht minder chaotisch wie das Wirrwarr in ihrem Inneren. Er konnte sie garnicht verstehen, doch
gab er sich grosse Mühe. Hailey aber in ihrem Gefühlstrudel hatte kein Auge dafür. Sie wurde immer
agressiver, da sich sich so missverstanden fühlte und stiess ihn von sich weg. Sie wollte allein damit
fertig werden. Das Bjoern fiel und nun bewusstlos am Boden lag nahm sie nicht wahr. Sie kauerte sich auf
dem Boden des Stalls zusammen und wimmerte sich in den Schlaf.
Es war ein langer quälender Schlaf, durchzogen von unruhigen Schreien. Durch einen Solchen wachte sie
dann auch schliesslich auf. Sie schrie so laut, dass es sie selbst erschreckte und allen anderen in ihrer
Umgebung duch Mark und Bein ging. Sie versuchte sich zu orientieren, doch kaum wach kam es auch schon
wieder über sie. Sie zitterte, wimmerte, schluchste und stammelt immer wieder in ihrer Muttersprache.
Die Gedanken und Gefühle hämmerten auf sie ein. Krampfhaft versuchte sie dagegen anzukommen, doch
schaffte sie es nicht. Sie hatte nicht die Kraft sich dagegen zu wehren. Immer mehr Clansmitglieder sammelten
sich um sie, grosse Sorge und Ratlosigkeit in ihren Augen. Hailey, viel zu sehr mit ihrem inneren Caos beschäftigt,
bemerkte es nicht, nicht einmal das einige aus sie einredeten. Sie hatte das gefühl gefangen zu sein, nicht sie
selbst zu sein.
Sie wurde in die Taverne gebracht und in Fellen gebettet. Falk brachte ihr etwas zu Essen doch sie brachte
keinen Bissen hinunter. Völlig appartisch sass sie da, zusammengekauert und mit leerem Blick in die
Gesichter schauend. Nach einiger Zeit fing sie endlich an ihre Umwelt wieder wahrzunehmen und sie versuchte
ihrem Clan ihr Gefühlchaos mitzuteilen. Falk gab ihr eine Ohrfeige und versuchte sie wieder zu Sinnen
zubekommen, und es schien als hätte es geholfen, nicht viel aber wenigstens etwas. Sie wurde etwas ruhiger und
starrte nun ins Feuer. Die Familie um sie herum und taten es ihr gleich, zeigten ihr mit Berührungen, dass sie nicht
allein war und trauerten mit ihr. Als Falk dann einen Trauergesang anstimmte weinte sie zum erstenmal ihren
Kummer und Schmerz heraus bis sie vor Erschöpfung einschlief.

Verfasst: Mittwoch 30. August 2006, 11:37
von Calan MacDraig
Eigentlich war er gekommen um Argos auf zu suchen. Doch traf er in nicht an, nur Hailey und dieser Bjoern, wohl ein neuer in den Reihen der Hinrah. Sein vorhaben war eigentlich simpel gewesen. Agros aufsuchen, diese lästige Sache klären und wieder zurück auf die Insel der Ahnen. Falls er nicht zu gegen war, auf direktem weg zurück in die Heimat.
Doch hatte er die Rechnung ohne Hailey gemacht. Sie war sichtlich erfreut einen Angurer zu sehen und wieder einmal in der alten Sprache dieser zu sprechen. Also ließ er sich auf eine Unterhaltung ein, auch wenn es wichtiges zu tun gab auf Fuachtero. "Hat sich Fuachtero verändert?" Diese Frage musste von Hailey kommen, auch wenn er gehofft hatte sie würde sie nicht stellen. Sichtlich im Zwiespalt mit sich selbst, ob er nun von den Verlusten der Iora berichten sollten, bemerkte Hailey dies und ließ ihm keine Ruhe. 'Die Hinrah sind Verbündete der MacIora. Sicher wird auch hier bald Kunde eintreffen, welchen Verlust die Iora erlitten haben.' Also berichtete er auf Haileys drängen hin was geschehen war. Schnell waren weiter Fragen bezüglich der anderen MacIora gestellt. Doch wusste Calan selbst nicht wie es um sie stand. Er hatte Anghus, so wie die anderen des Clans schon lange nicht mehr gesehen. Er nahm an das sie gemeinsam unter ihres gleichen trauerten und Abschied nahmen. Leif kam herein und so wurde er kurzzeitig von den Gefühlsausbrüchen Haileys abgelenkt.
Doch als dieser wieder die Taverne verließ und Calans Blick zurück auf Hailey viel, sah er Trauer und Schmerz, sich auf ihren Zügen wiederspiegeln. Einerseits verstand er die Trauer, der jungen Frau, um die Anguren, die die Reise zu den Ahnen angetreten hatten. Doch hatte sie nicht selbst dem Clan der MacIora den Rücken zugewand, hatte Hailey nicht dem ganzen Volk der Angurer, das einst ihres gewesen war, den Rücken zugekehrt.
"Leif!!!!!!" Rief Hailey, die Tränen in den Augen stehend. Als dieser zurück kam, erhielt er eine gestammelte Entschuldigung und die junge Frau verließ fluchtartig Grimwoulds Taverne. Leif, sichtlich verwirrt, wand sich Calan zu und mit strengem Blick schaute er diesen fragend an. Calan erklärte die Umstände, welche Hailey zu solchen Emotionen veranlasste und Leif sprach dem Anguren sein Beileid aus. Calan hatte sich derweilen schon erhoben und war im Inbegriff zu gehen. Die Frage des Tiefländer, ob er noch etwas zu trinken anbieten könne, verneinte er mit der Antwort sein Aufenthalt bei den Hinrah würde schon viel zulange dauern, wichtige Aufgaben würden in der fernen heimat warten. Der Krieger der Hirnah nickte und geleitete ihn zum Haupttor Grimwoulds. Auf dem Weg zum Tor sah Calan Hailey bei den Stallungen, doch verzichtete er auf eine Verabschiedung. Es waren genug Worte gesprochen und so verließ er Grimwould endlich wieder in Richtung Heimat...