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[MMT] Errichtung eines Brandschutzes

Verfasst: Samstag 27. September 2025, 06:11
von Serina Marcel
Der Kampf um Berchgard lag bereits eine Weile zurück. Der damalig so hastig errichtete Brandschutz mit hübsch verteilten Kisten, gefüllt mit Eimern, war für den Moment vielleicht hilfreich gewesen. Eine dauerhafte Lösung war dies natürlich nicht und inzwischen waren eben jene Eimer längst weggeräumt.

Dennoch, die eigentliche Idee fand Anklang und eine Aufstellung, welche Wasserquellen in Berchgard zur Verfügung standen, lag längst im Rathaus bereit. Diese zur Hand nehmend hatte sie, gemeinsam mit Marlan Kabo, eine Ortsbegehung vorgenommen und passende Stellen festgelegt, an denen es Sinn machte dauerhaft Wassereimer in ordentlicher Weise bereitzustellen.

Leider barg die Oberstadt offensichtlich nicht genug Wasserquellen, um dort den angemessenen Schutz zu gewährleisten. Darüber würde man später noch sprechen müssen. Möglicherweise mit den Kaluren. Ihre ursprüngliche Idee Wasser aus dem Teich am Markt hochzuschaufeln erwies sich als unsinnig. Das Wasser von dort kam ja aus dem Berg, nahe der Oberstadt. Gegebenenfalls fand man hier bessere Lösungen.

Sie hatte verschiedene Gedankengänge durchgespielt. Die Idee Balken aufzustellen, um dort Eimer anzuhängen, war zwar sicherlich sinnvoller als die hastig hingezimmerten Kisten, damals vor dem Angriff auf Berchgard. Aber es war letztlich genauso starr an einem Punkt gebunden. Was ihr vorschwebte war eine beweglichere Möglichkeit das Wasser dorthin zu schaffen, wo es gebraucht würde. Kleine Schubkarren mit Eimern schien eine bessere Lösung.

Kübel und Eimer hatte sie bereits genug im Lager. Sie verbrachte diese schon einmal ins Rathaus, zu den dort eingelagerten Betten für ein provisorisches Lazarett.

Sie durchwühlte eifrig ihre Baupläne, ja da war das gesuchte. Die kleinen Schubkarren waren gut beschrieben. Sie nahm sich einige Eichenbretter aus dem Lager und begann mit den nötigen Vermessungen. Die Räder würden sie am längsten aufhalten. Holz musste gedämpft und gebogen werden. Die Arbeit würde einige Tage brauchen.

Nochmals blickte sie auf ihre Notizen. Acht Standpunkte für die Eimer waren festgelegt. Je zwei Räder pro Karren würde es brauchen.
Flink war alles bereitgelegt und die nächsten Tage verbrachte sie mit dem Dämpfen und Biegen des Holzes, bis sie die Räder endlich mit stützenden Speichen versehen konnte. Einen Wochenlauf später nickte sie zufrieden.

Die Körper der Schubkarren waren auch bereit. Diese zu zimmern war bereits nach einem Tageslauf erledigt und nun konnte endlich alles zusammengefügt werden. Behutsam prüfte sie die Stabilität der Karren. Ja sie würden ihren Dienst tun.

So war es an der Zeit sie nach Berchgard zu verbringen. Die festgelegten Plätze stattete sie so nun mit Karren aus, auf denen sich je ein größerer Wasserkübel und kleinere Eimer befanden. Blieb zu hoffen, dass ihre Arbeit das Gefallen der Vogtin finden würde.

Verfasst: Samstag 11. Oktober 2025, 05:43
von Serina Marcel
Die unteren Gebiete hatten ihren gesicherten Brandschutz. Leider war da immer noch das Problem der Wasserversorgung der Oberstadt. Der Plan den Wasserfall umzuleiten erwiess sich leider in allen Überlegungen als sinnfrei oder undurchführbar. Sie sah sich nachdenklich um und fing an die Grünflächen in Augenschein zu nehmen. Wo etwas wächst muss Wasser sein. Einfache Logik? Würde sich zeigen müssen.

Zuhause besah sie die Baupläne. Wassertränken mit Brunnenpumpe, etwas in der Art hatte sie ja auch im Garten. Das konnte die Lösung sein, nur leider kannte sie sich mit der Beurteilung von Felsen weniger aus, als es hier nützlich war. Der Gedanke lag auf der Hand: Kaluren!

Es würde also Pumpen brauchen, und Bohrarbeiten und Prüfungen wo es Sinn machen würde. Sie beging die Oberstadt und machte verschiedene Plätze aus, die hoffentlich geeignet sein könnten. Eine genaue Festlegung musste dann gefunden werden. Allerdings drei Stellplätze sollten wohl reichen, zusätzlich zum ohnehin vorhandenen Brunnen. Dementsprechend bereitete sie vor, was sie konnte. Wassereimer und Kübel, drei kleine Fuhrkarren und die Rohbauten der Brunnentränken waren nach wenigen Tagen bereitstehend.

Eigenmächtigkeiten wollte sie lieber nicht vornehmen. Die Kaluren offiziell anzuschreiben, das stand ihr so in ihrem Posten sicher nicht zu. Also musste hier eine Genehmigung erbeten werden. Somit ging sie dies gleich an.