Einbeinmagier
Verfasst: Donnerstag 2. Oktober 2025, 20:14
Oh, was Keylon versucht hatte, ihm den Mantel abzuschwatzen! Aber auf gar keinen Fall. Nicht, dass er dem Ritter die Erfahrung, sich zu verwandeln, missgönnt hätte, aber der Fund des Wolfsmantels hatte ihm einen unsagbar wertvollen Sachverhalt vor Augen geführt:
Es gab Artefakte, mit denen man seine Liedstruktur verändern konnte.
So simpel.
Eigentlich gab es solche Gegenstände doch gefühlt in jedem zweiten Märchen und entbehrten sicher nicht völlig jeder Grundlage, warum war er also nicht früher darauf gekommen?!
"Natürlich kannst du dein fehlendes Bein durch eine Teilverwandlung nachbilden", hatte Arenvir ihm nüchtern erklärt, "Die Signatur kennst du ja zur Genüge, das ist nicht das Problem. Aber du müsstest dich mit der nötigen Menge an Konzentration die ganze Zeit darauf besinnen, und die Gefahr, die Verwandlung zu lange aufrecht zu erhalten oder zu eng mit dem Rest deiner Struktur zu verweben und nicht mehr von selbst beenden zu können, ist verdammt hoch. Das Ergebnis wäre ein Magier, dessen Konzentration gebunden ist und der deswegen gar nicht mehr oder nur sehr stark eingeschränkt und unter Mühen zaubern kann. Ich kann mir Weniges vorstellen, was trauriger ist."
So endgültig, wie Arenvirs Worte geklungen hatten, so gründlich hatte sich Aaryon von diesem Gedanken verabschiedet, um gar nicht erst in Versuchung zu kommen.
Aber:
Es gab offensichtlich Artefakte, an die man die "Konzentration" für eine Verwandlung auslagern konnte! Und hier ginge es nicht einmal um eine Voll-, sondern nur um eine Teilverwandlung.
Der Wolfsmantel war der Schlüssel.
Wenn er heraus fand, wie dieses Artefakt im Grundaufbau funktionierte... Wie man:
Eines der Probleme war: Er hatte bislang von Artefaktmagie Null Komma Null Null Ahnung.
"Und wenn man dir das Artefakt weg nimmt, bist du dein Bein wieder los." Tja. Aber besser ein stehlbares Bein, als gar kein Bein. Seine Krücken pflegte man ihm für gewöhnlich auch nicht wegnehmen zu wollen.
Grundlagen der Aretfaktmagie. Er würde sich sicher einlesen und erfahrene Kollegen aufsuchen müssen. Aber fürs Erste nutzte er die gegebene Gelegenheit und begab sich an mehreren Tagen für mehrere Stunden ins Konvent. Man konnte sich über die Ruhe hier natürlich ärgern... oder sie eben auch nutzen.

Es gab Artefakte, mit denen man seine Liedstruktur verändern konnte.
So simpel.
Eigentlich gab es solche Gegenstände doch gefühlt in jedem zweiten Märchen und entbehrten sicher nicht völlig jeder Grundlage, warum war er also nicht früher darauf gekommen?!
"Natürlich kannst du dein fehlendes Bein durch eine Teilverwandlung nachbilden", hatte Arenvir ihm nüchtern erklärt, "Die Signatur kennst du ja zur Genüge, das ist nicht das Problem. Aber du müsstest dich mit der nötigen Menge an Konzentration die ganze Zeit darauf besinnen, und die Gefahr, die Verwandlung zu lange aufrecht zu erhalten oder zu eng mit dem Rest deiner Struktur zu verweben und nicht mehr von selbst beenden zu können, ist verdammt hoch. Das Ergebnis wäre ein Magier, dessen Konzentration gebunden ist und der deswegen gar nicht mehr oder nur sehr stark eingeschränkt und unter Mühen zaubern kann. Ich kann mir Weniges vorstellen, was trauriger ist."
So endgültig, wie Arenvirs Worte geklungen hatten, so gründlich hatte sich Aaryon von diesem Gedanken verabschiedet, um gar nicht erst in Versuchung zu kommen.
Aber:
Es gab offensichtlich Artefakte, an die man die "Konzentration" für eine Verwandlung auslagern konnte! Und hier ginge es nicht einmal um eine Voll-, sondern nur um eine Teilverwandlung.
Der Wolfsmantel war der Schlüssel.
Wenn er heraus fand, wie dieses Artefakt im Grundaufbau funktionierte... Wie man:
- - einen Gegenstand herstellte, der arkane Energien fassen konnte
- eine bestimmte (Teil-)Verwandlung einspeiste
- und es am besten nicht nur temporär, sondern permanent wirken ließ
Eines der Probleme war: Er hatte bislang von Artefaktmagie Null Komma Null Null Ahnung.
"Und wenn man dir das Artefakt weg nimmt, bist du dein Bein wieder los." Tja. Aber besser ein stehlbares Bein, als gar kein Bein. Seine Krücken pflegte man ihm für gewöhnlich auch nicht wegnehmen zu wollen.
Grundlagen der Aretfaktmagie. Er würde sich sicher einlesen und erfahrene Kollegen aufsuchen müssen. Aber fürs Erste nutzte er die gegebene Gelegenheit und begab sich an mehreren Tagen für mehrere Stunden ins Konvent. Man konnte sich über die Ruhe hier natürlich ärgern... oder sie eben auch nutzen.
