eine ungewöhnliche Forschung
Verfasst: Mittwoch 6. August 2025, 17:04
Er hatte so viele Tage in diesem Keller verbracht, so viel Zeit seiner Forschung gewidmet, so viele Fehlschläge erlitten und doch so viele Erkenntnisse erlangt. Und hätte auch nur einer in Düstersee gewusst, wirklich gewusst, was dort unten passierte, was dort immer noch passiert und vor allem existiert, hätte er vermutlich schon die Garde vor der Tür stehen gehabt, die seine gesamte Forschung schlicht niedergebrannt hätte.
Doch das einzige, was die Bewohner Düstersees wirklich von den Geschehnissen mitbekommen hätten können, was, dass der Diener dann und wann mal.. Besuch bekam. Doch gehen sah man außer ihm selbst nie jemanden.
Fast 2 Jahre ist es her, dass er nicht nur in der Gunst des Dunklen Fürsten stieg, dass er nicht nur in das Interesse des Seuchenprinzen geriet, dass nicht nur Vivi eine Seuchenbringerin wurde und nicht nur er selbst den Segen der Seuchen, den viele andere als Fluch betiteln würden, empfing. Nein, seit diesem Tag vor fast 2 Jahren konnte er doch besser als andere begreifen, was Krankheiten sind.
Die Gunst des Dunklen Fürsten und der Segen des Seuchenprinzen, gewährten ihm eine Wahrnehmung, die selbst unter den Dienern nicht jeder hat.. oder will. Doch wie alles andere auch, wollte auch diese Gabe ausgebaut werden.
Zu Beginn seiner Forschung...
Eigentlich sollte es alles andere als schwer sein ein erstes Versuchsobjekt zu finden. Nein, eines reichte nicht. Zwei müssten es sein. Nein, drei! Schließlich brauchte er auch ein Vergleichsobjekt. Aber es gab ohnehin genug Gesetzlose, Freie, Banditen, die niemand jemals vermissen würde.
Es war ein kalter Winterabend, wenig überraschend, so stark fast die ganze Insel mit Schnee bedeckt war. Doch auch der viele Schnee vermochte es nicht wirklich diesem längst vergangenen Abend seinen sonst so zuverlässig hell glänzenden Charme zu geben.
Es war dunkel, gar düster, und still. Der schmale Weg durch den dichten Wald zeichnete sich nur dadurch ab, dass sich eine Schneise fehlender Vegetation durch die Landschaft zog. Eine einzelne Gestalt, in eine schlichte, helle Robe gehüllt, stapfte die Schneise entlang. Der Schnee unter ihren Stiefeln knirschte, so unregelmäßig wie die Schritte der Gestalt selbst. Sie wankte ein wenig hin und her, was ihre Fußspuren nicht geradlienig sondern wirr erschienen ließen, davon ab, dass jeder einzelne Schritt geschlurft wurde und sich so eher Linien statt Fußstapfen abzeichneten.
Die Gestalt war allein, so schien es, nur von dem leichten Wind und dem Knarzen des Schnees begleitet. Doch war es nicht nur ein tiefes, kratziges Atmen, das die Gestalt hinter sich her zog, störte auch immer wieder ein regelmäßiges, durch und durch krankes Husten die Ruhe des nächtlichen Waldes.
Doch wo die Schläue der Tiere, oder schlicht ihr Instinkt, sie auf Abstand zur Gestalt hielt, war es die Gier und die Aussicht auf leicht verdiente Beute, die eine andere Art Lebewesen geradezu mit offenen Armen lockte. Weiteres Knirschen mischte sich gar tölpelhaft von außen in das konstante Akustikbild der Gestalt, die es entweder schlicht nicht bemerkte, was unter ihren eigenen Geräuschen unterging oder sie es schlicht ignorierte oder gar.. willkommen hieß.
Es waren sechs Banditen, die die Gestalt nach und nach umzingelten und sich ihr mehr und mehr näherten. Der Pfad war schmal genug, dass sie sich nicht zeigen mussten, bevor sie nicht ohnehin schon nah genug, quasi unmittelbar in Greifreichweite, an die Gestalt heran kommen würden.
"He! Gib uns all dein Gold oder wir nehmen es uns mit Gewalt!" der erste der Sechs sprang etwas voreilig aus dem weißen Grün auf den Weg, der Gestalt direkt in den Weg, mit gezogenem Säbel, mit dem er direkt in Richtung der Gestalt wedelte. Etwas verzögert sprangen auch die übrigen 5 Banditen, mit gezogener Waffe, aus ihren Verstecken, bedrohend, wenn auch etwas unbegolgen. Die Gestalt blieb abrupt stehen und hob ihren Kopf ein wenig. Wieder durchzuckte die Gestalt ein kräftiges Husten, begleitet von leisem Knacken. "Hörst du nich? Her mit.." Noch bevor der Bandit weiter sprechen konnte, schnellte eine große, skelettierte Hand, an einem genauso skelettierten Arm aus der Robe heraus, packte den Kopf des Redelsführers und zerdrückte ihn scheints mühelos unter deutlichem Knacken und Knirschen. Der Körper verlor umgehend jegliche Spannung und der Säbel glitt ihm aus der Hand. Blut spritzte in alle Richtungen und sprenkelte den weißen Schneeteppich rot. Noch bevor die anderen reagieren konnten, schaelten sich zwei Skelette aus dem kalten Boden und stießen ihre alten, rostigen Waffen unmittelbar in die Brust zweier der Verbleibenden. "Dunkler Fürst, nimm diese Seelen zu dich. Sie sind Dein, für jetzt und immer." erklang die erst menschliche Stimme der Gestalt, die sich mehr und mehr verzerrte als sie heranwuchs und unter dem Zulegen an Größe und Masse die helle Robe zerfetzte. Einer der drei noch lebenden kippte ohne auch nur ein Wort herauszubekommen vor lauter Panik des Anblicks einfach um. Die anderen beiden zögerten einen Moment, hoben dann aber doch ihre Waffen, nach einem kurzen versichernden Blick zum jeweils anderen. Sie stürmten auf die große, knöcherne Gestalt zu, bereit sich ihr entgegen zu stellen, bereit ihr Leben zu lassen. An einen der beiden Banditen hingen sich gleich beide auferstandenen Skelette und rissen ihn schlicht zu boden, wo sie ihn hielten und noch bevor der letzte Bandit seine Waffe wirklich schwingen konnte, fuhr eine so tiefe Eiseskälte, nein Grabeskälte, in seinen Leib, dass er an Ort und Stelle erstarrte.
Die schmalen, geschlurften Spuren führten durch den dichten Wald, wirr, doch klar genug, um ihnen folgen zu können. Doch wer ihnen wirklich folgte, ob beabsichtigt oder weil man schlicht den selben Weg entlang musste, konnte, nein würde, an diesem längst vergangenen Abend zwangsläufig auf einse Szenerie stoßen, die dem ein oder anderen vielleicht mehr als nur einen kleinen Schrecken bereitete oder gar zum Umkehren bewegte. Drei achtlos liegen gelassene Leichen, zwei davon aufgeschlitzt und verblutet, eine mit zerdrücktem Kopf, der Schnee getränkt von Blut. Und drei Spuren, die von diesem Ort weg führten, als habe man etwas großes davon weg geschliffen. Körper gar? Große Schleifspuren, anfangs noch mit Blut getränkt bis irgendwann nur noch Körperbreite Furchen durch den Schnee führten, direkt nach Düstersee. Doch wo genau in Düstersee diese vermutlich 3 Körper geschliffen wurden, wusste am Ende nur einer, wenn nicht allzu neugierige Blicke einen offensichtlichen Rabendiener und 2 Skelette, die jeweils einen Körper hinter sich her zogen sahen.
Die ersten Versuchsobjekte waren angekommen. Zwei, die unter Krankheiten leiden würden, erdacht und geformt von ihrem Gastgeber. Einer, der scheinbar als Refferenz dienen musste, separiert von den anderen.. oder früher oder später genauso erkrankte.
Doch das einzige, was die Bewohner Düstersees wirklich von den Geschehnissen mitbekommen hätten können, was, dass der Diener dann und wann mal.. Besuch bekam. Doch gehen sah man außer ihm selbst nie jemanden.
Fast 2 Jahre ist es her, dass er nicht nur in der Gunst des Dunklen Fürsten stieg, dass er nicht nur in das Interesse des Seuchenprinzen geriet, dass nicht nur Vivi eine Seuchenbringerin wurde und nicht nur er selbst den Segen der Seuchen, den viele andere als Fluch betiteln würden, empfing. Nein, seit diesem Tag vor fast 2 Jahren konnte er doch besser als andere begreifen, was Krankheiten sind.
Die Gunst des Dunklen Fürsten und der Segen des Seuchenprinzen, gewährten ihm eine Wahrnehmung, die selbst unter den Dienern nicht jeder hat.. oder will. Doch wie alles andere auch, wollte auch diese Gabe ausgebaut werden.
Zu Beginn seiner Forschung...
Eigentlich sollte es alles andere als schwer sein ein erstes Versuchsobjekt zu finden. Nein, eines reichte nicht. Zwei müssten es sein. Nein, drei! Schließlich brauchte er auch ein Vergleichsobjekt. Aber es gab ohnehin genug Gesetzlose, Freie, Banditen, die niemand jemals vermissen würde.
Es war ein kalter Winterabend, wenig überraschend, so stark fast die ganze Insel mit Schnee bedeckt war. Doch auch der viele Schnee vermochte es nicht wirklich diesem längst vergangenen Abend seinen sonst so zuverlässig hell glänzenden Charme zu geben.
Es war dunkel, gar düster, und still. Der schmale Weg durch den dichten Wald zeichnete sich nur dadurch ab, dass sich eine Schneise fehlender Vegetation durch die Landschaft zog. Eine einzelne Gestalt, in eine schlichte, helle Robe gehüllt, stapfte die Schneise entlang. Der Schnee unter ihren Stiefeln knirschte, so unregelmäßig wie die Schritte der Gestalt selbst. Sie wankte ein wenig hin und her, was ihre Fußspuren nicht geradlienig sondern wirr erschienen ließen, davon ab, dass jeder einzelne Schritt geschlurft wurde und sich so eher Linien statt Fußstapfen abzeichneten.
Die Gestalt war allein, so schien es, nur von dem leichten Wind und dem Knarzen des Schnees begleitet. Doch war es nicht nur ein tiefes, kratziges Atmen, das die Gestalt hinter sich her zog, störte auch immer wieder ein regelmäßiges, durch und durch krankes Husten die Ruhe des nächtlichen Waldes.
Doch wo die Schläue der Tiere, oder schlicht ihr Instinkt, sie auf Abstand zur Gestalt hielt, war es die Gier und die Aussicht auf leicht verdiente Beute, die eine andere Art Lebewesen geradezu mit offenen Armen lockte. Weiteres Knirschen mischte sich gar tölpelhaft von außen in das konstante Akustikbild der Gestalt, die es entweder schlicht nicht bemerkte, was unter ihren eigenen Geräuschen unterging oder sie es schlicht ignorierte oder gar.. willkommen hieß.
Es waren sechs Banditen, die die Gestalt nach und nach umzingelten und sich ihr mehr und mehr näherten. Der Pfad war schmal genug, dass sie sich nicht zeigen mussten, bevor sie nicht ohnehin schon nah genug, quasi unmittelbar in Greifreichweite, an die Gestalt heran kommen würden.
"He! Gib uns all dein Gold oder wir nehmen es uns mit Gewalt!" der erste der Sechs sprang etwas voreilig aus dem weißen Grün auf den Weg, der Gestalt direkt in den Weg, mit gezogenem Säbel, mit dem er direkt in Richtung der Gestalt wedelte. Etwas verzögert sprangen auch die übrigen 5 Banditen, mit gezogener Waffe, aus ihren Verstecken, bedrohend, wenn auch etwas unbegolgen. Die Gestalt blieb abrupt stehen und hob ihren Kopf ein wenig. Wieder durchzuckte die Gestalt ein kräftiges Husten, begleitet von leisem Knacken. "Hörst du nich? Her mit.." Noch bevor der Bandit weiter sprechen konnte, schnellte eine große, skelettierte Hand, an einem genauso skelettierten Arm aus der Robe heraus, packte den Kopf des Redelsführers und zerdrückte ihn scheints mühelos unter deutlichem Knacken und Knirschen. Der Körper verlor umgehend jegliche Spannung und der Säbel glitt ihm aus der Hand. Blut spritzte in alle Richtungen und sprenkelte den weißen Schneeteppich rot. Noch bevor die anderen reagieren konnten, schaelten sich zwei Skelette aus dem kalten Boden und stießen ihre alten, rostigen Waffen unmittelbar in die Brust zweier der Verbleibenden. "Dunkler Fürst, nimm diese Seelen zu dich. Sie sind Dein, für jetzt und immer." erklang die erst menschliche Stimme der Gestalt, die sich mehr und mehr verzerrte als sie heranwuchs und unter dem Zulegen an Größe und Masse die helle Robe zerfetzte. Einer der drei noch lebenden kippte ohne auch nur ein Wort herauszubekommen vor lauter Panik des Anblicks einfach um. Die anderen beiden zögerten einen Moment, hoben dann aber doch ihre Waffen, nach einem kurzen versichernden Blick zum jeweils anderen. Sie stürmten auf die große, knöcherne Gestalt zu, bereit sich ihr entgegen zu stellen, bereit ihr Leben zu lassen. An einen der beiden Banditen hingen sich gleich beide auferstandenen Skelette und rissen ihn schlicht zu boden, wo sie ihn hielten und noch bevor der letzte Bandit seine Waffe wirklich schwingen konnte, fuhr eine so tiefe Eiseskälte, nein Grabeskälte, in seinen Leib, dass er an Ort und Stelle erstarrte.
Die schmalen, geschlurften Spuren führten durch den dichten Wald, wirr, doch klar genug, um ihnen folgen zu können. Doch wer ihnen wirklich folgte, ob beabsichtigt oder weil man schlicht den selben Weg entlang musste, konnte, nein würde, an diesem längst vergangenen Abend zwangsläufig auf einse Szenerie stoßen, die dem ein oder anderen vielleicht mehr als nur einen kleinen Schrecken bereitete oder gar zum Umkehren bewegte. Drei achtlos liegen gelassene Leichen, zwei davon aufgeschlitzt und verblutet, eine mit zerdrücktem Kopf, der Schnee getränkt von Blut. Und drei Spuren, die von diesem Ort weg führten, als habe man etwas großes davon weg geschliffen. Körper gar? Große Schleifspuren, anfangs noch mit Blut getränkt bis irgendwann nur noch Körperbreite Furchen durch den Schnee führten, direkt nach Düstersee. Doch wo genau in Düstersee diese vermutlich 3 Körper geschliffen wurden, wusste am Ende nur einer, wenn nicht allzu neugierige Blicke einen offensichtlichen Rabendiener und 2 Skelette, die jeweils einen Körper hinter sich her zogen sahen.
Die ersten Versuchsobjekte waren angekommen. Zwei, die unter Krankheiten leiden würden, erdacht und geformt von ihrem Gastgeber. Einer, der scheinbar als Refferenz dienen musste, separiert von den anderen.. oder früher oder später genauso erkrankte.