Ziehen wir eine Maske auf - dann sieht uns niemand!
Verfasst: Mittwoch 22. Oktober 2025, 10:30
Er hatte so herzlich gelacht wie seit Jahren nicht mehr. Was für ein Abend.
Und das Zittern, das seine Linke in Unruhe hielt? Warum dies nun wieder?
Da saß er, an einem paradiesischen Strand, voller Vorfreude auf den bevorstehenden Sonnenaufgang. Hier hatte er bereits die letzten Tage gesessen. Hatte sich mit Ruhe in den Tag tragen lassen und sich an seinem neuen Leben erfreut. Vieles war zu gut, als dass er es annehmen könnte. Noch immer, ein Teil von ihm rechnete damit, dass er irgendwo in der Nähe von Bajard eingeschlafen war. Dass es kalt geworden war und er nun dabei zu erfrieren, um einen letzten schönen Traum zu träumen. Er hielt es für noch wahrscheinlich.
Doch nun das Zittern. Das war echt.
Als hätte man ihm einen Becher voll Essig in die Suppe gegossen und ihm dabei direkt in die Augen gesehen, mit einem zynischen Lächeln. Es hatte ihn also doch verfolgt. Natürlich hatte es das, er war ja schließlich auch hier. Seine ganz eigene Unruhe, sein treuester und unliebsamster Begleiter.
Er versuchte es mit Willenskraft.
- Das Zittern jedoch blieb.
Er versuchte es mit der Wiederholung der oft zu sich selbst gesprochenen, beruhigenden Worte, das half schließlich oft.
- Dieses Mal nicht.
Die Linke vergrub er im Sand, um das Zittern nicht zu sehen.
- Nun konnte er das Zittern spüren
Des erwarteten schönen Morgen beraubt und dafür mit eigenem Unmut gesättigt, ließ er sich einfach nach hinten in den Sand fallen. Eine Weile hörte er das Rauschen des Meeres noch bewusst, bis es zunehmend seine Wahrnehmung verließ und von seinen Gedanken zum Schweigen gebracht worden war.
Ließen ihn die ganzen neuen Eindrücke nun unruhig zurück? Die vielen unbekannten und teils so merkwürdigen Seelen die er getroffen hatte?
Unzulänglichkeit.
Das war es, das war es immer, nicht? Egal wie viel er scherzte, wie viel Sonne auch durch seine Adern floss, wie sehr ihn auch dieser Zeit das Glück verfolgte. Es half immer nur für den Moment zu lachen, einen Scherz zu machen. Es war bereits eine Gewohnheit geworden, ein Teil seines Wesens. Es war nicht so, dass er sich da verstellen musste, er liebte sie, die Leichtigkeit. Doch er hatte sie zu oft genutzt die letzten Jahre. Manchmal fühlte sie sich verbraucht an, die Leichtigkeit, sie war schwerer geworden. Wenn die Ruhe einkehrte, führte sie immer öfter die Unruhe an der Hand mit sich, an seiner Hand, nahm man es wörtlich.
Wird.. langsam Zeit, he?
Da war es. Das war es.
Danke für diese kleine Erinnerung, Tom.
Er konnte so etwas immer gut „wegspielen“. Solche kleinen Fragen auf die er alle Antworten hatte. Aber gegenüber sich selbst? Da gab es nur die Wahrheit, da konnte er nichts beschönigen. Er war nicht faul, das war er nie, er hatte immer für sich selbst gesorgt. Nur warum war ihm das nie genug gewesen? Er kam damit zurecht, meistens, doch die letzte Zeit zunehmend nicht mehr. Es war irgendwann aus dem Hintergrund getreten, das Zittern. Zuvor noch ein seltenes Phänomen, kurz genug, um es einfach abzutun. Einfach zu verstecken und auch abzustellen, es mit einem Scherz zu überspielen. Dann hatte es sich zum ersten Mal festgebissen.
Das ist genug Thaius, mehr braucht es nicht.
Er wusste es, sein klarer Verstand sagte es ihm eindeutig, er wusste es. Aber er konnte es nicht annehmen. Und egal wie oft er sich die Worte in den Verstand gravierte, die ihm einst ein guter Freund mitgab, sie konnten ihn nicht erreichen, nicht lange.
Wie konnte er anderen genügen, wenn man sich selbst nicht genug war? Wie konnte er ihr überhaupt genügen? Er hatte so viel getan in seinem Leben und er hatte so viel mehr unterlassen. Ein jedes Mal hatte er den unterlassenen Momenten hinterhergesehen und sich nie gewundert, wie flüchtig die Natur von Möglichkeiten doch ist. Nicht das er diesen Momenten hinterher trauern würde, doch die scheinbare Unmöglichkeit seiner selbst, diese Momente ernsthaft zu nutzen, dies hielt ihn fest.
Danke für deine Abwesenheit und Untätigkeit – Versager.
Sein eigenes bitteres Lachen welches ihn da unbewusst verlassen hatte, ließ ihn wieder zurück zum Strand kommen.
Und das Zittern, das seine Linke in Unruhe hielt? Warum dies nun wieder?
Da saß er, an einem paradiesischen Strand, voller Vorfreude auf den bevorstehenden Sonnenaufgang. Hier hatte er bereits die letzten Tage gesessen. Hatte sich mit Ruhe in den Tag tragen lassen und sich an seinem neuen Leben erfreut. Vieles war zu gut, als dass er es annehmen könnte. Noch immer, ein Teil von ihm rechnete damit, dass er irgendwo in der Nähe von Bajard eingeschlafen war. Dass es kalt geworden war und er nun dabei zu erfrieren, um einen letzten schönen Traum zu träumen. Er hielt es für noch wahrscheinlich.
Doch nun das Zittern. Das war echt.
Als hätte man ihm einen Becher voll Essig in die Suppe gegossen und ihm dabei direkt in die Augen gesehen, mit einem zynischen Lächeln. Es hatte ihn also doch verfolgt. Natürlich hatte es das, er war ja schließlich auch hier. Seine ganz eigene Unruhe, sein treuester und unliebsamster Begleiter.
Er versuchte es mit Willenskraft.
- Das Zittern jedoch blieb.
Er versuchte es mit der Wiederholung der oft zu sich selbst gesprochenen, beruhigenden Worte, das half schließlich oft.
- Dieses Mal nicht.
Die Linke vergrub er im Sand, um das Zittern nicht zu sehen.
- Nun konnte er das Zittern spüren
Des erwarteten schönen Morgen beraubt und dafür mit eigenem Unmut gesättigt, ließ er sich einfach nach hinten in den Sand fallen. Eine Weile hörte er das Rauschen des Meeres noch bewusst, bis es zunehmend seine Wahrnehmung verließ und von seinen Gedanken zum Schweigen gebracht worden war.
Ließen ihn die ganzen neuen Eindrücke nun unruhig zurück? Die vielen unbekannten und teils so merkwürdigen Seelen die er getroffen hatte?
Unzulänglichkeit.
Das war es, das war es immer, nicht? Egal wie viel er scherzte, wie viel Sonne auch durch seine Adern floss, wie sehr ihn auch dieser Zeit das Glück verfolgte. Es half immer nur für den Moment zu lachen, einen Scherz zu machen. Es war bereits eine Gewohnheit geworden, ein Teil seines Wesens. Es war nicht so, dass er sich da verstellen musste, er liebte sie, die Leichtigkeit. Doch er hatte sie zu oft genutzt die letzten Jahre. Manchmal fühlte sie sich verbraucht an, die Leichtigkeit, sie war schwerer geworden. Wenn die Ruhe einkehrte, führte sie immer öfter die Unruhe an der Hand mit sich, an seiner Hand, nahm man es wörtlich.
Wird.. langsam Zeit, he?
Da war es. Das war es.
Danke für diese kleine Erinnerung, Tom.
Er konnte so etwas immer gut „wegspielen“. Solche kleinen Fragen auf die er alle Antworten hatte. Aber gegenüber sich selbst? Da gab es nur die Wahrheit, da konnte er nichts beschönigen. Er war nicht faul, das war er nie, er hatte immer für sich selbst gesorgt. Nur warum war ihm das nie genug gewesen? Er kam damit zurecht, meistens, doch die letzte Zeit zunehmend nicht mehr. Es war irgendwann aus dem Hintergrund getreten, das Zittern. Zuvor noch ein seltenes Phänomen, kurz genug, um es einfach abzutun. Einfach zu verstecken und auch abzustellen, es mit einem Scherz zu überspielen. Dann hatte es sich zum ersten Mal festgebissen.
Das ist genug Thaius, mehr braucht es nicht.
Er wusste es, sein klarer Verstand sagte es ihm eindeutig, er wusste es. Aber er konnte es nicht annehmen. Und egal wie oft er sich die Worte in den Verstand gravierte, die ihm einst ein guter Freund mitgab, sie konnten ihn nicht erreichen, nicht lange.
Wie konnte er anderen genügen, wenn man sich selbst nicht genug war? Wie konnte er ihr überhaupt genügen? Er hatte so viel getan in seinem Leben und er hatte so viel mehr unterlassen. Ein jedes Mal hatte er den unterlassenen Momenten hinterhergesehen und sich nie gewundert, wie flüchtig die Natur von Möglichkeiten doch ist. Nicht das er diesen Momenten hinterher trauern würde, doch die scheinbare Unmöglichkeit seiner selbst, diese Momente ernsthaft zu nutzen, dies hielt ihn fest.
Danke für deine Abwesenheit und Untätigkeit – Versager.
Sein eigenes bitteres Lachen welches ihn da unbewusst verlassen hatte, ließ ihn wieder zurück zum Strand kommen.