Den Palast erreicht ein Bewerbungsschreiben
Verfasst: Sonntag 19. Oktober 2025, 10:26
Ein gerolltes und mit einem schlichten Wachssiegel versehenes Schreiben wird im Palast abgegeben mit dem Hinweis, dass es sich um ein Bewerbungsschreiben handele. In sauberer Schrift in leicht geschwungenen, jedoch gut lesbaren Lettern steht für die Empfänger geschrieben.
Rahal, den 19. Goldblatt 268
Bewerbung auf die ausgeschriebene Position der Kulturbeauftragten des Alatarischen Reiches
Des All-Einen Segen mit Ihren Heiligkeiten,
mit großem Interesse habe ich die jüngst veröffentlichte Ausschreibung des Reiches zur Besetzung des Postens des Kulturbeauftragten vernommen. Hiermit erlaube ich mir, mein Gesuch um die Übertragung dieser ehrenvollen Aufgabe vorzubringen.
Seit über einem Jahrzehnt bin ich im Reich als Bürgerin ansässig, mein Wohnsitz befindet sich seit mehreren Jahren in Rahal. Mit Freuden durfte ich seit etwa anderthalb Jahren Praetora Treuwind im Hort des Wissens als Bibliothekarin unterstützen.
Ich bin mit den Geboten, Leitgedanken, der Etikette und allgemeinen Gepflogenheiten sowie den Traditionen des Reiches vertraut. Der Umgang mit den Verbündeten ist mir nicht fremd, die Sitten und Umgangsformen sowohl der Rashar als auch der Letharen sind mir bekannt. Mein Weg im Reich führte mich unter anderem mit der Gemeinschaft der Praetorianer unter Leitung von Ahad Laval, den regelmäßigen Besuchen von Veranstaltungen des Tempels und der Unterstützung bei der Ausrichtung von Veranstaltungen im Hort des Wissens dazu, die vorgenannten Gegebenheiten zu verinnerlichen.
Schon mein Leben lang habe ich einen besonderen Hang zu Büchern, niedergeschriebenem Wissen und gesammelten Worten vergangener Zeiten. Besonders bei meiner Arbeit im Hort des Wissens war es mir vergönnt, unzählige Schriften zu bewahren, zu ordnen und den Bürgerinnen und Bürgern zugänglich zu machen. Die Pflege der geistigen Güter unseres Reiches, die Erhaltung alter Texte und die Unterstützung der Gelehrten des Reiches stellen für mich eine wichtige Aufgabe dar, die mir auch besonders am Herzen liegt.
Das Amt der Kulturbeauftragten begreife ich als eine Verantwortung, die weit über die reine Verwaltung hinausreicht – als Auftrag, das kulturelle Erbe unseres Reiches lebendig zu halten, das Schaffen der Gegenwart zu fördern und den Zusammenhalt durch Feste und Feierlichkeiten zu stärken. Es wäre mir Ehre und Berufung zugleich, diese Aufgabe in Treue, Umsicht, mit Sorgfalt und Hingabe zu erfüllen.
Für ein persönliches Gespräch stehe ich natürlich gerne zur Verfügung. Ich verbleibe in der Hoffnung, als Bürgerin des Reiches diese Chance zu erhalten.
Macht und Stärke mit dem Reich.
Möge Ihm gefallen, was er sieht.
Bibliothekarin im Hort des Wissens

