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[MMT] Arkorither - Der Kampf zurück.
Verfasst: Donnerstag 2. Oktober 2025, 09:47
von Evilyn Serav
[ooc: Hier geht es um die Questreihe die kürzlich rund um den Orden der Arkorither gestartet ist.]
Aus Evilyns Sicht begann der Abend mit Skepsis.
Althan hatte sie und einige andere zusammengerufen, um ein Ritual zu vollziehen: die Beschwörung eines Dämons – eines Succubus – mit dem Blut eines Mannes namens Sir Keylon von Salberg.
Schon beim Eintreffen war ihr Blick wachsam, ihr Gruß respektvoll, doch innerlich spürte sie, dass die Umstände alles andere als ideal waren. Wichtige Mitglieder fehlten, und sie selbst hatte seit ihrer Zeit als Studiosa keinen Dämon mehr gerufen.
Dennoch wollte sie beitragen, wachsen – und zeigen, dass sie Teil des Ganzen war.
Als das Ritual begann, beobachtete sie aufmerksam, wie Althan das Lied Eluives aufbrach und seinen Geist von der Welt Alathair löste.
Dann aber ging alles schief.
Schwarze Schwaden erhoben sich. Die Stimmen der vergangenen Maestros und Maestras flüsterten, hallten anklagend:
„Nicht würdig … du hast den Orden ins Unglück gestürzt …“
Und dann erschien er – kein Succubus, sondern etwas weitaus Mächtigeres: der Erste der sieben Blutfürsten.
Eine gewaltige, geflügelte Gestalt, geboren aus Schatten und Sturm. Die Luft bebte unter seiner Präsenz, sein Blick war pure Verachtung.
Er sprach Althan direkt an. Sagte das seine Zeit abgelaufen sei. Evilyn spürte, wie etwas zerbrach, wie vertraute Strukturen rissen. Sie hielt sich nahe bei Syovan, bot ihm stummen Halt – und war zugleich bereit, ihn notfalls mit ihrem eigenen Leib abzuschirmen.
Die Worte des Dämons waren wie Donner, sie drückten alle in die Knie. Schließlich verkündete der Blutfürst, der Orden sei stark – doch nicht mit Althan an der Spitze. Er ließ ihn leben, doch machte unmissverständlich klar: seine Zeit als Maestro war vorbei.
Für einen Moment stand die Welt still. Evilyn versuchte Haltung zu wahren, doch innerlich bebte sie. Dieses Ritual hatte alles verändert – nicht nur Althans Schicksal, sondern das Gleichgewicht des gesamten Ordens. Sie war Zeugin geworden, wie ihr Maestro an seinem eigenen Pakt zerbrach.
Als der Blutfürst in Wirbeln aus Schatten und Donner verschwand, blieb etwas zurück: das Buch. Evilyns Blick heftete sich daran, als wäre es das Herzstück selbst.
Das Pergament bebte, pulsierte – und begann zu zerfallen. Erst leise, wie fernes Knistern, dann unaufhaltsam. Seite um Seite riss es sich selbst in Stücke, bis tausend winzige Fetzen durch die Luft wirbelten.
Der Wind ergriff sie gierig, trug sie hinaus in die Nacht. Regen setzte ein. Wo Tropfen die Schnipsel berührten, lösten sie sich auf, bis nur graue Schlieren im Boden versickerten. Kein Staub, kein Rest, kein Erinnerungsstück.
Evilyn atmete flach. Das Lied vibrierte noch in ihren Gliedern, doch was sie sah, war endgültig: Das Buch war nicht mehr.
Ein Teil von ihr empfand Erleichterung, als wäre eine Fessel gefallen. Doch zugleich wusste sie: Wenn selbst Worte und Wissen vergehen konnten, dann war nichts von Dauer. Nicht einmal die Ordnung, der sie ihr Leben verschrieben hatte.
Die nächste Entscheidung fiel nicht durch Worte, sondern durch das Lied selbst.
Syovan und sie – gemeinsam – würden den Orden in dieser schweren Zeit führen.
Es war keine Wahl gewesen. Kein Triumph, kein Ehrgeiz. Nur ein leises Nicken, das Gewicht einer Last, die sich wie ein alter Rucksack auf ihre Schultern legte – vertraut und doch schwerer als alles, was sie je getragen hatte.
Sie hatten nicht um diese Bürde gebeten.
Doch sie gehörte nun ihnen.
Und sie würden sie tragen.
Verfasst: Samstag 4. Oktober 2025, 01:36
von Medeia Aphiar
Manchmal heißt es, dass gewisses Wissen ein Buch mit sieben Siegeln ist. Was die Quelle dieser Weisheit nicht berücksichtigte, dass es weit mehr Hürden und Siegel gibt, um an Wissen und Macht zu gelangen.
Richtig Macht nicht Weisheit. Auch wenn diese einander bedingen, so fand sie es ermüdend, diesen Aspekt des Wissens außer acht zu lassen. Alles strebt auf seine eigene Weise nach Macht, auch wenn es unter dem Deckmantel anderer, sich selbst verleugnender Worte oder sogar Roben versucht wird zu verbergen.
Medeia arbeitete nun schon eine geraume Zeit daran, ihr Verständnis über möglichst viele Aspekte zu erweitern. Sie hatte Horte des Wissens, sogar einen Hort durchsucht, die Bücher zusammen getragen und durchforscht. Tatsächlich waren es ohne zu untertreiben hunderte von Werken. Nur um festzustellen, dass vieles entweder bewusst nicht niedergeschrieben wurde, weil es diejenigen nicht mit anderen teilen wollten, oder aber aus Bequemlichkeit und vor allem auch noch, weil es weggeschlossen wurde.
Und dann gab es vieles, was sie nicht zu dem Kern ihrer Suche führte. Immerhin: Durch das Lied schonte sie ihre Augen durch Applicationes, Kerzenlicht ermüdete sonst diese schnell.
Am Ende war die Erkenntnis, von anderen abhängig zu sein. Viele Fragen, die sie stellte wurden abgewiesen, sie wäre noch nicht so weit, es ist zu früh, sie solle sich gedulden und Erfahrungen sammeln und üben üben üben. Ihre stioische Disziplin, die sie als Waise von ihrem Mentor bis zum Exzess beigebracht bekam, war dabei mehr ein Anker, als es ein Gegenstand für das Reisen sein würde.
Selbst die Ablehnungen, die sie immer wieder als Teil des Ordens erfahren musste, wo Argwohn es zäh wie Teer machte auch nur ein einfaches Gespräch zu führen, weil die einen befürchteten, sie würde etwas erfahren, dass sie nutzen würde für ihre Forschungen... oder schlimmer noch, dass Trügereien und Lügen dazu führten, keine Fragen mehr an ein ganzes Volk stellen zu können, ohne einen offenen Konflikt herbeizurufen. Logischer Stringenz folgend hieß das, am besten mit keinem außer einem dieses Volkes mehr zu sprechen, ehe erneut der Fehlglaube verbeitet würde, man würde hinten herum etwas in Erfahrung bringen wollen und ... aushorchen.
Auch hier würde zum Wohl des Ordens es Geduld brauchen und die ohnehin zerrütteten Verhältnisse sehr behutsam wieder aufbauen zu können. Tief in ihrem Inneren wurde ihr klar, dass es einen Unterschied zwischen Geduld und Zeitverschwendung gab.
Und doch gab es ein schleichendes Vorankommen und auch sie selbst musste lernen und Dinge in die Hand nehmen. Sowohl ihr als auch dem Orden brachte es mehr, nicht Zeit in Dinge zu verschwenden, die keinen fruchtbaren Boden hatten. Sie war der Ansicht, dass es hilfreich war, wenn sie mehr miteinander lernen würden zu arbeiten. Bei dem Ritual, dass sie im Zuge letharischer Ereignisse vollzogen hatten, ohne dies geübt zu haben, hatten sie zumindest eine Zeit lang gegen die Kraft des Magiers bestanden, bis dessen Macht sich explosiv entladen hatte. Beim Gespräch des Dämonen hätte sie nur zu gern ihrem Maestro mit Kraft und Willen beigestanden, damit dieser Erfolg haben konnte. Neben allen persönlichen Zielen des Induviduums, das seinen Platz haben musste, war mehr Potential in ihnen gemeinsam, wenn sie dies wollten.
Und dann kam der Tag der Veränderung. Man sollte meinen, sie hätte die Tragweite davon emotionaler aufnehmen können. Doch das konnte sie nicht. Sie wusste nicht einmal die tiefere Bedeutung des Buches, das mit dem Schwur im Zusammenhang stand, noch was der Blutfürst im Details darstellte. Im Gegenteil, ihre Ausbildung hatte sie gelehrt, Probleme als Herausforderung anzusehen, die es zu bekämpfen galt. Der Dämon wagte es, also mussten Wege gefunden werden, den Status Quo zu ihren Gunsten zu verändern. Zudem galt es die Struktur des Ordens zu verfestigen und auf den Weg zu bringen. Wenn schon jemand oder in dem Fall etwas der Ansicht war, dass Dinge in Gang gebracht werden mussten, so mussten sie diese bestimmen, nicht ein Dämon, nicht irgendjemand aus alten Tagen...
Verfasst: Samstag 4. Oktober 2025, 19:46
von Nemia Werheim
Nymeria lauschte den Worten, die in der Sitzung gesprochen wurden und in ihr loderte eine Wut, die kalt und zäh wie schwarzer Teer durch ihre Adern kroch. Ein Dämon. Ein Fürst aus Blut und Schatten, der den Orden nach Belieben zum Spielball machte, Strukturen zerbrach und den einstigen Maestro wie eine Marionette vorführte.
Dies war ein Bild, das sie kannte, zu oft schon war sie selbst eine Puppe an unsichtbaren Fäden gewesen, getrieben von Willen, die nicht der ihre waren. Doch diese Tage waren vorbei. Nie wieder würde sie sich beugen. Nie wieder würde sie sich benutzen lassen. Ein Meister war schon lang von allen vergessen, ein anderer schien seinem Schicksal zu folgen.
Der Gedanke allein, dass der Orden, dem sie sich verschrieben hatte, von einem Wesen jenseits der Schleier manipuliert werden konnte, nagte an ihr. Er drohte, das Fundament der Gemeinschaft zu zerfressen und Nymeria spürte, dass der Preis noch nicht gezahlt war. Nicht von Althan. Nicht von den anderen. Nicht einmal von ihr selbst. Es war noch nicht vorbei.
Und dann war da Julia. Plötzlich, aus dem Nichts, in der Robe der Elegida. Nymeria mochte sie, vielleicht mehr, als sie sich selbst eingestand. Vermutlich weil sie sich in manchen selber erkannte: Härte, Zielstrebigkeit, der unbedingte Wille, das eigene Schicksal nicht aus den Händen zu geben. Doch gerade darin lag der Splitter, der nun unter ihrer Haut pochte. Neid? Vielleicht. Oder Misstrauen. Denn Julia verbarg viel, strenggenommen kannte sie die Elegida kaum. Nymeria hatte es gesehen, nach dem Ritual, als sie im engen Kreis der Letharen auftauchte, jenen, die immer wieder wie ein Fluch über den Namen des Ordens schwebten.
Die Letharen. Ein endloses Thema, das wie ein dunkler Faden durch jede Besprechung lief. Der Orden bemühte sich nicht selbst der Auslöser der Konflikte zu sein, auch wenn es viele Fragen gab und doch schien man stets in die Schlinge verstrickt. Warum erkannten diese Letharen nicht, dass in den Arkorithern mächtige Verbündete schlummerten? Warum hielten sie fest an ihrem Misstrauen, als ob etwas anderes ihre Augen geblendet hätte? Oder war es selbe die Befürchtung, das die Macht im Orden zu groß werden könnte? Sind wir für sie eine Bedrohung? Antworten gab es keine. Nur das Schweigen und das Echo der endlosen Fragen.
Nun aber war das Buch der Schatten fort. Vernichtet. Zerrissen wie morsches Pergament, der Pakt gelöst, die Ketten gesprengt. Was viele als Verlust sahen und gar aussprachen dass dies unser Untergang ist, offenbarte sich Nymeria als Möglichkeit. Ein Riss im Mauerwerk, ja – aber auch eine Öffnung. Wo andere den Untergang sahen, sah sie Potenzial. Freiheit.
Doch sie war nicht töricht. Sie wusste, dass in den Schatten neue Spieler zurückkehrten. Gestalten, die andere längst für verschollen hielten, doch nun teilweise fest an der Seite der Elegida stand. Zufall? Nein. Nymeria roch die Bedenken, die wohl selbst in der neuen Leitung schwelte, es zeugte von Schwäche, was eigentlich Stärke demonstrieren sollte. Das bewies dieser abwartende Blick in der Aussenstelle. Sie wusste, dass die Macht im Orden größer war, als einer oder zwei von ihnen allein halten konnte.
Nymeria würde helfen. Trotz allem. Trotz ihrer Freiheit, die sie nun kosten konnte wie kaltes Wasser in einer Wüste. Sie würde helfen, weil in den Tiefen des Ordens Macht schlummerte, die sie nicht ungenutzt lassen wollte. Doch sie verlangte ihren Preis.
Geben und Nehmen – so war es immer. Sie würde ihr Blut, ihren Verstand, ihre Klinge und Fähigkeiten geben. Aber sie würde nehmen, was ihr zustand: Macht. Ohne sie würde der Orden ihre Hand nicht haben. Ohne sie würde sie nicht länger schweigen.
Und wenn die Ordensleitung nicht begriff, dass Risse nur durch gemeinsame Stärke gefüllt werden konnten, dann würde das Mauerwerk bersten. Stein für Stein, bis alles in sich zusammenstürzte.
Nymeria war bereit, das zu verhindern. Oder es zu beschleunigen.
In der Schwärze der Nacht war beides gleich willkommen, denn selbst aus Asche kann sich Neues erheben.

Verfasst: Samstag 11. Oktober 2025, 19:50
von Nemia Werheim
Die Straßen lagen verlassen, der Wind peitschte über karge Ebenen, und über ihr hing der Himmel in bleiernem Grau. Hinter ihr, fern und doch immer spürbar, lag die schwarze Ordensburg. Ein Ort der Macht – und der Stille. Eine Stille, die andere als Frieden deuten mochten. Für Nemia jedoch war sie ein Zeichen.
Ruhe bedeutete immer Möglichkeit.
Schon in der letzten Besprechung hatte sie es angedeutet: Sie hatte einen Plan. Nicht vage, nicht flüchtig, sondern klar umrissen in ihrem Kopf und tiefer verankert, als sie es je zugeben würde.
Etwas sollte entstehen, neben dem was sie eigentlich damit bezwecken wollte.
Ihre Gedanken waren ihr Heiligtum und Vertrauen ein Gut, das sie nur selten gewährte. Dieser Plan war eine Medaille, zwei Seiten mit unterschiedlichen begehren, die verknüpft wurden. Und er nahm Gestalt an.

Mittlerweile müsste beinahe jeder im Orden wissen, dass sie auf der Suche war – nach den Kernen der Glutgolems. Einer Rarität die in der Tiefe der Feuerhöhlen ruhten, bei dem Zerbrechen der Golems doch meistens nur noch als Bruchstück über war, unbrauchbar, nicht verwendbar. Sie kämpfte dort fast täglich, bis ihre Haut den Hauch der Hitze trug wie eine zweite Seele. Das Feuer, ihr Element, war längst mehr als nur eine Quelle der Macht. Es war gefühlt Teil ihrer Essenz geworden. Es sang zu ihr, in den Züngeln der Flammen, im Brüllen der Glut, im Auflodern der Magma.
Sie verstand es. Sie beherrschte es.
Und je mehr sie in die Flammen blickte, desto mehr erkannte sie sich selbst darin: ungestüm, verzehrend, leidenschaftlich, voller Begierde und ruhelos.
Das Reich kannte ihren Namen, die meisten verbanden ihn mit einem Sturm, den niemand zähmen konnte. Sie war rastlos, getrieben – und ja, sie wollte gesehen werden. Nicht für Ruhm, nicht für Lob, sondern für das, was sie tat. Für die Arbeit, die sie leistete, während andere nur sprachen.
Doch Anerkennung blieb aus seit jeher aus.
Sie war es gewohnt, sich selbst Beweis genug zu sein, und doch, tief in ihr nagte es doch irgendwie. Ein leises, hartnäckiges Brennen. Was hatte sie nun auf ihrem Pfad im Orden eigentlich bislang erreicht, fragte sie sich?
Sie hatte gelernt, geforscht, vermittelt. Zwischen den Dienern Krathors und dem Orden, zwischen Finsternis und Kontrolle. Es war ein Anfang, der ausgebaut werden sollte.
Sie hatte eine Präsenz des Ordens in Rahal aufgebaut. Die Außenstelle, stand da als stumme Zeugin ihres Eifers. Unterstützung? Nur ein Schrank voller Münzen, weiter nichts. Nur sie – und ihre Entschlossenheit.
Und dann der Lakeiendämon.
Die Exkursion, hatte Erfolg gehabt. Der Dämon war gefangen, gebrochen, nun ein Werkzeug des Studiums. Ihr Werk, jedoch für alle bereitgestellt, die sich daran laben wollen.
Sie hatte Julia bei der Verteidigung des Palastes unterstützt, nicht nur mit Worten in der Besprechung darüber, sondern mit Verstand bei einer Besichtigung. Sie kannte die alten Tunnel im Palast, wusste, wo sie verliefen und sah nun was dort nun floss. Ein Hinweis, eine Hilfestellung, vielleicht brachte es etwas.
Nun wollte sie dort weitermachen, die Verteidigung, vielleicht nicht nur für den Orden, sondern den Palast?
Der Golem – das war ihr nächstes Werk. Der Gedanke brannte seit Wochen in ihr wie ein unerlöschtes Feuer. Ein Wächter, erschaffen aus Metall, Feuer und Wille.
Seit der Blutfürst den Orden erschüttert hatte, gab es in ihr keinen Zweifel mehr: So etwas durfte sich nie wiederholen. Der Orden musste sich schützen können, das Reich müsste sich schützen können – gegen weltliche Bedrohungen ebenso wie gegen Schrecken aus anderen Sphären.
Und dieser Schutz musste aus den eigenen Reihen kommen. Kontrolliert. Berechenbar.
Ein Konstrukt der Ordnung gegen das Chaos selbst.
Sie hatte genug gesehen, um zu wissen, wie. Ihre Reisen über Gerimor hatten sie gelehrt, wie solche Artefakte funktionieren. Der Orden hatte sie in diesem Thema noch nicht unterweisen, doch sie hatte längst gelernt, dass die wahren Lektionen weit aus mehr als Frontalunterricht sind und dieser Plan doch auch Möglichkeiten ist, auf den solche Lektionen aufbauen können.
Der Kern eines Glutgolems – das war der Schlüssel.
Darum kämpfte sie, Tag für Tag, in den Tiefen der Feuerhöhlen.
Darum schrieb sie, plante, skizzierte. Pergament um Pergament, jede Linie ein Gedanke, jede Notiz ein Funke.
Bald, sehr bald, würde sie ihr Werk vorstellen.
Sie blickte hinauf, dorthin, wo fern über den Bergen der Rauch der Feuerhöhlen aufstieg, dünn und flackernd im Wind. Ein Schimmer glühte in ihren Augen, wie das Versprechen einer kommenden Flamme.
In dieser Stille, fern vom Lärm der Welt, lächelte Nemia.
Nicht nur sie erwachte damals, sondern das unbändige Feuer in ihr selbst und es zu Zügeln wird kein leichtes sein, nicht für sie und besonders nicht für andere.
